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Samstag 2.April 2022 – Schnee und Ewigkeiten

Schnee, Schnee, Schnee, seit November hatte ich nicht mehr die Freude. Der F war weniger begeistert, er ist schließlich gefahren, während ich es genossen habe, dass der Schnee von vorne kam und uns – wäre da nicht die Windschutzscheibe gewesen – heftig ins Gesicht geblasen hätte. Riesige ganz leichte Flocken waren es, die in Gärten, auf Hecken, auf Blüten liegen blieben, nicht aber auf der Straße. Beim Fahren entstand der Eindruck in einen Tunnel aus in die Länge gezogenen Schneeflocken hineinzufahren.

Es schneit immer noch, in Wien nicht so stark wie im Wiener Wald, wo in der Nacht richtig winterliche Verhältnisse entstanden. Wir hatten die Heizungen ein paar Tage lang abgedreht, weil es viel zu heiß war, aber gestern wieder aufgedreht, weil ein echter Wintereinbruch stattgefunden hat. Morgen wird alles wieder weg geschmolzen sein, aber vorläufig bleiben die Temperaturen unten. Hoffentlich übersteht das blühende Birnbäumchen die Kälte. Der Apfelbaum blüht noch gar nicht richtig, hat also bessere Chancen.

Ich bin sehr gespannt, ob wir Ostern am Kaminfeuer oder in der Blumenwiese verbringen werden. Beides ist möglich und beides in seiner Weise schön.

Überrascht hat mich heute die Information, dass ein Quadratmeter Torf mehr CO2 aus der Luft speichert als ein Quadratmeter Wald. Trotzdem ist nach wie vor in der zu kaufenden Blumenerde viel Torf enthalten, ein Rohstoff, der in von Menschen wahrnehmbaren Zeitspannen nicht regenerierbar ist.

Donnerstag 9.Dezember 2021

Ich erinnere mich nicht, jemals so viele Schneemänner, Schneefrauen, Schneetiere gesehen zu haben. Auf jedem Baumstumpf auf jeder Art von Sitzgelegenheit. Und es wurden immer noch weitere gebaut. Nicht nur von Kindern, auch von jungen und durchaus nicht mehr ganz so jungen Pärchen. Dieser hier hat mir besonders gut gefallen. Daneben ein kleiner Stöpsel von höchstens drei Jahren, der Vermutungen darüber anstellte, welches Tier das wohl sein könnte.

Der Wetterbericht hatte ganz recht: Schnee, Schnee, Schnee. Es ist schön, wenn es in der Stadt auch Orte gibt, wo man so eine massive Schneefront genießen kann. Und es waren ebenso wie gestern sehr viele Menschen unterwegs.

Neue Bekanntschaften

In sehr unterschiedlicher Stimmung lernte ich alle diese Schneeleute in der vorigen Woche kennen. In unterschiedlichen Lebensräumen sind sie zuhause und je nach Temperatur wird unsere Bekanntschaft kürzer oder länger andauern. Man wird sehen.

Des einen Freud des anderen Leid

Jaaaa, es schneit heute in Wien, schon den ganzen Tag. Ich gehöre zu denen, die sich darüber freuen. Die drei Mädels auch, obwohl sie nicht mehr ganz in die Kategorie „Kinder“ fallen. Aber natürlich, wenn es über Nacht friert und danach sieht es aus, werden die Autofahrer morgen früh nicht so glücklich sein.

Alte Häuser, junger Schnee

Man kann natürlich sagen, dass Schnee in der Stadt nicht dasselbe ist wie Schnee in der Natur insbesondere in den Bergen. Das mag ja sein, wenn man aber nun einmal in einer Stadt lebt und gerade Epidemie und Lockdown herrscht, so ist der Schnee doch eine sehr schöne und willkommene Abwechslung.