Schlagwort: Sommer –

Einladung zur Impulswerkstatt Juli-August

An alle, die schon mitgemacht haben und alle, die noch mitmachen wollen und natürlich auch an alle, die zusehen, zuhören, lesen und kommentieren.

Wer nicht weiß worum es hier geht, kann klicken:

Hier die Beschreibung des Projekts KLICK

KLICK Hier könnt ihr nachlesen, wie dieses Projekt entstanden ist  

Bitte verlinkt eure Beiträge alle hierher.

KLICK Das Archiv des Projekts in dem alle Beiträge gesammelt sind und alles noch einmal nachgelesen werden kann, befindet sich auch hier

DIE TEILNAHME AN DER IMPULSWERKSTATT

ist für alle offen: Texte jeder Art, Bilder, Fotos, Töpferstücke, Zeichnungen, Betrachtungen, Musik, Installationen, Kochrezepte, Bastelanleitungen, Sachtexte usw usf. als Resonanz, als Reaktion auf die Fotos des Monats sollen hier gesammelt werden.
Meine Idealvorstellung ist so eine Art Puzzle aus verschiedensten Teilen. Natürlich können alle beliebig viele Beiträge beisteuern.

Zu den Impulsfotos für Juli und August gibt es das Zusatzangebot der Rahmen siehe weiter unten.

Liebes Impulswerkstattteam,

Wir starten gleich in den Juli-August-Durchgang. Ich bin überzeugt, dass das heiße Wetter eure Kreativität nicht bremsen wird. Man kann ja – je nach Witterung und Energie – von einem Ausdrucksbereich in einen anderen umschalten, von fotografieren auf zeichnen, von töpfern auf schreiben …….

Es freut mich sehr, dass die ursprünglich „Schreibübung“ genannten Rahmen so gut angekommen sind.
Es gibt daher auch bei diesem Durchgang zwei Schreibrahmen, die man auf verschiedene Art verwenden kann. Beim ersten Durchgang haben manche einen Rahmen benutzt, andere haben den Rahmen mit einem der Fotos kombiniert. Es gab auch Kombinationen mit Christianes Etüden. Insgesamt alles sehr individuell und kreativ und genauso soll es ja sein. Vielleicht gibt es auch noch andere Möglichkeiten, die Rahmen zu nutzen. Über „kreativen Ungehorsam“, wie Flumsi alias Sabine das nennt, freue ich mich auch.

Die Rahmen geben einen Ausgangspunkt und einen Endpunkt vor, dazwischen liegen eure Texte. Beim ersten Durchgang hat diese Übung sehr gut funktioniert, der eine Rahmen viel besser als der andere, aber gegen Ende des Durchgangs hat nicht nur mich selbst der Ehrgeiz gepackt, mich auch an dem schwierigeren Rahmen zu versuchen.

Nun zunächst einmal die Fotos. Ich lasse sie dieses Mal einfach so stehen ohne Kommentar oder Erklärungen. Darunter kommen die neuen Rahmen. Ich freue mich schon sehr auf das, was ihr daraus machen werdet.

Bild 1:

Bild 2:

Bild 3:

Bild 4:

Rahmen 1:

Ein letztes Mal ………… das Ende

Rahmen 2:

„Wozu brauchst du zwölf Fleischmesser? ……….. Heute bin ich wieder Vegetarier

🙂 ! viel Freude ! 🙂

Mittwoch, 29.Juni 2022 – Gedankenfetzen

Den letzten Ungarischkurs in diesem Semester habe ich absolviert. In letzter Zeit habe ich etwas geschwächelt, weil anderweitig gar so viel los war, aber ich habe mich schon für zwei Intensivwochen im Juli angemeldet um die Grundpfeiler besser einzuzementieren. Hoffentlich werde ich das nicht bereuen, denn die Stadt glüht jetzt schon und es ist erst Ende Juni. Aber wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe…

Ich überlege, mir im Herbst jemanden zur Konversation zu engagieren. Sehr viel geht da noch nicht, aber man muss ja irgendwie damit anfangen, die Grammatik und Vokabel zusammenzusetzen und ins Leben zu bringen.

