la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Schutzwald – Waldschutz

Der F und ich haben etwas unterschiedliche Vorstellungen, wie so ein richtig schöner Schneespaziergang sein sollte. Er hätte gerne Aussicht und blauen Himmel, ich finde mitten im Wald am schönsten. Diesmal waren wir uns aber einig, dass es wunderschön war. Das besondere an der Lage war, dass zuerst der Raureif da war und dann erst ein ganz leichter Pulverschnee gefallen ist. Dadurch sind phantastische Strukturen auf Zweigen und Stämmen entstanden, Spitzen aus Schnee …


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Kalte Illusionen – ABC-Etüde 1/2020

Die ABC-Etüden

Wie immer bei Christiane

Von der diesmal auch die Wörter kommen 

Die 3 Begriffe sollen in einen höchstens 300 Wörter langen Text eingebaut werden

Zu seinem Unglück sah Max genauso aus, wie die klassische Flachland-Schikurs-Touristin sich einen feschen Schilehrer vorstellte. Oft fragte er sich, was sein berufliches Anforderungsprofil von jenem eines Gigolos in südlichen Tourismusländern unterschied. Sexy sollte er sein, sportlich getrimmt, über die mickrigsten Witzchen seiner Kursteilnehmerinnen sollte er natürlich-herzlich-alpenländisch lachen, flirten musste seine zweite Natur sein, obwohl die Kursteilnehmerinnen andererseits auch einen tiefsinnig-melancholischen Charakterzug erwarteten.  Und jede erwartete obendrein, dass er ihr zum Après-Ski in jeder Hinsicht und ausschließlich zur Verfügung stand. Eiserne Potenz wurde vorausgesetzt, gepaart mit romantischem Geflüster. Kenntnisse im Jodeln und Schuhplattln fielen wenigstens nicht in sein Ressort. Dafür waren die Kollegen vom Hüttenzauber zuständig.

Heute allerdings hatte er mit einem Kollegen getauscht und einen Hüttenzauber-Dienst übernommen. Der lokale Tourismusverband war straff durchorganisiert, auch wenn die Touristinnen es nicht bemerkten. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Die hohe Kunst effizienter  Organisation, die den Eindruck von charmantem Chaos weckt, beherrschte man hierzulande meisterhaft.

Voll Abscheu, aber mit einem lange antrainierten naiv-sinnlichen Lächeln betrachtete er die Touristin, die ihm sein Kollege, der Xaver, besonders ans Herz gelegt hatte. Eine mittelalterliche Dame, die ihn in preußischem Tonfall herumkommandieren wollte. Er ließ die schrillen, spitzen Töne an sich abprallen. Den Teflon-Trick beherrschte er schon lange. Immer unter Beibehaltung des sexuell-interessierten-Naturburschen-Lächelns natürlich. Eine Stunde hatte er noch Dienst und hoffte sehr, sich die militärische Tussi so lange vom Hals halten zu können. In fünfzig Minuten würde auf die Großleinwand ein Sonnenaufgang über den Bergen projiziert werden und das war sein Stichwort. Er würde langsam die Küche ansteuern und dann unauffällig durch die Hintertür verschwinden. Den Rest übernahm das Gastronomie-Personal.

Und morgen das ganze Elend wieder von vorne. Irgendwann, so träumte er, würde er auch auf Schiurlaub fahren, dorthin wo die Flachland-Touristinnen nicht hinkamen, in die Berge hinauf, in die felsige Einöde ohne Lift, unter gführigem Pulverschnee.

301 Wörter