la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Donnerstag 14.11.19 – Alltag

Meine Regenwasserbeschaffungsmaßnahmen zum Gießen der Venusfliegenfalle haben sich mehr als bewährt, gewissermaßen überbewährt. Obwohl ich mittlerweile andere Pflanzen auch mitgieße sind sämtliche „Speicher“ voll und draußen stehen auch noch mehrere Kübel. Bevor ich aber in die Gelsenzüchtung einsteige, muss ich mir was einfallen lassen.

Die Extreme mehren sich: in der Steiermark hat es gestern stark geschneit 50cm bis zu 70cm in den Bergen. Straßen wurden gesperrt, Schulen geschlossen, ein Krankenhaus über Nacht isoliert, Tausende Haushalte waren und sind ohne Strom und für morgen ist ein Föhnsturm angesagt. In Wien hat es viel geregnet – das ist die gedankliche Brücke zu meinen Regenwassergießaktionen – aber von Schnee keine Spur.

In den Vor-F.-Zeiten habe ich nie so sorgfältig recycelt wie ich das jetzt tue: Die Metalldeckel von den Gläsern kommen ins Metall ebenso die Aluminiumdeckel sämtlicher Milchprodukte. Allerdings weigere ich mich die Verschlüsse der Ölflaschen zu entfernen um eine ölige Basis in den  Recyclingsackerln zu vermeiden. Aluminium, ein wertvoller Rohstoff, wie der F zu sagen pflegt. Was er nicht erwähnt, ist, dass 95% unserer Aluminiumabfälle von seinen geliebten Konservendosen stammen, die ich immer nur missbilligend anschaue, was sowohl den Konserven als auch dem F. völlig wurscht ist. Zu seinen Gunsten muss man anführen, dass er die geruchlich verdächtigen Fischkonserven auswäscht und so meiner Kritik den Wind aus den Segeln nimmt.

 


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Sonntag 10.11.19 – Kopfspuk

Nachdem die vorhandene Zeit nicht dehnbar ist, ebenso wenig wie die vorhandene Energie sich leicht aufstocken lässt, müsste ich, wollte ich Neues in mein Leben lassen anderes streichen oder vernachlässigen oder aber mein Stressniveau heftig anheben. Eine banale Feststellung, vielleicht auch eine banale Situation, aber sie beschäftigt mich in letzter Zeit und wird das wohl auch noch eine Weile tun.

Die Bedeutung der Benennung von Dingen und Ereignissen spuckt mir auch immer wieder im Kopf herum. Angefangen vom Gendern bis zur Bezeichnung von Ereignissen wie etwa die Pogromnacht am 9 und 10 November 1938. Auch Menschen, die des Antisemitismus und extremistischen Gedankenguts im allgemeinen völlig unverdächtig sind, haben dieses katastrophale Ereignis noch vor wenigen Jahren als „Reichskristallnacht“ bezeichnet. Weil das einfach das gängige Wort war, das ja auch nicht allzu oft benützt wurde und wird. Der brutale Zynismus, der in dieser Bezeichnung liegt, war den allermeisten sicher nicht bewusst. Doch man muss auf Worte achten, Worte schaffen Realität und setzen Ereignisse in Zusammenhänge, manchmal eben in die falschen, beabsichtigt oder unbeabsichtigt.

Die Politik bleibt spannend. Wird Kurz mit den Grünen Koalitionsgespräche führen oder doch nicht ? Die FPÖ, die nach wie vor laufend Skandale produziert, immer noch ein paar neue Parteigenossen mit unsäglichen Verhaltensweisen an den Tag spült, wartet im Hintergrund. Riesig müssen die Höhlen und Keller sein, aus denen diese Troglodyten hervorkriechen ….