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Impulswerkstatt Mai-Juni – Zusammenfassung

Liebes Impulswerkstattteam !

Juhuuuu ! Wir haben ja wieder so einiges zusammengebracht. Die Vorsommerrunde ist hiermit beendet, Freitag oder Samstag folgt die Einladung zur Juli-August-Sommerrunde, von der ich hoffe, dass sie auch heuer keine Saure-Gurken-Runde wird.

Nochmals herzlich willkommen an die neuen Teilnehmerinnen. In der Reihenfolge ihrer Beiträge: Charisma, Donka, die Fledermaus, Lyrifant, Rosie und Ulrike. Jede/r neu Hinzugekommene ergibt eine neue Facette im Gesamtbild, von der ich hoffe, dass sie eine Weile erhalten bleibt oder hin und wieder aufblitzt.

Zum Thema „Schreibübungen“. Ich dachte, dass es bei den Blog-Projekten genauso ist wie im Leben: wenn man möchte, dass alles gleich bleibt, muss man immer wieder etwas verändern. Der Name war schlecht gewählt, „Rahmen“ trifft die Sache viel besser als „Schreibübungen“. Und ich muss schon sagen, diese Rahmen haben sehr gut funktioniert. Zu Nummer 1 gab es 24 Beiträge und zu Nummer 2 immerhin sechs. Wobei Judith das Kunststück hingekriegt hat, beide Rahmen miteinander zu verbinden.

Die Rahmen-Beiträge waren nicht nur inhaltlich sehr verschieden. Manche haben nur einen Rahmen benutzt, andere haben den Rahmen mit einem der Fotos kombiniert. Es gab auch Kombinationen mit Christianes Etüden. Insgesamt alles sehr individuell und kreativ und genauso soll es ja sein. Über „kreativen Ungehorsam“, wie Flumsi alias Sabine das nennt, freue ich mich auch. Dabei kommen oft interessante Dinge zustande.

Fotos: Natürlich könnt ihr auch in inzwischen schon traditioneller Art und Weise „nur“ die Fotos verwenden, eines, mehrere, alle vier. Ich bemühe mich immer verschiedenartige Fotos zu verwenden, das gelingt manchmal gut, manchmal nicht so gut, aber es ist noch nicht vorgekommen, dass ein Foto gar niemanden inspiriert hat.

Hier kommt die Liste der Beiträge, zuerst chronologisch, dann zu den einzelnen Bildern und dann zu den Rahmen. Ihr werdet sehen wie verschiedenartig die Beiträge alle sind. Aber das sind wir ja schon gewohnt.

Chronologische Liste:

Bild 1 :

Bild 2:

Bild 3:

Bild 4:

Alle Fotos in einer Geschichte:

Schreibübung:

Und hier die Schreibübung (siehe oben). Ich schlage einmal zwei „Rahmen“ vor, zu denen ich sicher mehrere kleine Texte schreiben werde. In welchem Modus, ob überhaupt in einem vorher bestimmten Modus wird sich zeigen. Wer mitmachen möchte, kann gerne mit probieren und wir werden sehen, was am besten geht und am meisten bringt.

Rahmen #1: „Sie öffnete die Tür“ ………. „dann ging sie“

Rahmen #2 „ Ein gerader Weg“ …………… „die vielfarbige Rinde des Baums“

!! VIEL FREUDE !!

Auf ein langes Leben- ABC-Etüde

Wie immer bei Christiane
3 vorgegebene Wörter in einem 300 Wörter-Text unterbringen
Die Wörter stammen diesmal von der Fledermaus Donka

Erstaunlicherweise erinnerte ich mich an mein letztes Leben als Mensch. Offenbar hatte ich die Chance gleich im Nirvana zu landen vertan und musste nochmals zu einer neuen Wiedergeburt antreten. Hmmm, vier Säulenbeine, ein Panzer und der Drang ganz, ganz schnell ins Wasser zu rennen. Was man in diesem Körper so „rennen“ nennen konnte. Ich war aber eine der wenigen unter meinen Geschwistern, die erst als Ei im Sand überlebt hatten und dann das Rennen gegen die gierigen Vögel ins Meer geschafft hatte.

