la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Liquid 3 – Weekly Photo Challenge

Liquid 3 

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ABC-Etüden – die perfekte Ballnacht

Die ABC-Etüden bei Christiane.

3 vorgegebene Wörter in 10 Sätze verpackt

Nach 5 Jahren Wien war es nun soweit: Zuckerbäckerball oder Wäschermädlball lautete das Ultimatum, diesmal gab es kein Entkommen. Das muss sein, hatte Erika gesagt. Seit Tagen hatte Hugo beklemmende Albträume, die immer in einer Szene mit Damenwahl gipfelten, wie er von einer Frau auf die Tanzfläche geschleppt wurde und sein beschämendes Nichttänzertum herauskam. Alles Walzer und Krönchen und Knickse und Cotillons geisterten durch seine Gedanken.

Der Tag X: sein Outfit war perfekt, für Unterhaltungen war es ohnehin zu laut, einen formvollendeten Handkuss traute er sich nicht zu, deswegen arbeitete er mit Kusshänden. Das kam originell, naja zumindest bei einigen und allen konnte man es ja bekanntlich nicht recht machen. Polka? Oh Gott, was war denn das schon wieder, und Damenspenden und Ordensanstecker, jeden Moment musste der Kaiser Franz Josef samt Sissi irgendwo auftauchen und den ratlosen Hugo erwartungsvoll ansehen. Er hielt bis 2h früh durch, dann war er mit den Nerven am Ende. Seltsam fand er, dass Erika irgendwie erleichtert wirkte als sie gemeinsam den Ausgang anpeilten.


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ABC-Etüden – eine wahre Geschichte aus dem Leben gegriffen

Die ABC-Etüden bei Christiane: 3 vorgegebene Wörter verpackt in 10 Sätze

Allem, was irgendwie unangenehm, arbeitsintensiv, sinnlos war, was unserem Kollegium prinzipiell und praktisch gegen den Strich ging, wurde die Neuigkeit der Neuigkeiten gegenübergestellt: „Die Misslauni geht in Pension“. Die modulare Oberstufe wird demnächst doch eingeführt, furchtbar, aber immerhin geht die Misslauni in Pension. Der neue Schulbau verzögert sich schon wieder, ärgerlich, allerdings ist in ein paar Monaten die Misslauni nicht mehr da usw.

Der Spitzname war eine geniale Schöpfung eines Kollegen: ihr Familienname klang tatsächlich ganz ähnlich und misslaunig ebenso wie misslaunisch war die böse Seele, der Drachen in unserem Sekretariat allemal. Als Wanderpokal, den unser Direktor aus für alle unverständlichen Gründen nicht ablehnte, war sie zu uns gekommen und veränderte das bis dahin freundliche, kooperative Klima im Sekretariat vollkommen. Natürlich ging sie nicht nur einfach eben in Pension, nein, sie ging in extreme Frühpension, krankheitshalber. Angeblich befanden sich alle ihre Gelenke von Schulter über Wirbelsäule zu Knie, die sie Artikulationen zu nennen pflegte um der Sache  wissenschaftliche Bedeutung zu verleihen in ganz schlechtem Zustand. Es war ihr auch jahrelang gelungen immer zu den größten schulischen Stresszeiten auf Kur zu fahren und ihre zahllosen Krankenstände so zu koppeln, dass dabei extrem lange Phasen der Erholung herauskamen, worüber ihre beiden Mitstreiterinnen im Sekretariat, die mindestens das halbe Jahr lang auch ihre Arbeit übernehmen mussten, nicht sehr glücklich waren (8)

Aber nun ist sie gegangen und ihren Platz hat eine sehr fleißige, kompetente und obendrein freundliche Sekretärin übernommen. Der einzige Wermutstropfen ist, dass es uns nun an einem angemessen schwerwiegenden Gegengewicht für alle Ärgernisse des Schulalltags fehlt: Die Prüfungsgebühren sind schon wieder gesenkt worden, unfassbar, aber …… äh, nun …… ja, was ?