la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Sunnys Fleisch- vegan oder vegetarisch

Ein Thema, das ich nicht besonders mag, weil es da so viele richtig fanatische Ansätze gibt. Und Fanatismus in welche Richtung auch immer, ist mir einfach unsympathisch; noch unsympathischer allerdings ist mir das Missioniere, von der Religion bis zu den Essensgewohnheiten. Soll das doch jede/r ganz nach Belieben halten. Für Leute, die nicht gerne kochen bietet die Gastronomie auch schon Lokale für alle Ernährungsarten.

Ich selbst esse Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Getreide, Milchprodukte, Meeresfrüchte, Gewürze und was es in den Küchen der Welt eben so gibt in verschiedenen Zusammenstellungen. Mein Partner F. ist Vegetarier, aber kein fanatischer, er isst gelegentlich auch ein Stück Fleisch, wenn im gerade danach ist etwas zu kosten, was ich esse oder es eben nichts anderes gibt. Tatsächlich ist es wahrscheinlich so, dass ich wegen ihm weniger Fleisch esse als früher, weil oft vegetarisch gekocht wird, aber das ist eigentlich gesund und es stört mich nicht.

Ein Haubenlokal in Bad Ischl. Das Essen war ebenso gut wie teuer, die Ausstattung dagegen hat mir gar nicht gefallen


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Wir waren nicht einer Meinung, aber ich habe Recht !

„Du“ sagte ich gerade zu mir „eigentlich sollten wir einkaufen gehen. Ziemlich dringend sogar“

„Wieso ?“ sagte ich „Das haben wir doch am Mittwoch erledigt“

„Ja ist dir überhaupt bewusst, dass die Schoki-Lade gähnend leer ist ???“

„Allerdings, und das soll sie auch bleiben. Wir leben jetzt eine Weile gesund“

„Ja, haST DU sie noch aLLE ???“ kreischte ich in meine Richtung „reicht dir das blöde regionale Gemüse nicht ?? Das ewige Kraut, die tausend Karotten und Zwiebel im Überschuss. Sind wir womöglich religiös geworden und fasten jetzt ?? “ flötete ich listig.

„Ach, verschon mich mit so primitiven Manipulationsversuchen, wir essen jetzt eine Weile keine Süßigkeiten und basta !“ sagte ich entschlossen, obwohl mich die leere Schoki-Lade auch in leise Panik versetzte.

„Muss das ausgerechnet jetzt sein, wo es so viele verschiedene köstliche Nougat-Schoki-Eier gibt ?? Kompromissvorschlag: wir beginnen nach Ostern ….. “

„NEIN“

„Na gut, aber Bewegung ist doch auch gesund, wir könnten doch das Altglas zum Container bringen … “

„Na klar, zum Container gegenüber dem Supermarkt !! NEIN, wir gehen gar nirgends hin. Wir bewundern das blühende Pfirsichbäumchen vor dem Fenster zum Arbeitszimmer und dann schneiden wir die Reste der Pfefferminze vom Vorjahr zusammen, weil die kommt schon neu heraus “

„Oh Gott, wir sind auch noch auf dem Öko-Garten-Trip. Wär ich doch beim Winterschlaf geblieben …“

„Jetzt stell dich nicht so an, da ist die Gartenschere und hopp, hopp ….. “

Wie man sieht, habe ich den verbalen Abtausch gewonnen und die Schoki-Lade ist leer geblieben. Ist gibt doch keinen größeren Triumph als den über sich selbst ……

 


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Charakterstudien anhand von Salatdressing

Kürzlich war ich bei meiner Freundin I. Sie ist eine immer freundschaftlich beratende Architektin. Für Menschen, die gerade ihr Bad renovieren eine Quelle der Weisheit. Aber sie ist auch eine begeisterte Köchin. Salatdressing à la I. klingt so: und dann habe ich ein bissl Gelbwurz dazugetan, die passt immer, Nüsse sind ja auch so gesund. Eine Prise Ingwer, warum nicht ? Übrigens hab ich auch so ein interessantes Öl gefunden ….. und zum Abrunden noch einen Schuss Wein. Ich hoffe, es schmeckt. Und es schmeckt tatsächlich.

Gestern Abend war ich bei meinen Freunden A. und D. Da wird Salatdressing  ganz anders hergestellt. Die Zutaten sind edel und bekannt, in Spezialgeschäften erworben oder selbst von irgendwoher importiert, werden in einem vorher genau festgelegten Verhältnis gemixt. Schmeckt auch sehr gut, aber halt immer gleich.

Und so wie sie Salate machen, sind diese Menschen auch sonst. Der Salatdressing-Test liefert eine solide Basis für Charakterstudien.


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Genuss aus aller Welt

punkt-punkt-punkt2-2-300x300Thema: Essen

Das ist ein Thema zu dem mir seitenweise Kommentare einfallen, aber leider kein Foto, das irgendwie dazupassen könnte. Ich esse gerne und halte mich meistens nicht damit auf, das Essen zu fotografieren.

