la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Radio

Weglobbyisiert würden viele wichtige Anliegen der weltweiten Menschlichkeitskampagnen sagte der Präsident der österreichischen Caritas bei einem Radiointerview. Ein originelles Wort zu einer tristen Tatsache.

Das Rauchverbot in Lokalen, das ohnehin nicht einmal noch in Kraft getreten ist – Österreich liegt da weltweit ganz hinten – will der Herr Strache nicht haben. Nein, das wäre ein Angriff auf die Freiheit. Wahrscheinlich meinte er damit die Freiheit des Lungenkrebs. Andererseits ist er aber für ein allgemeines Kopftuchverbot. Bei manchen Politikern weiß man gar nicht mehr , über welche ihrer Vorschläge man sich am meisten aufregen soll.

 

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„Tür zu“ – Mitmachblog

Halt die Tür zu, fester, stemm dich dagegen. Es kommt ja die ganze verseuchte Luft herein und da hinten weht irgendwas Oranges, gegen den Wind auch noch, komisch. Halt sie fester zu, jetzt fließt auch noch Wasser durch die Ritzen, Salzwasser. Fester, fester, ein Sturm…  was der alles herumwirbelt, Strandgut der Geschichte und Carles Puigdemont mit der romantisch gedachten Seeräuberbinde des rebellischen Urgroßvaters und ein buddhistischer Mönche mit einem blutigen Schwert …

Uff, kleine Pause, können wir etwas nachlassen beim Zustemmen ? Der Schallschutz funktioniert ohnehin nicht, die Aufrufe zum Heiligen Krieg kommen aus allen Richtungen und das Geplärr der Parolen und nachgeplapperten Scheinweisheiten. Der da hinten im gestreiften Anzug schreit auch mit im Chor

Das Scharnier da oben ist völlig rostig, das muss wenigstens geölt werden. Ah, da kommt ja der Kurz mit einer Kanne Öl, super, das wird die Veränderung bringen ! Aber was macht der denn ? Geht vorbei samt der Ölkanne, ganz zielstrebig, was tut der ?? Er gießt das Öl ins Feuer ?? Und da springen ein paar Männer im Trachtengewand darüber, hysterisch und schenkelklopfend lachend. Die werden schon wissen worüber sie sich so freuen…

Dann muss die Tür halt samt dem rostigen Scharnier und der halbkaputten Schnalle noch eine Weile halten. Stemm dich dagegen, aufgeben gilt nicht !


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20. Station der Leseweltreise – Myanmar

Es ist mir zufällig zwischen die Finger gekommen, ein kleines Buch zu einem Land, von dem ich nicht viel weiß, das mich allerdings meiner Illusionen darüber beraubt hat, dass Buddhisten und gar buddhistische Mönche nicht gewalttätig werden. Auch meine Vorstellung, dass eine Friedensnobelpreisträgerin, die unter der Militärdiktatur in ihrem Land schwer gelitten hat, selbst eine gerechtere Herrschaft ausüben wird, hat sich leider in Luft aufgelöst.

Das kleine Buch ist aber 2007 herausgekommen und erzählt in kurzen Kapiteln über die Besonderheiten Myanmars, seine landschaftlichen und architektonischen Schönheiten, seine Volksgruppen und Kulturen:

„Asiens wahrem Antlitz ist Bernd Schiller auf seinen Reisen durch ein magisches Land begegnet: Der Ewigkeit auf der Schwedagon-Pagode hoch über Yangon, wenn die Morgensonne die Kuppel in glänzendes Gold taucht, den heilige Bergen, wo Buddha und diverse Geister in guter Nachbarschaft wohnen und dem beschwerlich-trägen Lauf des Lebens an den Ufern des Ayeyarwady, wo Ochsenkarren wie seit Jahrhunderten auf Lastkähne warten“

 

Aung San Suu Kyi: Myanmars Stimme der Freiheit, die zur Gewalt stumm bleibt


Die Friedensnobelpreisträgerin wird für ihr Schweigen angesichts der Verfolgung der Rohingya kritisiert. Dass Demonstranten in aller Herren Länder mit dem Antlitz von Aung San Suu Kyi für ihre Sache werben, überrascht nicht: Jahrelang war die heute 72-Jährige die prominenteste politische Gefangene der Welt. Ihr Name stand emblematisch für gewaltfreien Widerstand gegen Gewaltherrschaft – und gegen jene der myanmarischen Generäle im Speziellen, die sie von 1989 bis 2011 mit Unterbrechungen in Hausarrest isolierten, aber auch gegen alle anderen Diktatoren, für die Menschenrechte herzlich wenig zählen. Neu ist freilich, dass Demonstranten von Pakistan bis Indonesien die Plakate, auf denen die Friedensnobelpreisträgerin zu sehen ist, verbrennen, ihr Gesicht mit Hitler-Bart versehen oder schlicht durchstreichen.