Im Meer angekommen, war mir von dem Rennen auf Leben und Tod, dem vermutlich einzigen Stressmoment in meinem neuen Leben noch etwas blümerant zumute, doch dann überkam mich die große Gelassenheit der Schildkröte. Ich hatte nun also über hundert Jahre Leben vor mir, mit Organen, die kaum alterten, mit dem absoluten Zen-Geist dieser uralten Species. Es hätte schlimmer kommen können. Nach dem Nirvana könnte dies durchaus die zweitbeste Möglichkeit sein.

Probehalber paddelte ich ein wenig herum, linkes Vorderbein, rechtes Hinterbein, rechtes Vorderbein, linkes Hinterbein. Ja, das war die richtige Reisegeschwindigkeit in diesem Universum. Und eine Reise wollte ich antreten, so bald wie möglich, also sofort. Denn am Ufer hatte ich ein Gebäude entdeckt, dessen Aufschrift mir mit meinen verbliebenen menschlichen Lesekünsten sofort aufgefallen war. Da kam gerade eine Person angetanzt, in der ich den Besitzer dieses ominösen Betriebs zu erkennen glaubte. Er sprach mit der Besatzung eines mittelgroßen Bootes, das am Ufer lag, aber nicht so wirkte als wolle es sofort auslaufen.

Uff, da hatte ich ja noch genügend Zeit um meine Reise anzutreten. Ich war immer noch ziemlich gelassen, dachte aber, dass das Leben einer Schildkröte doch nicht so perfekt war, wie ich gedacht hatte. Ich paddelte los, mit angemessener Achtsamkeit aber nicht zu langsam. Die Aufschrift auf dem Gebäude wurde merklich immer kleiner. “ Wildschildkrötensuppenerzeugung – Pablo Escobar“

300 Wörter

Am schönsten ist er wild

In den Feldern, neben den Straßen, an den Hängen. Er blüht, es gibt aber auch schon fertige Kapseln. Ein paar hundert Meter weiter oben, im Waldviertel fehlen ihm noch mindestens zwei, wenn nicht drei Wochen bis zur Blüte

Hupf oder Rutsch, freiwillig oder beruflich

Feuerwehrfeste gibt es offenbar in jedem noch so kleinen Ort und sie sind überall beliebt. Wir sind zufällig in eines hineingefallen und haben die Hupfburgen bewundert. Neben einem klassischen Modell für kleinere Kinder, gab es auch diese Version, die eigentlich keine Hupfburg sondern vielmehr eine Rutschburg ist. Sie war ein großer Erfolg und wurde von den Kindern geradezu belagert.

Zur Aufklärung

Es handelt sich um die Überreste von Graffiti-Farbe, die auf den Boden getropft ist. Ich hätte ja einen Zentauren gesehen, aber eure Interpretationen gefallen mir auch sehr.

Impulswerkstatt in Klein-Labersdorf

Die ursprüngliche 300 Wörter Etüde etwas ausgebaut auf 644 Wörter. Was dazugekommen ist, in fett und kursiv. Die Geschichte ließe sich sicher weiter ausbauen.

Martin war ein Stubenhocker, immer schon gewesen, ein ganz besonders gelungenes Exemplar dieser Gattung. Die Gesellschaft seiner Laptops genügte ihm vollkommen. Die Familiengeschichte wusste zu berichten, dass er als Baby jämmerlich zu weinen begann, wenn ihn jemand in den Garten brachte. Solche Berichte sind im Normalfall ordentlich übertrieben, aber in Martins Fall könnte es tatsächlich so gewesen sein.

An einem Frühsommertag stürmte Martins Bruder Konrad ins Haus der gemeinsamen Eltern, wo sich auch noch andere Familienmitglieder aufhielten und rief „Ich habe Martin im Park gesehen! Er saß auf einer Bank, in der Sonne, neben dem Ententeich !“ Fassungslos starrten ihn alle an. Das konnte doch nicht wahr sein, nicht nur im Freien sollte Martin sich aufhalten sondern auch noch in der Nähe von Tieren. Undenkbar ! Das musste eine Verwechslung sein. Konrad empörte sich darüber, dass man ihm nicht einmal zutraute seinen eigenen Bruder zu erkennen. Fast wäre die seit vielen Jahren schwelende Eifersucht zwischen den Brüdern ausgebrochen. Doch noch rechtzeitig einigten sich alle darauf, diskret in Martins Zimmer nachzusehen. So diskret wie eine Baseballmanschaft samt Trainerteam und Fans marschierten sie zu Martins Zimmer, das sie tatsächlich leer vorfanden.

