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Echtes Lángos

Lángos gibt es in Wien seit Jahrhunderten. Es gehört zum Besuch des Wurstlpraters unbedingt dazu. Das Lángos, das im Prater verkauft wird, ist ein dünnes, knuspriges Fladenbrot. Das Lángos, das bei einem ungarischen Stand verkauft wurde, dem Original also näher, war völlig anders, mit allem Möglichen gefüllt. Es gab sogar eine süße Variante mit Schoko und Zimt.

Die Version mit Rahm und Käse
Die Version mit Schinken und Käse

Samstag 21. Mai 2022 – Spirituelles kulinarisch verpackt.

Äußerst interessante Neuigkeiten vom buddhistischen Verein gab es gestern beim Foto-Treffen. Die Entlarvung des Gurus als so eine Art Playboy hat den Verein viele Mitglieder gekostet, auch mich. Mir tut es aber nach wie vor leid um die Inhalte, die dort gelehrt wurden, um die Menschen, die ich dort kennengelernt habe. Nun scheint es, dass sich innerhalb des Vereins eine Gruppe formiert, die sich neu konstituieren möchte, die Verehrung des Gurus ablehnt und sich auf Praxis und Lehre konzentrieren möchte. Wenn daraus etwas wird, das mir gefällt, denke ich daran, mich zu beteiligen. Mir ging es immer um Meditation und buddhistische Lehre als Philosophie, nicht um Verehrung von irgendjemandem und schon gar nicht von diesem Menschen. Aber, langsam voran. Bevor ich mich irgendwie engagiere, muss schon noch einiges geklärt werden.

Ein weiterer anhaltender Gewinn dieses Treffens, ist ein Lokal, das wir entdeckt haben, ein georgisches. Köstlich, kann ich nur sagen! Abgesehen von klassischen Teigtaschen, gab es Kreationen wie gefüllte Karotten, diverse Nusssaucen, und die Nachspeisen, ein Gedicht ! Ob das alles tatsächlich georgisch ist, kann ich nicht überprüfen, finde ich auch nicht wichtig. Für die Wiener*innen : https://cafeansari.at/ , Sehr empfehlenswert. Nennt sich Café ist aber de facto ein Restaurant.

Leicht zerhackt

und zerronnen, mit interessanten Details. Aber dem Essen merkt man es nicht an, das ist hervorragend. Zwar auch zerhackt aber mit anderer Technik, anderer Zielsetzung und anderem Ergebnis.

Sonntag 1. Mai 2022 – gelungener Kulturmix

Der Wiener Donauturm und der Pavillon im Garten eines ganz hervorragenden Chinarestaurants im Donaupark. Schon der Park ist sehr schön, die Kombination von Hochhäusern und alten Bäumen, von vielen naturbelassenen Flächen mit Rosen und verschiedenen Brunnen. Das Essen in diesem Restaurant ist schlichtweg köstlich. Es hat einen Innenhof mit Pavillon, einen Teich und einen gepflegten Garten. Oft versammeln sich dort die Angestellten der Chinesischen Botschaft und auch viele andere Chinesen. Obwohl es ein sehr angenehmes Ambiente ist, kommen sie aber wahrscheinlich wegen der Küche. Auch wir gehen wegen der Küche hin.

Freitag 1. April 2022 – Brot vor Stahl

In der Gemüsekiste waren Kohlrabi mit vielen, langen Blättern, die bei mir so etwas wie einen Kochanfall ausgelöst haben. Suppe aus Kohlrabiblättern schmeckt erstaunlich gut. Zwar beinhaltet meine Version auch einiges an Schlagobers, sie schmeckt aber auch ohne, glaube ich. Sicher sagen kann ich es nicht sagen, weil ich immer Schlagobers verwende oder eventuell Sauerrahm

Bei Gasmangel, so erfahre ich, würden die Haushalte vor der Industrie versorgt und innerhalb der Industrie gilt der Grundsatz „Brot vor Stahl“. Schrecklicher Satz. So stelle ich mir die Stimmung in den 1930er-Jahren vor. „Brot vor Stahl“ lässt in meinem Kopf Panzer fahren, Soldaten aufmarschieren, Menschen hungern…

Donnerstag 10.März 2022

Der Bus, mit dem ich heute ins Atelier gefahren bin, fährt auch an einer Kaserne vorbei und so saßen in diesem Bus als ich einstieg eine Gruppe von vielleicht 15 jungen Männern in Uniform. Sie waren sehr jung, Präsenzdiener von 18, 19 Jahren also aus meiner Sicht halbe Kinder, die sich über dies und das unterhielten unter anderem über die Bewachung von Botschaften und und des Büros des Bundespräsidenten und über Waffenschulungen. Ich war so froh, dass diese Burschen in keinen Krieg ziehen müssen.