Aus gegebenem Anlass rätsle ich gerade über „schlagen“, „vorschlagen“, „zuschlagen“, „beschlagen“. Deutsch ist nicht ganz so schwierig wie ungarisch, aber auch ziemlich furchtbar.

Auch im Atelier hätte ich sturmfreie Bude, der D ist in Irland und kommt erst gegen Ende August zurück, aber zum Malen fehlt s mir gerade an Motivation, kommt auch nicht oft vor. Heute um 11h hat es bereits 30 Grad, da kann man sich auf den Nachmittag richtig freuen ! Der F sagt, im Sommer wäre die Hitze mein vorrangiges Thema. Das ist nicht falsch, aber wenigstens findet er nicht, dass sie mein einziges Thema ist. Wenn er heute nachhause kommt und unter der Hitze stöhnt, es werden wahrscheinlich mehr als 36 Grad, werde ich bedeutungsschwer die Stirn runzeln oder so

Montag 27. Juni 2022- Margaret Attwoods USA

Mir kommt vor, dass die Gesellschaft der USA sich immer mehr in Richtung der Horrorvision von Margaret Atwoods „The Handmaid´s Tale“ (die Geschichte der Magd). bewegt. Völliges Verbot von Abtreibungen, was dazu führt, dass jene Frauen, die es sich leisten können in Kanada abtreiben, die anderen in finsteren Hinterzimmern. Die erzkonservativen Höchstrichter, die durch Trumps Ernennungen in der Mehrheit sind, sollen sogar über ein Verbot der Empfängnisverhütung nachdenken. Das ist kaum exekutierbar, dennoch erstaunt es doch sehr, dass es möglich ist, derartig rückschrittliche Gesetze zu erlassen und gleichzeitig von der Freiheit der Einzelnen zu reden. Die Freiheit soll man dann wohl hauptsächlich daran merken, dass noch mehr Waffen gekauft werden können.

Es beginnt immer mit der Beschneidung der Rechte der Frauen und dann ist die jeweilige Gesellschaft schon auf dem Weg in Realität gewordene Dystopien.

Themenwechsel, weil ich mich ja nicht zu politischen Themen äußern will und das schon wieder nicht schaffe.
Wie gerne hätte ich annähernd die Energie eines kleinen Kinds, das gehen lernt. Ein Schritt – plumps, umgefallen – wieder aufstehen, vier Schritte, plumps , – wieder aufstehen usw usf solange bis das Gehen funktioniert. Und diese absolute Konzentration und Zielgerichtetheit … Ich dagegen hänge wie eine müde Fliege herum.

Manchmal ist die Donau doch blau

Funken

Das Feuer hat mich noch nicht losgelassen, zumal es in Wien glühend heiß ist und in den nächsten Tagen noch heißer werden soll. In PB war es auch heiß, hat aber in der Nacht beträchtlich abgekühlt. Diese Abkühlung gibt es in Wien nicht. Wir sind schon bei den Tropennächten angekommen.

Sonnwend? Veranstaltung -2-

Ich hatte keine Ahnung, was da eigentlich gefeiert wurde. Für die Sonnwende war es zu spät und außerdem wird, soviel ich weiß, bei dieser Gelegenheit niemand verbrannt. Für ein Johannisfeuer wiederum war es zu früh.
Peter und Paul-Feuer sagten die Einheimischen, auch der F, der diese Feuer aus seiner Kindheit kennt. Wikipedia klärt mich darüber auf, dass es sich um das Peterlfeuer handelt. Warum allerdings nur der Peter und nicht auch der Paul verbrannt wird, bleibt unklar.

So sah das arme Opfer aus bevor es verbrannt wurde.