Nach langen Debatten, immer wieder durch besorgte Blicke aus dem Fenster unterbrochen, wurde beschlossen, die Sache nicht weiter zu erwähnen um nicht womöglich eine positive Entwicklung zu unterbrechen. In den nächsten Tagen und Wochen konnte Martins Veränderung aber nicht mehr übersehen werden. Nicht nur verbrachte er jeden freien Moment irgendwo draußen, er kaufte sich auch Sportgeräte wie ein Rad und ein Skateboard. Obendrein wurde Martin immer fröhlicher und freundlicher.

Schließlich wagte Konrad sich vor und fragte Martin vorsichtig nach der tiefgreifenden Veränderung in seinem Leben.
Martin gab durchaus bereitwillig Auskunft “ Die regionale Wetterkarte. Ist dir da nichts aufgefallen?“
„Äh ….. nein“ sagte Konrad „ich sehe den Wetterbericht auch nicht so oft ….“
„Komm, ich zeige es dir“ Martin fuhr seinen Laptop hoch (allein schon die Tatsache, dass der Laptop ausgeschaltet war! ) und suchte den regionalen Wetterbericht vom Vortag“ Da, da“ zeigte er seinem Bruder „siehst du wie die Karte rund um Klein-Labersdorf irisiert? “ Konrad sah nichts dergleichen, fragte aber, was dieser Effekt zu bedeuten hätte. „Na, das ist doch klar“ sagte Martin „Dorthin muss man fahren. Ich habe es jetzt schon über zwanzigmal ausprobiert. Es macht richtig glücklich sich dort aufzuhalten.“

Konrad war überzeugt, dass sein Bruder übergeschnappt war. Nachdem dies aber so positive Wirkungen auf sein Verhalten und sein Befinden hatte, nickte er begeistert und versicherte, dass er demnächst einmal mitkommen würde.

Martin war zwar ein Stubenhocker, aber auf sämtlichen wichtigen und auch ein paar unwichtigen Plattformen bestens vernetzt. Er betrieb sogar einen Blog, der sich originellerweise „Martin“ nannte. Nachdem er jeden freien Moment im Netz verbracht hatte, erreichte er eine große Leserschaft und schon bald befand sich Klein-Labersdorf gewissermaßen digital in aller Munde.

Von den 917 Einwohnern von Klein Labersdorf hatte sich gut ein Drittel im Gastgarten des örtlichen Wirtshauses eingefunden um über die Lage zu beraten. Rund um das Wirtshaus, die Kirche, den Friedhof und den Kindergarten strichen hunderte Besucher. Die meisten hielten sich Smartphones vor die Nase oder weit über ihren Kopf um das Glück, das sie hier erwarten sollte irgendwie abzubilden und sich dann anderen gegenüber fotografisch damit zu brüsten.

Wir hören schnell in die Versammlung der Klein-Labersdorfer hinein. Am Wort ist gerade der Wirt, der fragt, was daran so schlimm sei, wenn die Weiber vor seinem Wirtshaus herumkriechen würden um glücklich zu werden und dann vielleicht noch einen Sprung in den Gastgarten zu machen. Der Mesner und der Huber-Bauer phantasierten schon recht laut über ein Touristenressort gleich hinter dem Friedhof und die Mollner Mitzi erwog die Eröffnung eines Trachtenmodengeschäfts mit angeschlossenem Ponyhof
.

Martin aber, der die ganze Sache in Gang gebracht hatte, saß vor seinem größten Bildschirm und betrachtete eine Weltkarte in maximaler Vergrößerung. Da, hinter einem Vorort von Kathmandu irisierte der Bildschirm ganz eindeutig. Klein Labersdorf war nur der Anfang gewesen.

300 + 344 = 644 Wörter.

