la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Fazit der irischen Malwoche 2017

Es ist mir noch deutlicher geworden was ich schon lange weis: meine derzeitige Mallehrerin ist mir keine Unterstützung auf meinem Weg. Wer brave gefällige Landschaftsaquarelle malen lernen möchte, ist bei ihr richtig. Sie hat einen sehr guten Blick für Farben und Formen und kann technische Tipps fürs aquarellieren geben. Leider interessiert mich diese Richtung überhaupt nicht, genauso wenig wie Stillleben. Mir gefallen auch die meisten ihrer Bilder nicht. Allein schon mit dem Ansatz des Abmalens kann ich nichts anfangen und auch nicht mit der tristen Lieblichkeit ohne irgendeine Aussage.                                                                                   Diesmal ist mir ganz klar geworden, dass es keine böswilligkeit von ihrer Seite ist, sondern ein völliger Mangel an Verständnis. Sie plant ihre Bilder in der Komposition, in der Farbgebung. Mir ist diese Herangehensweise zuwider. Planen und durchorganisieren muss ich viele Bereiche meines Lebens aber doch nicht das Malen! Das ist meine Spielwiese, meine Endorphinquelle. Die lasse ich doch nicht zum preußischen Feldzug verkommen!                                                                                  Und nachdem das gegenseitige Unverständnis nun einmal eindeutig formuliert wurde, kann sich vielleicht etwas verändern oder wir trennen uns eben. Das würde mir aber wegen der Gruppe leidtun schließlich habe ich sie gegründet.


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Nass genug

Sogar für mich hat es heute genug geregnet. Die Kanalgitter sind in Galway so weit voneinander entfernt dass sich zwischen ihnen wahre Seen bilden. Würden sich die Autofahrer verhalten wie an anderen Orten und rücksichtslos durch die Lacken durchrasen, wären alle Fußgänger in Sekunden zum auswinden. Aber hier ist Irland und da ist rücksichtsvolles Verhalten Programm. Ich kann es gar nicht fassen, aber 95% der Autofahrer fahren um die Riesenpfutzen herum !  Trotzdem hat sich das viele Wasser die Hosenbeine hochgesaugt und der Rucksack ist auch nicht  wirklich wasserdicht.                                              Ich bin gestern abend in Galway angekommen. Mit dem Expressbus von Dublin aus sind das etwas mehr als 2 Stunden und genauso lang haben wir bis Dublin gebraucht. Ich hatte also einen Bustag und wollte abends noch ans Meer. Das war aber leider nicht möglich weil es ebenso stark wie ausdauernd geregnet hat. Irgendwann in den nächsten Tagen werde ich es schon schaffen  Weiterlesen


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InseIinspiration

Ein paar Tage war ich in Dublin habe die schöne Stadt und die freundlichen Menschen genossen. Mein persönliches Highlight war eine Lucian Freud Ausstellung ,die ich einer auch gerade stattfindenden Vermeer Ausstellung vorgezogen habe.                                                                                        Inzwischen habe ich mich mit meinen Malfreunden getroffen.  Wir haben ein Haus gemietet und malen hier eine Woche. Laut Beschreibung der Einheimischen gibt es hier einen Friedhof eine Kirche zwei pubs ein paar Häuser und sonst nichts. Und genauso ist es auch. Die Weite die Stille die Landschaft und der Himmel sind den einheimischen so selbstverständlich dass sie sie gar nicht zu schätzen wissen. Wir genießen den winzigen abgelegenen Ort jedenfalls sehr.

 


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Eigentlich

Eigentlich wollten wir baden gehen am Meer der Wiener, am Neusiedlersee. Es war seit Tagen ausgemacht. Eine Freundin sollte uns abholen, damit wir nur mit einem Auto fahren. Wir fuhren auch mit einem Auto, aber im strömenden Regen. Es war eigentlich großartig, die extreme Hitzewelle gebrochen, kühle Luft, Wasser für die Landwirtschaft, aber eigentlich wollten wir eben baden gehen.

Nun denn, wir haben die Badesachen im Auto gelassen und sind nach Eisenstadt gefahren, in die nette kleine Hauptstadt des Burgenlandes und haben beschlossen das dortige Barockschloß zu besichtigen. Es war recht interessant, wir erfuhren zum Beispiel die schockierende Tatsache, dass noch heute 1/5 des Burgenlandes der Familie Esterhazy gehört. Wieviel ihnen in Ungarn und anderen Nachbarländern noch gehört, möchte ich gar nicht wissen. Esterhazyrostbraten fällt mir ein und Esterhazytorte ….

Ein höchst unbarockes Kunstwerk ist mir auch ins Auge gesprungen.


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Äußerst irritierend finde ich …

… dass so viele Politiker jeden zweiten Satz mit „Ehrlich gesagt“, „ganz ehrlich gesagt“, „wenn ich ehrlich bin“, „wenn ich ganz ehrlich bin“ einleiten. Viele andere Menschen tun das auch. Es wirft insgesamt kein besonders gutes Licht auf den Stellenwert von Ehrlichkeit in unserer Gesellschaft.

Der Wahlkampf beginnt und die Art wie er von allen Seiten geführt wird, macht es noch schwieriger sich für eine Partei zu entscheiden, Ich kann derzeit eigentlich nur sagen, wen ich auf gar keinen Fall wählen werde.Und dann bleiben leider nicht allzu viele Optionen übrig.

Ein Detail am Rande; wir nähern uns dem Ende der vierten und nicht der dritten Hitzewelle dieses Sommers. Nummer fünf steht Ende der Woche bereit. Da bin ich glücklicherweise in kühleren Inselgefilden und schwinge den Pinsel.

In den USA tobt – so höre ich – der Kampf zwischen Wissenschaft und Glauben. Nun ja, „Glauben“ kann man es auch nennen, wenn Tatsachen negiert und das Land wie ein korrupter Familienbetrieb geführt wird. Mir fällt dazu eher „Dummheit“ , „Skrupellosigkeit“, „maßlose Selbstüberschätzung“ und „Narzissmus“ ein.

Ein typisches Merkmal manipulativen Verhaltens wäre es, scheinbar kritische Fragen zu allem und jedem zu stellen, nach dem Muster „Wem nützt das ?“ aber keine Antworten darauf zu geben sondern es den zu manipulierenden Personen zu überlassen, sich die wildesten Theorien auszudenken. Den so verängstigten Personen, und das sind nicht ausschließlich schlichtere Gemüter, wirft man dann ein paar Brocken Heilsversprechen und Orientierungshilfen zu, die sie – ohne dass es dafür eine Grundlage gäbe – als reine Wahrheit annehmen.  Das dürfte recht gut funktionieren.