Schlagwort: Sommer –

Preiswunder

Übers kleine deutsche Eck sind wir aus Zell am See nachhause gefahren und haben im deutschen Bad Reichenhall Pause gemacht. Viel Zeit hatten wir nicht und sind daher gerade einmal durchs Stadtzentrum gebummelt. Eine hübsche Kurstadt mit entsprechender Architektur, obwohl das Stadtzentrum nichts darüber aussagt, wie es sich in einer Stadt lebt. Ordentlich nass geworden sind wir auch, weil natürlich die vorsorglich mitgenommenen Schirme im Auto geblieben sind. Das ist aber nicht wirklich überraschend.

Da uns zuhause ein leerer Kühlschrank erwartete und direkt auf dem Weg ein Aldi-Markt lag, gingen wir einkaufen. Als Österreicher:in bleibt einem der Mund offen stehen bei den niedrigen Preisen! In Österreich gibt es die Supermarkt-Kette „Hofer“, die zu Aldi-Süd gehört und auch um einiges billiger ist als andere österreichische Supermärkte, aber immer noch um einiges teurer als der deutsche Aldi. Auch Bekleidung und Bücher und wahrscheinlich einfach alles ist in Deutschland billiger als in Österreich.

Nun haben wir noch ein langes Wochenende in PB angehängt bei dem der F heldenhaft gelitten hat, weil wir wieder stundenlang beim Tischler waren. Ihm ist es ja ziemlich egal welches Holz, welche Farbe, abgerundete Kanten oder nicht etc.pp Jetzt haben wir aber alles ziemlich geklärt und können beim nächsten Termin wahrscheinlich bestellen. Es dauert dann ohnehin alles mindestens bis Ende des Jahres. Aber, wie ist das mit der Vorfreude.

Impulswerkstatt Juli-August – Zusammenfassung

Liebes Impulswerkstattteam,

Ich gratuliere! Vierzig Grad im Schatten und nur gefühlte einenhalb Tropfen Regen konnten eure Kreativität in diesem Sommer nicht bremsen und es sind wieder viele unterschiedliche Beiträge entstanden und zusammengekommen.

Ich muss mich entschuldigen, Rahmen 2, die Sache mit den Fleischmessern, war wirklich sehr schwierig und wenig inspirierend. Ich ziehe meinen Hut vor denen, die es trotzdem geschafft haben, daraus einen Text zu basteln! Ich werde mich bemühen, mir für den nächsten Durchgang etwas Geeigneteres einfallen zu lassen.

Es wäre schön, wenn ihr auch unter den Beiträgen anderer welche finden würdet, die euch gefallen. Es gelingt mir nicht immer, aber ich versuche, alle Beiträge mindestens zweimal zu lesen oder anzusehen und entdecke dabei immer wieder Dinge, die mir beim ersten Mal entgangen sind.

Die nächste Runde beginnt am zweiten Herbsttag, dem 2.September. Ich arbeite schon an der Einladung und fasse mich daher kurz.

🙂 VIEL FREUDE BEIM LESEN UND ANSEHEN 🙂

Wer nicht weiß worum es hier geht, sich für das Projekt interessiert und/ oder mitmachen möchte, kann klicken:

Hier die Beschreibung des Projekts KLICK

KLICK Hier könnt ihr nachlesen, wie dieses Projekt entstanden ist
 
KLICK Das Archiv des Projekts in dem alle Beiträge gesammelt sind und alles noch einmal nachgelesen werden kann, befindet sich auch hier

Chronologische Liste:

Bild 1:

Bild 2:

Bild 3:

Bild 4:

Rahmen 1:

Ein letztes Mal ………… das Ende

Rahmen 2:

Wozu brauchst du zwölf Fleischmesser? ……….. Heute bin ich wieder Vegetarier

Montag 29.August 2022- Geselligkeiten

In letzter Zeit habe ich eine für meine Verhältnisse extrem gesellige Phase. Wenn ich in einer Woche viermal weggehe, so ist mir das fast zuviel. Aber am Montag Abend mit einer Gruppe ehemaliger Kolleginnen abends im Museumsquartier zu sitzen, neben dem Leopoldmuseum war doch entspannt und informativ. In Wien gibt es ja schon wieder einen gewaltigen Aufreger über unseren lokalen Energieversorger und auch sonst hat es an Themen nicht gefehlt.

Sonntag 28. August – Hütte mit Katzen

Auf einer Hütte im Wienerwald wollte meine Schwägerin ihren Geburtstag feiern. Wir trafen uns also auf einem Parkplatz und gingen alle gemeinsam hinauf, bei eher angenehmem Wetter. Das Essen war mittelprächtig, die Gesellschaft nett, von allen Seiten lächelten mich die Fotomotive an, aber leider hatte ich bei morgendlich überstürztem Aufbruch die Kamera vergessen. Allein schon die vier Katzen, die es dort gab, eine hübscher und anschmiegsamer als die andere…

Man weiß als Mensch ja, dass Katzen niemanden umschmeicheln, weil sie ihn oder sie so sympathisch finden, sondern weil sie sich kulinarische Vorteile versprechen. Trotzdem ist es nett, wenn die Schnurrtiger den Tisch zunächst auf der untersten Ebene umkreisen, dann in den ersten Stock aufsteigen und sich von einem Schoß zum nächsten vorarbeiten, bevor sie die dritte Ebene, den Tisch mit dem Essen anvisieren. Das ist dann der Zeitpunkt zu dem sie üblicherweise auch von den Katzenfreunden und -freundinnen wieder zurück auf die erste Ebene befördert werden.

