la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


Ein Kommentar

Donnerstag 28.5.2020 – Muskeln – Mangold -Mikro

Morgen öffnet das Kieser-Studio wieder mit den üblichen Desinfektionsmaßnahmen und mit einem wirklich einfachen online Reservierungssystem. Es dürfen offenbar nur eine begrenzte Anzahl von Personen gleichzeitig hinein und für jeden ist eine Trainingszeit von ca einer Stunde berechnet. Ich denke, das wird gut funktionieren. Die Organisation der Studios lief bei Kieser immer wie am Schnürchen. Prinzipiell mag ich das Resevierungssystem nicht besonders, weil ich gerne spontan beschließe, wann ich trainieren gehe. Es wird ja aber hoffentlich nach einer Weile wieder normalisiert werden. Andererseits ist so eine Reservierung eine gewisse Unterstützung der Motivation. Meine darniederliegenden Muskeln freuen sich schon sehr und ich merke, dass ich ganz eindeutig zu wenig Bewegung gemacht habe in letzter Zeit. Trotzdem werde ich frühestens am Montag hingehen. Warum auch immer brauche ich eine Anlaufzeit von ein paar Tagen.

Warmer Mangoldsalat mit Apfel und verschiedenen Nüssen, eine Eigenkreation. War erstaunlich gut. Erstaunlich deswegen weil Mangold in der regionalen Gemüsekiste immer einen sehr großen Platz einnimmt und wir ihn eigentlich schon gar nicht mehr sehen können. Aber nur kurz blanchiert, schmeckt er doch wieder anders als in Pürees, Strudeln und Suppen. Ich mag die Bio-Kiste auch wegen ihrer kochkreativ fördernden Wirkung.

Mein Headset ist eingegangen. Leider ist das Ding wegen der Fernlernerei und dem Bedürfnis unserer Direktorin nach Online-Konferenzen unerlässlich. Solange F auch im Homeoffice war, konnten wir problemlos seine Kopfhörer gemeinsam abwechselnd verwenden, aber diese idyllischen Zeiten sind ja vorbei und so habe ich wieder ein Trumm mehr mit dem Potential herumzuliegen, wenn ich es nicht brauche. Dabei hätte ich so gerne einen leeren Schreibtisch.

Jetzt wüsste ich noch gerne, wo man in dieser Block-Landschaft ein automatisches Wortzählen einstellen kann. Und die Aufzählung der bisher verwendeten Schlagwörter hätte ich auch gerne wieder. Ich hoffe, es wird alles zu gegebener Zeit „hier!!“ rufen.


7 Kommentare

Freitag 15. Mai 2020 – Von Flaggen, Stühlen und der Gastronomie

Ob Themen wirklich in der Luft liegen, ob sie nur von Medien hochgepusht werden, oder ob die Medien sie aufgreifen, weil sie eben in der Luft liegen, ist sehr schwer zu beurteilen. In Österreich ist jedenfalls gerade das Thema „Auferstehung der Kulturveranstaltungen nach dem Lockdown“in aller Munde. Die zuständige Staatssekretärin wird von allen Seiten scharf kritisiert und man munkelt, dass sie bald zurücktreten wird.

Gestern bin ich an der Oper vorbeigefahren. Sie ist schwarz beflaggt. Ob es sich dabei um ein Symbol der Trauer um einen verstorbenen Menschen aus dem Opernmilieu handelt oder um die allgemeine Trauer um den Kulturbetrieb? „Kulturbetrieb bedeutet ja nicht, ein paar Stühle aufstellen und dann trägt jemand ein Gedicht vor“ sagte ich weiß nicht mehr wer. Ich hoffe sehr, dass sich zumindest bis Herbst alles einigermaßen normalisiert, vor allem natürlich wegen der finanziellen Lage so vieler Menschen, aber auch weil ich große Lust habe wieder regelmäßiger ins Theater und zu sonstigen Veranstaltungen zu gehen. Zeit werde ich dann ja haben. In dem Zusammenhang fällt mir ein Satz ein, der derzeit in aller Munde ist, wer immer ihn auch erfunden haben möge. Es gäbe derzeit schon mehr Virologen als Kranke.