Aber ich gehe sehr gerne auf Märkte wegen der Vielfalt der Farben, der Gerüche, der Waren und der Menschen. Marktfotos habe ich jede Menge. Oliven, Fische, Gewürze. Märkte gehören für mich auch zu den Vorzügen der Städte. Nie habe ich irgendwo auf dem Land eine ähnliche Vielfalt und Internationalität der angebotenen Waren gesehen wie in der Stadt.

Auf Märkten kann man ja nicht nur Lebensmittel einkaufen, man kann dort auch oft sehr gut essen. Die Küche der ganzen Welt gibt es zu verkosten. In und um die großen Wiener Märkte gibt es jede Menge Lokale, Tag und Nacht kulinarischen Betrieb. Zur warmen Jahreszeit ist es sehr angenehm draußen zu sitzen und dies und das Exotische oder Einheimische zu essen. Manchmal hat auch jemand eine Gitarre oder sonst ein tragbares Musikinstrument mit und manchmal sieht man die Sterne; nicht so groß und klar wie außerhalb der Stadt, aber immerhin.

Die Fotos sind vom Meisel-Markt. Einem eher schäbigen Markt in einer Halle. Aus meiner Sicht hat er nur den Vorzug, dass meine Zahnärztin in der Nähe ordiniert, deswegen gehe ich öfter mal durch

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Kraut und Rüben im Winter

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Ein Projekt von Sunny 

Thema: Lieblingssendung

Hm, das Thema muss ich ein bissl umbiegen, weil ich so wenig fernsehe, dass es für Lieblingssendungen nicht reicht. Eine Sendung ist ja auch ein Synonym für Lieferung und bei Lieferung denke ich an meine Gemüsekiste, die alle zwei Wochen frühmorgens am Samstag vor der Tür steht.

Ich weiß, die gab es hier schon zu sehen. Dieses Kistenexemplar ist  vom September und da gab es eine Menge frischer Obst- und Gemüsesorten. Inzwischen gibt es nur noch Äpfel, Kartoffel, Karotten, Zwiebel, Kraut, Kürbisse, rote Rüben und Pastinaken. Die Vielfalt hält sich in Grenzen, aber das ist eben alles an Obst und Gemüse, was die heimischen Felder, Scheunen, Keller um diese Jahreszeit hergeben.

Ich bin keine Verfechterin der Makrobiotik auch keine fanatische Nur-Regionale-Produkte-Esserin, ich bin noch nicht einmal Vegetarierin, aber es macht mir aus irgendwelchen Gründen Freude zu sehen, was es zu essen gäbe, wenn wir auf jahreszeitliche, regionale Produkte angewiesen wären. Natürlich kaufe ich auch anderes Obst- und Gemüse, aber manchmal koche ich nur mit den Waldviertler Produkten aus der Biokiste und finde immer öfter, dass es eine Menge einfacher und wohlschmeckender Gerichte gibt, die man aus dem derzeitigen dürftigen Angebot basteln kann.

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Rollen …..

Nachdem meine regionale Gemüsekiste um diese Jahreszeit etwas eintönig ist, denke ich ständig darüber nach, was man mit dieser Kraut- und-Rüben-Lieferung so alles anfangen kann. Frühlingsrollen habe ich mir kürzlich in den Kopf gesetzt. Die sind einfach und man kann die Füllungen sicher in alle Richtungen variieren.

Grundmaterial für die Füllungen ist haufenweise vorhanden, aber der Teig …. Zum Selbstteigmachen habe ich weder Zeit noch Lust. Wo bekommt man also Frühlingsrollenteig ? Asiashop !  Davon gibts mehrere in meiner Wohngegend und auch auf meinem Weg zur Arbeit, aber die schauen immer so ein bissl grindig aus. Auf meinen täglichen Wegen komme ich allerdings auch an einem indischen Supermarkt vorbei, der von eingesalzenem Kabeljau bis zu afrikanischen Zöpfchenverlängerungen so ziemlich alles anbietet, was man hierzulande als exotisch bezeichnen würde. Gut, jetzt bin ich aber schon die ganze Woche lang dort vorbeigegangen und habe jedesmal vergessen.

Also gehe ich doch mal in den ganz normalen Supermarkt ums Eck um zu sehen, was es dort zum Thema Frühlingsrollen gibt. Und siehe da bei „Tante Fanny“ gibt es „Strudelteigblätter, Filo- oder Yufkateig“ und die Beschreibung auf der Packung teilt mir mit, dass diese Teigblätter Verwendung „bei der Zubereitung internationaler Spezialitäten finden“. Na, wenn Frühlingsrollen keine internationalen Spezialitäten sind !

Gut, also gibt es irgendwann am Wochenende Frühlingsrollen. Der F. wird zum Krautschnippeln eingeteilt. Gemeinsames Kochen mag ich eh sehr gern.


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Alphabet – weekly photo challenge

Alphabet

Kein besonders grandioses Foto, aber ein kulturgeschichtliches Dokument 🙂 ein Wiener Würschtlstand. Leider ein „Alt-Wiener“. Alles was diese Bezeichnung trägt, zeichnet sich dadurch aus, dass es wesentlich teurer ist als qualitativ Vergleichbares. Dieser Vertreter seiner Art steht vor einem der Eingänge zum Schloßpark Schönbrunn. Ein Umstand, der die Preise auch nicht gerade senkt.

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