la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Badrenovierung #3

Das Projekt zieht sich etwas, weil das Fundament, die verlässlichen, soliden, kreativen, kompetenten und sympathischen Handwerker noch nicht gefunden waren.

Der erste Installateur, den ich beschäftigen wollte, hat mich schwer geärgert indem er zunächst einmal 6 Wochen für einen Kostenvoranschlag gebraucht hat und da musste ich zweimal urgieren. Dann hat er drei Vorschläge gemacht, wie  in meinem Schlauchbad sowohl eine Wanne als auch eine Dusche ästhetisch unterzubringen wären. Einer war grauenhafter als der andere. Meinen Wunsch nach einer großzügigen Duschzone ohne Duschwanne hat er ignoriert und irgendwelche fertigen Duschkabinen vorgeschlagen, die er so platzieren wollte, dass es jedem Menschen mit minimalem ästhetischem Empfinden einen Schlag vor den Kopf versetzt hätte. Den besprochenen Wanddurchbruch zwecks Wasserleitung auf der hinteren Terrasse hat er in seinem Kostenvoranschlag einfach ignoriert. Und zu allem Überfluss hat er mir mitgeteilt, dass unbedingt jeden Tag um 7:00 zu arbeiten begonnen werden muss, weil das eben so ist und immer schon so war und so weiter.

Ah ja, aber wer bezahlt? Und nicht wenig. Und wer hat frühmorgens keine Dusche zur Verfügung ? Eben! Also habe ich diese Version verworfen, bei der ich drei Wochen lang um 6:00 hätte aufstehen müssen, weil das so ist und immer schon so war und amen. Bei dieser geistigen Flexibilität kann man sich vorstellen, wie er seine Arbeit gestaltet. Inzwischen habe ich ein Team aus Installateur, Fliesenleger, Maler und Elektriker gefunden, die sich untereinander koordinieren und geschworen haben, dass sie niemals vor 8:00 vor der Türe stehen und hin und wieder vielleicht um 8:30. Das hat meine Motivation zum Weiterplanen sehr befeuert. Es sind lauter kleine Firmen, die aus 4, 5 Mitarbeitern bestehen und notgedrungen extrem flexibel und miteinander gut vernetzt sind

Mittlerweile habe ich selbst eine sehr zufriedenstellende Idee gehabt, wie sowohl eine Wanne als auch eine komfortabel große Duschzone   mit Regendusche und Abstellflächen unterzubringen ist und es bleibt noch viel Platz für ein großes Waschbecken, einen Handtuchwärmerheizkörper und etliche Möbel ohne dass man Klaustrophobie bekommt. Alles ist ausgesucht, inklusive Fliesen und Wasserhähne, es fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten.

Sehr überrascht hat mich der Installateur. Zunächst hat er alle meine Vorurteile befeuert: schwere Goldkette um den Hals auf der nackten, behaarten Brust mit weit offenem Hemd. „Zuhälterlook“ murmelte mein intoleranter Anteil, „Prolo pur“, aber er hat sich als äußerst netter, fröhlicher, sympathischer, kompetenter Mensch erwiesen und wir haben uns bei der Besichtigung der künftigen Baustelle in meinem Bad bestens unterhalten.

Es läuft also alles bestens, ein paar Kleinigkeiten müssen noch ausgesucht werden und dann bestellt der Großhändler alles, was es zu bestellen gibt und die Arbeiten beginnen erst, wenn alles geliefert ist.


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Rollen …..

Nachdem meine regionale Gemüsekiste um diese Jahreszeit etwas eintönig ist, denke ich ständig darüber nach, was man mit dieser Kraut- und-Rüben-Lieferung so alles anfangen kann. Frühlingsrollen habe ich mir kürzlich in den Kopf gesetzt. Die sind einfach und man kann die Füllungen sicher in alle Richtungen variieren.

Grundmaterial für die Füllungen ist haufenweise vorhanden, aber der Teig …. Zum Selbstteigmachen habe ich weder Zeit noch Lust. Wo bekommt man also Frühlingsrollenteig ? Asiashop !  Davon gibts mehrere in meiner Wohngegend und auch auf meinem Weg zur Arbeit, aber die schauen immer so ein bissl grindig aus. Auf meinen täglichen Wegen komme ich allerdings auch an einem indischen Supermarkt vorbei, der von eingesalzenem Kabeljau bis zu afrikanischen Zöpfchenverlängerungen so ziemlich alles anbietet, was man hierzulande als exotisch bezeichnen würde. Gut, jetzt bin ich aber schon die ganze Woche lang dort vorbeigegangen und habe jedesmal vergessen.