Einmal noch …

… bleiben wir bei Ungarn. Bei typisch ungarischen Handarbeiten. Wunderschön finde ich das Gestickte und das Geklöppelte, könnte aber so gar nichts damit anfangen, Zierdeckchen sind mir ein Graus. Ich bin also ein paarmal um die Stände herumgeschlichen, habe die Stücke bewundert ohne irgendetwas zu kaufen. Mein sprachlicher Beitrag ging leider über „sehr schön“ noch nicht hinaus. Die Stickerinnen und Klöpplerinnen waren auch in bildschöne, gestickte Trachten gekleidet, sahen aber recht finster drein. Vielleicht sind sie aus Ungarn angereist und haben wenig bis nichts verkauft. Es wird wohl auch vielen so gehen wie mir: „schön, aber was mache ich damit“ Die Sachen wurden auch nicht gut präsentiert, die Stände waren im hintersten Winkel sehr ungünstig platziert.

Was ich gerne gekauft hätte, wenn es denn angeboten worden wäre, sind Blusen mit Stickereien. Viele der anwesenden Ungarinnen trugen solche Blusen, teilweise mit zu großen, teilweise aber auch mit sehr geschmackvollen kleineren Stickereien. Es gab auch Töpferwaren, Schalen, Krüge, die mir aber auch alle nicht gefallen haben. Ist eh besser. Dinge, die man bei solchen Gelegenheiten kauft, liegen dann meistens herum und werden nicht benützt, zumindest ist das so bei mir, einer Meisterin des Strohfeuers.

Dienstag 3. Mai 2022 –

Die Gräben klaffen immer größer, die Gräben zwischen den Ideologien, die Gräben zwischen arm und reich, zwischen mächtig und machtlos. Was nützt eine noch so vernünftige, noch so menschenfreundliche, noch so gut argumentierte Philosophie, wenn das Gegenüber, der theoretische Partner nur die altbewährte Steinzeitkeule kennt und damit wild um sich haut. Man hat nur die Wahl, sich als Opfer zu etablieren oder mit möglichst besseren Keulen zurückzuschlagen. Ich mag diese Überlegung nicht und die Seite auf die sie mich bringt, sehe aber keine andere mögliche Position. Wozu führt machtloser Pazifismus als Philosophie einer Seite, die absolut menschenverachtender Aggression gegenüber steht? Zur Einsicht des Aggressors? Schön wär´s.

Nein, ich möchte hier immer noch keine politischen Debatten führen, nur hin und wieder ist mir nach ein paar Zeilen. In diesem Fall angesichts der dummen, jeder Logik entbehrenden Aussagen des Herrn Labrow.

„Maisha“ – Leben – ABC Etüde

Wie immer bei Christiane
3 vorgegebene Wörter in einem 300 Wörter-Text unterbringen
Die Wörter stammen diesmal von mir

Den Hineinfall in die Welt aus zwei Metern Höhe gut überstanden, die langen staksigen Beine so sortiert, dass sie aufstehen konnte, stand die kleine Giraffe gerade einmal zwei Stunden nach ihrer Geburt auf den eigenen Beinen und doch noch etwas wackelig schickte sie sich an die mütterliche Milchquelle zu suchen.

Es war nicht Mama Giraffes erstes Kind, bei weitem nicht, aber eben als erfahrene Mutter erkennt man das Besondere. Diese kleine Giraffe war ganz und gar nicht durchschnittlich. „Maisha“, „Leben“, sollte sie heißen, ebenso wie die mythische Urahnin der Herde. Die erste Maisha war nicht nur außerordentlich klug und lebenslustig gewesen, sie hatte auch manch Neues eingeführt. Bemerkenswert an ihr war auch eine ganz besondere, bei Giraffen überaus seltene Eigenschaft: sie war ein wenig mondsüchtig.

