la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Gespiegelter Jugendstil

Detail einer der alten Schnellbahnstationen von Otto Wagner. Sie wurden renoviert und teilweise auch adaptiert. Heute fahren auf der alten Stadtbahnstrecke zwei Linien der Wiener U-Bahn.

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Häferl, Teller, Schüsseln, Becher, Platten, Dosen, Gartenzwerge und sonst alles mögliche

….  wartet auf die Kundschaft, die sich kreativ betätigen aber nicht beim Töpfern die Hände schmutzig machen möchte. Ein Schmutzfink wie ich kommt trotzdem mit allesfärbigen Händen wieder heraus. „MadebyU“ heißt das Geschäftsmodell, es wird als Franchise-System betrieben und ich habe noch nicht erlebt, dass das Lokal nicht gut besucht gewesen wäre. Quer durch die Altersgruppen werden hier weiße Keramikstücke aller Art bemalt. Entweder einfach bemalt oder im Blubbersystem, mit der Pünktchentechnik und sonstigen phantasievollen Bearbeitungsmethoden verziert.

Also Schürze an und auf ins Vergnügen. Meine Nichte und ich haben etliche Stunden gewerkelt und waren mit unseren Produkten sehr zufrieden. Nun bleiben die Stücke zunächst einmal zum Brennen dort und es ist immer ein Überraschungseffekt wie sich die Farben dabei verändern.

Hungrig waren wir dann und wollten unserer gemeinsamen Schnitzelleidenschaft frönen. Ganz in der Nähe liegt der Naschmarkt und gegenüber ein echtes altes Kaffeehaus, das wirklich gute Schnitzel zu bieten hat, auf die man auch nicht stundenlang warten muss. Abends soll hier ein angesagter Schwulen-Treff sein, wir waren aber am späteren Nachmittag dort und abgesehen von uns beiden war da auch noch eine andere Frau. Ein schönes, altes Café mit Zeitungen und Wasserglas, wo man stundenlang sitzen und dem Markttreiben zusehen kann.


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Türme

Mein Lieblingshochhausturm in Wien, der DC-Tower 1. Er steht neben der UNO-City und stammt von Dominique Perrault.

Der spektakuläre Teil der Fassade, der wie fließendes, schwarzes Wasser aussieht, ist hier leider auf der Schattenseite. Ich denke, er wirkt trotzdem gut. Mit den Bäumen und dem oberen Teil der Hupfburg als Kontrast.

Für Architekturinteressierte:

Das Wiener Hochhausquartier Donaucity hat vor einigen Monaten spektakulären Zuwachs erhalten: Ein multifunktionaler Wolkenkratzer mit gefalteter Fassade ist mit 220 Metern (ohne Antenne) nun das höchste Hotel, Wohn- und Bürohaus
Österreichs.

Der lange Weg zur Stadt

Die Donaucity ist jenes hochverdichtete Wiener Quartier auf der „anderen Seite“ der Donau, das seit den 1970er Jahren als Brückenkopf der Stadtentwicklung in den Bezirken Floridsdorf und Donaustadt kontinuierlich ausgebaut wird. Dass die Stadtentwicklung am Nordufer der Donau viel langsamer vorankam als im Süden, hat natürliche und historische Gründe: Die natürliche Barriere bestand in der großflächigen Verzweigung der Donau, die sich hier in zahllose Arme aufspaltete und ein riesiges Auengebiet durchfloss. Es wurde regelmäßig von Hochwasser heimgesucht, was eine dauerhafte Verbauung verunmöglichte. Das Gebiet wurde bis ins 18. Jahrhundert vor allem für Jagdzwecke des Herrscherhofes genutzt. Die historische Entwicklung der Stadt fußt auf diesen Gegebenheiten und begann mit dem römischen Legionslager direkt am Ufer des südlichsten Donauarms – jener Flusslauf, der heute als Donaukanal bekannt ist und die Nordgrenze der Innenstadt bildet. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt so vor allem Richtung Westen und Süden. Die große Wende brachte erst die Donauregulierung der Jahre um 1870, als für die Donau ein neues, schnurgerades Hauptbett gegraben wurde, womit das ehemalige Auengebiet der heutigen Stadtbezirke Brigittenau und Leopoldstadt trocken gelegt war und erstmals im großen Stil bebaut werden konnte. Das neue Hauptflussbett wurde von der Reichsbrücke überspannt, die so eine effiziente Direktverbindung von der Innenstadt zu den nördlich der Donau gelegenen Flächen schuf. Die Entwicklung dort kam aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Gang, als in den 1970er Jahren direkt neben der Reichsbrücke ein großer Büro­hauskomplex für die Vereinten Nationen gebaut wurde. Außerdem erhielt die Donau nördlich neben dem Hauptbett ein paralleles, 21 km langes Entlastungsbecken, dessen Schleusen nur bei Hochwasser geöffnet werden. So entstand zwischen Donau und „Neuer Donau“ die Donauinsel – ein riesiges naturnahes Bade- und Freizeitparadies, das durch drei donauquerende U-Bahnlinien perfekt erschlossen ist. Außerdem verläuft hier unter einer Platte entlang dem Nordufer eine Stadtautobahn, sodass eine weitere Verdichtung neben der Reichsbrücke Sinn machte. (…)

Vollständiger Text in architektur.aktuell 12/2014