la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Schutzwald – Waldschutz

Der F und ich haben etwas unterschiedliche Vorstellungen, wie so ein richtig schöner Schneespaziergang sein sollte. Er hätte gerne Aussicht und blauen Himmel, ich finde mitten im Wald am schönsten. Diesmal waren wir uns aber einig, dass es wunderschön war. Das besondere an der Lage war, dass zuerst der Raureif da war und dann erst ein ganz leichter Pulverschnee gefallen ist. Dadurch sind phantastische Strukturen auf Zweigen und Stämmen entstanden, Spitzen aus Schnee …


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Mittwoch 15.1. 2020

Kälte verfolgt mich in letzter Zeit. Draußen ist es kalt, die eiskalte Wohnung von K beschäftigt mich immer noch und am 8.1, dem ersten Schultag nach zwei Wochen Ferien stellte sich heraus, dass irgendwann in diesen zwei Wochen die Heizung eingegangen war. Es hatte im ganzen Haus zwischen 7 und 11 Grad. Daraufhin wurden Schüler und Lehrer nachhause geschickt und die Heizungsmonteure rückten an. Am nächsten Tag Vormittag hatte es im Lehrerzimmer immerhin schon 17 Grad, ähnlich in den Klassen. In den Gängen allerdings, wo es nur sehr vereinzelte Heizkörper gibt, ist es immer noch deutlich kälter. Auch der Rest der Woche war noch ziemlich kühl und wir vergnügten uns damit, die Schüler*innen immer wieder mal die Stiegen rauf und runter zu hetzen, um ihr Einfrieren zu vermeiden. Das war für alle Beteiligten ganz lustig und sicher höchst gesund. Es bot sich mir auch die Gelegenheit mein allerneuestes Strickprodukt  auszuführen. Es ist so warm, dass ich es unter normalen Umständen wahrscheinlich nie brauchen kann, aber in dieser Woche war es genau richtig und der nächste Besuch beim K findet sicher auch noch im Winter statt.

Die Wetterlage „gefrierendes Nieseln“ mag ich nicht besonders. Der Hochnebel scheint meterdick zu sein, darunter ist es eisig und die Feuchtigkeit, die aus dem Nebel kommt, gefriert auf den Gehsteigen. Höchst ungemütlich und glitschig, wenn man spätabends unterwegs ist.

Die positive Seite: mir ist die Geschichte „Kälte“ eingefallen. Vielleicht schreibe ich sie heute Nacht.

Als Sprachfan kann man sich immer wieder darüber freuen, interessante Wörter und Wendungen kennenzulernen. Seit gestern genieße ich einen Ausdruck aus der Juristensprache, der mir äußerst gut gefällt: „aufschiebende Bedingung“. Es ist mir sogar schon gelungen, den Ausdruck in einem Gespräch unterzubringen, ohne dass er besonders aufgefallen wäre.


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Samstag 11.1.2020

Adieu Baum! Wir haben mit dir eine gute Wahl getroffen, du warst sehr schön gewachsen und genau richtig groß und breit. Wir haben dich leider erst  als Toten kennengelernt und mussten dir dann auch beim Vertrocknen zusehen.

Es gibt sehr viele Christbaumsammelstellen der Stadt Wien und noch eine Menge anderer Plätze, wo Berge von Christbäumen liegen, weil Leute zu faul waren, ein Stück weiter zu gehen. Gut, ich habe leicht reden, ich habe nur zugesehen, wie der F sich netterweise auf eine männliche Kernkompetenz, das Schleppen,  besonnen  und den Baum allein getragen hat. Ich hatte ihm aber vorher die breiteren Äste gestutzt und die abgefallenen Nadeln im Aufzug und auf den Gängen beseitigt.

Lametta habe ich nirgends gesehen, bei keiner der zahlreichen Sammelstellen, an denen ich in den letzten Tagen vorbeigekommen bin. Es ist wohl aus der Mode geraten. Umso besser, so können die Bäume problemlos gehäckselt und weiterverarbeitet werden oder verbrannt. Kürzlich habe ich auch im Tiergarten Schönbrunn gesehen, dass die Elefanten Nadelbäume fressen, vielleicht werden sie auch aus den Christbaummengen beliefert.

 


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Was einem so alles unterkommt …

Ich bemühe mich immer zwischen Künstler und Werk zu unterscheiden, wenn mir das Werk gefällt. Im Fall des menschlich äußerst angreifbaren Otto Mühl kann ich an dem Werk nichts finden. Dieses Bild ist mir zufällig untergekommen. Es gefällt mir gar nicht, aber immer noch besser als anderes, was ich sonst von ihm gesehen habe.

Otto Muehl  16. Juni 1925 geboren als Otto Mühl in Grodnau (Mariasdorf), Burgenland; † 26.  Mai 2013 in Moncarapacho, Olhão, Portugal war ein österreichischer Aktionskünstler und ein Vertreter des Wiener Aktionismus.

Ab 1970 machte er durch die Gründung einer reichianisch inspirierten Kommune, der Aktionsanalytischen Organisation (AAO), von sich reden, in der Zweierbeziehungen und Kleinfamilien abgeschafft wurden. Sie hatte bis zu 600 Mitglieder. Durch Muehls autoritäres Auftreten verließen danach immer mehr Kommunarden die Gruppe. 1991 wurde Otto Muehl in Österreich wegen Kindesmissbrauchs und Verstoßes gegen das Suchtgiftgesetz zu sieben Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Freilassung lebte er in der Algarve in Portugal.