la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Regenschleier

Noch einmal Weinberg im Regen. Ich liebe solche Bilder, für die heißen Wochen und Monate, zur angenehmen Erinnerung an für mich angenehmere Zeiten.

Näher heran an die Wassertropfen schafft meine Kamera nicht, aber ich muss sie sehr loben, denn sie hat im heftigsten Regen mit immer wieder wankendem Schirm tadellos funktioniert. Bei Nicht-Einsatz durfte sie unter der wasserdichten Jacke bleiben.


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Samstag 20 – Sonntag 21. Juni 2020

Der F hat mir zu Weihnachten ein Geschenk gemacht, über das ich mich sehr gefreut habe: eine Schifffahrt mit Feuerwerk zu Mittsommer auf der Donau. Leider wurde sowohl die Schiffsfahrt als auch das Feuerwerk wegen Corona abgesagt, schon vor Monaten, und wir haben uns auf nächstes Jahr umgebucht. Vielleicht wäre aber zumindest das Feuerwerk ohnehin abgesagt worden, denn es regnet seit 40 Stunden ununterbrochen. Wir haben beschlossen, die seit langem reservierte Unterkunft nicht zu stornieren und eine Spritztour in die Wachau zu machen, ohne Mitsommerschifffahrt.

Wir sind gestern im Regen weggefahren und heute im Regen zurückgekommen und dazwischen hat es auch nicht aufgehört zu regnen, aber mir hat das Wochenende trotzdem sehr gefallen. Allein schon der Anblick der leicht gestiegenen, schnell fließenden Donau wäre mir den Ausflug wert gewesen. Unsere Unterkunft war eine kleine Wohnung in einem sensibel renovierten 300jährigen Hexenhäuschen direkt an der Donau. Der schöne Blick hat mich an mein Zimmer an der Elbe in Hamburg erinnert. Der Blick auf die Elbe hat mir allerdings noch besser gefallen, weil die Schiffe, die dort fahren größer sind.

Die Region ist durch den schwächelnden Tourismus schwer getroffen. Nicht nur wegen des Regens waren die Hotels, Pensionen, Restaurants, Cafés leer. Gestern sind wir rein zufällig in einem praktisch leeren Haubenlokal gelandet und haben dort großartig gegessen, das Grand-Marnier-Parfait, ein Gedicht.  Wir haben Dürnstein und Weißenkirchen so gut wie ohne Touristen gesehen, eine einmalige Gelegenheit. Die mittelalterlichen, kleinen Straßen ohne lärmende Reisegruppen, die alten Kirchen: leer. Viele Details, die ich heute gesehen habe, waren mir noch nie aufgefallen: kleine Figuren in Mauernischen, liebevoll bepflanzte Innenhöfe. Natürlich lebt die Region vom Tourismus, ganz Österreich lebt vom Tourismus, trotzdem muss man sich über so eine Gelegenheit freuen, das Kulturgut in Ruhe betrachten und genießen zu können, wenn auch in der Pandemie und im strömenden Regen, denn die Touristen kommen sicher wieder, zum Glück und zum Schaden.

Wenn es nicht ständig geregnet hätte und nicht alles so nass gewesen wäre, hätten wir längere Spaziergänge gemacht, aber das Waten durch die Weinberge hatte auch seinen Charme und ich habe die Erfinder von Gore-Tex immer wieder hoch gelobt. Solange man mitten im Wasser trockene Füsse hat, geht fast alles bei bester Laune.

 

Der Wien-Fluss, der normalerweise ein sehr bescheidenes Rinnsal ist, schwillt bei langen, starken Regenfällen zum Fluss an. Ein seltener Anblick, den wir uns noch gegönnt haben.


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Ja ……. Jaaaaaa ………Jaaaaaaaaaa !!!

Was für ein großartiger, wunderbarer, denkwürdiger Tag: die FPÖ ist erledigt, der „Vizekanzler Strache“ samt seinem Protégé Gudenus zurückgetreten, die Koalition gekündigt, so bald wie möglich Neuwahlen. Endlich ist auch Kanzler Kunz nicht mehr darum herum gekommen, die FPÖ als nicht regierungsfähig und moralisch verkommen öffentlich wahrzunehmen. Natürlich ist das Filmen mit versteckter Kamera auch sehr bedenklich, aber bei diesem Ergebnis kann man nur dankbar sein, dass es jemand gemacht hat.

Wir sind zur Feier des Tages an die Donau, in die Wachau gefahren. Zu dem Zeitpunkt wussten wir erst, dass Strache zurückgetreten war, was uns auch schon sehr gefreut hat. Ein schöner sonniger Tag. Den F. hat es aufwärts gezogen, mich zur Donau hinunter. Als wir uns zum Abendessen im Gasthaus zum Goldenen Schiff wieder trafen, hörten wir dann die Erklärung vom Kanzler, dass er die Koalition aufkündigt. Ein Grund zum Jubeln.


