la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Eine Klangschale für den Mitmachblog

Eine Klangschale wird mit einem hölzernen Klöppel zum Klingen gebracht. Ein lange nachhallender Ton, den man mit einer ganz leichten Berührung durch den Klöppel beenden kann.Beim Meditieren leitet ein Schlag die Sitzung ein. Man kann sich über den langen Ton hineingleiten lassen in die durch den Atemrhythmus gehaltene Innensicht. Absicht  klassischer Meditation, nicht der diversen esoterischen Seltsamkeiten, ist es, sich selbst beim Denken zuzusehen, das Denken vorbeiziehen zu lassen ohne irgendwelche Handlungen zu setzen, ohne die Gedanken weiter zu verfolgen, zu erleben, dass Gedanken und Emotionen kein Gefängnis sein müssen, sondern vorüberziehen.

Nach einer Weile wird der umgebende Raum spürbar, die Verankerung in der Erde, die Verbindung zum Himmel, der eigene Platz in der Welt. Durch die – wenn auch nur Sekundenbruchteile andauernde – Unterbrechung von festgefahrenen Denk- und Verhaltensstrukturen entsteht langsam mehr Freiheit im Denken und im Handeln. Wenn es gelingt, eine noch so kleine Lücke zu öffnen zwischen dem Impuls von außen und dem Abspulen der eigenen Verhaltensmechanismen wird die Wahlfreiheit in den Verhaltensweisen langsam größer.

Sehr intensiv ist es, in einer Gruppe zu meditieren. Nicht zu eng nebeneinander, aber doch in Gesellschaft. Zwei Klöppelschläge bedeuten eine Pause in der Meditationssitzung, drei Klöppelschläge beenden sie. Auch am Ende ist es schön, den Ton der Klangschale nachklingen zu lassen.

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Ausgleich

Herz & Verstand

Ich finde es schade, wenn es so viele Menschen gibt, die sich entweder als Herz- oder als Kopfmenschen sehen. Wir sind doch alle beides. Wir haben doch alle die Möglichkeit sowohl unser Herz als auch unseren Verstand zu nutzen und sprechen zu lassen. Uns in die Welt einzubringen mit unserem Intellekt und mit unseren Emotionen, je nachdem, was die Situation gerade erfordert und was uns und anderen gerade gut tut.

Ich plädiere dafür, am Ausgleich zu arbeiten, am Ausgleich zwischen Emotion und Verstand, am Ganzwerden des Menschen.

Meine Idealvorstellung ist nach wie vor: ein warmes Herz und einen kühlen Kopf zu haben, im Idealfall gleichzeitig.

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20. Station der Leseweltreise – Myanmar

Es ist mir zufällig zwischen die Finger gekommen, ein kleines Buch zu einem Land, von dem ich nicht viel weiß, das mich allerdings meiner Illusionen darüber beraubt hat, dass Buddhisten und gar buddhistische Mönche nicht gewalttätig werden. Auch meine Vorstellung, dass eine Friedensnobelpreisträgerin, die unter der Militärdiktatur in ihrem Land schwer gelitten hat, selbst eine gerechtere Herrschaft ausüben wird, hat sich leider in Luft aufgelöst.

Das kleine Buch ist aber 2007 herausgekommen und erzählt in kurzen Kapiteln über die Besonderheiten Myanmars, seine landschaftlichen und architektonischen Schönheiten, seine Volksgruppen und Kulturen:

„Asiens wahrem Antlitz ist Bernd Schiller auf seinen Reisen durch ein magisches Land begegnet: Der Ewigkeit auf der Schwedagon-Pagode hoch über Yangon, wenn die Morgensonne die Kuppel in glänzendes Gold taucht, den heilige Bergen, wo Buddha und diverse Geister in guter Nachbarschaft wohnen und dem beschwerlich-trägen Lauf des Lebens an den Ufern des Ayeyarwady, wo Ochsenkarren wie seit Jahrhunderten auf Lastkähne warten“

 

Aung San Suu Kyi: Myanmars Stimme der Freiheit, die zur Gewalt stumm bleibt


Die Friedensnobelpreisträgerin wird für ihr Schweigen angesichts der Verfolgung der Rohingya kritisiert. Dass Demonstranten in aller Herren Länder mit dem Antlitz von Aung San Suu Kyi für ihre Sache werben, überrascht nicht: Jahrelang war die heute 72-Jährige die prominenteste politische Gefangene der Welt. Ihr Name stand emblematisch für gewaltfreien Widerstand gegen Gewaltherrschaft – und gegen jene der myanmarischen Generäle im Speziellen, die sie von 1989 bis 2011 mit Unterbrechungen in Hausarrest isolierten, aber auch gegen alle anderen Diktatoren, für die Menschenrechte herzlich wenig zählen. Neu ist freilich, dass Demonstranten von Pakistan bis Indonesien die Plakate, auf denen die Friedensnobelpreisträgerin zu sehen ist, verbrennen, ihr Gesicht mit Hitler-Bart versehen oder schlicht durchstreichen.

Suu Kyi, die seit den ersten freien Wahlen 2015 Myanmar als „Staatsrätin“ de facto regiert, ist tief gefallen. „Nicht die Macht korrumpiert“, schrieb sie in ihrem 1991 erschienenen Buch „Freedom from Fear“, „sondern die Angst, sie zu verlieren.“ Nun scheint es so, als halte gerade sie ebenjene Angst fest im Griff. Die Mutter zweier Söhne, von denen sie während ihres Hausarrests so lange getrennt war, schwieg, als Myanmars Armee hunderte Zivilisten der muslimischen Rohingya-Minderheit ermordete, Dörfer brandschatzte und Hunderttausende vertrieb. Als die Uno das Vorgehen der Soldaten als „ethnische Säuberung“ bezeichnete, sprach sie von „Fake-News“ und von „Terroristen“, die man bekämpfen werde.