Seit Mitte Dezember habe ich weder den D noch die A-D gesehen, wir haben nur geschrieben und der D produziert ein Portrait nach dem anderen, die ich mir dann im Atelier ansehen kann. Heute habe ich eines gesehen, das mir wirklich gut gefallen hat, es sieht aber nicht nach ihm aus. Vielleicht stammt es von einem Maler, bei dem er Unterricht nehmen wollte. Ich mag mich daran nicht beteiligen, weil ich mich für realistische Portraits nicht interessiere

Nachdem ich mit der Beschwerde über den Ungarischkurs so erfolgreich war, habe ich mich gleich heute bei meinem Biokistenlieferanten darüber beschwert, dass seine teuren Erdbeeren nach gar nichts schmecken und nachdem ich schon am Beschweren war, wollte ich gerade den Atelier-Vermieter anrufen um mich darüber zu beschweren, dass die Heizung schon wieder nicht funktioniert aber da sprang sie auch schon an und es wurde heiß wie in der Hölle. Über die Höllentemperaturen hätte ich mich eventuell ja auch noch beschweren können, aber ich wollte es nicht übertreiben.

Paleodiät beruht auf falschen Vermutungen

Die sogenannte Paleodiät beruht auf der Vorstellung, dass es gesund sein soll, die gleichen Nahrungsmittel zu essen wie die Menschen in der Steinzeit. Lange Zeit herrschte in der Wissenschaft die Meinung vor, dass Menschen in der Steinzeit, vor der Sesshaftwerdung und dem Beginn der Landwirtschaft, keine stärkehältigen Lebensmittel und vor allem kein Getreide aßen und verarbeiteten und sich hauptsächlich von Fleisch ernährten.

Nun haben neuere Forschungen ergeben, dass Menschen schon lange vor Beginn des Ackerbaus neben Getreide, Brei und Bier auch andere stärkehältige Pflanzen konsumierten und sich damit für moderne Begriffe durchaus ausgewogen ernährten. Gemahlenes zu Brei verarbeitetes Getreide für Brei, fein gemahlenes Getreide zum Brotbacken und gegärtes Getreide zum Bierbrauen waren sogar mengenmäßig sehr wichtige Nahrungsmittel

In der etwa 12.000 Jahre alten Fundstelle Göbekli Tepe wurden hunderte Utensilien für die Getreidezubereitung und das Bierbrauen entdeckt. In Shubayqa, einer ausgegrabenen Siedlung in Jordanien, die auf etwa 14.500 Jahre datiert wurde, fand man ebenfalls Spuren von Brot. Noch weiter zurück, an einer 120.000 Jahre alten Herdstelle in Südafrika wurden stärkehaltige Pflanzen gekocht. Belegbar ist dies von vor 120.000 Jahren bis vor 65.000.

Auch bei den Neandertalern aß man nicht nur Fleisch sondern auch Pflanzen. Bei Individuen dieser Menschenart, die vor rund 40.000 bis 46.000 Jahren im heutigen Iran und im heutigen Belgien lebten, fand man im Zahnbelag Mikrofossilien von Pflanzen.

Faszinierend finde ich den Methodenmix mit dem die Archäologen arbeiten. Vom Nachbau gefundener Kochinstrumenten bis zur Betrachtung verkohlter Speisereste im Rasterelektronenmikroskop ist alles dabei.