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Rotglänzend

                                                                      So prächtig stand es da, so glänzend, geerdet und selbstbewusst

PINWAND – wer schreibt mit …

….aber der Junge, der so stolz auf sein Geschenk war, ließ es einfach stehen. Er folgte neugierig den Vögeln, die so fröhlich fiepend am Wasser entlang liefen. Irgendwo müssen sie doch hinwollen, dachte der Junge staunend und ging immer weiter. Das Fahrrad hatte er dabei völlig vergessen…
(Wer möchte, kann die Geschichte weiter schreiben 😀

Genesis – Schöpfung – heißt das Fahrrad.

Gerda 

 


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Der letzte geruhsame Tag bis zum 25.Oktober

… war wohl gestern. Eigentlich war er ja gar nicht so besonders geruhsam, weil es der Sonntag der Nationalratswahl war, aber wir sind nach dem Wählen direkt in die Wachau gefahren um diesen wunderschönen Sonnentag zu genießen. F. ist einen Berg hinaufgeklettert, ich bin an der Donau entlanggegangen. Nachdem unsere Gehgeschwindigkeiten überhaupt – und derzeit noch mehr – verschieden sind, sollten doch beide auf ihre Kosten kommen.

Ich habe die Bläue genossen: Luft, Himmel, Donau. Flußschlingen, glänzendes Wasser, sogar Sandstrand …..

Spitz – 15.10.17

Und heute hat die Rehab begonnen.Ich bin gerade nur 2 Minuten zu spät gekommen.Das war angesichts der Entfernung ein sehr gutes Ergebnis.


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Aushatsch statt Ausflug, aber immerhin …

Das Ende unserer Fotoausstellung in Weißenkirchen in der Wachau war gestern angesagt. Die Bilder mussten abgehängt und abtransportiert werden. Nachdem ich aber seit Freitag gerade einmal ein paar Schritte schaffe ohne dass der gesamte Ischiasnerv zu brüllen beginnt, waren die Voraussetzungen für einen Ausflug denkbar schlecht.

Wir sind trotzdem gefahren und F. hat dankenswerterweise alles abgehängt und verstaut, ich musste nicht einmal in die Ausstellungsräume hinaufgehen. Während die ganze Gruppe mit dem Räumen beschäftigt war, habe ich mir den großen roten Pluspunkt für F. vorgestellt, den ich auf die imaginäre Pro und Kontra-Liste gemalt habe. Eigentlich hätte ich gedacht, dass es nicht besonders unangenehm ist, im Auto zu sitzen und zuzusehen, wie die anderen schleppen, aber das war ein Irrtum; es war gar kein gutes Gefühl und es wäre mir eindeutig lieber gewesen, selbst mitzumachen. Obendrein hatte Ingrid  eine Freundin mitgebracht, die mit einer Krücke unterwegs war und wir beide bildeten dann die unmobile Fraktion der Gruppe. Ich war so heftig mit mir selbst beschäftigt, dass ich die Gabi gar nicht gefragt habe, was mit ihr los ist. Ich kenne sie ja und habe sie noch nie mit Krücke gesehen.

Es war am Vormittag sehr sonnig und heiß. Nachmittags hat es aber abgekühlt und zu regnen begonnen. Wir saßen dann unter einem Zelt in einem Lokal und hörten dem trommelnden Regen zu. Außerdem gab es in diesem Schanigarten eine Vogelkinderstube und die kleinen Piepmatze  hüpften auf den Tischen herum. Genau so ein Dach hätte ich gerne auf meiner Terrasse im 6. Stock. Ich stelle mir das äußerst schön vor, dort bei Regen oder auch Schnee zu sitzen. Na ja, nachdem ich das Badrenovierungsprojekt erfolgreich gestemmt habe, könnte ich ein kleines Überdachungsprojekt ja locker angehen; sobald ich wieder solide auf beiden Beinen stehen und gehen kann. Irgendwo ganz unten im Hirn regt sich die Überlegung „und wenn es diesmal nicht wieder besser wird“, aber da werfe ich schnell einen Deckel drauf.

Am Rückweg regnete es streckenweise auch, trotzdem war die vorbeiziehende Landschaft der Wachau gut zu sehen; Die Weinberge, die von weitem wie Reisplantagen aussehen. Beim Näherkommen zerfließt dieses Bild, weil Weinberge keine stufenförmige Struktur haben. Die alte Tradition zu Beginn jeder Reihe von Weinstöcken eine Rose zu pflanzen, wird weitergeführt. Die vielen Rosenstöcke am Fuß der Hügel machen ein buntes, fröhliches Bild. F. fuhr auch an dem Obststandl vorbei, bei dem es laut Auskunft einer Freundin besonders gute Erdbeeren geben sollte. Leider war dort niemand mehr, trotzdem malte ich einen zweiten roten Pluspunkt auf die imaginäre Liste. Es hat mich natürlich in den Fingern gejuckt, ein bissl zu fotografieren, aber die mangelnde Mobilität und der Regen, den die Kamera gar nicht gemocht hätte, haben mich zurückgehalten. Trotzdem war es unter den gegebenen Umständen ein gelungener Tag.

Der Weinbau, die Reben sind in der Region ein allgegenwärtiges Thema in allen Bereichen des Lebens