la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

grantiger Fisch ?

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A wie AMEISE

Das ist meine Lieblingsameise Isadora, sie ist nicht durch ihren schwierigen Dienst bei mir angerostet, sie hat von Natur aus dieses charmant-rostige. Heute steht sie wieder einmal im Schnee. Wenn ich sie mir aber genau anschaue, so hat sie ja ganz glänzende Augen und mag den Schnee womöglich genau so gerne wie ihre Quartiergeberin.

Ameisen, wie auch alle anderen staatenbildenden Tiere finde ich äußerst faszinierend. Jedes Jahr im Frühling tauchen in meiner Küche – im 6. Stock – Ameisen auf, die ich dann je nach Stimmungslage vertreibe oder nicht. Es macht nicht viel Unterschied, denn nach ein paar Tagen verschwinden sie ohnehin, wahrscheinlich durch irgendein Loch in der Wand hinaus. Isadora allerdings hat bei mir nicht die Chance einen Staat zu bilden, das wäre mir dann doch etwas zu viel Rost auf meiner Terrasse.


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Antons Suche – ABC Extraetüde

Die ABC-ExtraEtüden bei  Christiane

Es soll ein Text entstehen mit einer Länge von  maximal 500 Wörtern, in dem die 6 vorgegebenen Wörter vorkommen.

Die Art des Textes kann frei gewählt werden.

Die Kombination von „Winterbäume“ und „bluten“ hat mich wohl an Anton erinnert, von dem wir schon lange nichts mehr gehört haben. Hier geht es um seine menschliche äh….. kätzische Dimension. Flumsi gewidmet, der geistigen Mutter von Kater Anton.

 

Missmutig schlich Anton hinter den Holzstoß und sprang durch den Eingang zu seinem Tagesquartier. Die Abteilung „Katerehre“ in seinem Gehirn registrierte automatisch, dass die Eleganz des Sprungs mit Null Punkten zu bewerten sei. Anton war aber so deprimiert, dass ihm alles egal war. In diesem nasskalten Substandardquartier musste er den ganzen Tag verbringen, weil er ja die Sonne nicht mehr vertrug. Ziemlich erfolglos versuchte er, es sich einigermaßen bequem zu machen. Es hatte keinen Sinn seinem früheren Leben nachzutrauern, in der Erinnerung wurden die Decken nur  immer wärmer und weicher, die Dosenöffner immer dienstfertiger, ach und die Nachbarsmiezen.

Er streckte seine linke Pfote, fuhr die Krallen aus und betrachtete traurig das ehemals geschliffen gepflegte Samtpfötchen. Wenn er damit ein wenig Milchtreten praktiziert hatte, verfiel seine Menschin in Verzückung und dann gab es fellpflegende Streicheleinheiten noch und noch. Besser gar nicht daran denken. Vorhin gerade als er um die reizende neue Mieze aus der Nachbarschaft herumgeschlichen war, hatte die doch tatsächlich angeekelt die Pfote geschüttelt. Angeekelt! Von Anton dem ehemaligen Schwarm aller Katzen nah und fern. Und das war noch nicht das Schlimmste. Sein Unglück war Anton so peinlich, dass er nur selten daran dachte, die Gehirnabteilung „Katerehre“ brachte dann auch immer sämtliche neuronale Verschaltungen durcheinander. Ach, diese bezaubernde Nachbarsmieze, dreifärbig und gelockt, unglaublich geschmeidig und der nahezu unwiderstehliche Geruch, und dieser Nacken, dieser Nacken in den er so gerne beißen würde. Sie würde aber nur bluten und dann auch diese verstörenden roten Augen bekommen statt ihrer wunderschönen, transparenten grünen Augen. Doch den zärtlichen Nackenbiss und alles was darauf folgte, beherrschte Anton nicht mehr, er war – das schreckliche Wort tauchte immer wieder auf – er war impotent, impotent bis in die letzte Schnurrhaarspitze. Er konnte die Miezen nur noch zum bluten bringen.

Wenn der vampirische Anton nicht ohnehin schon tot gewesen wäre, hätte er ernsthaft daran gedacht der erste selbstmörderische Kater zu werden. Durch die Verteidigungschlitze im Holzstoß sah er die Winterbäume, die im Sturm ächzten und wankten. Auch kein besonders aufmunternder Anblick für einen Kater, der von nichts anderem träumt als nächtelang zu singen, um die schönste Mieze zu werben und zu lieben. Vielleicht auch wieder mal bei Tageslicht. Die Gehirnabteilung „Katerehre“ hatte sich vor Verzweiflung vorübergehend abgeschaltet. Die roten Augen leuchteten.

„Dich gibt es also wirklich“ sagte eine Stimme. Anton sprang in Verteidigungsposition und stellte alle Haare auf um doppelt so groß zu wirken. Reflexe kann man schließlich nicht ausschalten

„Ich bin die Waldfee“

„Nicht größer als eine Maus“dachte Anton, plumpste wieder auf den Boden und wackelte andeutungsweise mit dem Hinterteil.

„Na, na, täusch dich nicht“ sagte die Waldfee „Ich kann jede beliebige Größe annehmen. Aber in diesem finsteren Loch ist ja kein Platz“

Verärgert kniff Anton die Augen zusammen „Glaubst du, ich wäre nicht auch lieber woanders“ knurrte er.

„Deswegen bin ich ja da“ sagte die Waldfee mit einer etwas zu lieblichen Stimme. „Es gibt nämlich eine Lösung für dich. Du weißt doch sicher, was ein Regenbogen ist“

„Pffffff, die gibt es nur bei Sonnenschein“ bemerkte Anton uninteressiert.

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