la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Die fabelhafte Welt der Ameisen

 

Man lernt immer wieder neue Berufe kennen: Christina Grätz zum Beispiel ist Ameisenumsiedlerin. Wenn größere Bauprojekte anstehen, werden die Hügel von geschützten Ameisenarten an einen neuen Standort verlegt. Das ist eine körperlich sehr anstrengende Tätigkeit, weil ja die oft riesigen Bauten – der oberirdische und der unterirdische Teil – abgetragen, wegtransportiert und am neuen Standort – der den Ameisen hoffentlich gefällt – wieder aufgeschüttet werden.

Eine Fülle von hochinteressanten Details über Leben und Fähigkeiten der Ameisen im allgemeinen erfährt man in diesem Buch. Von den effizienten baulichen Lösungen. Besonders beeindruckt hat mich in diesem Zusammenhang, dass es eine Ameisenart gibt, deren Kopf so geformt ist, dass damit die Eingänge des Baus gegen Wassereintritt verschlossen werden können und dass die Ameisen eine Art der Schwarmintelligenz haben, die es ihnen ermöglicht zum Beispiel einen passenden Standort für ihren Bau zu finden. Ameisenbauten sehen ja nicht alle gleich aus, sie werden vielmehr an den jeweiligen Standort angepasst bzw an die Baumaterialien, die zur Verfügung stehen.

Bemerkenswert ist auch, dass es seit 150 Millionen Jahren Ameisen gibt und sie sowohl Landwirtschaft (Pilze, die auf einer Basis von zerkleinerten Blättern gezogen werden) als auch Viehzucht (Läuse, die gemolken werden) entwickelt haben. Auch die hochentwickelte Organisation in so einem Ameisenbau ist bewundernswert. Und nützlich können sich die kleinen Viecher machen!  Wenn sie etwa einen Baum als Symbiosepartner ausgewählt haben, so sollen sie ihn auch vor großen Pflanzenfressern schützen können, vor Giraffen etwa oder Elefanten. Wenn große Mengen kleiner Ameisen zB in den Rüssel eines Elefanten krabbeln und Säure sprühen, so bringt das den Elefanten nicht um, aber es kann ihm lästig genug sein um am nächsten Baum weiterzufressen.

Viele solcher bemerkenswerter Informationen über Ameisen und ihre Lebensweise erfährt man in diesem empfehlenswerten Buch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Vogelflug – ABC-Etüden

Die ABC-Etüden

Wie immer bei Christiane . Die Wörter kommen diesmal von Ulli Gau

Diese 3 Begriffe sollen in einen höchstens 300 Wörter langen Text eingebaut werden

Aus dem Tal hinauf. Der Aufstieg war schwierig, die Felsen glatt von der Feuchtigkeit des Nebels, aber er schaffte es, stand schließlich ganz oben und breitete die Arme aus. Immer stabiler wurde diese Position, die Arme begannen langsam zu schwingen und zu vibrieren. Er konnte die verschiedenen Luftströmungen an der Unterseite seiner Flügel spüren, den Aufwind, die leichten Seitenwinde, die die Flugbahn verändern konnten. Doch er war nicht ängstlich. Die Luft würde ihn tragen, er würde sich in die Kurven legen und ganz knapp vorbei an Felsen in die Tiefe schießen, wieder aufsteigen mit dem Wind, in die Höhe, durch den Nebel hinauf in den blauen Himmel. Kurven würde er beschreiben und Loopings würden ihm gelingen, immer getragen doch niemals gefesselt. Diesmal würde er versuchen sich in eine Zugvögelformation einzureihen um diese gewaltigen Luftströme zu erleben, die durch die Flügelbewegungen von hunderten Vögeln entstanden. Vielleicht war da auch ein Geräusch, ein Lied der Sehnsucht nach dem Süden, das durch die ganze Formation klang, sich über die Federn wellte und die Nebelfetzen auseinandertrieb. Der Leitvogel ganz vorne, alle anderen, die auch genau spürten wohin es ging. Gemeinsame Ziele.

Die Welt von oben. Die dunklen Felsen, die grünen, gelben, roten Formen der Felder, die rotierenden Windräder. Vorsicht, nicht in die Nähe kommen! Die winzigen Häuser, Bäume, Straßen. Nur sehen, nicht kommunizieren müssen. Menschen zu klein um sie aus dieser Höhe wahrzunehmen. Entspannung. Stundenlang.

Er war völlig durchfroren und durchnässt, doch das machte ihm nichts aus. Der Vogelflug war sein Lieblingshobby.