la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Das war der Augustvollmond ….

… in Norwegen. Entspannt ……

Inzwischen hält sich die Entspannung schon wieder in Grenzen und das Meer ist auch weit weg. Aber natürlich gibt es auch andere gute Dinge.

Wieder einmal stellt sich die Frage: mit oder ohne Bearbeitung ? Ich bin mir nicht einmal selbst sicher, welches mir besser gefällt.

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Version von Autopict (siehe Kommentare)

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Version von Arabella, ohne Boot und mehr Wasser als Himmel

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Und wie war es im Sommer ?

Auch unendlich scheinende Sommerurlaube haben ein Ende. Morgen ist es soweit. Es wäre gelogen zu behaupten, dass ich ungeduldig in den Startlöchern scharre, aber ich bin auch nicht unglücklich darüber wieder an den Start zu gehen. Zu den vielen schönen Seiten des Lehrberufs zählt es, dass man in jedem Schuljahr neu anfängt. Zwar ist die Tätigkeit als solche immer wieder die gleiche, aber die Schüler sind immer andere und wer möchte kann ja auch in jedem Schuljahr oder auch jede Woche irgend etwas Neues ausprobieren, neue didaktische Ansätze, neue psychologische Ansätze, neue Lehrmaterialien, neue Organisationsstrukturen, was immer neu und interessant daherkommt.

Vielleicht gibt es sie auch noch, die Lehrpersonen, die aus ihren eigenen vergilbten Schulheften vorlesen und/oder alle Jahre wieder genau das gleiche machen. Aus der ersten Kategorie kenne ich gar niemanden, aus der zweiten einige wenige. Das sind die frustrierten, gelangweilten, die nicht nur ihre Schüler sondern auch sich selbst anöden.

Lang und inspirierend war der Sommer: in Irland habe ich die perfekte Kombination aus Grün, Stein und Wasser genossen. Die Steinbauten mitten in diesen fruchtbaren, ständig feuchten, hunderten Grünvariationen. Im Burgenland und in der Steiermark die Kombination von Sommer, verschiedenartigen Landschaften und Kultur. In Norwegen hat mich die karge Landschaft im Kontrast zu den vor Leben wimmelnden Meeren fasziniert, die Nordroutenromantik und das skandinavische Gesellschaftsmodell. Im Kurhotel schließlich habe ich die tausenden Eindrücke im Kopf etwas sortiert und den Reisesommer ausklingen lassen.

Es war ein in jeder Hinsicht wunderbarer Sommer, in dem ich viel gesehen, viel gefühlt und einiges verstanden habe. Die Ernte daraus werde ich in den nächsten Wochen und Monaten einfahren …

Jetzt ist es einmal Zeit zu arbeiten und den Alltag um den neuen Stundenplan herum zu organisieren, den doppelt so langen Weg zur Arbeit in einem Ausweichgebäude zu schlucken, die neuen Schüler und Studenten kennenzulernen und die schon bekannten wiederzusehen ebenso wie die Kollegenschaft, sich im noch unbekannten Gebäude einzurichten und neue Strukturen zu bauen. Also Langeweile wird in absehbarer Zeit nicht ausbrechen


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Kurgeplauder

Husch, husch, Frühstück beendet, auf zu neuen Taten. Rein ins Badeg´wand zur Unterwassergymnastik, anschließend ein schneller Schwimm und es wartet die Schmierung mit Topfen. Duschen, umziehen, zur Massage. Schleich erschöpft in den Ruheraum zwecks Teeschlürfen und räkeln in einer beheizten Gesundheitsliege. Dabei Nachlesen der politischen Berichterstattung der letzten 5 Wochen. Glücklicherweise habe ich ein Sub-Abo des „Profil“ bei F.

Gesundes Mittagessen mit small-talk. Strategisch klug habe ich mich an einem Tisch für 5 Personen platziert. Da reden die 4 anderen und ich muss nur gelegentlich charmant lächeln oder eine Frage einstreuen deren Beantwortung langwierig gestaltet werden kann. Ich bin nicht unsozial, aber das ist meine Erholwoche und da lege ich keinen Wert auf Bekanntschaften welcher Art auch immer. Es ist gar nicht so einfach niemanden zu finden der gemeinsam spazieren gehen, Karten spielen, den abendlichen Musikdarbietungen lauschen oder sonstwas möchte.

Nach dem Essen CO2-Therapie erst im Liegen, dann im Gehen: auf den Zehenspitzen, auf den Fersen, rechte Kante, linke Kante, 8er ins Wasser malen ….. in den Bademantel, ins Zimmer zum Umziehen. Ein schneller Blick in den Blog.Umziehen, Kamera umhängen, Rucksack schultern auf in den Wald, offiziell zum Wandern tatsächlich zum Fotografieren. Wenn meine potentiellen Begleiter wüssten wie furchtbar es ist mit mir samt Kamera spazieren zu gehen. Jetzt wirds aber langsam steil, schnauf, schwitz, ohje jetzt haben mich die Insekten gerochen und kommen begeistert angesummt. Ja was solls, noch ein Stück, ah jetzt geht es wieder eine Weile geradeaus, nein, doch nicht, also jetzt reiß dich zusammen soooo steil und sooooo heiß ist es ja auch wieder nicht und überhaupt bin ich ja für die Gesundheit hier. Soll man sich bei der Wiedergabe von Selbstgesprächen als Ich oder Du oder Wir ansprechen ? Ungelöste Frage. Hmmm, wenn ich jetzt diese Baumzwischenräume total überbelichte, was kommt dann raus, also noch ein paar Schritte bergauf, vielleicht kommt man da doch irgendwo hin. Es gibt zwar eine Markierung, aber ich habe keine Ahnung wohin die führt.

Ein Blick auf den Schrittzähler, 6.127 Schritte bergauf und 200 Fotos, na das reicht aber wirklich, es waren ja auch sehr viel mehr Schritte, weil ich ja ständig stehen bleibe und das blöde Programm rechnet erst ab einer bestimmten Schrittanzahl wieder mit, außerdem muss ich ja auch wieder hinunter. Wasser hab ich keins mitgenommen, weil ich ja gar nicht so weit gehen wollte. Plötzlicher Motivationsschub ….

Und noch durch den Kurpark vorbei an den Dalienbüschen und den Enten und dem Musikpavillon. Gleich kommt mir der Schnitzler entgegen oder der Joseph Roth, Papa Freud könnte es auch sein oder Musil, die waren alle in Kurparks anzutreffen. Schlüssel holen, ins Zimmer, Dusche, umziehen und zum Abendessen. Sieh da ein Gemüsecurry mit Kokosmilch, hat der Koch die internationale Küche entdeckt. Na, umso besser. Was gibts heute in der Hotelhalle ? Jagdhörner und Jägergeschichten. Ach du liebe Zeit, dann gehe ich schwimmen.

Nochmal duschen, Haare trocknen, Lieblingsspitzennachthemd anziehen, einen Blick in den Fernseher, einen Blick in den Blog. Buch lesen ? Nein, viel zu müde, Lieblingsspitzennachthemd wieder ausziehen und ab ins Bett bis zum nächsten erholsamen  Tag.

Nicht dass etwa der Eindruck entsteht es würde mir hier nicht gefallen. Ich liebe es und komme mindestens einmal im Jahr. Da kann F. sagen was er will über die bürgerliche Idylle außerhalb der Realität. Und?