Mittwoch 7. Dezember 2022 – Kunst und Gewalt

Meine Begeisterung fürs Zugfahren ist heute etwas gedämpft worden. Vorige Woche als ich aus Linz zurückkam, war der Zug voll und viele Leute sind gestanden. Heute war es schlimmer, denn ich war selbst unter denjenigen, die gestanden sind, eine gute halbe Stunde. Das Ambiente im Zug war eigentlich sehr nett, aber trotzdem…

Die Ausstellung, die ich mir in Krems angesehen habe, war sehr interessant und entschädigend für die unbequeme Art der Hin- und Rückfahrt. Heute kann ich mir die vollen Züge durch den morgigen Feiertag erklären. Es waren viele Schüler*innen mit Koffern unterwegs, die wahrscheinlich über ein verlängertes Wochenende nachhause fahren.

Eine Menge Bilder habe ich gesehen, viele Einflüsse erkannt, viele Besonderheiten kennengelernt. Ich muss meine Eindrücke ein bisschen sortieren und in Zusammenhänge bringen. Vielleicht muss ich mir auch erst vorher noch die Pasquiat-Ausstellung ansehen, die in den Themenkreis hineinpasst. Zwar zieht mich Pasquiat nicht besonders an, aber ich möchte trotzdem Original-Bilder von ihm sehen.

Der Aufenthalt auf zugigen, eiskalten Bahnsteigen in Erwartung überfüllter Züge wird nicht zu einer Lieblingsbeschäftigung werden, aber auch dort gibt es immer wieder Sehenswertes. Eine gut gemachte Kampagne finde ich, die darauf setzt, dass Männer andere Männer davon abhalten könnten gewalttätig zu werden. In Österreich haben wir ja traurige Rekorde an Frauenmorden und -vergewaltigungen.

Montag 5.Dezember 2022 – Unlust

Seit fünf Tagen im Hochnebel ohne den allerwinzigsten Sonnenstrahl und ohne Aussicht auf Veränderung, das kann schon auch chronische Frohnaturen in Richtung depressive Verstimmung ziehen. Duster von früh bis spät. Da ist es mir lieber wenn es wirklich dunkel ist und nieselt, anstatt eines Pseudotages, der so finster ist, dass man zu Mittag Licht braucht, und vorher und nachher auch.

So sieht´s aus, wenn die Kamera keine Lust zum Fotografieren hat.

Weiter gedrabbelt.

Wilhelm hat darüber sinniert, ob nicht Fotos, neu oder aus dem Archiv als Ausgangspunkt für Drabbles geeignet wären. Ja, sagt er. Ja, sage auch ich, unbedingt. In meinem Fall aber nicht jeden Tag und nicht in regelmäßigen sondern in unregelmäßigen Abständen.

Ein Brückengeländer schützt nicht vor Regen und Schnee oder sonstiger Unbill des Wetters, noch nicht einmal einen Raben und auch dann nicht wenn es Schmiedeeisen im Jugendstil ist. Es schützt auch nicht vor Überschwemmungen und Erdbeben. Ob in Höhlen, auf Bäumen, in hochtechnisierten Hochhäusern oder an Brückengeländern hängt Leben am seidenen Faden.

Ob man als Obdachloser und ohne Krankenversicherung unter der Brücke schläft oder mit verstopften Arterien im bequemen Lehnsessel sitzt und raucht, immer knapp am Herzinfarkt vorbei. Aus philosophischen Höhen betrachtet, ist es nur ein gradueller Unterschied, denn Leben ist immer ungeschützt.

Für den einzelnen ist der Unterschied enorm.


Drabble Nr. 12

Freitag 2. Dezember 2022 –

Öffne ich einen neuen Beitrag, normalerweise eine weiße Seite, steht da „was denkst du über Fleischkonsum?“ Was immer ich über Fleischkonsum denken möge, ist das eine wirklich unmögliche Art für vegetarische Ernährung zu werben. Ich möchte mich nicht mit meinem Blog über Fleischkonsum oder sonst irgendetwas „unterhalten“!

Geschneit hat es. Von weißer Pracht kann man nicht sprechen, denn es war in kürzester Zeit wieder alles weg, aber für einen kleinen Spaziergang im Schnee bzw Schneeregen hat es doch gereicht und ein paar Stunden lang waren Parks und Dächer leicht angezuckert.

Wieder einmal haben meine diversen Zugermäßigungskarten ihre Berechtigung gezeigt. Von Wien nach Linz, immerhin fast 200 Kilometer, habe ich heiße 2Euro80 bezahlt, bei der Rückfahrt nochmal soviel. Beide Züge waren allerdings bis auf den letzten Platz voll besetzt und viele Leute sind auch noch gestanden. Das wäre aber auch nicht anders gewesen, wenn ich mehr bezahlt hätte.