Was zunächst wie ein furchtbarer Nachteil im Lebenskampf in der Savanne erscheinen mag, erwies sich als ungefährlich. Manche könnten vermuten, dass Mondsüchtigkeit eine spirituelle Komponente hätte und dass dies die Löwen davon abgehalten hätte die erste Maisha zu jagen, wenn sie sich in Vollmondnächten allein von ihrer Herde entfernte. Tatsächlich verhielt es sich ganz anders. Einer der Wildhüter im Nationalpark, war bei der Geburt der älteren Maisha dabei gewesen und hatte sie so ins Herz geschlossen, dass er sie – ausgerüstet mit einem Betäubungsgewehr- in jeder Vollmondnacht begleitete. Als er in ein Alter kam, in dem man nachts lieber schläft als spazieren geht, hatte er die Aufgabe seinem Enkel übertragen, der sie ebenso gewissenhaft und erfolgreich ausführte.

Wenn sie die gerade geborene Maisha betrachtete, sah Mama Giraffe die gleichen perfekt gebogenen und unendlich langen Wimpern wie bei ihrer Vorfahrin und die gleiche Vorwitzigkeit und Neugierde blitzte ihr aus den Augen. Ihre jüngste Tochter würde in der Herde einiges aufmischen, die Bullen in Schwung bringen und so manches erleben, dachte sie und freute sich schon darauf.

299 Wörter

Projekt P10 – #9 „Vergänglichkeit“ 1.

Da hat Wortman eines meiner größten Themen überhaupt erwischt. Vergänglichkeit ist ein Thema, das mich seit vielen Jahren begleitet, im Leben überhaupt, in der Spiritualität und in der Fotografie. Daher kann ich mich unmöglich wie sonst auf nur ein Foto beschränken. Wie viele es werden, kann ich noch nicht sagen, aber wahrscheinlich einige.

Beginnen wir mit dem Aspekt der Vergänglichkeit, der uns Menschen naturgemäß am nächsten steht. Das Foto stammt aus einem norwegischen Nordlandforschermuseum und vereinigt damit zwei meiner größten „Interessensgebiete“ die Vergänglichkeit und den Norden.

Faszinierend für mich ist, dass mein Schatten auch darüber liegt.

Danke!

Danke für eure Rückmeldungen auf meine Frage ! Ich verkleinere meine Fotos ja schon lange und konnte selbst in der Darstellung im Blog selten einen Unterschied feststellen und ich bin mir auch gar nicht sicher, ob es tatsächlich ein sichtbarer Unterschied war oder blanke Illusion, weil ich dachte, dass doch ein deutlicher Unterschied zu sehen sein müsste. Immerhin ist es eine Verkleinerung der Auflösung auf etwa die Hälfte. Einen großen Unterschied macht aber die Verkleinerung für das „Fassungsvermögen“ des Blogs.

Eure Rückmeldungen haben mich darin bestärkt, die Verkleinerung beizubehalten, weil der Unterschied, falls überhaupt vorhanden kaum zu bemerken ist.

Mittwoch 2. März 2022 – über die Macht der Worte

Mein Kompromiss zu Äußerungen über den Russland-Ukraine-Krieg bzw den putinschen Krieg wie man ihn eigentlich nennen muss, sieht so aus, dass ich mich nicht an (emotionalen) Debatten beteilige, ganz aussparen mag ich das Thema aber auch nicht.

Über die Macht der Worte kann man nachdenken, wenn man erfährt, dass Putin den letzten nicht regierungskonformen Fernsehsender mit einiger Reichweite und die letzte ebensolche Radiostation verboten hat. Außerdem ist es sämtlichen Medien in Russland verboten die Bezeichnungen „Angriff“, „Invasion“ und „Krieg“ im Zusammenhang mit der Ukraine zu verwenden. Putins Neusprech fordert die Verwendung von „militärische Spezialaktion“ als Beschreibung seines Angriffskriegs.

Wäre es nicht so traurig könnte man über den Inhalt der folgenden Meldung lachen. https://www.rnd.de/medien/krieg-in-der-ukraine-russische-staatsagentur-feiert-irrtuemlich-putins-sieg-Z3HZ4UQ5KBFY2RPZQ2YU4LEGNI.html

Allerdings muss man relativierend sagen, dass es bei diversen Presseagenturen nicht unüblich ist, Pressemeldungen für alle möglichen Fälle in Bereitschaft zu haben.

Zum RND (Redaktionsnetzwerk Deutschland) https://de.wikipedia.org/wiki/Redaktionsnetzwerk_Deutschland