la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Tag 20 der Badrenovierung – fast, fast fertig

Es fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten, sonst ist alles fertig . ENDLICH. Einer der Installateure ist krank geworden, deswegen kam gestern ein anderer mit. Ein ganz junger Mensch. Er lobte die Lage meiner Wohnung. Da wäre wenig Verkehr, keine Kinder und keine Neuösterreicher, unsympathischer Kerl !


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Sunnys spontaner Gedanke

Fast vier Wochen ohne Bad,tonnenweise Besitztümer aus Bad und Toilette gesichtet, sortiert, weggeworfen oder irgendwo anders in der Wohnung gelagert. Chaos und flatternde Nerven ….

Die Frage, die sich mir heute stellte, lautete „war es das wert ?“ Dann sah ich mir die fast fertige Verfliesung an, den Mosaikrand an der neu gebauten Mauer vor der Duschzone und ich gab mir die eindeutige Antwort „ja“. Ich bin nun mal so ein Augenmensch und weiß, dass ich mich jedesmal beim Hinschauen über diese Kante freuen werde, viele Jahre lang. So gesehen war die teure Renovierung ein fast billiges Vergnügen.


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Tag 9 der Badrenovierung

Langsam nimmt die Sache Formen an. Trotzdem zieht es sich schon sehr dahin.Die zweite Woche ist morgen vorbei. Die Vorbereitungen fürs Fliesen haben eine ganze Woche gedauert. Man kann sich das gar nicht vorstellen, wenn man es so sieht, ich war auch nicht immer da, aber ich glaube nicht dass der Fliesenleger viele Pausen gemacht hat. Morgen werden die Fliesen geliefert und irgendwo gestapelt.

Ich bin schon reichlich entnervt. Nicht weil irgendetwas schlecht laufen würde, oder weil jemand gepatzt hätte, nein, ich finde einfach die Situation in einer Baustelle zu wohnen ziemlich nervenaufreibend. Schließlich arbeite ich viel zuhause und das Stemmen und Hämmern und Wischen geht durch Mark und Bein.

Aber jetzt will ich nicht jammern. Die Fertigstellung ist schon näher als der Beginn der Arbeiten und ein Ende in Sicht.


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Tag 5 der Badrenovierung – Viele Installateure behindern die Fließenleger

Heute ist der Tag der Badewanne. Sie steht und ist angeschlossen. Dabei habe ich gelernt, dass Wannen in so einer Art Haltegerüst eingefliest werden. Man beachte das seitliche Bankerl und die Stufe innerhalb der Wanne. Sie ist mir richtig sympathisch.

So eine Wanne braucht natürlich auch Armaturen und die müssen in einer bestimmten Höhe gemacht werden. Wenn sich der hocherfahrene Installateur in der Höhe irrt, muss der Junginstallateur das ganze neu machen und wenn sich der Junginstallateur dann seinerseits in den Breitengraden irrt, tja, dann ein weiteres Mal. Es ist die Wand zum Wohnzimmer meiner Nachbarin. Nachdem ich ihr am Donnerstag versprochen hatte, dass die Stemmarbeiten jetzt beendet sind, hat sie mich sicher verflucht. Ich war ja schon froh, dass sie beim Stemmen nicht durch die Wand gekommen sind. Diese Wand ist nämlich keine Betonwand.

Jetzt merkt man schon deutlich die Zeitverzögerung, die durch die verspätete Lieferung der Wanne eingetreten ist. Der Waschtisch und die Möbel sind auch noch nicht da. Aber nun sind einmal die Fliesenleger am Zug.

Ich war heute wieder zwecks Duschen im Schwimmbad. Es ist ein nicht besonders schönes Schwimmbad mit finsterer Vergangenheit. Vor einem halben Jahr wurde hier ein 9, jähriger Bub von einem doppelt so alten afghanischen Flüchtling vergewaltigt. Seitdem gibt es zwei Badewarte, die ständig um das Becken herum patrouillieren. Einen kenne ich seit ewigen Zeiten, der andere sieht äußerst muskulös und ziemlich arabisch aus.

