la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Naherholungsgebiete im count-down für den Sommer

Hinterlasse einen Kommentar

Werbeanzeigen


18 Kommentare

Sonntag 31.3.19 – pralles Wochenende

Samstag war Maltag. Eine (für mich) neue Technik: Öl über Acryl. Samtweich zum malen, wunderschöne, leuchtende Farben, viel schöner als Acrylfarben, die letztlich ja Plastik sind. Allerdings brauchen die Bilder Wochen und Monate um zu trocknen, etwas weniger wenn Acryl unter dem Öl ist, aber immer noch lange genug. Dafür kann man auch nach Tagen noch verändern und darüber malen und das Leuchten der Farben bleibt bestehen auch wenn sie trocken sind. Es war ein wunderbarer Frühlingstag, Magnolien und Obstbäume in voller Blüte und dazu der Geruch der Ölfarben, Zutaten zum Glücklichsein.

Am Sonntag fuhren wir den Ort besichtigen an dem im Sommer die Mal- und Schreibkurse stattfinden. Es handelt sich um ein Landschaftsschutzgebiet in Niederösterreich. Am Rand des Naturparks gibt es eine ausgebaute alte Mühle, in der man sehr bequem wohnen kann. Von dort aus geht man etwa eine halbe Stunde bis zu einem alten Kloster, in dessen ehemaliger Kapelle gemalt wird. Es ist dort drinnen im Sommer sicher wunderbar kühl. Das Zimmer, das ich mir angesehen habe, war leider alles andere als kühl. Wenn es dort unter dem Dach bei jetzigen Außentemperaturen schon so warm ist …

Nachdem wir schon so nahe waren, machten wir noch einen Abstecher zum Neusiedlersee. Die ersten Boote liegen schon heraußen, halb Wien saß am See in der Sonne, was auch zu einem nicht ganz kleinen Stau beim Zurückfahren sorgte. Aber die Frühlingsatmosphäre am Wasser war so angenehm, dass es die Viertelstunde längeres Fahren unbedingt wert war. Blick auf Wasserflächen erzeugt bei mir die totale Entspannung, auch wenn ich weiß, dass ein Stoß Prüfungsarbeiten zuhause auf mich wartet.  Das problemlose Gehen trug natürlich auch noch zur Begeisterung bei.

 


12 Kommentare

Samstag 17.11.18 – Wein

Kahle Weinberge finde ich bei Tageslicht deprimierend, in der Nacht etwas unheimlich. Heute standen sie aber im strahlenden Sonnenlicht und waren auch noch nicht ganz kahl. Zum Ausgleich für das gestrige Museumsdesaster fuhren wir in die eiskalte Sonne in den Weinbergen rund um Klosterneuburg. Auf der Südautobahn fuhr man flüssig aber eng, die einen in die Shopping City, die anderen ins Grüne oder in den Speckgürtel von Wien. Vorbei fuhren wir auch am Friedhof.

Noch leuchten die Weinberge. Es waren aber nicht mehr so viele Menschen unterwegs wie an den zahlreichen letzten schönen Wochenenden, an denen es noch warm war und ein letzter Hauch von Spätsommer in der Luft lag. Heute hatten viele schon Handschuhe herausgekramt und Mützen, ich leider nicht, und beim nackthändigen Fotografieren von welkem Laub, zurückgebliebenen Weintrauben und sonstigen spätherbstlichen Eindrücken froren mir die Finger fast ein.

Sehr früh schon ging die Sonne unter und schuf eine sehr eigene Atmosphäre, kalte Freiheit mit weiten Horizonten.


Hinterlasse einen Kommentar

Lauriacum statt Friedhof

Das x-te letzte Wochenende mit schönem Wetter in diesem Jahr lockte uns hinaus. Und es war wirklich sogar die Fahrt auf der Autobahn ein Schwelgen in Herbstfarben.

In Enns, dem ehemaligen römischen Lauriacum findet die heurige oberösterreichische Landesausstellung statt. Ein bissl weit zu fahren für einen Halbtagsausflug, aber die Laubwälder entlang der Autobahn entschädigten reichlich für die längere Strecke.

Lauriacum war der Verwaltungssitz der römischen Provinz Noricum und spielte auch nach Untergang des weströmischen Reichs eine wichtige Rolle bei der Sammlung und Evakuierung der römischen Bevölkerung. In der Ausstellung sind Zeugnisse aus 4oo Jahren römischer Präsenz zu bewundern.

Im Stadtteil Lorch – da hat sich offenbar das römische „Lauriacum“ erhalten – steht die Basilika Sankt Laurenz. Ein sehr interessanter Bau, heute eine gotische Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die über einer frühchristlichen Kirche aus dem 4. Jahrhundert erbaut wurde, die ihrerseits über einem römischen Haus aus dem 2 Jahrhundert stand. In der Apsis der heutigen Kirche, hinter dem Altar sind die römischen Ausgrabungen frei zugänglich. Eine für mich höchst erstaunliche Situation in einer Kirche.

Ungewöhlich fand ich auch den Turm neben der Basilika mit den beiden Figuren am „Balkon“.

 Ein entspannter, harmonischer Tag, an dem wir einander sehr nahe waren. Der Sonnenuntergang in Enns auf dem gepflegten renovierten Hauptplatz mit den modernen Brunnen inmitten der historischen Häuser war auch ein Genuss. Die eine Front des Turms war sonnengold angestrahlt bis das Licht schwächer und von einer rosagoldenen Wolkenpracht abgelöst wurde. F bestieg den Turm und kam begeistert von dem Blick über sein Bundesland zurück.