la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Tag 20 der Badrenovierung – fast, fast fertig

Es fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten, sonst ist alles fertig . ENDLICH. Einer der Installateure ist krank geworden, deswegen kam gestern ein anderer mit. Ein ganz junger Mensch. Er lobte die Lage meiner Wohnung. Da wäre wenig Verkehr, keine Kinder und keine Neuösterreicher, unsympathischer Kerl !


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Sunnys spontaner Gedanke

Fast vier Wochen ohne Bad,tonnenweise Besitztümer aus Bad und Toilette gesichtet, sortiert, weggeworfen oder irgendwo anders in der Wohnung gelagert. Chaos und flatternde Nerven ….

Die Frage, die sich mir heute stellte, lautete „war es das wert ?“ Dann sah ich mir die fast fertige Verfliesung an, den Mosaikrand an der neu gebauten Mauer vor der Duschzone und ich gab mir die eindeutige Antwort „ja“. Ich bin nun mal so ein Augenmensch und weiß, dass ich mich jedesmal beim Hinschauen über diese Kante freuen werde, viele Jahre lang. So gesehen war die teure Renovierung ein fast billiges Vergnügen.


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Regenschirmheiliger

Offenbar möchten auch Heilige nicht nass werden. Oder zumindest meinen das diejenigen, die ihnen Denkmäler aufstellen. Gegen Taubenattacken kann der Schirm nicht gedacht sein, denn die fliegenden Verschmutzer kommen bekanntlich von allen Seiten und kacken auch gegen den Wind 🙂


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Der Tribut an die Baustelle

Derzeit schleicht die Kreativität bei mir eine absolute Durststrecke entlang. Ich denke nur in Kategorien von Fliesen, Rohren, Staub, Mauern,  Verfugungsmasse …… Letztes Wochenende war ich beim Malen und – ich glaube das erste Mal in meinem Leben – hatte ich einfach keine Lust, was mich ziemlich schockiert hat.

Mein Hirn hat offenbar alle Bereiche, die nichts mit konkret anfassbarem (Bau)material zu tun haben, einfach gesperrt. Die Kamera liegt staubsicher verpackt herum und ich habe nicht das geringste Bedürfnis irgendetwas zu fotografieren. Hätte auch gar keinen Sinn, weil der Fotoblick  einfach gesperrt ist. Ich habe auch keine Lust irgendetwas zu schreiben, obwohl normalerweise meine Wortquellen heftig sprudeln ohne dass ich mich dafür besonders anstrengen müsste. Aber nein, auch diese Quellen sind vorübergehend trockengelegt.

Ich interpretiere diesen Zustand als eine Art Überlebensinstinkt. Es ist ziemlich anstrengend voll zu arbeiten und zuhause eine nun schon 3 Wochen andauernde Baustelle zu haben, in der immer irgendjemand arbeitet. Es ist anstrengend und inspiriert offenbar zu völlig anderen Dingen als mein übliches Leben. Hat ja auch seine Vorzüge. Trotzdem freue ich mich auf die Rückeroberung der Kreativität. Die Frage ist, ob diese schon während der Beseitigung des Baustellenchaos wieder zurückkommt oder erst anschließend.

Das Foto gab es hier schon mal, aber es passt so gut: die eingefrorenen Farbsprenkel, die unbeweglichen Muster, das umgeleitete Licht ….

 


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Tag 9 der Badrenovierung

Langsam nimmt die Sache Formen an. Trotzdem zieht es sich schon sehr dahin.Die zweite Woche ist morgen vorbei. Die Vorbereitungen fürs Fliesen haben eine ganze Woche gedauert. Man kann sich das gar nicht vorstellen, wenn man es so sieht, ich war auch nicht immer da, aber ich glaube nicht dass der Fliesenleger viele Pausen gemacht hat. Morgen werden die Fliesen geliefert und irgendwo gestapelt.