Diese Erkenntnisse widersprechen dem weit verbreiteten Klischee, unsere Vorfahren hätten ihre Zeit am Lagerfeuer verbracht und dabei nur Mammutsteaks verspeist – Stichwort Paläodiät.. Deren Anhänger fordern, auf Getreide oder Kartoffeln zu verzichten, weil sich unsere Jäger-und-Sammlervorfahren nicht davon ernährt hätten, wir seien demnach evolutionär nicht darauf eingestellt. Doch inzwischen ist klar, dass seit der Altsteinzeit verschiedene Menschenformen, sobald sie das Feuer kontrollieren konnten, auch kohlenhydrathaltige Nahrung zubereiteten und verspeisten. „Die altmodische Vorstellung, Jäger und Sammler hätten keine Stärke gegessen, ist Unsinn“ sagt Archäobotaniker Dorian Fuller. S23

Bleibt nur die – allerdings sehr unerhebliche Frage- zu klären, warum die Anhänger der Paläodiät „Paleodiät“ schreiben.

QUELLE: Andrew Curry „Am Anfang waren Brot, Brei und Bier“ in Spektrum der Wissenschaft – Geschichte. 06/21 S12

Freitag 1.Oktober 2021

Die Gemüsekiste wird auch schon herbstlich, was sich durch diverse Köpfe und Riesengemüse bemerkbar macht: Krautkopf, Kürbis, Zeller und Wälder von Mangold. Die Menge überfordert den Kühlschrank, daher mache ich eine nächtliche Kürbissuppe. Ein Trumm weniger und Kürbissuppe zum Frühstück. Na, warum auch nicht. Morgen Abend, je nachdem wann wir zurückkommen abendliche Erzeugung von Erdäpfel-Mangold-Püree. Das wird auch immer besser je länger es herumsteht. Und dann brauche ich noch eine Idee für den Krautkopf.

Die zahlreichen „letzten schönen Wochenenden“ im Herbst stehen bevor. Im Vorjahr waren es viele, wer weiß, ob es in diesem Jahr auch so ist. Aber die Verlockung für Ausflüge ist eben groß, vor allem beim F. der ja viel Auslauf braucht und seine diversen Fahrräder noch lange nicht einwintern möchte. Er hat schon ein Radl in PB stehen, ich noch nicht. Das hat unter anderem mit unterschiedlich großer Motivation zu tun, aber nicht nur. Das, was ich suche, ist schwer zu finden und Fahrräder bzw. Teile davon sind momentan schwer zu bekommen. Na, bis zum Frühling werde ich das spätestens geschafft haben.

Samstag 11. September 2021

Nein, kein Rückblick auf vor 20 Jahren, obwohl ich mich gut erinnern kann an das Bild wie das Flugzeug in das eine Hochhaus hinein geflogen ist und zunächst niemand wusste, ob das nun echt war oder nicht. Solche Bilder graben sich ein ins Hirn, die vergisst man nicht. Mir ist auch nicht nach Betrachtungen über Terrorismus im Allgemeinen und im Besonderen, über Afghanistan, den Terroranschlag in Wien, im November.

Nein, mein Interesse gilt derzeit dem Forellensülzchen und den Kichererbsen-Sesam-Laibchen, die wir Samstag bei prächtigem Blick über die Donau gegessen haben.

Würde die Welt denn besser oder sicherer wenn ich über 9/11 schreiben würde oder über die Freundschaft der Familie Bush zum Saudi-arabischen Königshaus, über Guantanamo oder die wieder voll verschleierten Frauen unter den Talibans, diese kleinen, schwarzen Säulen, die notgedrungen wahrscheinlich ähnlich stark sind wie steinerne Säulen?

Hat das Forellensülzchen als Symbol für eine sehr dichte Woche weniger Daseinsberechtigung, wenn es in der Welt besonders grauslich zugeht und die Gedenktage an Attentate sich gegenseitig die Türen einrennen? Ist man als Hedonist*in automatisch ein schlechter Mensch?

Die lila Karotte

Lila Karotten sind mir bislang noch nicht untergekommen und daher war ich neugierig als ich sie bei meinem Gemüselieferanten angeboten sah.

Diese ursprüngliche Variante der Karotte, aus der die orangen Sorten hervorgegangen sind, schmeckt ein bisschen wie rote Rüben aber ohne die erdige Nuance. Sie soll ganz ungeheuer gesund sein (welches Gemüse ist das laut Beschreibung nicht? ). Auf jeden Fall färbt sie ganz intensiv alles, was nur in ihre Nähe kommt.

Kohlrabi – pompeianischer Kohl – Brassica oleracea var. gongylodes L.

