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Freitag 29.April 2022 – Blätter und Geist

Einmal geht´s noch, Salat aus jungen Spinatblättern. Die Blätter sind eigentlich schon etwas zu groß und hart an der Grenze zu dem Zeitpunkt, an dem sie beginnen Oxalsäure zu produzieren. Dann sollte man sie nicht mehr roh essen sondern kurz blanchieren. Bei mir herrscht gerade eine Grünphase: in letzter Zeit hatte ich in der Biokiste hauptsächlich Obst bestellt, in der gestrigen Lieferung waren aber hauptsächlich Blätter von verschiedenen Gemüsesorten in verschiedenen Grüntönen. Und diese ungewöhnlich aussehenden dunkelroten Karotten, aus denen das Provitamin A nur so herausschwappt. Sogar der F, ein extremer Apfeltiger, mag gelegentlich keine Äpfel und dann haben wir, so wie gerade, mehrere große Schüsseln Äpfel in der Küche herumstehen, die darauf warten, dass sie verputzt oder verarbeitet werden.

Ganz wichtig finde ich es im Alltag eine gute Balance zwischen intellektuellen und „erdigen“ Themen zu bewahren. Manchmal hat man ja längere Phasen von der einen oder der anderen Seite, in glücklichen Momenten lässt sich beides vereinen, auf jeden Fall aber sollte doch mittelfristig die Balance gewahrt bleiben. Ich halte es ja längere Zeit weder ohne das eine noch ohne das andere aus und meist reguliert sich daher das Gleichgewicht von selbst. Kochen und Fotografieren gehört zu den erdverbundenen Themen, Besuche im Tiergarten fallen unter sowohl als auch.

Da habe ich doch tatsächlich auch ein passendes Foto zu Karotten und Salat.

Flechten sind keine Pflanzen

Flechten sind nicht nur optisch interessant. Sie entstanden aus einer Symbiose von Pilzen und Algen. Älteste paläontologische Hinweise auf eine Symbiose aus Pilz und Alge belegen Fossilien aus Südchina, die rund 600 Millionen Jahre alt sind. Bis zu dieser Entdeckung  galten Fossilien aus dem frühen Devon vor etwa 400 Millionen Jahren als die ältesten Flechtenfossilien. Auch die individuelle Lebensspanne von  Flechten ist eindrucksvoll. Sie zählen zu den längstlebigen Lebewesen überhaupt und können ein Alter von mehreren hundert Jahren, in Einzelfällen sogar von über 4.500 Jahren erreichen. 

Symbiose als natürliches Phänomen fasziniert mich auch beträchtlich. Zwei Lebewesen, die beide von dem jeweils anderen profitieren. Kann es einen besseren Grund geben, einander gut zu behandeln? Natürlich sind Flechten keine bewussten Lebewesen, die entschieden hätten, miteinander in Symbiose zu gehen, dennoch gibt es in der Natur das Phänomen der Symbiose, für das man sich vielfältige Anwendungsformen in menschlichen Gesellschaften vorstellen kann. 

Ermutigend finde ich, dass in der neueren Evolutionsforschung kooperatives Verhalten als wichtiger Faktor für Entwicklung gesehen wird. Dass also die Zusammenarbeit in frühesten Gesellschaften von Menschen eine wichtige Rolle spielte. Ebenso wie bei anderen Primaten und auch bei anderen Herdentieren.  

Natursprung?

Schwer zu sagen, ob man den Stuten, die von November beglückt werden, einen Natursprung wünschen soll oder doch lieber Gefriersamen?

Übersetzer gefragt

Wenn wir schon bei Kommunikation mit Tieren sind und es hier doch viele Fachleute gibt, so frage ich euch:

Was genau will er mir sagen, mit diesem minimalen Schwanzspitzenheben ?

Portraits 3/3

Ich habe gehört, dass Hunde Gesichtsmuskel haben, die ihnen eine Mimik erlauben, die Menschen als sympathisch empfinden. Tausende Jahre Zuchtwahl. Wölfe haben solche Gesichtsmuskeln nicht und Echsen selbstverständlich auch nicht.

Portrait 1/3

Habe ich jemals die blödsinnige Ansicht vertreten, dass drei Wochen Lockdown doch nicht so tragisch sind? Schon nach 2 Wochen ist es mehr als genug!