Den geplanten Besuch in New York, wo die Uno-Generalversammlung tagt, sagte Suu Kyi kurzfristig ab. Die einstige Ikone sei eben „eine Politikerin durch und durch und habe als Ziel einzig ihre Wiederwahl“, konstatierte die Uno-Sonderberichterstatterin. Tatsächlich werfen Kritiker der in Oxford ausgebildeten Tochter eines Unabhängigkeitskämpfers schon länger mangelnde Empathie für die Rohingya vor, die von vielen im mehrheitlich buddhistischen Land als Einwanderer betrachtet und abfällig „Bengalis“ genannt werden. Dass sich Suu Kyi weder mit der noch immer allmächtigen Armee überwerfen noch auf die Stimmen der buddhistischen Nationalisten, die den Muslimen sämtliche Bürgerrechte absprechen, verzichten will, könnte ein Grund dafür sein, dass Myanmars so lange unterdrückte Stimme der Freiheit nun nicht für die unterdrückte Minderheit im eigenen Land laut werden will.

Florian Niederndorfer, 13.9.2017 – derstandard

 


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Gewaltfreie Kommunikation

Immer noch höre und sehe ich mir die Flut von Wahlkampfdiskussionen an, in der Hoffnung irgend etwas zu erfahren, was bis jetzt noch nicht vorgekommen ist. Meistens kann ich schon im Halbschlaf mitmurmeln, was die diversen Kandidaten zu welchen Themen oder Stichworten zu sagen haben, aber vor zwei Tagen wurde ich mit einem neuen Satz belohnt, der mir sehr klug vorkommt:

„Wer mich beleidigen kann, entscheide immer noch ich“ sagte der Noch-Kanzler. Ein Gedanke, den ich bemerkenswert finde und  der sowohl für die Welt der Politik als auch für den Alltag äußerst konstruktiv ist. Diese Denkrichtung wird im Buddhismus gelehrt und wahrscheinlich auch in modernen Managertrainingsseminaren.

Der zweite Gedanke, der für mich zu diesem Thema dazugehört, stammt ebenfalls aus einer buddhistischen Schrift und lautet:

„Großzügigkeit ist die Tugend, die Frieden schafft“

In diesem Sinne …..


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Abschiedszeremonie

Sukhavati-Zeremonie

Meine verstorbene Freundin Barbara war Buddhistin und daher wurden für sie von verschiedenen buddhistischen Gruppen Sukhavati-Zeremonien abgehalten. Für mich sind das Abschiedszeremonien wenn sie  auch in einem System, das an Wiedergeburt glaubt noch zusätzliche Bedeutungen haben.

Die Zeremonie bestand aus drei Teilen.

Zunächst wurde der Verstorbenen gedacht. Kinder und Erwachsene, Familie und Freunde haben  über sie gesprochen, es wurden Anekdoten erzählt. Es wurde gelacht und geweint.

Im zweiten Teil wurde Tonglen betrieben. Das ist eine buddhistische Übung, bei der Schlechtes eingeatmet, transformiert und Gutes wieder ausgeatment werden soll. In Kurzfassung werden gute Gedanken an die Verstorbene geschickt, die ihr dabei helfen sollen alle Hindernisse des Überganges zu überwinden.

Und der dritte Teil der Zeremonie ist das Loslassen. Egal ob man nun an Wiedergeburt glaubt oder nicht, ob man an ein Leben nach dem Tod glaubt oder nicht, auf jeden Fall ist es hilfreich die Toten loszulassen. Bei dieser Zeremonie wird ein Foto der verstorbenen Person verbrannt und dabei NAMO AMITABHAYA HRI rezitiert bis von dem Foto nur Asche übrig bleibt. Ich nehme an, dass beim Original dieser Zeremonie kein Foto sondern der Leichnam verbrannt wird.

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Ich habe die Zeremonie sehr eindrucksvoll gefunden, optisch: das brennende Foto, und akustisch; es wird mehrmals der Gong geschlagen. Vor allem fand ich sie aber psychologisch sehr schlüssig. Zuerst wird intensiv über die Verstorbene gesprochen, gelacht, geweint. Dann gibt man eigene Energie, schickt Liebe, Wärme, Unterstützung und schließlich läßt man los, was für die eigene Psychohygiene wichtig ist. Es tut niemandem gut, sich gedanklich an Verstorbene zu klammern.

Mein Verhältnis zum Buddhismus ist kein so nahes, ich glaube weder an Auferstehung noch an Wiedergeburt. Müsste ich mich zwischen beiden entscheiden, so käme mir die Wiedergeburt schlüssiger und natürlicher vor als eine Auferstehung, aber ich bleibe doch beim Agnostizismus: niemand weiß es und niemand wird es jemals ergründen können.

Die Zeremonie war aber sehr schön. Zunächst hatte ich den Eindruck, dass Barbara auch danei war und mitgelacht, mitgeredet und vielleicht auch mitgeweint hat und dann war sie weg und die Art dieses Weggegangenseins kam mir gut und richtig vor. Es war eine tröstliche Zeremonie, nicht eine von der Sorte nach denen es allen Beteiligten schlechter geht als vorher.


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Brücke – Das Mondgrasprojekt 8

Brücke zwischen Kulturen

Dzogchen Pönlop Rinpoche im Holzfällerhemd bei einem Seminar in Wien 2015. Ein humaner, weltoffener, vielseitig gebildeter buddhistischer Lehrer, der in seinen Büchern immer wieder Brücken zwischen Kulturen aufzeigt und baut.

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