Ein anderer Pfeiler österreichischen Selbstverständnisses nämlich die Lokale sperren ab heute wieder auf, wenn auch unter recht ungemütlichen Bedingungen: Tische ziemlich weit auseinander, vier Personen pro Tisch, das Servierpersonal muss Masken tragen. Völlig absurd finde ich, dass Gäste beim Betreten des Lokals Masken tragen sollen, die sie erst an ihrem Tisch abnehmen dürfen. Eine Augenauswischerei ist das. Entweder ist es gut und sinnvoll Masken zu tragen oder eben nicht. Dass es auf ein paar Metern Entfernung  Sinn machen soll, beim Sitzen am Tisch aber nicht, hat doch einen sehr schildbürgerlichen Anstrich. Ursprünglich hieß es ja, in den Lokalen müssen auch von den Gästen Masken getragen werden. Dass das Einschieben fester und flüssiger Nahrung dadurch doch sehr erschwert worden wäre, hat man beim Krisenstab dann auch eingesehen. Zwar würde ich sehr gerne endlich wieder einmal in einem Lokal sitzen und mit Leuten plaudern, die ich lange nicht gesehen habe, aber unter diesen Bedingungen werde ich noch eine Weile darauf verzichten.

Im Nebenzimmer brummt der Staubsauger, der bald einen besseren Nachfolger finden wird. Frau S. ist am Werk, was für mich ein sehr großer und wichtiger Schritt in die Vor-Corona Normalität ist.

Ich hasse ja das Putzen, obwohl ich derzeit eventuell doch lieber putzen würde als Schuldirektorin zu sein. Aus dem Unterrichtsministerium strömen jede Menge recht widersprüchlicher und unvollständiger Anweisungen aber nur sehr wenige Resssourcen. Man hat auch plötzlich zur Kenntnis genommen, dass viele Schulen in bedauernswertem baulichen und empörendem hygienischen Zustand sind. Es soll gebaut werden, „auch zum Ankurbeln der Bauwirtschaft“ sprach der Kanzler. Für seine Verhältnisse ist das eine der Wahrheit verpflichtete Aussage.

 


41 Kommentare

Dienstag 28. April 2020

Der heutige Besuch in der Friedhofsgärtnerei hat dem Erwerb von Pflanzen für die Kleinplantage gedient. Vor der eigenen Tür zu ernten, hat schon was Besonderes für Stadtmenschen. Es gedeiht ohnehin lange nicht alles, was ich gerne hätte, aber Kräuter, Erdbeeren, Tomaten und Paprika sind unproblematisch und machen Freude, sogar wenn sie womöglich nicht gegessen werden.


18 Kommentare

Zuckerfrei

Das Buch nähert sich dem Thema „Zucker“ von verschiedenen Seiten. Der rote Faden durch das Buch ist der Anspruch Kinder von klein an mit möglichst wenig Zucker zu ernähren, es liest sich aber auch mit Blick auf Erwachsene mit eingefahrenen Gewohnheiten recht gut.

Es geht zunächst um Theorie der Ernährung mit Betonung auf Beschaffenheit und Wirkung von Zucker und um Warenkunde. Verschiedene Zuckerarten, aber auch andere süße Nahrungsmittel werden erörtert. Dem Zucker wird auf vielen Wegen nachgespürt, vor allem in Fertigprodukten jeder Art. Ich fand es erstaunlich zu erfahren, wo überall Zucker drin ist und wie man rätselhafte Inhaltsstoffbeschreibungen enträtseln kann.

Dann macht die Autorin einen kenntnisreichen Exkurs in die Welt des Profitdenkens und der Zuckerlobbys, der auch sehr zu denken gibt und  Zusammenhänge enthüllt, die nicht unbedingt auf den ersten Blick sichtbar sind.

Der dritte Teil des Buchs enthält Rezepte, mehrheitlich solche, die auf Kinder zugeschnitten sind aber nicht nur. Ein Rezept für Apfelcrumble ohne Zucker zum Beispiel liest sich sehr verlockend. Ich habe es aber noch nicht ausprobiert.

Zur Abrundung hat das Buch noch einen Anhang mit häufig gestellten Fragen und Anregungen zum Protokollieren von Ernährungsgewohnheiten und -vorlieben hauptsächlich jener von Kindern.

Es ist ein solides Buch mit viel Text und einigen Graphiken, nicht von der Sorte mit riesigen Illustrationen, die sehr kleine Inhalte hübsch aufbereiten und die Seitenanzahl hochtreiben. Die Graphiken in diesem Buch finde ich informativ und von der Anzahl her genau richtig im Verhältnis zum Text.