Er hat einen hohen Ballaststoffgehalt, B-Vitamine, Selen, Folsäure, Vitamin C, Kalium, Magnesium und Kupfer und nur 24 kcal pro 100g. Allerdings sind die Blätter noch ein Stück gesünder : Kohlrabiblätter haben gegenüber der Knolle einen rund doppelt so hohen Gehalt an Vitamin C, der Gehalt an Carotin ist 100 mal so hoch, der von Calcium und Eisen 10 mal so hoch.

Meine heutige Kohlrabi-Kreation war eine Suppe aus den Blättern. Ein paar Erdäpfel waren auch dabei und Lauch.

Der F verputzt den Kohlrabi roh, auch gesund

Hübsch ist das Grünzeug auch, wenn man es hinter einer Glaskugel drapiert und zufällig Licht von zwei Seiten dazu kommt

Montag 21.Dezember 2020 –

Auf der oberen Kante meines Bildschirms sitzt seit heute ein Kameraauge und sieht mich undeutbar an. Nachdem ich mich für Ende Dezember zu ein paar Vorträgen angemeldet habe und die Vortragenden dringend gebeten haben, Kameras zu benützen, weil sie es so schrecklich finden mit schwarzen Flächen zu sprechen deren Reaktionen unsichtbar bleiben, habe ich also nun eine Kamera mit deren Hilfe ich in Zoom auftreten kann. Sehr ungern, aber ich verstehe, dass es unangenehm ist, mit jemandem zu kommunizieren den/die man nicht sehen sondern nur hören kann. Wir Menschen sind zur Verständigung doch sehr auf Körpersprache angewiesen. Ich könnte ja für die Vorträge meinen Laptop verwenden, der hat eine Kamera, aber ich mag nicht noch einen weiteren Computer herumstehen haben. Es sind eh schon zu viele.

Der F hat seine Computer vorübergehend verlassen und ist aus dem Homeoffice zum Zahnarzt gefahren und auf dem Rückweg bei einem Elektro-Gadget-Händler vorbeigekommen. Nun habe ich also so eine blöde Kamera von der ich mich beobachtet fühle. Bei Zoom habe ich mir einen Blätterhintergrund ausgesucht. Das macht die Sache eine Spur besser, aber wirklich nur eine Spur.

Währenddessen habe ich den Kunsthandel finanziell gefördert und größere Mengen Ölfarben erworben. Es gibt eine große Vielfalt von verschiedenen Marken und nachdem ich da nicht besonders bewandert bin, habe ich die vom D empfohlene genommen. Dass das die mit Abstand teuerste ist, hat er nicht dazu gesagt. Leider waren in dem Geschäft so viele Leute, dass man vermuten könnte, dass halb Wien sich während des kommenden Lockdowns künstlerisch betätigen möchte. Wie heißt es doch in unserer Bundeshymne „Volk begnadet für das Schöne“. Wenn man sich die schreienden, blinkenden , glitzernden Weihnachtsdekos in den Vorgärten und auf den Balkonen ansieht, lässt sich dieser Mythos allerdings nur schwer aufrecht erhalten.

Zum Abschluss ein Portrait meiner geschmacklich sehr gelungenen Schoko-Orangen-Salami. Die Optik lässt noch zu wünschen übrig, daran werde ich noch arbeiten. Gesünder wäre es zweifellos, wenn ich erst frühestens in einem Jahr darauf zurückkommen würde….

In jedem Alter kann (und soll) man Neues lernen

Meine Bewunderung für Leute, die Weihnachtsbäckerei produzieren hat heute gewaltig abgenommen. also soooo schwierig ist das wirklich nicht. Meine Erstlingsprodukte sind nicht perfekt, aber doch ganz gut.

Die Schoko-Orangen-Salami war extrem einfach. Deswegen habe ich mit ihr begonnen. Sie ruht jetzt im Kühlschrank, wird fest und wartet darauf aus der Form gekippt zu werden. Die Form – ausgelegt mit Backpapier – war übrigens meine Idee. Davon ist in dem Rezept nichts gestanden. Es ist überhaupt kein besonders großartiges Rezeptbuch, das ich mir da gekauft habe. Gibt es sicher alles viel besser auf You tube. Wenn mir diese Videos nur nicht so zuwider wären. Es kann auch sein, dass das Verwenden einer Backform für so eine süße Wurst eine Selbstverständlichkeit ist, von der ich nur nichts weiß. Trotzdem hätte ich erwartet, dass solche Basics in so einem Buch zu finden sind.