Also gehe ich doch mal in den ganz normalen Supermarkt ums Eck um zu sehen, was es dort zum Thema Frühlingsrollen gibt. Und siehe da bei „Tante Fanny“ gibt es „Strudelteigblätter, Filo- oder Yufkateig“ und die Beschreibung auf der Packung teilt mir mit, dass diese Teigblätter Verwendung „bei der Zubereitung internationaler Spezialitäten finden“. Na, wenn Frühlingsrollen keine internationalen Spezialitäten sind !

Gut, also gibt es irgendwann am Wochenende Frühlingsrollen. Der F. wird zum Krautschnippeln eingeteilt. Gemeinsames Kochen mag ich eh sehr gern.


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Badrenovierung #2

Die Fülle der Möglichkeiten für die Ausstattung eines Bads und damit auch die Anzahl der zu treffenden Entscheidungen sind gewaltig. Ich wandere durch einen Schauraum und denke: „das gefällt mir, und das, und das ist auch eine tolle Idee und daaaaas will ich unbedingt haben.“ Leider müssen aber Entscheidungen für das eine und gegen das andere her.

Mit etwas schärferen Konturen sehe ich den Duschbereich vor mir: eine dieser Riesenbrausen oder „rain-irgendwas“ und dazu eine bewegliche Armatur. Allerdings gibt es da auch noch Paneele mit Wasserdüsen auf verschiedenen Höhen …Und dann die Fliesen … unendliche Möglichkeiten. Müssen es denn überhaupt klassische Fliesen sein, es gibt auch Steinfliesen, Glaswände. Der Duschbereich mit oder ohne Türen …… und, und.

Die Wanne, tja, ich glaube, ich brauche doch eine, aber welche ? Auch hier gibt es eine unübersichtliche Vielfalt. Da wird es von der Technik her schwieriger, weil die Leitungen verlegt werden müssen. Geht das überhaupt und wenn ja bis wohin ……

Über das Waschbecken habe ich überhaupt noch nicht nachgedacht …..

Ich bin irgendwie gerade total überfordert. Jedenfalls kommen Dienstag Installateur und Fliesenleger um festzustellen, was geht und was nicht. Und dann muss ich wohl mit erhöhter Geschwindigkeit Entscheidungen treffen.


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Badrenovierung #1

Lange schon trage ich den Gedanken herum und habe auch schon einige wenig konkrete Vorstellungen, aber heute ist es so weit, ich habe Schritt 1 gemacht, war bei einem Installateurbetrieb, der auch alle anderen nötigen Handwerker koordiniert und habe einen Besichtigungstermin vereinbart. Ha, was bin ich stolz auf mich ! Ich kenne mich ja doch schon eine Weile und weiß, dass Schritt 1 der schwierigste ist. Wenn der einmal passiert ist, kommt eine gewisse Eigendynamik in die Sache.

Die grundlegende Entscheidung war: Pfuscher oder Fachbetrieb(e). Meine Vorstellung wäre eine Mischung von beiden gewesen. Davon hat mir allerdings ein fachkundiger Kollege dringend abgeraten, weil er meinte, dass sich die beiden Welten sehr schwer vereinbaren lassen und dann die ganze Koordination an mir hängen bleibt. Was ich unbedingt vermeiden möchte. Meine Horrorvorstellung sieht ungefähr so aus, dass der Pfuscher, der die Fliesen macht, plötzlich 3 Wochen keine Zeit hat, der Installateur dann aber erst in zwei Monaten wieder kann. Alles ist abmontiert und das Bad monatelang unbenutzbar ………. ein echter Alptraum. Also so möchte ich das nicht haben. Da zahle ich lieber Mehrwertsteuer. Was ja moralisch auch angebracht ist.

Zwei Wochen soll es ungefähr dauern (also muss man drei rechnen) und sie beginnen täglich um 7h. *Grusel*  Wenn es nicht so dringend nötig wäre, hätte ich nach dieser Information gleich wieder abgesagt. Schlimm genug finde ich es um 7 aufzustehen, aber um 7 schon fertig zu sein ! Ich sehe F. leicht schadenfroh grinsen. Der ist ja um 7 fast schon wieder müde. Würde es sich um irgendeinen anderen Raum handeln, wäre das ja alles kein Problem, dann könnte er ja die Leute reinlassen und ich noch eine Runde schlafen oder zumindest „erst“ um 7 aufstehen. Aber, es ist ja das Bad, was heißt, dass Waschen in der Küche angesagt ist und die hat eine Glastür. Ich denke also intensiv an den Zustand „danach“ und lege schon einmal die Ohren an. Ja, ich weiß es gibt Schlimmeres.

