la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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9. November 2020

Heute kommt zu der allgemein wunderbar heiteren Stimmung bedingt durch Pandemie und Attentat noch der Faktor des Gedenktages an das Novemberpogrom 1938 hinzu. 82 Jahre ist das her und noch immer stehen überall auf der Welt aus gegebenem Anlass Polizei und Soldaten vor Synagogen und sonstigen jüdischen Einrichtungen. Bis vor wenigen Jahren sprach man noch in reinstem Nazijargon von der „Reichskristallnacht“. Ich werfe das niemandem vor, ich habe den eigentlich unsäglichen Begriff auch verwendet.


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Ateliersuche #1

Die A, der D und ich haben schon vor gut einem Jahr überlegt, uns ein gemeinsames Atelier zu mieten. Dann ertranken wir aber alle in Arbeit und dann kam Corona, aber jetzt ist es so weit.

Bei unserem letzten Malwochenende haben wir zufällig ein paar Häuser neben unserem derzeitigen Malquartier ein Atelier entdeckt, das Plätze vermietet. Aber schon nach einem Anruf bei der Besitzerin des Ateliers war klar, dass diese Plätze tatsächlich nur Plätze an einem größeren Tisch waren, die zur Vermietung standen und das hat uns nicht interessiert.

Heute haben der D und ich das erste in Frage kommende Objekt besichtigt. Ziemlich abgefuckt, aber mit reichlich Platz für drei Leute auch wenn alle drei gleichzeitig anwesend wären, was wahrscheinlich nicht so oft der Fall sein würde. Es ist eine ebenerdige Substandard-Wohnung, was heißt, dass das Klo am Gang neben der Wohnung liegt. Allerdings wurde ein Bad eingebaut mit einer Dusche, die so ungefähr das ärgste an Dusche ist, was ich je gesehen habe. Obendrein wurde innerhalb dieser Duschkabine ganz oben ein Heizstrahler eingebaut. Das ganze sieht aus wie eine Kombination aus Guillotine und elektrischem Stuhl. Das ist aber egal, wir brauchen ja kein Bad und können dort einfach die Tür zumachen.

Über der ganzen Wohnung, die eine Fläche von ungefähr 42m2 hat, wurde eine hölzerne Zwischendecke eingezogen wodurch die Fläche verdoppelt wurde. Die Stiege ist nicht ganz so gemeingefährlich wie sie aussieht.

 

Die Küche ist leer, völlig verdreckt, aber gefliest und mit Wasser- und Elektroanschlüssen

Das zweite Zimmer, ebenfalls völlig verdreckt und mit einem funktionslosen Heizkörper ausgestattet, bietet einen Boden, den man ohne alle Gewissensbisse mit Farbe tränken kann und zwei sehr große Fenster mit Nordlicht. Darüber zwei weitere Räume, in derselben Größe wie diese und ein geräumiger Vorraum ebenfalls mit einer Empore.

Das Haus ist öffentlich ganz gut zu erreichen, die für uns nötige Infrastruktur ist vorhanden: ein paar Lokale, ein paar Supermärkte. Es hat einen Hof mit Fahrradständer und Teppichklopfer und auch ein Stück grün.

Tja, also der Bohème-Faktor ist eindeutig gegeben: alles ist alt, verkommen und ziemlich verdreckt. Aber aufgrund seiner Größe hat es doch ein gewisses Potential. Soviel Bohème, dass man im Winter nicht heizen kann, wollen wir aber nun auch nicht. Der D ist aber handwerklich sehr gut und kann abschätzen wieviel Geld bzw Arbeit wir da hineinstecken müssten.

Ein sehr heftiges Argument für diese Hütte ist ihr Preis. Die verkommene Behausung ist um 250 monatlich zu haben, plus Betriebskosten natürlich, unglaublich billig für drei Leute.


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Was ist Realität ?

Viele Wasserspiegelungen und Lichteffekte habe ich schon fotografiert mit und ohne Absicht, aber noch nie eine so deutlich gefärbte geometrische Struktur, die mir erst nachher aufgefallen ist. Sieht aus wie eine Bienenwabe.

Zum Vergleich, das Foto davor. Dünne Farbschleier durch die Gischt des Wasserfalls, aber keine Spur von einem großen, gelben Gebilde.