Aber die Schoko-Orangen-Salami ist ja gelungen, obwohl ich irrtümlich von der guten Lindor Schokolade nur die halbe Menge gekauft hatte und andere Schokolade dazu nehmen musste, Davon habe ich leider immer einen Vorrat. Außerdem habe ich eine Spur zuviel Orangenschalen genommen. Aber sonst …..  Ich bin sehr zufrieden.

Die Königin der Weihnachtsbäckerei, das Vanillekipferl habe ich auch ganz gut hinbekommen. Den Teig habe ich zwar nicht geknetet sondern von der Küchenmaschine kneten lassen, die konnte das ganz gut. Und die Butter habe ich nicht in tausend kleine Stücke geschnitten und drunter gemischt wie das Rezept vorschreibt sondern geschmolzen und ebenfalls der Küchenmaschine anvertraut, die auch das prächtig gemeistert hat. Das Schwierigste daran war das Formen der Kipferl. Es ist ja eigentlich nicht einzusehen, warum das unbedingt Kipferl sein müssen. Vanilletaler zum Beispiel würden genauso gut schmecken und wären bedeutend einfacher zu erzeugen. Ich hatte aber dann einen Perfektionsanfall und habe mich mit dem Formen der Kipferl herumgeplagt. Jetzt liegen sie zum Auskühlen herum und warten auf die Bestäubung mit Zucker und Vanillezucker. Sie waren eine Spur zu lange im Rohr daher sind sie knusprig geworden. Lieber mag ich sie wenn sie so richtig auf der Zunge zergehen. Beim ersten Versuch wäre das aber doch zu viel verlangt.

Donnerstag 28.5.2020 – Muskeln – Mangold -Mikro

Morgen öffnet das Kieser-Studio wieder mit den üblichen Desinfektionsmaßnahmen und mit einem wirklich einfachen online Reservierungssystem. Es dürfen offenbar nur eine begrenzte Anzahl von Personen gleichzeitig hinein und für jeden ist eine Trainingszeit von ca einer Stunde berechnet. Ich denke, das wird gut funktionieren. Die Organisation der Studios lief bei Kieser immer wie am Schnürchen. Prinzipiell mag ich das Resevierungssystem nicht besonders, weil ich gerne spontan beschließe, wann ich trainieren gehe. Es wird ja aber hoffentlich nach einer Weile wieder normalisiert werden. Andererseits ist so eine Reservierung eine gewisse Unterstützung der Motivation. Meine darniederliegenden Muskeln freuen sich schon sehr und ich merke, dass ich ganz eindeutig zu wenig Bewegung gemacht habe in letzter Zeit. Trotzdem werde ich frühestens am Montag hingehen. Warum auch immer brauche ich eine Anlaufzeit von ein paar Tagen.

Warmer Mangoldsalat mit Apfel und verschiedenen Nüssen, eine Eigenkreation. War erstaunlich gut. Erstaunlich deswegen weil Mangold in der regionalen Gemüsekiste immer einen sehr großen Platz einnimmt und wir ihn eigentlich schon gar nicht mehr sehen können. Aber nur kurz blanchiert, schmeckt er doch wieder anders als in Pürees, Strudeln und Suppen. Ich mag die Bio-Kiste auch wegen ihrer kochkreativ fördernden Wirkung.

Mein Headset ist eingegangen. Leider ist das Ding wegen der Fernlernerei und dem Bedürfnis unserer Direktorin nach Online-Konferenzen unerlässlich. Solange F auch im Homeoffice war, konnten wir problemlos seine Kopfhörer gemeinsam abwechselnd verwenden, aber diese idyllischen Zeiten sind ja vorbei und so habe ich wieder ein Trumm mehr mit dem Potential herumzuliegen, wenn ich es nicht brauche. Dabei hätte ich so gerne einen leeren Schreibtisch.

Jetzt wüsste ich noch gerne, wo man in dieser Block-Landschaft ein automatisches Wortzählen einstellen kann. Und die Aufzählung der bisher verwendeten Schlagwörter hätte ich auch gerne wieder. Ich hoffe, es wird alles zu gegebener Zeit „hier!!“ rufen.