la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


15 Kommentare

Sonntag 4. Oktober 2020 – Schädel und Falken

Seit ich F kennengelernt habe, sehe ich so viel von Österreich im allgemeinen und der näheren Umgebung von Wien im besonderen wie in keiner anderen Phase meines Lebens bisher. Tatsächlich hat Niederösterreich – die Region um Wien – sehr viele verschiedene Landschaften und sehr viel Kultur zu bieten.

Ein unglaublich strahlender Tag war dieser Sonntag, die Farben, die Fernsicht durch eine für diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich klare Luft ohne irgendeine Spur von Nebel.

Wir spazierten durch eine nachgebaute Steinzeitsiedlung neben einem Gräberfeld. Die Funde der Grabungen konnte man in einem angeschlossenen Museum besichtigen.

Ein „Falkenhof“ gehörte auch zu dem Gelände, mit Falknern, die verschiedene Greifvögel vorführten. Der auf dem Foto zu sehende junge Mann hielt eine Brandrede gegen jene Falkner, die ihre Vögel für Shows trainierten, bei denen sie knapp über die Zuschauer drüberfliegen. Er würde seine Greifvögel auch deswegen so schätzen, weil er sich ausschließlich von deren Beute ernähren würde. Naja. Wir haben allerdings sehr gelacht, weil im Gästebuch des Museums stand. „Wir haben den Falkner, Herrn X kennengelernt. Er hatte mehr als einen Vogel“

Sehr viele Kinder in allen Altersstufen waren bei dieser Falkenvorführung und hüpften durch die Steinzeithäuser und das Museum. Immer denke ich bei solchen Gelegenheiten, dass die Chancengleichheit schon vor Schulbeginn eine schöne Illusion ist. Glück haben die Kinder, die nicht ausschließlich mit Handyspielen und Serien aufgezogen werden.


10 Kommentare

Obsidian

Obsidian, der harte Stein mit dem die Mayas den zu opfernden Menschen die Herzen lebend herausgeschnitten haben. Liter von Blut um den Göttern Regen abzuringen. Aber die Götter blieben hart und der Klimawandel zerstörte die blühende Kultur der Maya. Trotz aller Opfer und allen Bluts. Vielleicht waren die angerufenen Götter schon im Blut ertrunken …

 

 


8 Kommentare

Freitag 3.1.20 – Hinauf !

Wien war neblig, raureifüberzogen, aus dem Nebel heraus schneite es ganz leicht und mir war ganz, ganz heftig nach Schnee zumute. Wenn schon nicht vom Himmel fallend dann doch wenigstens am Boden liegend. Die Rax (Seilbahnstation 1545 M, erster erreichbarer Wanderpunkt 1644 M) liegt eine gute Autostunde von Wien entfernt. Payerbach-Reichenau mit Blick auf den Schneeberg, Höllental und da ist schon die Seilbahn. Schuhe umgezogen, Handschuhe, Mütze, mein kürzlich gestrickter und bestickter Mega-Loop, der genau richtig warm war und ich hatte schon gedacht, dass sich keine Gelegenheit bieten würde ihn auszuführen.

1926 wurde diese erste Seilbahn Österreichs in Betrieb genommen und sie fährt immer noch ganzjährig, alle 30 Minuten. Seltsame Fotoperspektiven durch das Glas der Gondel.

Wenn ich mir beim Wandern oder Spazierengehen die Kamera um den Hals hänge, zuckt der F zusammen und schlägt vor, dass wir uns dann und dann, dort und dort wieder treffen. Das ist mir sehr recht, wir haben schon beim Gehen nicht die gleiche Geschwindigkeit und dann noch das Fotografieren … und obendrein gehe ich sehr gerne alleine. Der Bezug zur Umgebung ist ein ganz anderer, wenn man nicht auf die Begleitung konzentriert ist.

Schön war´s . Die Berge am Weg sonnenbestrahlt, nicht viele Leute, es gab immer wieder Stille zu hören. Stille in der Natur ist bekanntlich etwas völlig anderes als Stille in einem Raum.

Schneeschuhwandern dürfte gerade die große Wintersportmode sein. Bei der Wandergruppe, die mir begegnete, hatte ich zwar den Eindruck, dass sie durch die Schneeschuhe mehr behindert als unterstützt wurden, aber vielleicht haben sie erst geübt.

Der Nebel empfing uns unten wieder, oben war es sonnig und kalt, aber nicht unter Null. Für mich Stadtpflanze war es viel Schnee, tatsächlich sollte auf dieser Höhe, um diese Jahreszeit aber sehr viel mehr liegen