 

 


29 Kommentare

Donnerstag 5.März 2020

Eines meiner derzeit dominierenden Lebensthemen ist die Energie, oder vielmehr deren Fehlen. Zu einem hohen Anteil ist das wohl eine Altersfrage. Aber nicht nur. Mein absurder Stundenplan, der die Unterrichtsstunden auf drei sehr lange Tage zusammenpresst, obendrein auf aufeinanderfolgende Tage ist daran sicher auch nicht unbeteiligt. Zwar schlafe ich im Normalfall genug, aber das gesunde Essen ist für mich eine Zeitfrage und ich schaffe es nicht wirklich. Obendrein braucht man je älter man wird umso längere Erholungszeiten. Mit 20 kompensiert man eine durchgefeierte Nacht mit etwas längerem Schlafen am nächsten Tag oder nicht einmal das. Naja, die Zeiten sind leider vorbei.

„Supradyn vital 50+“ kommt auch nicht annähernd an Popeyes Spinat heran… In meinem Kühlschrank ruht ein Sauerteigstarter namens Sherman, der mir von einer Kollegin gespendet wurde. Blöder Name, aber falls ich ihn aktiviere, werde ich ihn umtaufen. Ich würde ja gerne selbst Brot backen, aber die Sache ist doch wesentlich komplizierter und vor allem zeitaufwändiger als ich gedacht habe. Meine Vorstellung war, dass ein Stück von dem Starter mit weiterem Mehl und Wasser und ein paar Gewürzen gemischt wird, dann meinetwegen noch eine Weile herumliegt und dann in den Ofen kommt. Auch das ist schon viel Aufwand, aber das kann ich mir vorstellen. Die Realität sieht aber offenbar anders aus: mehrere Teige braucht es, mehrere unterschiedlich lange Ruhezeiten, ziemlich genaue Vorgaben was wie lange dauern soll oder darf. Nein, ich glaube das ist doch nix für mich, außer ich finde ein einfacheres Rezept. Ein bissl suche ich noch.

Im Rahmen meiner Kampagne „wo ist nur die Energie geblieben?“ habe ich auch einen Kefirpilz geschenkt bekommen. Er hat noch keinen Namen, steht in einem Glaskrug in der Küche und produziert ein hoffentlich auch noch köstliches auf jeden Fall aber sehr gesundes Getränk. Ich habe meine Zweifel, ob es mir schmecken wird, ich trinke auch nicht gerne Milch, aber mit etwas gutem Willen kann man sich ja an vieles gewöhnen. Dem F wird er wahrscheinlich schmecken, der trinkt Milch wie Wasser, sogar warm. Ich kann gar nicht hinschauen so grausig finde ich das. Aber gut, sollte es meine Energiebilanz verbessern, werde ich bestimmt mit Erfolg versuchen, das  ….. köstliche Getränk täglich zu konsumieren, oder zumindest hin und wieder, falls der F. was übrig lässt.

Heute wäre der zweite Tag Kieser-Training in dieser Woche fällig. Geht aber leider nicht, weil ich auf einen Techniker warte, der meine Kabel-Box überreden soll, wieder mit der Mediathek zusammenzuarbeiten. Nach längeren Verhandlungen und diversen per Ferndiagnose erstellten falsifizierten Vermutungen der Kabelgesellschaft, hat man mir einen Techniker zugestanden, der zwischen 16:00 und 20:00 kommen soll. Ich bin also kaserniert. Zwar habe ich ohnehin wenig Zeit zum Fernsehen, wenn ich aber schon so eine Box habe, die in der Theorie sehr viel kann, so sollte sie doch auch funktionieren

Das Wochenende wird angenehm aber nicht besonders erholsam werden. Vielleicht wirkt die Verbindung von Supradyn vital 50+ und Kefir.


4 Kommentare

Ist es nicht schön ….

… ein Kalb zu sehen, das nicht mit gerade drei, vier Wochen unter grauenhaften Bedingungen durch halb Europa transportiert wird um dann irgendwo geschlachtet zu werden wegen der Export- oder Import-  oder sonst irgendwelcher Quoten.

Dieses schon recht große Kalb wurde – wie es sich gehört – mit Muttermilch aufgezogen und darf auch groß werden, dafür hat es eine Nummer im Ohr und gehört zu einem Schau-Bauernhof, aber immerhin hat es doch im Vergleich zu vielen seiner Artgenossen ein gutes Leben.


