la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Goldene Karyatiden

Bei mir findet das totale Kulturwochenende statt. Heute waren wir bei einem Konzert im goldenen Saal des Musikvereins. Die Qualität der Fotos ist mangels günstiger Perspektive nicht so gut, aber immerhin vermitteln sie einen Eindruck. Ohne den Blumenschmuck, den man beim Neujahrskonzert in diesem Saal immer sieht, ist er noch immer schön, aber es fehlt das Gegengewicht zu dem vielen Gold.

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Klare Linien, die Schönheit hervorbringen

Am Wochenende findet in meinem Meditationszentrum ein Kunstfestival statt. Heute waren die letzten Vorbereitungen im Gange. Bilder gehängt, Ikebana gemacht, beides miteinander kombiniert. Sehr Schönes ist dabei herausgekommen.


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Als die islamische Welt an der Spitze des Fortschritts stand

Ich habe ja mein 6-Bett-Zimmer-Krankenhaus-Erlebnis noch nicht restlos verdaut und was lese ich da über das mittelalterliche Kairo im  vierzehnten Jahrhundert.

„Nach Recherchen des britischen Wissenschaftlers *) existierten schon Anfang des vierzehnten Jahrhunderts im Maristan-Krankenhaus (Kairo) sorgfältig sterilisierte Operationsräume mit den modernsten chirurgischen Geräten, für die Patienten abgetrennte Einzel- und Doppelzimmer und angeschlossene Bäder. Man konnte sich zur Linderung der Schmerzen und Entspannung einen Koran-Vorleser bestellen oder auch eine weltliche Musiktruppe oder die hospitalseigene Bibliothek aufsuchen. Reiche wie Arme wurden tatsächlich gleich behandelt – Errungenschaften einer Zivilisation, von denen man außerhalb der arabischen Welt nur träumen konnte. “

*) Stanley Lane-Pool, Autor einer umfassenden Stadtgeschichte über Kairo

Erich Follath „Jenseits aller Grenzen“ Verlag Penguin 2016 p. 78

Übrigend ein sehr interessantes Buch, von dem es hier noch mehr zu hören geben wird.


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Baustellen aller Art

Die Wirtschaft boomt. Es wird gebaut, saniert, renoviert. So auch in meiner unmittelbaren Wohnumgebung. Wenn ich morgens die Jalousie hochkurble und im Evaskostüm verschlafen in die Welt blicke, sehe ich da normalerweise Dächer und dahinter die Stadt und noch ein Stück dahinter Wiens Hausberge. Derzeit aber wuseln immer wieder Bauarbeiter auf dem Dach gegenüber herum. Das nervt mich ganz gewaltig, weil einer der von mir hochgeschätzten Vorzüge meiner Wohnung darin besteht, dass auf Höhe meiner Terrasse rundherum Dächer sind und ich aus allen Fenstern und Türen wenn ich geradeaus schaue den Himmel sehe und wenn ich einen voyeuristischen Tag habe, kann ich mich übers Geländer beugen und sehe in die Wohnungen in den obersten Stockwerken der Häuser gegenüber. Derzeit herrscht auf dem einen Dach aber Hochbetrieb, weil ins Dach Balkone eingebaut werden. Zum Glück in die andere Richtung. Sobald die Arbeiten beendet sein werden, wird wieder Ruhe über den Dächern herrschen. Bis dahin aber Hochbetrieb, an manchen Tagen wird ein Kran benötigt, der plötzlich hinter dem Gegenüberhaus in die Luft sticht, an anderen Tagen werden vor dem Haus stehende Container mit hochauf staubendem Schutt aufgefüllt.

Im Café sitzen am Nebentisch mehrere Bauarbeiter. Einer von ihnen hat heftigste Zahnschmerzen und überlegt, ob er zum Zahnarzt gehen soll. Die anderen reden ihm gut zu. Einer sagt, da kriegst du eine Spritze, Wurzelbehandlung und alles passt wieder. Das war falsch. Ich muss mir das noch überlegen und nehm´ lieber ein Schmerzmittel murmelt der Betroffene. So ein Schmarrn sagt ein anderer, das wird doch nicht besser sondern nur immer schlechter, soll ich dir gleich einen Termin bei meiner Zahnärztin ausmachen, die ist super. Na ja, aber erst nach vier, ich muss ja arbeiten. Nicht nach vier, gleich, sagt der mit der tollen Zahnärztin. Der mit den Zahnschmerzen greift zu allen nur möglichen Abwehrmitteln und ruft, aber du bist doch mein Chef, du kannst doch nicht wollen, dass ich jetzt einfach weg geh´. Doch, sagt der Chef sonst landest du am Wochenende in der Notfallambulanz und hast einfach einen Zahn weniger. Nein, nein, heute nicht, sagt der mit den Zahnschmerzen, ihr habts mich da richtig überrumpelt, ich kann das nicht so schnell entscheiden. Der Chef macht eine resignierende Handbewegung, dann eben nicht, fesseln und hinschleppen kann ich dich auch nicht.