Am späteren Nachmittag wurde es sehr still in den Bäumen und im Hintergrund sehr dunkel und wir beeilten uns aufzubrechen, weil wir ja noch den ganzen Weg wieder hinunter mussten. Kaum waren wir aufgebrochen, begann es zu regnen, ziemlich heftig sogar. Während wir Jacken und Schirme aus den Rucksäcken zerrten, wurden wir schon ziemlich nass und als wir nach einer längeren Weile unten bei den Autos ankamen, hatte sich das Wasser schon die Hosenbeine hinauf gesaugt und war von den Bäumen in den Kragen geronnen.

Ich mag ja den Regen, sogar in solchen Situationen, alle anderen waren weniger begeistert. Es wurde auch langsam immer dunkler zwischen den Bäumen und wir mäanderten zwischen den großen Lacken auf dem Weg. Schlimmer als dass alle ziemlich trieften bevor sie in ihren trockenen Autos verschwanden wurde es nicht mehr. Ich bedaure nur die schönen Fotomotive, die nicht von mir geknipst wurden

Das war die erste Station des Fotospaziergangs

Nachdem ich mit meiner Architektinnenfreundin unterwegs war, sind wir an einer Menge Architektur vorbei geschlendert. Zuerst die Hundertwasser-Müllverbrennungsanlage, dann ein Uni-Komplex mit einer Papageienrettungsanlage, wo wir durch eine große Menge Papageien aller Arten spaziert sind, die alle zumindest „hallo“ sagen konnten. Zum Abschluss haben wir uns ein Essen bei einem Vietnamesen gegönnt, wo es ein Mango-Lassi mit Kokos gab und eine große Auswahl an Sommerrollen.

Vitalität

Dieses unscheinbare Pflänzchen, das mit einer Spur Erde und hin und wieder einem Tropfen Wasser auskommt, könnte der Ausgangspunkt für die totale Überwucherung einer Wand, einer Strasse, einer Stadt werden.

Mittwoch 24. August 2022

Ich komme gerade von der Physiotherapeutin, die meine Faszien wunderbar durchgeknetet hat. Während der Bearbeitung ist es grauslich, aber nachher wunderbar. Ein geradezu schwebendes Gefühl. Sie hat mir aus heiterem Himmel mitgeteilt, dass ich auch damit rechnen muss, dass der Nerv nicht wieder so wird, wie er war. Sie hätte schon so oft gesehen, dass gerade der Peroneus , wenn er einmal geschädigt wurde nur sehr schwer wieder zur vollen Funktion gebracht werden kann. Ja, danke, das weiß ich selbst auch. Mit sensibilisiertem Blick habe ich auch auf der Straße eine Menge Leute gesehen, die den einen Fuß anders aufsetzen als den anderen. Ich bemerke auch beim Radfahren, dass ich den gesunden Fuß mit dem Ballen aufs Pedal stelle, den anderen aber mit der vollen Sohle. Was sie als gutes Zeichen gewertet hat, ist, dass es bessere und schlechtere Tage gibt.

Gestern und heute habe ich sehr viel Zeit online verbracht, was ich nicht gut finde. Wenn ich etwa wie heute vor der Tür der Therapeutin stehe und noch schnell etwas auf dem Blog lese, dann ist das eindeutig ungesund, eine Stunde später steht auch noch dasselbe da. Ich freue mich also darauf heute Abend mit den Atelierkollegen zu essen und einen großen Sommertratsch zu halten.

Eine Art Spiegelung der Spiegelung

Ein ganz seltsames Foto. Ich wollte die Uhr hinter Glas fotografieren und habe mich, wie ich das immer tue zur Seite gestellt um selbst nicht auf dem Bild zu sein. Das Gebilde hinter der Kamera ist nicht mein Kopf sondern ein Tor. Nun war aber einerseits die Scheibe extrem dreckig und andererseits die Spiegelung dreimal ums Eck und herausgekommen ist das …..

Drabbel – Woodstock permanent

Drabbel bei Klapperhorn.
Ein Drabbel ist ein Text aus genau 100 Wörtern. In diesem Fall sollten die drei folgenden Wörter, als Nomen oder auch abgewandelt zB als Verb oder Adjektiv verwendet werden:
Abwehr – Stock – Ruine

Um der Düsternis bei diesem Drabble-Durchgang bei Klapperhorn entgegenzuwirken, habe ich noch ein Textchen geschrieben. Zwar gefällt mir das düstere viel besser, das liegt aber auch daran, dass ich prinzipiell düstere Texte sehr gerne mag.

Woodstock permanent

In der grauen Ruine, in den Überresten des ersten Stocks leben Schmetterlinge, besonders in den Abwehranlagen wimmelt es nur so von ihnen. Die Ruine hat keinen guten Ruf, sie steht im Zusammenhang mit ungeklärten Verbrechen, die dort begangen wurden und die Menschen mieden sie. Seit die Schmetterlinge dort eingezogen sind, hat sich alles verändert. Jugendliche aus der näheren Umgebung aber auch von weiter her treffen sich rund um das früher verrufene Gemäuer, musizieren, tanzen, feiern die Nächte durch.

Im Morgengrauen fliegen zig-tausende Schmetterlinge auf und verdecken mit ihren prachtvollen Flügeln die zerfallende Ruine. Mitten drin zu sein, verändert die Menschen.

Drabbel Nr.7.