la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


6 Kommentare

Emotionen und Reaktionen

Mein Verhältnis zu Bergen war immer ein sehr distanziertes. Österreich ist zwar ein Land vieler Berge, aber meine Heimatstadt Wien liegt in der pannonischen Tiefebene und es hat mich immer überall anders hingezogen als in die Berge. Es war auch keiner meiner Lebenspartner ein Bergmensch. Mit dem Auftauchen von F in meinem Leben hat sich das aber verändert. F ist Oberösterreicher, in gebirgigen Gegenden aufgewachsen, auf viele Berge geklettert und fühlt sich in den Bergen zuhause, ganz besonders in seinen Bergen, wo er jeden Gipfel benennen kann.

Aus allgemein bekannten Gründen wollten wir beide in diesem Sommer weder in ein Flugzeug steigen noch uns den möglichen Wirrnissen an Grenzübergängen aussetzen und so fuhren wir zwecks Tapetenwechsel und Erholung in die Berge, nach Bad Gastein. Der Ort selbst liegt schon über 1000 Meter, was sich sehr angenehm auf die Sommer-Temperatur auswirkt, und ist von ein paar 2000-Plus-Bergen umgeben.

Mir geht die Landschaft nicht so unter die Haut wie dem F, aber gefallen hat sie mir wohl. Die Wolkenschatten zum Beispiel haben mich fasziniert.

Die vielfältige Vegetation auf den Wiesen hat mich auch begeistert. Eigentlich sieht man sie auf diesem Foto nicht, hier ging es mir mehr um ein Bild der Gräser vor dem Horizont

Manche Ausblicke waren einfach erhebend. Ich habe mich bemüht dieses Gefühl der Ruhe und Weite und über den Dingen stehen irgendwie zu speichern. Ohne Unterstützung durch Bilder kann ich es aber nicht abrufen, bei manchen Fotos schon.

Heute gelingt mir auch die viel geübte und hoch geschätzte Möglichkeit einen Augenblick des Innehaltens zwischen Emotion und Reaktion zu legen. Die angelernte Automatik der Reaktion kurz zu unterbrechen. Womöglich ist das die größte aller möglichen Freiheiten.

Das kann auch beim Bloggen von Vorteil sein, für die eigene Psychohygiene. Nein, ich muss nicht sofort antworten, ich muss nicht versuchen mich zu erklären, ich kann mir die Zeit nehmen, die Sinnhaftigkeit der Reaktionen abzuschätzen, darüber nachzudenken, was mir meine mögliche Reaktion bedeutet, ob sie mir überhaupt etwas bedeutet …


7 Kommentare

Monarchische Skurrilitäten

Wilhelm I und Franz Joseph trafen einander viele Jahre lang im Sommer in Bad Gastein und waren geradezu befreundet. Mit Ausnahme von 2 Jahren in denen sie gegeneinander Krieg führten. Die Welt war auch damals verrückt.

Dem Kreislauf wird hier allerhand abverlangt. Große Temperaturschwankungen, sehr viel Bewegung (die Schuhe bewähren sich) und Schwimmen im Thermalwasser. Ich kann gut nachvollziehen, dass die diversen Majestäten hier gerne geurlaubt haben. Bad Gastein hat sich dafür auch erkenntlich gezeigt und fast sämtliche Straßen einschlägig benannt. Da gibt es die Kaiserin Elisabeth Promenade, die Kaiser Wilhelm Promenade, den König Carol Weg und alles verbleibende ist nach Franz Josef benannt. 

Ohne weiteres würden wir beide gerne länger bleiben als beabsichtigt. Geht aber nicht. Wir haben aber ergründet, dass es eine direkte Zugverbindung von und nach Wien gibt und die Fahrt mit vielen Stationen fünf Stunden dauert. 

  1. Weiterlesen


13 Kommentare

Feuchte Birnen unterwegs

Ich bin wahrscheinlich gerade unterwegs in ländliche Gefilde. Eine gute Wahl war es eine Urlaubswoche im Inland zu verbringen. Die Infektionszahlen steigen, an allen möglichen Grenzen wird getestet, bei der Rückreise aus allen möglichen Ländern muss man in Quarantäne. Nicht dass mich nicht ein Dutzend Reiseziele reizen würden, aber das wird schon wieder. Der F braucht ohnehin dringend Erholung und schließlich ist es auch in Österreich schön und entspannend und wozu bin ich im Besitz einer Hapimag-Aktie.