24 Kommentare

Donnerstag 20. Februar 2020 – wie war das mit Leib und Seele ?

Ein absolut köstlich schmeckendes Brot aus mehreren Getreiden und Sonnenblumenkernen auf Sauerteigbasis habe ich von einer Kollegin bekommen. Ein Gedicht, vor allem die Kruste! Mein eigenes Sauerteigprojekt ist ja leider gescheitert. Nicht so sehr am Sauerteig sondern eher an mir. Ob ich es nochmal probieren soll? Die Kollegin hat mir einen „Ableger“ von ihrem Sauerteig versprochen. Er heißt Helmut oder war es doch Hermann ? Na egal. Ich werde die Sache dem Zufall in die Hände legen. Wenn sie dran denkt und einen Jung-Helmut oder Klein-Hermann mitbringt, werde ich mich an einem Brot versuchen, wenn nicht, na dann eben nicht. Erinnern werde ich sie nicht. Sehr schwer zu sagen, was mir lieber wäre …

In München ist mir zufällig ein „Würziger Kurkuma“-Tee der Firma Meßmer untergekommen. Die Firma kenne ich nicht und Kurkuma-Tee habe ich auch noch nie getrunken, aber die Überraschung war sehr angenehm. Ich ging also – zurück in Wien – auf die Suche nach Kurkuma-Tee. Zwei Sorten habe ich gefunden einen Bio-Tee Kurkuma-Lavendel-Rose von „Natur pur“, sprich Spar, den ich ganz scheußlich scharf finde, und einen Kurkuma-Ingwer Tee , ebenfalls von Spar aus einer Willi-Dungl Serie. Dungl war ein sehr geschäftstüchtiger Trainer und Gesundheitsapostel, der aber selbst mit gerade einmal 65 Jahren gestorben ist. Diesen Tee mag ich ganz gern, aber kein Vergleich mit dem Münchner.

Nachdem ich heute die Freude einer Wurzelbehandlung mit Anästhesie hatte, ist mein halbes Gesicht inklusive Lippe noch ziemlich taub. Ein sehr seltsames Gefühl ist es, etwas zu trinken und die Lippe nicht zu spüren. Als ob das Glas auf einer Seite am Mund anliegt und auf der anderen in der Luft schwebt. Besser geht es, das Glas oder die Tasse an die Zähne anzulegen, dann entsteht der Eindruck einer geraden Linie.

Wenn ich schon beim Essen bin: bei Yvonne habe ich heute ein Buch gesehen, das mir interessant vorkommt und habe es gleich erworben. Liegt vorläufig noch in meinem Rucksack und wartet auf seinen Auftritt. Hinter dem Thema „umprogrammieren alter und schlechter Gewohnheiten“ bin ich schon lange her. Auch ein Grundthema buddhistischer Praxis, das sehr schwierig umzusetzen ist, nicht nur bei Ernährungsgewohnheiten sondern auch bei allem anderen.


8 Kommentare

Von 7 auf 10

Zeit für längst überfällige Dinge wie das upgraden des Betriebssystems. Dass es ab Mitte Jänner keine updates mehr für Windows 7 gibt, hat mich doch etwas geschreckt. Zwar hat der hochgeschätzte Kaspersky noch keinen einzigen Virus oder Wurm durchgelassen … trotzdem. Hätte ich mir viel komplizierter vorgestellt, es war aber einfach und gratis. Sowohl mein PC als auch der Laptop laufen jetzt also unter Windows 10. Einen Unterschied bemerke ich kaum, höchstens dass alles ein bisschen schneller geht. Und die beste Neuigkeit: es schneit auf meinem blog genauso schön wie vorher.

Nachdem wir am 24. und 25. kaum etwas gegessen haben, ist heute aus den Resten ein ganz passables viergängiges Abendessen geworden. Viele Reste von wenig Essen ergaben viel Essen. Niedrigere Mathematik ist das.


4 Kommentare

Die Lampen sind für die Qualität des Essens unwichtig

Das letzte Mal habe ich so eine ähnliche Lampe fotografiert während ich mir gerade in einem indonesischen Lokal in Holland eine Lebensmittelvergiftung zugezogen habe. Diesmal passiert das sicher nicht, den es handelt sich um ein bewährtes, viel besuchtes Lokal. Wir waren den ganzen Tag unterwegs in dieser und jener Angelegenheit und sind dann dort gelandet. Die Lampen sind neu.