Auf Baustellen darf um 6 Uhr zu arbeiten begonnen werden, Hitzeferien bekommen nur noch die Fiakerpferde und mit der neuen Arbeitszeitregelung wird es dann auch kleine Baustellen geben, auf denen täglich von 6:00 bis 22:00 gearbeitet wird. Vielleicht wird ja auch die Ruhezeit von 22:00 bis 6:00 …äh ….. modernisiert. Der neoliberale Mensch schläft nicht sondern arbeitet, am besten rund um die Uhr


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Mein Arbeitsbeginn und der Schulschluss überschneiden sich fast

Ebenso wie das Schuljahr nähert sich mein Krankenstand dem Ende. Gerade habe ich die Administratorin angerufen und ihr mitgeteilt, dass ich nächste Woche wieder in Amt und Würden bin. Ihre Begeisterung darüber lag ziemlich unter Null, was ich gut verstehen kann, weil nächste Woche nur noch Projekte, ein Sportfest und die Zeugnisverteilung stattfinden, trotzdem muss sie aber – völlig unnötig – den ganzen Stundenplan nochmals für mich umbauen. Tut mir wirklich leid für sie, aber was soll ich machen, es war schon schwierig genug einen so langen Krankenstand bewilligt zu bekommen, weil es für die Ärzte, die nichts von Schulbetrieben wissen, schwer verständlich war, wie schwierig es ist, in einer großen Schule mit vielen Lehrern, vielem team-teaching und  vielen verschiedenen Schulformen die Stundenpläne umzubauen, wie viele andere davon betroffen sind, wenn eine Person da ist oder nicht.

So ganz wirklich energetisch bin ich noch nicht, was auch damit zusammenhängt, dass ich die Hitze weder mag noch gut vertrage, aber für die überschaubaren Anstrengungen einer letzten Schulwoche wird es sicher reichen. Ich freu mich ja darauf, einen ausgiebigen Plausch mit Kollegen zu führen, vielleicht sind auch noch ein paar Schüler im Haus. Und wenn ich offiziell wieder gesund bin, kann ich ja auch zum Abschlussfest gehen.


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Beschwingt und bleiern

Beschwingt war der gestrige Tag, leicht, erfreulich. Die an der Wirbelsäule operierte Freundin hat alles gut überstanden, ist schon wieder mobil und es geht ihr viel besser als vor der OP. Ich habe sie in dem angenehmen Belegspital besucht, in dem der ausgewählte Neurochirurg operiert. Ein ganz eigenes Ambiente: durch den Gang kurvt ein junger Mann in Oberkellneroutfit mit einem Wagerl zur Essensverteilung, wie ich erfahre kommt das Essen von einer Catering-Firma. An den Türen der Krankenzimmer stehen Namen, aber nicht etwa jene der Patienten sondern die der Ärzte. Territorriales Verhalten der Ärzte meinte meine Freundin. Sie muss das wissen schließlich gehört sie auch zu dieser Berufsgruppe. Die Krankenzimmer sind groß, mit einem Balkon ausgestattet, pro Bett ein schwenkbares Fernsehgerät mit Kopfhörern. Wenn ich da an mein Bett im Sechser-Zimmer zurückdenke ….  Man muss halt dort hingehen wo der erwählte Chirurg operiert.

Es gibt in diesem Krankenhaus einen Fellinger-Trakt, ein Fellinger Pent-house und sogar ein Fellinger-Museum. Karl Fellinger war ein höchst renommierter österreichischer Arzt, der eine Menge politische Prominenz zu seinen Patienten zählte: etwa der letzte Schah von Persien, der saudi-arabische König Saud, der marokkanische König Hassan II, der pakistanische Präsident Zia-ul-Haq und viele andere reisten an um sich von Fellinger behandeln zu lassen. Aber ein Museum? Leider hatte ich keine Zeit um mir anzusehen, was dort ausgestellt wird.

Anschließend bekam ich eine Blitzführung durch ein wunderschönes, fast fertig renoviertes Jugendstilhaus. Interessant, wie der Architekt die nicht-tragenden Wände entfernt bzw verschoben hat und das zuvor in Richtung Straße orientierte Haus nun nach hinten zum Garten geöffnet ist. Alte Fliesen, mühsam gereinigt und in neu verlegte Böden integriert. Auch das sehr alte Parkett konnte teilweise erhalten werden. Mitten drin eine moderne Küche, alte und neue Möbel. Die Lampen konnten teilweise erhalten bleiben, auch die typische Konstruktion aus Holz und farbigem Glas Im Stiegenhaus. Im Garten gibt es auch einen überdachten Bereich, wo man zum Beispiel im Regen malen kann. Freu mich schon! Es handelte sich um eine spontane Besichtigung und ich hatte leider ausnahmsweise keine Kamera mit. Nun, es wird sich eine andere Gelegenheit bieten.

Der heutige Tag dagegen hat schon schlecht begonnen und bietet eine heftige Herausforderung, die noch vor mir liegt. Früher nannte man so etwas ein Problem, aber derzeit gibt es ja nur Herausforderungen, nicht dass die Dinge an sich dadurch besser würden