la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Vogelintelligenz

Sehr beeindruckt hat mich ein Artikel, den ich kürzlich gelesen habe. Ein Professor für Biopsychologie beschäftigt sich mit der Intelligenz von Vögeln. Mit der Bezeichnung „Biopsychologie“ kann ich zwar nicht viel anfangen, aber Onur Güntürkün leitet ein Forschungsprojekt zum Thema „Lernen und Vergessen“ an dem immerhin um die 100 Wissenschaftler beteiligt sind und da werden wohl auch Gehirnforscher und Neuropsychologen dabei sein. Jedenfalls beschäftigt sich Güntürkün mit der Intelligenz von Vögeln und kommt dabei zu dem Schluss, dass sowohl die Wichtigkeit der Größe eines Gehirns für seine Leistungen überschätzt wird, als auch die angenommen wesentliche Rolle des menschlichen Kortex. Manche Vogelhirne, die zwar klein, aber sehr kompakt gebaut sind, gleichen die geringere Masse durch Geschwindigkeit aus. Die Forschergruppe kam zu dem Ergebnis, dass Krähen in ihrer Intelligenzleistung mit Schimpansen zu vergleichen seien.

Die Vögel, die uns vom Dach gegenüber zusehen, sind also ebenso intelligent wie Primaten? Die Vorstellung finde ich doch etwas beunruhigend. Verblüfft hat mich auch, dass sogar Tauben angeblich einen Menschen vom anderen unterscheiden können.

Profil.19.11.18

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Unendlich langes Leben in höchster Qualität

Und wenn sie hundert sein wird – falls sie das nicht ohnehin schon ist – werden ihre Organe noch genauso gut funktionieren wie in ihrer Kindheit. Schildkröten sind was die Langlebigkeit betrifft ein absolutes Erfolgsmodell.


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Pfui Stalin, die Freiheit der Wissenschaft und Ochsenherztomaten – „Pfui“ am Mitmachblog

Ochsenherztomaten, wie riesige Herzen geformt, 500g und schwerer, fest und kernarm, von hellem Ziegelrot, das unter sehr dünner Haut etwas ins Bläuliche zu changieren scheint, wurden in dem Buch, das ich gerade lese von einer russlanddeutschen Familie aus der kasachischen Steppe nach Deutschland mitgebracht.

Im kasachischen Karaganda (Qaraghandy) mitten in unfruchtbarer Steppe waren die führenden sowjetischen Agrar-Biologen inhaftiert und beschäftigten sich trotz Stalin mit großem Erfolg mit ihrem Fachgebiet.

„Die wissenschaftlichen Zuchtanstrengungen sind in den Sammlungen und Unmengen von Archiven gut dokumentiert. Noch hat niemand diesen Schatz ausgewertet.Im KARLag, vorzugsweise in Dolinka, dem Ort seiner zentralen Verwaltung, wurde die Führungsriege der Moskauer Landwirtschaftsakademie gefangen gehalten.Und die Experten aus den Versuchs-Sowchosen um Dolinka wurden in das junge Karaganda überstellt. Karaganda verdankt (…) seine energische Begrünung der Stalin´schen Wende der Biologie.

Von einer weltweit renommierten Erfahrungswissenschaft, die auf der Mendel´schen Genetik fußte und deren Protagonist Nikolai Wawilow war, zur Ideologie Trofim Lyssenkos. Dessen These von der „Vererbbarkeit erworbener Eigenschaften“ wurde gegen Ende der Dreißiger zur Staatsdoktrin, Stalins Wertschätzung galt besonders dem Anwendungsgebiet „Homo Sovieticus“. Einmal kommunistisch erzogen, so Lyssenko, vererbt der Mensch das Gelernte automatisch weiter. Wer dem widersprach hatte sein Leben verwirkt (Wawilow verhungerte 1943 im Gefängnis von Saratow) oder wurde mit Lagerhaft bestraft.Diese Ausgestoßenen haben in der kasachischen Steppe eine wahre Großtat vollbracht. Karagandas reicher botanischer Garten lässt ahnen, wie sehr man sich am Ort seiner Verbannung verwurzeln kann.“

Ulla Lachauer „Ritas Leute.Eine deutsch-russische Familiengeschichte“ p. 479. Rowohlt: 2002