Will ich nun nur einen großen Duschbereich oder auch eine Badewanne ?

Kann man Fliesen über Fliesen kleben ?

Kann man eine Abflussrinne für den Duschbereich machen oder muss es eine Duschtasse sein ? In welchen Größen gibt es die ?

Kann man bei der Gelegenheit einen Wasseranschluss auf die hintere Terrasse legen ?

Wo genau soll gefließt werden ?

Ach, usw, usf. Es wird ein großes Unternehmen ………

Es grüßt

die Bauleitung


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Daggi 23 – Alle bösen Geister

 

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Ruth Rendell

„Alle bösen Geister“

Blanvalet 2012

Aufgabe 43: Ein Buch mit einer Zahl im Titel. Ich erkläre hiermit „alle“ zur Zahl 🙂

 

Alle Autoren und Autorinnen haben gute und schlechte Zeiten und auch bessere und nicht so gute Bücher geschrieben.Ruth Rendell ist eine meiner Lieblingskrimiautorinnen und ich habe schon viele gute Bücher von ihr gelesen. Sie war eine Meisterin der Verknüpfung von Handlungssträngen, eine Meisterin der Spannung und ihre Bücher sind im Grunde Beschreibungen sozialer Milieus mit einer Krimihandlung.

Dieses Buch ist ein ganz schwaches. Viele der Personen sind schemenhaft, es sind überhaupt zuviele Personen, die man kaum auseinanderhalten kann. Ich lese einen Krimi, so gut er sein möge, natürlich nicht mit der gleichen Aufmerksamkeit mit der ich etwa einen Dostojewski mit seiner Vielfalt an Personen lesen würde und finde es daher ermüdend ständig zurückblättern zu müssen um die Personen auseinanderhalten zu können. Das ist schade, denn die Zusammenstellung der handelnden Personen wäre durchaus vielversprechend. Leider wird dieses Versprechen aber nicht eingelöst  Obwohl es eine überraschende Wendung gibt, ist die Handlung doch äußerst vorhersehbar. Der ganze Text ist ziemlich lieblos hingeschustert. Die einzige Passage an der ich die übliche Qualität von Ruth Rendell erkennen konnte, war die Beschreibung eines Gartens. Die Autorin muss ziemlich gut bewandert im Gärtnern sein und es gelingen ihr sehr plastische Bechreibungen von Planzen.

Insgesamt finde ich den Plot gut und wäre er in der üblichen Rendell-Qualität ausgearbeitet worden, hätte mir der Text wahrscheinlich gut gefallen. Vielleicht handelt es sich um ein Frühwerk, das der Verlag nach Rendells Tod herausgegeben hat oder auch um ein Spätwerk an dem die Autorin lustlos geschrieben hat. Wie auch immer …..


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Je nachdem womit man es vergleicht …

… ist es ein kleines oder ein großes Problem oder gar keines. Verglichen mit dem Elend auf der Welt ist es geradezu geschmacklos es überhaupt zu erwähnen, verglichen mit meiner Normalsituation ist es extrem lästig: in meiner Küche gibt es kein Wasser. Ein aberwitziger Installateur hat im Keller irgendwelche Ventile ausgewechselt mit dem hoffentlichen unbeabsichtigten Ergebnis, dass bei mir das Wasser nicht mehr läuft. Es tropft nur noch ganz leicht, das dafür aber sowohl bei geöffnetem als auch bei geschlossenem Wasserhahn.

Donnerstag Nachmittag waren die Installateure am Werk und abends gab es kein Wasser. Da dachte ich, sie würden es bemerken und Freitag Früh beheben. Positiv denken war in diesem Fall ein Fehler, weil ich Freitag nachmittag in der Firma niemanden mehr erreichen konnte und jetzt ist Wochenende. Als „Kurzprojekt“ ist es ja ganz vergnüglich das Wasser vom Bad in die Küche zu befördern …. na ja, soll mir nichts Ärgeres passieren (eine der beliebtesten Beschwörungsformeln in Wien 🙂 )