Das Holz war nass vom heftigen Regen in der Nacht davor und das Feuer wollte und wollte nicht brennen und so kam es, dass zwei Feuerwehrleute in voller Montur Kanister mit vermutlich Benzin in den Holzstoß schütteten und das Feuer zum Aufflammen brachten. Schon die kleinsten Kinder und die Erwachsenen ohnehin wurden vom Feuer magisch angezogen. Es wurde auch geklatscht und gesungen, die Emotionen gingen teilweise hoch.

Für mich ist dieser Brauch ganz fremd und ich fand es schon recht grenzwertig, dass da, wenn auch nur symbolisch ein Mensch verbrannt wurde und viele Menschen – inklusive ich selbst – begeistert zusahen.

Besonders heftig sah es aus, als die Puppe längst verbrannt war, das angesengte Holzkreuz aber noch mitten im Feuer hin und her schwankte. Verbrennung von Märtyrern, Hexen sonstigen politisch oder religiös unliebsamen Personen. Ich weiß nicht, ob es noch so heftig wirkt, wenn man so eine Darbietung von Kindheit an jedes Jahr sieht, ich war jedenfalls sehr beeindruckt.

Die Feier fand ja zu beiden Seiten der Donau statt. „Drüben“ gab es auch ein riesiges Feuer und keine Lasershow sondern ein Feuerwerk. Eine Kollegin von mir stammt aus dem Ort gegenüber und nahm dort an der Feier teil. Das Feuerwerk war gut gemacht, auch von weitem gut sichtbar, aber für meine Kamera zuviel. Daher freute ich mich, ein Foto von der anderen Seite zu bekommen.

Sonnwendfeuer
Die Feuer zur Sommersonnenwende weisen wohl vorchristliche Wurzeln auf, waren aber vor allem im Mittelalter sehr verbreitet und haben sich über die Verbote der Aufklärung hinweg vielerorts bis in unsere Zeit erhalten. Im Zuge der Christianisierung ersetzte die Kirche das Fest der Sommersonnenwende durch jenes der Geburt Johannes des Täufers am 24.6. (=> Johannisfeuer), aus den Sonnwendfeuern wurden die Johannesfeuer. Ob jedoch unter dem Namen Sonnwendfeuer oder Johannisfeuer, die Feuer zur Sommersonnenwende zählen zu den verbreitetsten in ganz Österreich. Unter dem Namen „Sonnwendfeuer“ werden in Tirol vor allem noch im Raum Innsbruck und im Zillertal Bergfeuer entzündet. Brauchtermine sind die Nächte um die Sommersonnenwende, das ist der 22. Juni. Besonders in den letzten Jahrzehnten sind sie zugunsten der => Herz-Jesu-Feuer in den Hintergrund getreten, nicht zuletzt deshalb, weil die Feiern zur Sommersonnenwende in der Zeit des Nationalsozialismus für ideologische Zwecke mißbraucht wurden.

Quelle:
Institut für Europäische Ethnologie/Volkskunde
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Innrain 52
A-6020 Innsbruck
http://www2.uibk.ac.at/volkskunde/

Sonnwend? Veranstaltung -1-

Was für eine ungeheure Anziehungskraft so ein großes Feuer doch auf Menschen hat. Aber das Feuer kommt im nächsten Beitrag.

Hier sieht man jenen Teil der Veranstaltung, von dem ich mir nicht viel erwartet hatte – die Lasershow – die mir aber ausnehmend gut gefallen hat. Es war ein sehr intensiver Abend, weil ich das herunterbrennende Feuer, die Lasershow und das Feuerwerk vom anderen Donauufer sehen wollte.

Freitag 24. Juni 2022 – Räder und Scheiterhaufen

Ich merke, wie ich das Weggehen hinauszögere. Ich bin in PB und möchte mit dem Rad zum nahegelegenen Supermarkt zum Einkaufen fahren. Der F ist bei einem Firmenfest in Oberösterreich. Das heißt entweder ich fahre mit den Rad oder ich gehe zu Fuß (viel zu heiß) oder ich gehe zu Fuß in ein Lokal (weiter und ebenso heiß).

