la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Samstag 14.9.2019 –

Genau wie im Vorjahr gibt es jedes Wochenende das letzte schöne Wochenende. Voraussichtlich wird das wieder bis spät in den Herbst hinein dauern. Soll mir recht sein. Heute waren wir auf den Steinhofgründen mit Blick auf Wien hinunter, strahlender Sonnenschein, grüne Wiesen, viele fröhliche Menschen. Aber in den Schattenecken hängen die Spinnennetze.

Heute war in Wien „Open House“. Ein Projekt bei dem man sich Gebäude und Orte ansehen kann, die normalerweise nicht zugänglich sind. Wir haben uns das „Konrad-Lorenz-Institut“ auf dem Wilhelminenberg angesehen. Ich hätte mir erwartet, dass aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt würden. Leider ging es aber nur um die Architektur und die fand ich nicht besonders interessant. Außer dass der Architekt keine Größe seines Berufsstandes gewesen sein dürfte, den er hat eine Menge Geld verbraten und Gebäude geschaffen, die für ihren Zweck nicht wirklich geeignet waren und nach nur ein paar Jahrzehnten kaum mehr zu gebrauchen sind.

Die Erkenntnis des Tages: hätten die Habsburger nicht diese schon krankhafte Leidenschaft für die Jagd gehabt und dafür riesige Waldgebiete in und um Wien benützt, gäbe es heute nicht die großen, naturbelassenen Naherholungsgebiete.

 


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#7 – das Kappl

Nun, kurz gesagt, das Kappl und ich,  wir haben uns wieder versöhnt. Bei einem Spaziergang hoch über Wien. Das Kappl war so angetan von der Aussicht über die Weinberge auf die Stadt, dass es beschlossen hat, die Bildhauerei sausen zu lassen und sich dem Weinbau zu widmen. Ich habe es dabei bestärkt, schließlich ist jetzt der falsche Moment für so einen Neubeginn und vielleicht gibt es jetzt eine Weile Ruhe ……

Ein Projekt von Aequitas und Veritas   und  Wortman


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Freitag 30.8.19 – Rollstühle und Toiletten

Zwei Rollstuhlfahrerinnen soll es in diesem Schuljahr unter unseren Schülerinnen geben. Zwei scheinbare Barrieren mussten dafür beseitigt werden. Vom Gehsteig zum Erdgeschoss des Schulgebäudes führen ein Dutzend Stufen. Ziemlich absurd, aber so hat man eine Zeit lang alle Häuser gebaut. Sehr hohe Stufen übrigens, wie ich aus meiner letzten Zeit vor der Hüft-OP weiß. Aber es gibt daneben auch einen kleinen Treppenlift, der zwar noch nie benutzt wurde, aber offenbar funktioniert, sonst hätten die beiden Mädels nicht aufgenommen werden können, denn es gibt nur diesen Eingang. Die zweite Scheinbarriere waren die Toiletten. Das Haus hat in jedem Stockwerk eine Behindertentoilette, die von den Lehrerinnen und Lehrern genützt und mit dem Generalschlüssel gesperrt wird. Natürlich sind diese Generalschlüssel nicht für die Schülerschaft bestimmt, daher müssen die Schlösser gewechselt werden, sodass die beiden Rollstuhlfahrerinnen Schlüssel bekommen, die diese Klos sperren nicht aber die Lehrerzimmer. Eigentlich wirklich einfach …..

Klug finde ich, dass die beiden Mädchen zu zweit sind, also nicht eine Rollstuhlfahrerin als Pionierin durch die Schule rollen muss. In diesem Gebäude gibt es keinen bautechnischen Grund, warum keine gehbehinderten Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden könnten. In unserem alten Schulgebäude, dass umgebaut wird, wäre das nicht möglich gewesen, weil es keinen Aufzug gab. Interessierte Jugendliche und deren Eltern wurden wohl darauf hingewiesen, dass es in Wien alle Oberstufenschulformen auch in einer Integrationsform gibt sogar mit angeschlossenem Internat. Trotzdem ist es doch sehr begrüßenswert, wenn junge Rollstuhlfahrerinnen aus ihrem geschützten Kosmos herauskommen und eine ganz normale Schule besuchen. Kleinigkeiten wie geeignete Computerplätze für Rollstühle oder Ähnliches werden sich sicher einrichten lassen


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Montag 5. August 2019 – Im Auge des Orkans

Zuhause einrichten für eine Woche, dann geht´s ins schöne Waldviertel. Womöglich habe ich da viel Zeit zum Schreiben und Zeichnen und Fotografieren und so zu tun, als ob die Welt in bester Ordnung wäre.

Dabei ist die Weltlage derzeit geradezu apokalyptisch. In Sibirien brennen gewaltige Flächen, die Permaböden tauen auf, das gespeicherte CO2 wird freigesetzt und heizt die Atmosphäre noch mehr auf. Überschwemmungen in einigen Gebieten, extreme Dürre und Wassermangel in anderen. Und die politischen Anführer sind macht- und geldgierig und obendrein blind.

Das politische Klima in Österreich ist auch ungemütlich, aber wir jammern auf einem ziemlich hohen Niveau. Ich gehöre auch zu den zahlreichen Menschen, die finden, dass die Übergangsregierung ihre Sache ziemlich gut macht, vor allem im Vergleich zu vorherigen und bestimmt wieder kommenden Zuständen.


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Mittwoch 17.7.19 – Putzchroniken bei Vollmond

Vor ein paar Wochen ist unser jahrzehntelanges Hausmeisterpaar in Pension gegangen. Sie haben ein Abschiedsfest veranstaltet, wir haben alle – etwas dramatisch – gejammert, dass sie uns doch nicht so allein lassen können und wer wird denn dann……. und wie werden wir denn dann etc. Alles ganz klassisch und wie es sich gehört.

Als Nachfolge wurde eine Firma engagiert, die so einen blöden Irgendwas-4you – Namen hat, Putzen4you oder Sauber4you oder etwas Ähnliches. Heute habe ich unsere neuen Putzmänner das erste Mal gesehen, sehr nett waren sie und sehr fleißig. Einmal in der Woche kämen sie. Aha, also einmal in der Woche hat der Hausmeister bzw seine Frau sicher nicht geputzt. Den Putzwagen mit allen Utensilien haben die Neuen im Aufzug auf und ab fahren lassen. Die Nachbarin mit der ich in Begleitung des Putzwagens hinuntergefahren bin, meinte recht begeistert, dass die Garage noch nie so sauber gewesen wäre. Womöglich hätten wir es immer schon sauberer haben können.

Gestern habe ich endlich einmal eine Mondfinsternis von Anfang bis Ende gesehen. Zwar nur eine sehr partielle aber immerhin. Ich fand es sehr interessant, wie verschwommen das Licht gewirkt hat während ein Teil des Mondes dunkel war. Die genauen Konturen des Vollmondes sah man est wieder als er voll beleuchtet und die Erde weitergezogen war.