Schlagwort: Schnee –

Donnerstag 9.Dezember 2021

Ich erinnere mich nicht, jemals so viele Schneemänner, Schneefrauen, Schneetiere gesehen zu haben. Auf jedem Baumstumpf auf jeder Art von Sitzgelegenheit. Und es wurden immer noch weitere gebaut. Nicht nur von Kindern, auch von jungen und durchaus nicht mehr ganz so jungen Pärchen. Dieser hier hat mir besonders gut gefallen. Daneben ein kleiner Stöpsel von höchstens drei Jahren, der Vermutungen darüber anstellte, welches Tier das wohl sein könnte.

Der Wetterbericht hatte ganz recht: Schnee, Schnee, Schnee. Es ist schön, wenn es in der Stadt auch Orte gibt, wo man so eine massive Schneefront genießen kann. Und es waren ebenso wie gestern sehr viele Menschen unterwegs.

Neue Bekanntschaften

In sehr unterschiedlicher Stimmung lernte ich alle diese Schneeleute in der vorigen Woche kennen. In unterschiedlichen Lebensräumen sind sie zuhause und je nach Temperatur wird unsere Bekanntschaft kürzer oder länger andauern. Man wird sehen.

Des einen Freud des anderen Leid

Jaaaa, es schneit heute in Wien, schon den ganzen Tag. Ich gehöre zu denen, die sich darüber freuen. Die drei Mädels auch, obwohl sie nicht mehr ganz in die Kategorie „Kinder“ fallen. Aber natürlich, wenn es über Nacht friert und danach sieht es aus, werden die Autofahrer morgen früh nicht so glücklich sein.

Alte Häuser, junger Schnee

Man kann natürlich sagen, dass Schnee in der Stadt nicht dasselbe ist wie Schnee in der Natur insbesondere in den Bergen. Das mag ja sein, wenn man aber nun einmal in einer Stadt lebt und gerade Epidemie und Lockdown herrscht, so ist der Schnee doch eine sehr schöne und willkommene Abwechslung.

Samstag 9. Jänner 2021- schwarz-weiß

Nasenspitzeneinfriertemperaturen waren das heute. Die Hauberl- und- Kapuzen- Verhüllung mit noch einem Schal rundherum hat einigermaßen warm gehalten. Nur ein paar hundert Meter höher als Wien und man ist mitten im Schnee und wo es keine Schipisten gibt, ist man auch praktisch alleine.

Strenge schwarz-weiße Landschaften sind das kalt und geometrisch, aber sie bieten auch Weite und Stille. Wesentliches, das man als Städter*in in der Natur sucht.  Es herrschen Temperaturen, die tödlich sein können, wenn jemand – warum auch immer – allein liegen bleibt und nicht gefunden wird. Traurig ist, dass es Menschen gibt, nach denen niemand suchen würde.

Wir sind rund um St. Corona im Wienerwald herum gestapft und dann entlang des Coronabachs wieder nachhause gefahren.

Manche Ortsnamen sind für die Bewohner wenig erfreulich. In Österreich gibt es zwei Orte namens St. Corona und einen namens Fucking. Letzterer wurde wegen des Diebstahls von zig Ortstafeln und noch mehr Witzchen kürzlich auf Fugging umbenannt. Man kann sich vorstellen wie ungeheuer lustig die immer gleichen Witze für die Bewohner sein müssen.