la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Sprachliche Mißverständnisse

Oft denke ich, wie Recht doch Karl Kraus hatte mit seinem Ausspruch „Österreich und Deutschland trennt eine gemeinsame Sprache“

Kürzlich habe ich zum Beispiel einen Kommentar auf einem blog gelesen. Hätte ich diesen Kommentar geschrieben, so wie er dort steht, dann wäre er absolut zynisch gemeint gewesen und hätte im Klartext geheißen “ Was für ein sinnentleertes Geschwurbel und Geschwafel ! “ Offensichtlich war dieser Kommentar aber ganz und gar nicht zynisch gemeint, denn die Adressatin war nicht beleidigt, sie fühlte sich vielmehr geschmeichelt.

Es besteht auch die entfernte Möglichkeit, dass die Adressatin den Zynismus nur nicht bemerkt hat. Das glaube ich aber nicht, üblicherweise verstehen Angehörige des gleichen Kulturkreises einander diesbezüglich.

So werde ich weiter staunen über die verschiedenen Ausdrucks- und Rezeptionsformen der gemeinsamen Sprache ….


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Paleicas Magische Mottos – September

September: Architektur und Design

Das Jeronimos-Kloster in Lissabon. Ein herausragendes Beispiel des Manuelinischen Stils, einer portugiesischen Spätgotik, gewissermaßen ein iberisches Flamboyant. Der Manuelinische Stil lag auch am Anfang des portugiesischen Kolonialstils.

Das Kloster wurde vor ein paar Jahren Stein für Stein renoviert und strahlt ganz in weiß, so wie ich Gotik am liebsten mag. Ich habe dort im Februar einen Tag ästhetischer Orgasmen verbracht …..

So sehr ich mich für Architektur interessiere, so wenig Freude macht mir das Fotografieren von gesamten Bauwerken. Ich interessiere mich mehr für die Details und finde, dass andere Leute bessere Gesamtaufnahmen machen, die man in Form von Büchern und Postkarten erwerben kann. Jedem das seine🙂

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Immer diese Entscheidungen

Man sieht grün – orange ist nicht so stark wie grün-rot. Es ist ein viel sanfterer Farbklang zu dem Verschwommenes gut passt.

Ich glaube , ich brauch doch in absehbarer Zeit so eine Überdrüberkamera. Meine Bilder gefallen mir gut, von den Motiven, von den Formen, von den Farben, von den Stimmungen, aber die Schärfe, oje die Schärfe….. Teilweise wird es auch an einem Mangel an Geduld liegen. Ich könnte ja statt einem Bild 50 vom gleichen Motiv machen und dann würde sich wohl auch was Schärferes dabei finden. Aber dazu habe ich eben wenig Lust, abgesehen davon, dass die Motive sich nicht einfrieren und warten bis ich mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Eine Spiegelreflex- oder Systemkamera wäre schon eine Sache ! Aber die habe ich dann natürlich nicht immer mit und dann bin ich wieder genau bei dem Punkt angelangt an dem ich beschlossen habe, die kleine, leichte Kamera zu nehmen, die in jede Tasche und jeden Rucksack passt ….

Immer diese Entscheidungen …….

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Daggi 23 – Alle bösen Geister

 

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Ruth Rendell

„Alle bösen Geister“

Blanvalet 2012

Aufgabe 43: Ein Buch mit einer Zahl im Titel. Ich erkläre hiermit „alle“ zur Zahl🙂

 

Alle Autoren und Autorinnen haben gute und schlechte Zeiten und auch bessere und nicht so gute Bücher geschrieben.Ruth Rendell ist eine meiner Lieblingskrimiautorinnen und ich habe schon viele gute Bücher von ihr gelesen. Sie war eine Meisterin der Verknüpfung von Handlungssträngen, eine Meisterin der Spannung und ihre Bücher sind im Grunde Beschreibungen sozialer Milieus mit einer Krimihandlung.

Dieses Buch ist ein ganz schwaches. Viele der Personen sind schemenhaft, es sind überhaupt zuviele Personen, die man kaum auseinanderhalten kann. Ich lese einen Krimi, so gut er sein möge, natürlich nicht mit der gleichen Aufmerksamkeit mit der ich etwa einen Dostojewski mit seiner Vielfalt an Personen lesen würde und finde es daher ermüdend ständig zurückblättern zu müssen um die Personen auseinanderhalten zu können. Das ist schade, denn die Zusammenstellung der handelnden Personen wäre durchaus vielversprechend. Leider wird dieses Versprechen aber nicht eingelöst  Obwohl es eine überraschende Wendung gibt, ist die Handlung doch äußerst vorhersehbar. Der ganze Text ist ziemlich lieblos hingeschustert. Die einzige Passage an der ich die übliche Qualität von Ruth Rendell erkennen konnte, war die Beschreibung eines Gartens. Die Autorin muss ziemlich gut bewandert im Gärtnern sein und es gelingen ihr sehr plastische Bechreibungen von Planzen.

Insgesamt finde ich den Plot gut und wäre er in der üblichen Rendell-Qualität ausgearbeitet worden, hätte mir der Text wahrscheinlich gut gefallen. Vielleicht handelt es sich um ein Frühwerk, das der Verlag nach Rendells Tod herausgegeben hat oder auch um ein Spätwerk an dem die Autorin lustlos geschrieben hat. Wie auch immer …..