Leider sind die Duschen der schwächste Punkt dieses Bades. Irgendwie grindig, nie so wirklich sauber, keine Türen. So stelle ich mir das Ambiente vor, in den 1930er Jahren, im FKK-Verein „Frank und Frei“ oder „Hüpf und Schwimm“. Man ist betont und begeistert nackt  und räkelt sich unter den öffentlich einsehbaren Duschen. Wie ich es hasse, aber zum Glück bin ich ja flexibel *grumpf*.

Dann setze ich mich in die Sonne und genieße das Menü beim kurdischen Türken. Währendessen macht der junge Fliesenleger – tätowiert und gepierct auf jedem Zentimeter knackiger Haut – die Vorwandverschalung. Das Wort plätschert mir locker über die Lippen. Abgesehen von der deutlich Verkomplizierung der Hygiene und der Feinstaubverseuchung ist so eine Renovierung doch recht lehrreich.


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Tag 3 der Badrenovierung – eigentlich gar nicht so übel

Ich kann mich nicht beklagen: Die Tapeten sind weg, die Wände mehrmals verspachtelt, die Elektrik ist fertig.

Der Elektriker ist um 12:30 angerückt und hat zwei Burschen bei mir hinterlassen, die dann bis 19h gearbeitet haben, unermüdlich. Ich habe schon überlegt, zu welcher Uhrzeit ich sie dann rauswerfen soll, oder ob das die Nachbarn besorgen. Die Frage wurde aber dann durch den Chef entschieden, der sie abgeholt hat. Der Chef ist Serbe und spricht ziemlich gut Deutsch, mit dem Assistenten Nummer 1 konnte ich mich gut verständigen, mit Nummer 2 nur in Zeichensprache. Das sagt natürlich nichts über ihre Kompetenz als Elektriker aus, aber einiges über die Strukturen in kleinen Handwerksbetrieben in Wien.

Ohne irgendeine Absprache hat es sich ergeben, dass in unserem Haus in vier Wohnungen gleichzeitig renoviert wird. Das heißt den ganzen Tag lang wird in Betonwänden gestemmt, gebohrt, gehämmert. Auf sämtlichen Gängen stehen Kartons in allen Größen herum, Holzteile, Metallteile, Rohre, Leitungen und ganz viel Dreck. Auf unserer Hausinfo-Wand hängen vier Zettel, auf denen entschuldigende Texte alle mit „Auch bei uns wird renoviert…..“ beginnen und mit „bitte um oder danke für Ihr/Euer Verständnis“ enden. Wir Renovierenden kreuzen uns dauernd in den Gängen und im Aufzug und berichten die neuesten G´schichtln. Die nicht Renovierenden hören mit immer größer werdenden Augen zu und überschlagen wahrscheinlich im Geist wie lange sie den Horror noch hinauszögern können.

Die Kommunikation im Haus, die ohnehin nicht schlecht ist, hat sich noch einmal deutlich verbessert.

 


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Tag 2 der Badrenovierung- nur nicht zu schnell

Es ist schon was weitergegangen heute: die Rohinstallation im Bad ist fertig, ich habe einen neuen Wasserhahn auf einer Terrasse und der Wanddurchbruch und die Anschlüsse für das künftige Handwaschbecken im Klo sind auch fertig. Die Putzfrau war auch da und hat klar Schiff gemacht. Es ist zwar noch chaotisch, aber einigermaßen sauber, außer im Bad und bis auf weiteres. Ah ja, und einen neuen Wasserhahn in der Küche habe ich auch.