Gerade bin ich zurückgekommen. Eigentlich wollte ich nur einkaufen und den haargenau selben Weg wieder zurückfahren. An der Kreuzung vom Supermarktparkplatz und der Straße, die zur Donau führt, sagte ich aber zu mir, ich sollte doch nicht so feig sein und an der Donaulände wäre es sicher kühler und überhaupt. Praktisch niemand wäre unterwegs und wenn doch, würde ich jedes Auto von weitem hören. Die Existenz von praktisch geräuschlosen Elektroautos habe ich vorübergehend verdrängt.

So kam ich hinunter an die Donau. Das einzige steile Stück habe ich geschoben, hinauf habe ich getreten, ohne Motor wohlgemerkt. Und schön wars! Gefürchtet habe ich mich trotzdem ein bissl, aber es stand nicht im Vordergrund und hat mich nicht wirklich behindert.

Eine sehr kuriose Entdeckung habe ich gemacht. Für morgen ist ein Feuerwehrfest mit Sonnwendfeuer geplant. Zumindest dachte ich, dass es ein Sonnwendfeuer wäre, aber in einer Wiese ist ein ziemlich hoher Holzstoß aufgeschichtet, so eine Art Scheiterhaufen und mitten in dem Holzstock steckt ein Kreuz mit einer daraufgebundenen Vogelscheuche, zumindest sah es so aus. Sehr eigenartig finde ich das. Vielleicht ist es aber gar kein Sonnwendfeuer sondern irgend ein anderer Brauch, den ich nicht kenne. Ich bin schon sehr gespannt, was sich da morgen abspielen wird.

D und Wasser

Mein Atelierskollege der D ist Dauergast auf Flohmärkten und bei Altwarenhändlern in Wien und in seiner irischen Wohnumgebung. Er hat einen sehr guten Blick dafür, wo und wie ein altes Teil eingebaut werden könnte. Zum Leidwesen seiner Frau wirft er diesen kundigen Blick auf sehr, sehr viele Objekte. Manche davon gefallen mir sehr gut, etwa dieser Kopf, der auf dem Brunnen im irischen Garten montiert wurde

Mittwoch 22. Juni – Räder, Unfälle, Traumata

Dass ich aus zwei selbst gebauten Autounfällen ein ordentliches Trauma zurückbehalten habe, war mir schon klar. Nicht umsonst fahre ich nicht Auto. Ich habe auch erfahren, dass mir sogar bei einem Computerspiel das Autofahren unangenehm ist. So weit so schlecht. Dass es aber nicht nur ums Autofahren sondern um die Teilnahme am Verkehrsgeschehen mit egal welchem Fahrzeug geht, ist mir erst kürzlich klar geworden, beim Radfahren in PB.

Ich habe das Thema nie ernsthaft bearbeitet. Ich weiß, dass es da ist, aber es ist in meinem städtischen Alltag kein Problem, nicht selbst Auto zu fahren. Auf dem Land sieht die Sache anders aus.

Es ist ein seltsames Gefühl, sich zu fürchten und genau zu wissen, dass der Grund für die Angst nicht das ist, was ich gerade tue – nämlich Radfahren – sondern sehr alte Geschichten. Ich habe ja nicht wirklich Angst davor in eine ohnehin sehr schwach befahrene Straße einzubiegen, steige aber trotzdem ab und auf der anderen Seite der Straße wieder auf. Sehr unangenehm ist das und ich hoffe, ich bekomme es in den Griff. Ich denke schon, aber es wird eine Weile dauern. Genau das gleiche Problem habe ich mit dem Scooter.

Foto: Pixabay

Es war nicht annähernd so schlimm wie auf diesem Foto