Schlagwort: Wasser –

Freitag 1.Oktober 2021

Die Gemüsekiste wird auch schon herbstlich, was sich durch diverse Köpfe und Riesengemüse bemerkbar macht: Krautkopf, Kürbis, Zeller und Wälder von Mangold. Die Menge überfordert den Kühlschrank, daher mache ich eine nächtliche Kürbissuppe. Ein Trumm weniger und Kürbissuppe zum Frühstück. Na, warum auch nicht. Morgen Abend, je nachdem wann wir zurückkommen abendliche Erzeugung von Erdäpfel-Mangold-Püree. Das wird auch immer besser je länger es herumsteht. Und dann brauche ich noch eine Idee für den Krautkopf.

Die zahlreichen „letzten schönen Wochenenden“ im Herbst stehen bevor. Im Vorjahr waren es viele, wer weiß, ob es in diesem Jahr auch so ist. Aber die Verlockung für Ausflüge ist eben groß, vor allem beim F. der ja viel Auslauf braucht und seine diversen Fahrräder noch lange nicht einwintern möchte. Er hat schon ein Radl in PB stehen, ich noch nicht. Das hat unter anderem mit unterschiedlich großer Motivation zu tun, aber nicht nur. Das, was ich suche, ist schwer zu finden und Fahrräder bzw. Teile davon sind momentan schwer zu bekommen. Na, bis zum Frühling werde ich das spätestens geschafft haben.

Und plötzlich ist da ein Teich

In der Enge des Waldes schiebt sich der Blick auf´s Wasser, durch die Stämme flutet das Licht. Ein Bereich öffnet sich für andere, Neues kann gesehen werden.

zitiert aus „Anleitung für den Planetenbau“ Zentralbibliothek Alpha Centauri

Mittwoch 25. August 2021

In letzter Zeit dachte ich schon öfter, dass ich bald alle irgendwie möglichen Varianten an Spiegelungen schon fotografiert hätte und langsam einmal auf etwas anderes umsteigen sollte. Dann habe ich eine Reihe von Himmelsspiegelungen abgelichtet, die mich fasziniert haben, weil sie von einem abstrakten Gemälde nicht zu unterscheiden sind. Hier ist eines davon.

Nein, ich werde mich von den Wasserspiegelungen nicht abwenden. Bei Betrachtung der Waldviertel-Bilder habe ich gerade noch ein paar gefunden, die mir sehr gefallen. Solange es mir Freude macht, werde ich Spiegelungen fotografieren

Eine gute Freundin meinte einmal, dass sie eine Zeit lang praktisch nur Spiegelungen fotografiert hätte und ihr das etwas unheimlich geworden wäre, weil es ihr wie ein Hinweis darauf vorkäme, dass sie nicht mit beiden Beinen in der realen Welt stünde. Diese Theorie kann ich nicht bestätigen. Weder für diese leider viel zu früh verstorbene Freundin noch für mich selbst. Ich halte sie auch für ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Aber gut, angesichts der grindigen Theorien, die derzeit so herum flattern, kann ich mit dieser sehr gut leben.

Dominanz der Kirche

F. hat mich von meinem Lieblingskurhaus abgeholt und wir haben auf dem Heimweg nach Wien Station in Melk gemacht.

Möglicherweise haben sich die Bewohner von Melk irgendwann gewissermaßen vom Himmel beschützt gefühlt. Ich finde die Dominanz des Stifts über der Stadt eher bedrückend. Es ist eine sehr hübsche, kleine Stadt, die wir aber bei der Wohnungssuche eben deswegen ausgeklammert hatten. Wir sind in der heiteren, belebten Fußgängerzone spaziert. Das letzte Mal als wir dort waren, war gerade harter Lockdown und wir haben das Auto mit dem Wiener Kennzeichen diskret abgestellt. Heiter war die Stimmung damals nicht und das Stift hat noch etwas dominanter gewirkt als sonst. Aber im Normalbetrieb ist Melk ein sehr angenehmer Aufenthaltsort. Gegenüber liegt auch ein großes Stück Donauauen, in dem wir schon gegangen sind.

Das Stift selbst ist auch barock-prächtig. Ein Benediktiner-Stift, das in seiner heutigen Form von Jakob Prandtauer in den Jahren 1702 bis 1746 errichtet wurde, aber schon auf mehr als 900 Jahre Geschichte zurück blicken kann. Die Stiftsbibliothek ist eine Fundgrube für alte Texte. Es wurden dort auch etliche Fragmente des Nibelungenlieds gefunden. Auch die Gärten sind eine Pracht, die ich bei nächster Gelegenheit mit Freude erkunden werde, PB liegt schließlich ganz in der Nähe. Allein schon der Ausblick von der Terrasse des Stifts ist einen Besuch wert.

Das Nibelungenlied, in dem Melk als „Medelick“ erwähnt wird, ist omnipräsent. Ich habe nie Mittelhochdeutsch gelernt, kann den Text also nur ungefähr verstehen.