la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Regenschleier

Noch einmal Weinberg im Regen. Ich liebe solche Bilder, für die heißen Wochen und Monate, zur angenehmen Erinnerung an für mich angenehmere Zeiten.

Näher heran an die Wassertropfen schafft meine Kamera nicht, aber ich muss sie sehr loben, denn sie hat im heftigsten Regen mit immer wieder wankendem Schirm tadellos funktioniert. Bei Nicht-Einsatz durfte sie unter der wasserdichten Jacke bleiben.


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Ich entdecke so viele Ähnlichkeiten in den Vorlieben, die Mercier beschreibt

Nicht nur, was die Freude am Regen und am Aufenthalt auf dem Wasser betrifft, auch die Beschäftigung mit Sprache, der Vergleich von Sprachen. Der Traum des Protagonisten ist es, alle Sprachen der Länder zu lernen, die an das Mittelmeer grenzen. So weit würde ich nicht gehen, aber das Betrachten verschiedener Ausdrücke in verschiedenen Sprachen, finde ich auch sehr spannend.

„Es war auf der Fähre von Portsmouth nach Le Havre. Sie hatten diese Strecke gewählt, um möglichst lange auf dem Wasser zu sein. Beide liebten sie die Abenddämmerung und verfolgten sie an Deck. La nuit tombe, night is falling. Mit Einbruch der Dunkelheit – warum klang das gewaltsamer als das Fallen? Warum brach die Morgendämmerung an und die Abenddämmerung herein?“

Pascal Mercier „Das Gewicht der Worte“ S144


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Sonntag 12. April 2020

Nach vier Wochen gemeinsamer Isolation finden sich natürlich viele und immer mehr Gelegenheiten um einander auf die Nerven zu gehen, oder über irgendwelche lächerlichen Kleinigkeiten zu debattieren. Aber einem Mann der spontan und freiwillig den Staubsauger schwingt und die ganze Wohnung saugt, verzeihe ich alles. Gar so viel gibt es da eh gar nicht zu verzeihen. Wenn er dann auch noch tatsächlich Schokohäschen auf der Terrasse für mich versteckt hat, bekommt er einen großen Bonus für weitere vier Wochen. Das Suchen hat Freude gemacht, was gut fürs Immunsystem ist etc

Die Bilder des leeren Petersdoms waren sehr beeindruckend. Diese unglaubliche Pracht mit ein paar verteilten kleinen Menschlein, von denen einer als Stellvertreter Gottes betrachtet wird. Glücklicherweise bin ich Agnostikerin.

Bei mir wird das homeoffice aller Wahrscheinlichkeit nach noch mindestens drei Wochen dauern, beim F. weiß man es noch nicht. Aber Dienstag sperren viele Geschäfte wieder auf, auch die Gärtner und Blumenmärkte und vor allem die großen Parks, was die Lebensqualität der Wiener wieder erhöhen wird. Zwar muss man diese widerwärtigen Masken in Geschäften und Öffis trage, aber so viel muss man sich weder in Geschäften aufhalten noch mit Öffis fahren. Es bleibt halt alles noch angespannt und hängt davon ab, wie die Zahlen sich entwickeln. Umso schöner ist es, sich an Bilder aus der Natur erinnern zu können.

Das Bild ist nicht bearbeitet. Es hatte am Freitag tatsächlich so eine weiche, schwebende Stimmung mit dunstig verwischten Farben über dem Wasser.


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Zu Wasser und zu Lande

Nein, man muss keine besonderen, sportlichen oder sonstigen Leistungen erbracht haben um da hinaufschreiten zu dürfen. Es ist ein ungewöhnlicher Blickwinkel auf die Anlegestelle des Linienbootes Wien-Bratislava. Ich bin da erst einmal mitgefahren. Eine schöne Strecke auf der Donau auf einem Katamaran, sehr entspannend. Bratislava ist so nah, dass man gemütlich hinfahren, die Stadt besichtigen und wieder zurückfahren kann. Prinzipiell. Derzeit geht das wohl nicht, weil die Slowakei die Grenzen geschlossen hat.