18 Kommentare

Zur Klärung kulinarischer Begriffe

DEFTIGE LEBERKNÖDEL

Besonders in der kühleren Jahreszeit ist eine heiße Suppe eine Wohltat. Das Rezept für deftige Leberknödel gibt Kraft, wärmt von innen und schmeckt.

Deftige Leberknödel

Bewertung: Ø 4,4 (1101 Stimmen)

   

 Zutaten für 6 Portionen

2 Stk Semmel
120 g Rindsleber
1 Stk Zwiebel
1 Bund Petersilie
30 g Butter
1 Prise Salz und Pfeffer
1 Prise Majoran
1 Stk Knoblauch
1 Stk Ei
50 g Semmelbrösel
50 ml Wasser
4 l Suppe
 Portionen Berechnen Einkaufsliste

 Kategorie

Knödel Rezepte

 Zeit

55 min. Gesamtzeit
30 min. Zubereitungszeit
25 min. Kochzeit

 Schwierigkeitsgrad

einfach

 Zubereitung

  1. Für deftige Leberknödel das Fleisch bzw. die Leber in sehr kleine Stücke hacken oder durch einen Fleischwolf drehen.
  2. Semmeln in Wasser einweichen und anschließend gut ausdrücken. Zwiebel schälen und in sehr feine Würfel schneiden. Knoblauch pressen und Petersilie fein hacken.
  3. In einer Pfanne Butter zerlassen, zuerst die Zwiebel, dann Knoblauch, die Petersilie und den Majoran zufügen. Anschließend alles erkalten lassen.
  4. Mischen Sie den Semmel, die Leber und das Zwiebelgemisch in einer Schüssel. Dann geben Sie Ei, Semmelbrösel, Salz und Pfeffer dazu. Alles noch einmal gut verrühren und für 5 Minuten rasten lassen.
  5. Mit feuchten Händen Leberknödel formen. Dann können Sie die Knödel in die kochende Suppe geben und für 20-25 Minuten darin ziehen lassen. Die Suppe soll dabei nur auf kleiner Flamme köcheln.

Tipps zum Rezept

Die Knödel können auch in einer Pfanne angebraten und dann serviert werden. Die Leberknödelmasse kann auch als Leberreis (Suppeneinlage) verwendet werden.

Quelle: guteküche.at


26 Kommentare

Und da habe ich an den Herrn Ärmel gedacht,

der meinte, dass Krabbenpulen eine passende Beschäftigung für Touristinnen wäre. Mangels Erfahrung mit Krabben musste mir Christiane die Ironie erst erklären. Aber hier, lieber Herr Ärmel ist die Antwort:

Krabben  fremdgepult aber selbst gegessen


12 Kommentare

Sonntag, 14. Juli 19 – Allons enfants de la patriiiiiiie

14. Juli, französischer Nationalfeiertag. Ich mag die Marseillaise sehr, wenn sie auch einen wirklich grauslich nationalistischen Text hat, aber das unterscheidet sie ja nicht wirklich von anderen nationalen Hymnen. Ein einziges Mal habe ich den 14. Juli in Frankreich erlebt, in einer Stadt an der Rhone, ich weiß nicht mehr ob in Avignon oder in Arles. Es gab eine Parade und ich war geradezu empört über mich selbst, weil mir die weiß Uniformierten so gut gefielen, das energetische Klima, sogar die Militärmusik, die ja nun wirklich nicht meines ist, aber manchmal reißt einen das Ambiente mit. Das Feuerwerk, das von Schiffen aus geschossen wurde, war fantastisch, nicht einfach irgendwelche Lichter sondern Figuren, die sich  in mehreren Schichten entfalteten, das meiste in bleu-blanc-rouge, natürlich, aber ich erinnere mich auch an weiß-goldene Wasserfälle. Man konnte sich vorkommen wie in Versailles, zu Zeiten von Louis XIV.

