la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Sunnys Stöße

Das Thema ist diemal ein bissl länger:

Haufen/Stapel in der eigenen Wohnung … (Beschreibung: Kennst du diese Haufen auch, die sich immer wie von selbst bilden? Papierkram Wäsche, Gemischtes… Würde gerne sehen, ob das nur bei mir ein unerklärliches Phänomen ist…)
Sabine

Tja, natürlich kenne ich dieses Phänomen, nur allzu gut. Meiner Meinung nach, ist das die Gegenbewegung zu den schwarzen Löchern , in denen die unglaublichsten Dinge verschwinden; angefangen von einzelnen Socken über wichtige Notizzettel bis zu der genau in diesem Moment unbedingt notwendigen Handcreme. Die Stöße, oder meinetwegen Stapel von Dingen werden nur durch die Schwerkraft begrenzt, das heißt ab einer bestimmten Höhe kalben sie wie die Gletscher und das oberste heruntergefallene Stück bildet dann die Basis für den nächsten Stoß. Für mich fallen diese häuslich-geologischen Phänomene unter Naturgesetze ….

Fotos dieser Berge, Täler und Verwerfungen mag ich nicht herzeigen. Nachdem aber Sunny ihre Spende für Ärzte ohne Grenzen nach der Anzahl der Fotos berechnet, gibt es hier Fotos von anderen Stößen:

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Schöpfung im Kleinen

Was doch so ein häßliches, banales Karo-Hemd der Fantasie alles anbieten kann:

img_8864Die Schlangenlinien der Schatten, tiefeingegrabene Täler in undurchdringlicher Dunkelheit, die Grüntöne, die durch Beschattung und Blauspiegelung im Gelb erscheinen, aufgeworfene Faltengebirge, die durch eine einzige Bewegung in die flachste aller Ebenen verwandelt werden können; vielleicht aber auch in eine Hochebene unter blendender Sonne. Die achtlose Naht rechts oben hebt ein Stück Anti-Materie heraus, verschwommen und von anderer Konsistenz als die benachbarten Flächen.

Flatternde Bewegungen, der Wind ist nicht stark, aber anhaltend, die Linien wellen sich in immer wieder anderer Zusammensetzung, Helles und Dunkles wabert durcheinander, ineinander, übereinander. Der Wind von unten aber erzeugt neue Berge und Täler, Sonn- und Schattseiten. Ein Koloratursopran schwingt sich die dunkle, mittlere Doppellinie hinauf und die Königin der Nacht katapultiert sich in die Schwärze oberhalb des Bildes.

Gemächlicheres findet auch statt. Das langsam fließende Rot intensiviert sich an den Überschneidungslinien und fließt nach der Begegnung wieder geschmeidiger und heller weiter. Das Blau ist ungelenker, der Farbton ungewiß und stumpf; es könnten Stauungen entstehen. Gelb breitet sich aus, offen für Farbmischungen, für immer neue Nuancen, immer neue Ausgangspunkte.

Nun könnten Menschen in diesen Landschaften erscheinen, bereit sich mit den Naturgewalten auseinanderzusetzen.


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Farbig – das Mondgrasprojekt 9

Farbig

Es ist mir klar, dass schwarz/weiß-Fotografie viel kann. Dass es großartige Fotografen gibt, die dokumentarisch interessante Bilder machen oder auch ausdrucksstarke Akte und Portraits in gestochen scharfer Qualität und auch wunderbar komponiert. Trotzdem ….. Ich muss gestehen, dass mir in den allermeisten Fällen Farbe wichtiger ist als Struktur, im Idealfall auch beides natürlich.

Besonders S/W-Bilder von Dingen und Orten, die ich in natura, also in Farbe kenne, gefallen mir selten. Also, gefallen ….. ich kann schon ihre Qualität und ihre Ästhetik schätzen, aber es bleibt für mich eher kühl und distanziert, es geht mir dabei nicht das Herz auf.

Das sind leider  Archivbilder. Die letzten Tag waren so trüb, dass das Fotolicht miserabel war und heute bei strahlendem Himmel hatte ich keine Zeit

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