Suu Kyi, die seit den ersten freien Wahlen 2015 Myanmar als „Staatsrätin“ de facto regiert, ist tief gefallen. „Nicht die Macht korrumpiert“, schrieb sie in ihrem 1991 erschienenen Buch „Freedom from Fear“, „sondern die Angst, sie zu verlieren.“ Nun scheint es so, als halte gerade sie ebenjene Angst fest im Griff. Die Mutter zweier Söhne, von denen sie während ihres Hausarrests so lange getrennt war, schwieg, als Myanmars Armee hunderte Zivilisten der muslimischen Rohingya-Minderheit ermordete, Dörfer brandschatzte und Hunderttausende vertrieb. Als die Uno das Vorgehen der Soldaten als „ethnische Säuberung“ bezeichnete, sprach sie von „Fake-News“ und von „Terroristen“, die man bekämpfen werde.

Den geplanten Besuch in New York, wo die Uno-Generalversammlung tagt, sagte Suu Kyi kurzfristig ab. Die einstige Ikone sei eben „eine Politikerin durch und durch und habe als Ziel einzig ihre Wiederwahl“, konstatierte die Uno-Sonderberichterstatterin. Tatsächlich werfen Kritiker der in Oxford ausgebildeten Tochter eines Unabhängigkeitskämpfers schon länger mangelnde Empathie für die Rohingya vor, die von vielen im mehrheitlich buddhistischen Land als Einwanderer betrachtet und abfällig „Bengalis“ genannt werden. Dass sich Suu Kyi weder mit der noch immer allmächtigen Armee überwerfen noch auf die Stimmen der buddhistischen Nationalisten, die den Muslimen sämtliche Bürgerrechte absprechen, verzichten will, könnte ein Grund dafür sein, dass Myanmars so lange unterdrückte Stimme der Freiheit nun nicht für die unterdrückte Minderheit im eigenen Land laut werden will.

Florian Niederndorfer, 13.9.2017 – derstandard

 


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Innenminister ?! Oh, du mein Österreich!

Innenminister will H-C Strache werden, Innenminister ?! Was sind denn da die wesentlichen Qualifikationen ? Hetzerische Stammtischreden halten ? Die Beherrschung rechtsradikaler Symbole und Codes ? Dichterische Begabung auf dem Niveau „Vollholler, die Boller“ ? Ständiger Wechsel der offiziellen Positionen zur EU ? Das fällt in den Bereich des Außenministeriums, ach ja, wollte das die FPÖ aber nicht auch haben ?

Mit wem diese Partei der hochqualifizierten, kompetenten, gebildeten und erfahrenen Menschen Ministerposten besetzen möchte ? Leider kann ich diese Frage nicht beantworten. Sonst auch niemand, vermute ich. Ich erinnere mich nur an einige Episoden der blauen Regierungsbeteiligung unter der Regierung Schüssel I, die knapp drei Jahre dauerte. (Oh ja, es gab auch eine Regierung Schüssel II. Wir Österreicher sind praktizierende Polit-Masochisten) Da gab es einen Justizminister, der zwei Wochen im Amt war, weil er  Probleme damit hatte, nicht wie gewünscht einen Jaguar als Dienstwagen zu bekommen. Ja doch, allen Ernstes. Ihm folgte Dieter Böhmdorfer. Zu diesem Herrn gibt es auch einiges zu sagen. Zum Beispiel hat er die Anfechtung des ersten Durchgangs der Bundespräsidentenwahl 2016 für die FPÖ aufgesetzt. So ein Pech auch, dass Norbert Hofer dann trotzdem nicht gewann.

