la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Aushatsch statt Ausflug, aber immerhin …

Das Ende unserer Fotoausstellung in Weißenkirchen in der Wachau war gestern angesagt. Die Bilder mussten abgehängt und abtransportiert werden. Nachdem ich aber seit Freitag gerade einmal ein paar Schritte schaffe ohne dass der gesamte Ischiasnerv zu brüllen beginnt, waren die Voraussetzungen für einen Ausflug denkbar schlecht.

Wir sind trotzdem gefahren und F. hat dankenswerterweise alles abgehängt und verstaut, ich musste nicht einmal in die Ausstellungsräume hinaufgehen. Während die ganze Gruppe mit dem Räumen beschäftigt war, habe ich mir den großen roten Pluspunkt für F. vorgestellt, den ich auf die imaginäre Pro und Kontra-Liste gemalt habe. Eigentlich hätte ich gedacht, dass es nicht besonders unangenehm ist, im Auto zu sitzen und zuzusehen, wie die anderen schleppen, aber das war ein Irrtum; es war gar kein gutes Gefühl und es wäre mir eindeutig lieber gewesen, selbst mitzumachen. Obendrein hatte Ingrid  eine Freundin mitgebracht, die mit einer Krücke unterwegs war und wir beide bildeten dann die unmobile Fraktion der Gruppe. Ich war so heftig mit mir selbst beschäftigt, dass ich die Gabi gar nicht gefragt habe, was mit ihr los ist. Ich kenne sie ja und habe sie noch nie mit Krücke gesehen.

Es war am Vormittag sehr sonnig und heiß. Nachmittags hat es aber abgekühlt und zu regnen begonnen. Wir saßen dann unter einem Zelt in einem Lokal und hörten dem trommelnden Regen zu. Außerdem gab es in diesem Schanigarten eine Vogelkinderstube und die kleinen Piepmatze  hüpften auf den Tischen herum. Genau so ein Dach hätte ich gerne auf meiner Terrasse im 6. Stock. Ich stelle mir das äußerst schön vor, dort bei Regen oder auch Schnee zu sitzen. Na ja, nachdem ich das Badrenovierungsprojekt erfolgreich gestemmt habe, könnte ich ein kleines Überdachungsprojekt ja locker angehen; sobald ich wieder solide auf beiden Beinen stehen und gehen kann. Irgendwo ganz unten im Hirn regt sich die Überlegung „und wenn es diesmal nicht wieder besser wird“, aber da werfe ich schnell einen Deckel drauf.

Am Rückweg regnete es streckenweise auch, trotzdem war die vorbeiziehende Landschaft der Wachau gut zu sehen; Die Weinberge, die von weitem wie Reisplantagen aussehen. Beim Näherkommen zerfließt dieses Bild, weil Weinberge keine stufenförmige Struktur haben. Die alte Tradition zu Beginn jeder Reihe von Weinstöcken eine Rose zu pflanzen, wird weitergeführt. Die vielen Rosenstöcke am Fuß der Hügel machen ein buntes, fröhliches Bild. F. fuhr auch an dem Obststandl vorbei, bei dem es laut Auskunft einer Freundin besonders gute Erdbeeren geben sollte. Leider war dort niemand mehr, trotzdem malte ich einen zweiten roten Pluspunkt auf die imaginäre Liste. Es hat mich natürlich in den Fingern gejuckt, ein bissl zu fotografieren, aber die mangelnde Mobilität und der Regen, den die Kamera gar nicht gemocht hätte, haben mich zurückgehalten. Trotzdem war es unter den gegebenen Umständen ein gelungener Tag.

Der Weinbau, die Reben sind in der Region ein allgegenwärtiges Thema in allen Bereichen des Lebens

 


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Idylle ?

Idylle, wenn die Blumen außerhalb der Vorhänge stehen und nur für Vorübergehende sichtbar sind, nicht für die Bewohner ? Idylle wenn alles unverrückbar am gleichen Platz steht und womöglich auch noch aus Plastik oder Ähnlichem ist, um jede Veränderung zu verhindern? Funktioniert aber auch nicht, Plastik wird zumindest staubig und mit der Zeit auch schäbig.

Idylle, wenn die Vorhänge fest zugezogen sind und in streng parallelen Falten liegen ? Das uralte Haus ist auf jeden Fall penibel renoviert worden, aber wer weiß, vielleicht war es auch vorher schöner. Vielleicht ist Perfektion immer etwas beängstigend und lenkt die Fantasie in Gefilde, in denen es alles andere als perfekt zugeht.

Oder es ist einfach ein schön gestrichenes, sorgfältig dekoriertes Fenster ohne irgendwelche Abgründe. Wer weiß das schon.


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Regenschirmheiliger

Offenbar möchten auch Heilige nicht nass werden. Oder zumindest meinen das diejenigen, die ihnen Denkmäler aufstellen. Gegen Taubenattacken kann der Schirm nicht gedacht sein, denn die fliegenden Verschmutzer kommen bekanntlich von allen Seiten und kacken auch gegen den Wind 🙂


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Ganz kurzer Themenwechsel

Eitelkeit hat ja nicht unbedingt immer mit tatsächlicher Attraktivität zu tun. Auch bei den Vögeln. Wir haben zu Ostern einen Besuch bei meinen Lieblings-Hassvögeln gemacht.

In Waidhofen an der Thaya gibt es eine große Volière für Waldrappe. Die Vögel werden von einem Team betreut zu dem auch einige geistig behinderte Menschen gehören. Wir konnten zufällig beobachten wie einer von ihnen die Vögel gefüttert und die Volière gereinigt hat. Er machte einen zufriedenen Eindruck. Das Projekt finde ich ziemlich gut. Das ist ein überschaubarer, einfacher Tätigkeitsbereich, der mit Tieren zu tun hat und bei dem die Mitarbeiter in einer klar definierten Position auch mit anderen Menschen in Kontakt kommen können aber nicht müssen.