Schlagwort: Schnee –

Alte Häuser, junger Schnee

Man kann natürlich sagen, dass Schnee in der Stadt nicht dasselbe ist wie Schnee in der Natur insbesondere in den Bergen. Das mag ja sein, wenn man aber nun einmal in einer Stadt lebt und gerade Epidemie und Lockdown herrscht, so ist der Schnee doch eine sehr schöne und willkommene Abwechslung.

Samstag 9. Jänner 2021- schwarz-weiß

Nasenspitzeneinfriertemperaturen waren das heute. Die Hauberl- und- Kapuzen- Verhüllung mit noch einem Schal rundherum hat einigermaßen warm gehalten. Nur ein paar hundert Meter höher als Wien und man ist mitten im Schnee und wo es keine Schipisten gibt, ist man auch praktisch alleine.

Strenge schwarz-weiße Landschaften sind das kalt und geometrisch, aber sie bieten auch Weite und Stille. Wesentliches, das man als Städter*in in der Natur sucht.  Es herrschen Temperaturen, die tödlich sein können, wenn jemand – warum auch immer – allein liegen bleibt und nicht gefunden wird. Traurig ist, dass es Menschen gibt, nach denen niemand suchen würde.

Wir sind rund um St. Corona im Wienerwald herum gestapft und dann entlang des Coronabachs wieder nachhause gefahren.

Manche Ortsnamen sind für die Bewohner wenig erfreulich. In Österreich gibt es zwei Orte namens St. Corona und einen namens Fucking. Letzterer wurde wegen des Diebstahls von zig Ortstafeln und noch mehr Witzchen kürzlich auf Fugging umbenannt. Man kann sich vorstellen wie ungeheuer lustig die immer gleichen Witze für die Bewohner sein müssen.

Eisige Schönheit, verschleiert

Ein Phänomen, das ich noch nie gesehen habe: Nebel fällt vom Berg ins Tal dabei bewegt er sich so schnell wie die Wolken, die über eine Atlantik-Insel ziehen. Allein das wäre schon ein phantastischer Anblick. Wenn es vorher Schnee bzw Eisregen gegeben hat wie hier, so erhält offenbar der Nebel durch seine Feuchtigkeit  tagelang den Raureif auf Bäumen und auf allem was sonst in der Nähe dieser Nebelbahn steht. Und dieses unglaubliche Blau: das Kobaltblau eines strahlenden Himmels und davor der Schleier des Nebels. Seit langem habe ich nichts Schöneres gesehen.

Dabei habe ich mir beim Fotografieren fast die Hände erfroren, aber es war mir die Sache wert.

Berg – ABC-Etüden

Die ABC-Etüden

Wie immer bei  Christiane

Diesmal kommen die Wörter von Corlys Lesewelt

Die 3 Begriffe sollen in einen höchstens 300 Wörter langen Text eingebaut werden

 

Es ist eine wahre Begebenheit von vor sicher schon über zehn Jahren. „Sonnenuntergang“ hat mich daran erinnert. 

„Sie waren erfahrene Tourengeher“ erzählte Petra. Ein Paar und eine gemeinsame Freundin brachen zu dritt auf um Sylvester im Freien, in den Bergen zu feiern. Das Wetter war freundlich, sie waren gut ausgerüstet, sie kannten sich in der Gegend aus. Aber es lag hoher Schnee, der viele topographische Merkmale veränderte. Es kam zu einem Unfall, die drei stürzten in eine unter dem Schnee verborgene Senke. Der Mann verletzte sich schwer, die beiden Frauen blieben unverletzt. Sie beschlossen das Zelt aufzustellen, in dem es wärmer wäre als im Freien und die Freundin des Paares wollte eine Stelle suchen an der es Handyempfang geben würde. Es gelang ihr aus der Senke hinauszuklettern und ein Stück zu gehen, dann wurde es dunkel, sie fiel schwer gegen einen Felsen und brach sich das Becken. Es vergingen die Nacht, der Neujahrstag und noch eine Nacht bevor die Bergrettung zu suchen begann. Die drei waren niemandem abgegangen, weil es ja geplant war, dass sie die Nacht im Freien verbringen würden. Nachts konnten die Hubschrauber der Bergrettung nicht fliegen und so dauerte es an die 48 Stunden bis alle gefunden wurden. 

„Sie hatten noch einen Sonnenaufgang miteinander, aber er hat nach dem Unfall nur ein paar Stunden überlebt“ erzählte Petra. Die Freundin war schwer unterkühlt, überlebte aber. Die beiden Kinder des Paars warteten im Krankenhaus, das vom Rettungshubschrauber angeflogen wurde.