Ich bin schon reichlich entnervt. Nicht weil irgendetwas schlecht laufen würde, oder weil jemand gepatzt hätte, nein, ich finde einfach die Situation in einer Baustelle zu wohnen ziemlich nervenaufreibend. Schließlich arbeite ich viel zuhause und das Stemmen und Hämmern und Wischen geht durch Mark und Bein.

Aber jetzt will ich nicht jammern. Die Fertigstellung ist schon näher als der Beginn der Arbeiten und ein Ende in Sicht.


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Tag 5 der Badrenovierung – Viele Installateure behindern die Fließenleger

Heute ist der Tag der Badewanne. Sie steht und ist angeschlossen. Dabei habe ich gelernt, dass Wannen in so einer Art Haltegerüst eingefliest werden. Man beachte das seitliche Bankerl und die Stufe innerhalb der Wanne. Sie ist mir richtig sympathisch.

So eine Wanne braucht natürlich auch Armaturen und die müssen in einer bestimmten Höhe gemacht werden. Wenn sich der hocherfahrene Installateur in der Höhe irrt, muss der Junginstallateur das ganze neu machen und wenn sich der Junginstallateur dann seinerseits in den Breitengraden irrt, tja, dann ein weiteres Mal. Es ist die Wand zum Wohnzimmer meiner Nachbarin. Nachdem ich ihr am Donnerstag versprochen hatte, dass die Stemmarbeiten jetzt beendet sind, hat sie mich sicher verflucht. Ich war ja schon froh, dass sie beim Stemmen nicht durch die Wand gekommen sind. Diese Wand ist nämlich keine Betonwand.

Jetzt merkt man schon deutlich die Zeitverzögerung, die durch die verspätete Lieferung der Wanne eingetreten ist. Der Waschtisch und die Möbel sind auch noch nicht da. Aber nun sind einmal die Fliesenleger am Zug.

Ich war heute wieder zwecks Duschen im Schwimmbad. Es ist ein nicht besonders schönes Schwimmbad mit finsterer Vergangenheit. Vor einem halben Jahr wurde hier ein 9, jähriger Bub von einem doppelt so alten afghanischen Flüchtling vergewaltigt. Seitdem gibt es zwei Badewarte, die ständig um das Becken herum patrouillieren. Einen kenne ich seit ewigen Zeiten, der andere sieht äußerst muskulös und ziemlich arabisch aus.

Leider sind die Duschen der schwächste Punkt dieses Bades. Irgendwie grindig, nie so wirklich sauber, keine Türen. So stelle ich mir das Ambiente vor, in den 1930er Jahren, im FKK-Verein „Frank und Frei“ oder „Hüpf und Schwimm“. Man ist betont und begeistert nackt  und räkelt sich unter den öffentlich einsehbaren Duschen. Wie ich es hasse, aber zum Glück bin ich ja flexibel *grumpf*.

Dann setze ich mich in die Sonne und genieße das Menü beim kurdischen Türken. Währendessen macht der junge Fliesenleger – tätowiert und gepierct auf jedem Zentimeter knackiger Haut – die Vorwandverschalung. Das Wort plätschert mir locker über die Lippen. Abgesehen von der deutlich Verkomplizierung der Hygiene und der Feinstaubverseuchung ist so eine Renovierung doch recht lehrreich.


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Ganz kurzer Themenwechsel

Eitelkeit hat ja nicht unbedingt immer mit tatsächlicher Attraktivität zu tun. Auch bei den Vögeln. Wir haben zu Ostern einen Besuch bei meinen Lieblings-Hassvögeln gemacht.

In Waidhofen an der Thaya gibt es eine große Volière für Waldrappe. Die Vögel werden von einem Team betreut zu dem auch einige geistig behinderte Menschen gehören. Wir konnten zufällig beobachten wie einer von ihnen die Vögel gefüttert und die Volière gereinigt hat. Er machte einen zufriedenen Eindruck. Das Projekt finde ich ziemlich gut. Das ist ein überschaubarer, einfacher Tätigkeitsbereich, der mit Tieren zu tun hat und bei dem die Mitarbeiter in einer klar definierten Position auch mit anderen Menschen in Kontakt kommen können aber nicht müssen.