Es ist schon sehr bequem mit dem Auto auf Urlaub zu fahren. Man muss nicht alles in einen Koffer packen sondern kann die Dinge je nach Nutzung in allen möglichen Behältnissen befördern. Baderucksack, Büchertasche, Reiseproviantsdose, Schuhsackerl und so weiter und so fort.


28 Kommentare

In eigener Sache: der verflixte like-button

Ich weiß nicht seit wie lange schon ist in meinem Blog nach den Beiträgen der like-button verschwunden. An seiner Stelle steht „wird geladen“. Es liegt nicht an den von mir veränderbaren Einstellungen. Wenn er nicht bald wieder erscheint, werde ich mich nach einem anstehenden kleinen Urlaub an den support wenden.

Die gute Nachricht: im reader kann man ganz problemlos liken und nachdem die meisten Leute ohnehin über den reader lesen, hält sich das Problem in Grenzen. Den aufmerksamen Menschen, die direkt auf dem Blog lesen, danke ich für den Hinweis. Mir selbst wäre es gar nicht aufgefallen. Solltet ihr gerne ein like hinterlassen wollen, was mich natürlich freuen würde, bitte über den reader.


4 Kommentare

Nummer 22 der Buchchallenge

Nr. 22

EIN BUCH, DAS BEI DIR ALBTRÄUME AUSGELÖST HAT

Also ich fürchte meine Beiträge zu dieser challenge werden zusehends immer kürzer. An Albträume, die irgendein Buch ausgelöst hätte, kann ich mich nicht erinnern. Vielleicht in einer so verklausulierten Form, das ich es nicht erkannt habe. Die Sorte Albträume, die es offenbar gibt, wenn man den Erzählungen anderer glauben kann, dass irgendein Element aus Buch oder Film 1:1 in einem Traum auftaucht, habe ich nie gehabt. Oder kann mich nicht daran erinnern.

Leider kann ich also zu diesem Thema gar nichts beitragen. Und wenn ich die restlichen Themen der challenge so betrachte, gibt es da leider noch mehrere zu denen mir nichts einfällt.

Vielen Dank  an Ulrike von Blaupause7, von der die Aufgaben für diese Challenge stammen und die auch eine Teilnehmerliste führt


6 Kommentare

Freitag 17. Juli 2020 – drohendes Grau

Dunkle Wolken ziehen auf, vorhin hat es auch geregnet, ausgerechnet heute gehe ich ins Freilufttheater. Ich glaube, ich brauche einen Koffer für meine Ausrüstung. Das Britische-Inseln-Bereise-Ganzkörperkondom aus Plastik in rot. Das kann man ja klein zusammenlegen, aber kalt ist es leider auch und da überlege ich noch, was die adäquate Ausstattung sein könnte. Schirme darf man nicht aufspannen, verständlich, die Mitmenschen wollen auch auf die Bühne sehen. Wenn es während der Vorstellung zu regnen beginnt, kann ich mir das ganz gut vorstellen, aber sich auf schon nassen Sitzen einzurichten, ist sehr unlustig.

Eine Freundin, die ich besucht habe, hat mir zu diesem Thema von einem unvergesslichen Abend im Steinbruch Margarethen erzählt. (Nein, ich arbeite nicht bei der österreichischen Fremdenverkehrswerbung, obwohl die jede Unterstützung gut gebrauchen könnten) Sie hat geschildert, wie sie eingewickelt in Decken und Kapuzen und mit Schirmen vorne und hinten, nur nicht oben, eine sehr gute Zauberflöte-Aufführung gesehen hätten. Eine Opern- oder Theateraufführung im Regen kann ich mir ganz gut vorstellen. Was wir heute sehen wollen/werden ist aber Kabarett, also von der Stimmung her ganz anders.

Wenn ich auf der einen Seite aus dem Fenster sehe, strahlt blauer Himmel , wenn auch mit vielen Wolken. Auf der anderen Seite weht mein oranger Sonnenschirm im Wind, ist voll sonnenbeleuchtet, aber im Hintergrund steht die dunkelgraue Wolkenwand. Diese Stimmung kurz vor dem Wolkenbruch. Gut, es wäre noch Zeit für einen großen Regen und dann gegen Abend trockenes Wetter.

Jetzt gerade donnert es.