In Sachen Geschichte waren wir heute unterwegs und haben uns die Heumühle angesehen, eine Wassermühle, die schon 1326 in einem Grundbuch verzeichnet war und somit der älteste noch vorhandene Profanbau Wiens ist. Man muss sich vorstellen, etwa 170 Jahre vor Kolumbus stand sie schon. Im 16 Jahrhundert ist sie teilweise abgebrannt, wurde wieder aufgebaut und bis 1856 war sie als Mühle in Betrieb dann wurde der Mühlbach aus hygienischen Gründen zugeschüttet. 2008 wurde sie um 850.000 € renoviert. Die Mühle war in ziemlich desolatem Zustand, daher wurden Stahlträger eingezogen, aber im Inneren sieht man noch das über 5oo Jahre alte Holz.

Mir gefallen ja die Bilder von dem halbverfallenen Gemäuer vor der Renovierung viel besser. Was jetzt da steht, sieht wenig eindrucksvoll und ziemlich seelenlos aus. Das Gebäude steht in einem Innenhof umgeben von Wohnhäusern und obendrein noch einer Tiefgarage. Eigentlich eine sehr respektlose Behandlung eines so alten Gebäudes.

Ein japanisches Lokal haben wir danach ausprobiert. Es war nicht umwerfend, aber ganz in Ordnung, hatte allerdings Anklänge an fast-food so gab es zum Beispiel etwas, das „japanische Mayo“ genannt wurde. Schon an der Struktur konnte man sehen, dass die „japanische Mayo“ eindeutig aus einer Tube gedrückt worden war. Vielleicht war es ja eine japanische Tube, aber das bezweifle ich eigentlich sehr. Es ist ein Jammer, dass überall dieser Einheitsbrei von Paniertem mit Mayonnaise und Ketchup und ein paar fantasielose grüne Blätter angeboten wird.


27 Kommentare

Die perfekte nachbarliche Harmonie – ABC-Etüden

Die ABC-Etüden bei  Christiane

Es soll ein Text entstehen mit einer Länge von  maximal 300 Wörtern, in dem die 3 vorgegebenen Wörter vorkommen.

Die Art des Textes kann frei gewählt werden.

René gehörte zu jenen Hobbygärtnern von denen weniger fleißige Menschen abschätzig behaupten, sie würden den Rasen mit der Nagelschere bearbeiten. Früher hatte er einen perfekten Rasen, Bäume und Blumen und einen kleinen Teich. Kurz nachdem die neuen Nachbarn eingezogen waren und er ihr großes Vereinsschild am Gartentor gesehen hatte, begann er damit Gemüsebeete anzulegen. Direkt an der Grenze zum Nachbargarten wuchsen nun Salat, Kohl, Radieschen und Karotten und wurden selbstverständlich genauso perfekt gepflegt wie alles andere. Am späten Nachmittag wenn die Nachbarn und immer einige Mitglieder ihres Vereins im Garten waren, goss und erntete er das Gemüse.

Für das Verhältnis mit seinen Nachbarn musste man Verantwortung übernehmen, lautete Renés Lebensphilosophie. Er war durchaus auch bereit sich für Frieden und Harmonie etwas zu verbiegen und anzupassen. Wenn das alle täten, pflegte er zu sagen, wäre die Welt ein besserer Ort.

Heute hatte er die Nachbarn samt Verein zum Abendessen im Garten eingeladen. Kunstvoll drapierte er seidige Tischtücher in Pastellfarben über mehrere Gartentische und arrangierte darauf ein Dutzend überquellender Salatschüsseln mit dem Gemüse aus eigener Produktion.

Nun musste er sich aber beeilen. Die Lederschuhe und -jacken mussten verschwinden, die Teppiche aus Tierfellen auch. Zumindest die Strecke aus dem Garten zur Gästetoilette musste einwandfrei sein. Alle anderen Räume wurden abgesperrt. Nun eilte René noch in seine Küche, die seit Monaten einem Hochsicherheitstrakt glich: der Dunstabzug ausgeschaltet, die Fenster hinter geschlossenen Jalousien. Gelüftet wurde nur manchmal in der Nacht.

Eine Stunde vor dem Eintreffen seiner Gäste saß René bei fest verschlossenen Fenstern und Türen in seiner Küche. Auf seinem schönsten und größten Teller lag ein saftiges Stück Schweinsbraten, das er langsam und verzückt genoss. Dann versenkte er den Teller im Geschirrspüler, versprühte Tannenduft in Küche und Flur und versperrte das Sicherheitsschloss an der Küchentür. Er war bereit, den veganen Verein der Freunde der Karotte zu empfangen.