la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Water – Nancy Merrills Photo-Challenge

Ich komm aus den Wasserfotos gar nicht mehr heraus. Diesmal für meine wöchentlich Photo Challenge und für HVB.

Norwegischer Fjord

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Die Dinge sind ja nicht immer, was sie scheinen. Wasser 2 -HVB

Die Dinge sind ja nicht immer, was sie scheinen. Selbstgestrickte Wollpullover haben einen hohen Gemütlichskeitfaktor, stehen auf der Skala der beliebten Kreativprodukte wieder ganz oben. Ein irgendwo gekaufter Pulli und sei er auch noch so schick und teuer kann sich mit einem aus eigenem Design und sorgfältig ausgewählter Wolle nicht vergleichen, das ist eine andere Liga.

Die Pullover und sonstigen Kleidungsstücke mit Aran-Mustern gehören zu den Klassikern der Wollprodukte. Für begeisterte Strickerinnen ist es auch ein Vergnügen, die komplizierten vielfältigen Muster zu kombinieren.

Wer die gleichnamigen Inseln vor Irland besucht hat, hat vielleicht auch so ein Prachtstück in industrieller Fertigung oder womöglich auch handgestrickt erworben. Sie haben eine lange Tradition und entsprechende Preise.

Allerdings denkt man selten an ihre ursprüngliche Funktion: jede Familie hatte ihre eigenen Muster, die auf den Pullovern der Seeleute zu finden waren. War der Atlantik großzügig und gab ihre  Leichen wieder frei, konnte man sie oft nur mehr anhand der Muster auf ihren Pullovern identifizieren. Die Aran-Pullover sind im Grunde persönliche Leichentücher der vielen Opfer, die der Atlantik fordert wenn er sich von freundlichem blau-grün in schwarz umfärbt und den Sturm um Mithilfe bittet um die Schiffe der Menschen zu zerbrechen.

Wasser, ein unerschöpfliches Thema …


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Wasser und Gewalt – HVB

Der reißende Strom wird gewalttätig genannt
Aber das Flußbett, das ihn einengt
Nennt keiner gewalttätig
Bertold Brecht: Über die Gewalt

Mich spricht dieser Gedanke an, wenn auch wahrscheinlich nicht im Sinne von Brecht. „Gewalttätig“ gefällt mir in diesem Zusammenhang nicht so sehr, weil das ein Wort ist, das eine Absicht beinhaltet. Zu Brechts Gedanken passt es aber, denn das Zitat ist aus dem Zusammenhang gerissen und ist eigentlich ein politisches Statement in Metaphern. Darum soll es hier aber nicht gehen.

Um Wasser soll es hier gehen. Wasser, das Hindernisse umfließt oder so lange abschleift, bis es keine Hindernisse mehr sind. Um Wasser, das einen kleinen Bach bilden kann oder einen reißenden Strom, eine Oase oder eine Überflutung. Wenn das Hindernis weder umflossen noch abgeschliffen werden kann, staut sich das Wasser bis es stark genug ist, das Hindernis mit Gewalt zu beseitigen oder hoch genug um eine andere Möglichkeit des Durchfließens zu finden.

Nicht viele Menschen können sich der Faszination von fallendem, sprühenden Wasser entziehen, manche klettern sogar auf gefrorenen Wasserfällen. Wasser kann nähren und vernichten, inspirieren und zu Tode erschrecken, die Welle der Wellen für Surfer aber auch der Tsunami; sonniges Mittelmeer und eisig-stürmischer Nordatlantik.

Meere und Ozeane sind so geschmeidig, dass die Schwerkraft sie in Ebbe und Flut wiegen kann als Wasserwand aber so hart, dass Schiffe daran zerschellen. Wasser kann lieblich, idyllisch sein, blaugrün leuchten, leise plaudern oder es ist schwarz, tödlich kalt, bis in die Tiefen aufgewühlt und der Kraft jedes schwimmenden, treibenden Menschen unendlich überlegen. Die Sonne spiegelt sich im Wasser oder der Sturm dröhnt die Wellen in schwindelnde Höhen. Das Wasser tanzt mit Leben und Tod in unergründlichen Zyklen.

Wir Menschen bestehen zum Großteil aus Leere und Wasser

 

Mein Atlantik. Das Bild ist nicht bearbeitet, man sieht die Spiegelung der Abendsonne


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Aus Bildern geboren – 2

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte? Oft und für viele Menschen ist das so. Was aber ist mit denjenigen, die Bilder in Worte umsetzen möchten? Ein Blick auf Gemälde, Fotos, Alltagsszenen erzählt oft schon lange Geschichten und sicherlich nicht jedem Betrachter dieselben.

Ich habe beschlossen, ein Bild-Erzähl-Projekt zu beginnen. Hauptsächlich für mich selbst, weitere Teilnehmer sind aber gerne willkommen. Wer mitmachen möchte, möge seinen/ihren Text auf dem eigenen Blog veröffentlichen und zu meinem Posting verlinken damit Interessierte mitlesen können. Die Bilder werden nicht regelmäßig erscheinen, vielleicht oft, vielleicht selten, das kann ich noch nicht sagen. Nur keinen Stress, es soll ja Freude machen.

Welche Texte? Alles ist erlaubt, vom 3-Worte Gedicht bis zum 30 bändigen Roman mit allen Zwischenstufen. Die Texte sind so lange, wie sie eben sind und es können Gedichte, Geschichten, Märchen, Leserbriefe, Essays oder was auch immer sein; Autobiografisches, Miterlebtes, Fiktives …. Einzige Bedingung: der Zusammenhang zwischen Text und Bild muss nachvollziehbar sein.

Nummer 2.

Ich kann gar nicht beurteilen, was das Bild mit jemand anderem macht, ob es überhaupt jemandem irgendetwas sagt. Für mich ist das anders, weil ich ja weiß, wann und wo und unter welchen Begleitumständen ich es aufgenommen habe.

Herbst. Strand in der Nacht. Licht ist mächtig, farbiges Licht mächtiger und manche Schatten leuchten. Überlebensgroß kann man erscheinen, klar abgegrenzt, eindeutig bestimmt und doch ist es der Schatten auf einsinkendem Sand. Die Fläche gibt vor eine Mauer zu sein, der Verurteilte soll dort hingerichtet werden, aber es ist nur unsteter Sand, eine Sinnestäuschung, oranger Sand, später grauer Sand wenn die Touristen nicht mehr hinsehen. Schattenspiele in der Nachsaison. Nach dem Sommertheater mit Lichtschutzfaktor und gefärbtem Zuckerwasser in Plastikflaschen für die Fische.

Leuchtendes Orange, stumpfes Orange, der schwarze Schatten und der schwarze Ozean im Hintergrund. Gleiten durch die Geschichte der Seefahrer und der Tourismusmanager und klick und der Moment ist festgehalten und driftet doch weiter.


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Tod der Kreativität

Hoffentlich ist es nur ein Scheintod. Nervosität vernichtet bei mir auch die kleinste Spur von Kreativität, würgt jede Idee ab, erstickt die Freude am Fabulieren, ersticht die Lebendigkeit, lässt jedes Wort für sich an einem Strick von der Dachrinne baumeln und falls der Sturm sie zusammenstoßen lässt, so entsteht doch kein Satz daraus, nur eine zerbeulende Kollision.

Das wärs, was ich brauche, immer gleich, immer wieder anders, immer beruhigend, immer inspirierend. Die stürmische Ruhe des Meers ist aber noch weiter weg als die Ruhe des Waldes …