Trotzdem, es ist ganz eindeutig, es wird Zeit geschunden ! Weder die Wanne noch das Waschbecken sind bei dem unfähigen Großhändler angekommen und wir hoffen alle auf Freitag. Wenn mir mein Bad nicht so abgehen würde, wäre es mir egal, ich bezahle ja nicht nach Stunden. Aber warum zum Beispiel der Elektriker heute früh vorbeigeschaut hat um mitzuteilen, dass er morgen kommt, aber erst um 11 weil er noch alles einkaufen muss. Hätte er nicht heute Nachmittag einkaufen können, oder gestern, oder vor einer Woche ?

Warum er denn mit so einem Großhändler zusammenarbeitet, wenn es da immer wieder Probleme gibt, frage ich den Installateur. Er zuckt peinlich berührt die Schultern. Wahrscheinlich bekommt er dort eine höhere Provision oder es liegt daran, dass der Neffe des Fliesenlegers bei diesem Großhändler arbeitet. Es hat sicher seine Gründe. Ich kann ja auch verstehen, dass man als Besitzer einer kleinen Firma jeden Auftrag annimmt und versucht nach besten Möglichkeiten alles auf einmal zu machen. Solange der Ärger auf alle gleichzeitig laufenden Baustellen gerecht verteilt wird, soll es mir recht sein. Leben und leben lassen …..

Bis jetzt hat alles funktioniert, mit etwas Glück geht es dann so weiter, wenn auch etwas langsamer als geplant. Der erste Installateur, den ich beschäftigen wollte, hat von 8 Arbeitstagen gesprochen. Der wollte mir aber auch unbedingt eine 0815-Duschkabine hinstellen und die Pläne, die er gezeichnet hat, waren grauenhaft.

Also ich beschließe hiermit, dass ich eh hochzufrieden bin. Wenn der Elektriker erst um 11 kommt, hat das ja den Vorteil, dass ich lange schlafen kann.Irgendeine positive Seite lässt sich schon finden.


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Tag 1 der Badrenovierung – Knapp an der Katastrophe vorbeigeschrammt

Bei mir wird gerade Murphys Gesetz wieder einmal bewiesen: alles was schief gehen kann, geht schief. Zunächst einmal hatte ich in der Nacht Schüttelfrost und 35,5 Temperatur, um 7h früh waren es dann 38.5, ideale Voraussetzungen ! Andererseits kann ich so guten Gewissens zuhause bleiben

Das Gute an der Sache sind die beiden Installateure, die sehr schnell, effizient, lärmgebremst und unaufgeregt arbeiten. Der Schock kam am Nachmittag: es wurde die falsche Badewanne geliefert, die ganz falsche ! Der Verantwortliche beim Großhändler fand das lustig, statt dass er unter dem Tisch gesessen wäre um sich zu schämen. Hat der ein Glück, dass ich nicht in Form bin.

„Lösung ??“ fragte ich ihn.

„Da gibts zwei Möglichkeiten. Entweder die gelieferte Badewanne aufstellen“

„Nein, das kommt nicht in Frage“

„Na, dann nachbestellen“

„Lieferfrist ??“ fragte ich ihn

„Äh …….. bis zu zwei Monaten“

„Wiiiiiiie !!! Und ich übersiedle ins Hotel ? Na, auch gut, aber auf Ihre Kosten“ Im Hintergrund hörte man den Installateur schimpfen.

Er würde selbstverständlich sein Allerbestes geben um die gewünschte Wanne irgendwo aufzutreiben. Darüber wie gut sein Allerbestes wohl sein konnte, hatte ich so meine Zweifel. Der Installateur erzählte mir, dass von den Dingen, die er bei diesem Großhändler bestellt hatte, 3 falsch waren. Zum Glück hätte er aber den Großteil bei einem anderen Großhändler bestellt.

Nach einigen bangen Stunden, kam die erlösende Nachricht: die hoffentlich diesmal richtige Wanne kommt am Freitag und kann dann nächsten Montag eingebaut werden. Das werden noch spannende drei Wochen !