Finanzminister dieser Regierung war für die FPÖ Karl-Heinz Grasser zu dessen liebstem Hobby in den letzten Jahren der Aufenthalt in Gerichtssälen wurde. Nicht etwa um dort als Staatsanwalt oder Verteidiger zu fungieren, nein, seine Funktion bei den Verhandlungen war die des Angeklagten. Er agierte also auch hier staatstragend, was wäre die Justiz schließlich ohne Angeklagte. Eben. Nebenbei erwähnt sei, dass sein Schwiegervater, Herr Swarowski sich weigerte Karl-Heinz Grasser in irgendeiner Funktion in sein Imperium einzugliedern. Um wirtschaftlich so erfolgreich zu sein wie Swarowsi braucht man eben Menschenkenntnis.

Die insgesamt drei Verkehrsminister dieser Legislaturperiode stellte ebenfalls die FPÖ. Auch dazu gibt es viele Schnurren zu berichten. Die Tatsache, dass in einer Legislaturperiode von knapp drei Jahren, drei verschiedene Minister in einem Ressort gebraucht wurden, spricht ohnehin schon Bände.

Nicht vergessen wollen wir den Innenminister Ernst Strasser, von der ÖVP nominiert, der über seine Amtszeit hinaus so pflichtbewusst war,  Monate in Gefängnissen zu verbringen und anschließend die Fussfessel einem langfristigen Selbsttest zu unterziehen.

Dazu kommt noch die finstere Figur des Jörg Haider im Hintergrund, der das Bundesland Kärnten in den finanziellen Ruin trieb, das Desaster der Hypo Alpe-Adria und der Eurofighterskandal.

Vor diesem Hintergrund kann man sich wohl auch einen Strache als Innenminister schon fast vorstellen, oder eben gerade deswegen nicht ?


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Wahlberichterstattung

Eine Gruppe von 18-jährigen Abendschülern.

Ob sie sich schon überlegt haben, wen sie wählen werden ? Ja klar, sicher, die FPÖ natürlich, alle, einstimmig.

Und warum ? Weil der Strache persönlich auf facebook versprochen hat, dass die Shisha-Lokale nicht geschlossen werden.

Hat denn irgendjemand gesagt, dass die geschlossen werden sollen ??

Keine Ahnung, aber der Strache wird sie auf jeden Fall nicht schließen.

Was soll man dazu sagen …….


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So widerwärtig wie dieser Wahlkampf

… war schon lange keiner mehr. Und die Latte dafür liegt hoch im Staate Österreich. Jeder verdächtigt jeden aller möglichen Unmöglichkeiten und stellt sich selbst als strahlenden Helden der Wahrheit und Authentizität dar. In den Medien gibt es Diskussionen- „Konfrontationen“ genannt – ohne Ende. Anschließend gibt es dann Analysen, als hätten die Leute nicht gerade selbst die Diskussion gehört. Wenn das noch lange so weitergeht, muss nach der Wahl ein Bürgerkrieg ausbrechen.

 


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Alles was Recht ist.

So nennt sich die heurige niederösterreichische Landesausstellung in Pöggstall, im Waldviertel. Schon das Gebäude ist sehenswert. Dies ist der Eingang durch den Verteidigungsrundturm der Schlossanlage Pöggstall aus dem 13. Jahrhundert, wo die Ausstellung untergebracht ist. Das Schloss hat mehrere Innenhöfe und Laubengänge, die in den Weg durch die Ausstellung integriert sind.

Wir haben zunächst gezögert, uns diese Ausstellung anzusehen, weil wir dachten,dass aus einem Thema wie diesem auch eine äußerst fachspezifische für Nichtexperten langweilige Ausstellung geworden sein könnte. Aber da hatten wir die Kustoden dieser Ausstellung schwer unterschätzt. Sie ist nicht nur nicht langweilig sondern sogar äußerst interessant gemacht; nicht chronologisch gestaltet, sondern nach Themen zusammengestellt. Zum Beispiel „Rache oder Strafe“ „Gesetz versus Gerechtigkeit“ „Inwieweit konnte man sich während des Nationalsozialismus der Erfüllung von Befehlen und Vorschriften entziehen“ „Folter und Wahrheit“ , „Gewaltentrennung“ und einiges mehr.

Die Ausstellung regt zum Denken und Diskutieren an und ist somit auch für Schulausflüge mit älteren Schülern höchst geeignet.  *Gedankennotiz*

Manche Exponate sind auch vom ästhetischen Standpunkt eine Freude

Bei anderen entsteht Freude darüber, nicht in Zeiten leben zu müssen, in denen solche Masken als adäquate Strafinstrumente betrachtet wurden