Leider hatte ich in Linz gar keine zusätzliche Zeit wofür auch immer, außer für die Dinge wegen derer ich hingefahren bin. Schade, den auf der Linzer Landstraße herrsche fröhliches Treiben, an dem ich gerade nur vorbei gegangen bin.

Seit gestern gibt es einen Strompreisdeckel in Österreich, was sehr erfreulich ist. Angeblich kann sich ein durchschnittlicher Haushalt dadurch 5oo Euro im Jahr ersparen. Ein Anreiz zum Stromsparen ist so ein Preisdeckel nicht. Zu einem Gaspreisdeckel konnte sich die Regierung bislang nicht durchringen. Nachdem es aber in Deutschland einen solchen Preisdeckel gibt, wird es wohl nicht lange dauern bis wir auch einen solchen bekommen, zumindest für die Industrie um mit der deutschen Konkurrenz preismäßig mithalten zu können.

Impulswerkstatt November – Dezember 2022 – Zwischenstand

Liebes Impulswerkstattteam,

Halbzeit ist und Zeit für eine Zwischenbilanz des November-Dezember Durchgangs der Impulswerkstatt! Die Fotos sind ja diesmal sehr verschieden und verschiedenartig und ebenso sind auch die Beiträge. Vielen Dank dafür. Ich bin schon gespannt, wie sich der Advent und Weihnachten auf die Thematik und auf die Frequenz der Beiträge auswirken wird. Auf mich wirkt die Adventzeit abwechselnd inspirierend und deprimierend, aber das ist ja bei allen anders

Im vorigen Durchgang (September – Oktober) haben schon mehrere Schülerinnen einer Schweizer Schule, die das Freifach „Schreiben“ bei ihrer Lehrerin Gabriella Rauber besuchen bei der Impulswerkstatt mitgeschrieben. Der Blog von Gabriella Rauber wird von den Schüler*innen mit ihren eigenen Texten befüllt. Ein sehr schönes Projekt, finde ich, zumal es sich um eine Schule handelt, die keinen sprachlichen oder literarischen Schwerpunkt hat. Einer dieser Beiträge (von Anika) kam ein paar Tage zu spät für die September-Oktober- Zusammenfassung. In strahlender pädagogischer Inkonsequenz setze ich ihn hier als ersten auf die neue Liste, quasi als Brücke zwischen dem einen und dem anderen Schreibdurchgang.

Bisher ist in diesem Durchgang die Anzahl der Beiträge pro Bild sehr ungleich verteilt. Ob sich das noch ändert? Diese und ähnliche Fragen stelle ich mir über den zweiten Teil des Durchgangs und eröffne ihn hiermit mit einem Trompetenstoß. Andernorts wird ja auch schon fleißig getrötet, was mir besser gefällt als zwitschern, also vom Wort her, nicht unbedingt vom Geräusch.


Hier die Beschreibung des Projekts KLICK

KLICK Hier könnt ihr nachlesen, wie dieses Projekt entstanden ist  

KLICK Das Archiv des Projekts in dem alle Beiträge gesammelt sind und alles noch einmal nachgelesen werden kann, befindet sich auch hier

Chronologische Liste

Bild 1:

Bild 2:

Bild 3:

Bild 4:

Mehrere oder alle Bilder

Die Rahmen werden noch flexibler: jeder kann am Anfang oder am Ende des Textes verwendet werden.

Rahmen 1:

In den Hügeln …

Rahmen 2:

Dieses Mal ist es geglückt / war es geglückt / wird es glücken

🙂 VIEL FREUDE 🙂

Montag 28. November

„Mit der Hilfe von Heisenberg erweitert sich etwa der berühmte Satz von Ludwig Wittgenstein „Die Welt ist alles, was der Fall ist“ auf „Die Welt ist alles, was der Fall ist und der Fall sein könnte“

PROFIL – Newsletter vom 28.11 – Christian Rainer

Eine sehr schöne Definition für das Weltbild eines Agnostikers/ einer Agnostikerin zu denen ich mich auch zähle.

Ein Streik, noch dazu einer, der 24 Stunden dauert, ist in Österreich etwas absolut Außergewöhnliches und somit Bemerkenswertes. Leere Bahnsteige, bis auf einige Sauriernachkommen wie dieser rechts unten.

Alles rot, alles gesperrt

Sonntag 27. November 2022

An und für sich mag ich den Schönbrunner Weihnachtsmarkt sehr. Es war aber wohl nicht die allerbeste Idee an einem Sonntag Nachmittag hinzugehen. Massen von Menschen. Den Sprachen nach zu schließen gut 80% Touristen. Der Weg zu meinem Lieblingslebkuchenstandl war völlig versperrt. Vor dem Stand an dem Orangenpunsch angeboten wird, stand eine lange Schlange. Wir gingen rundherum in den Schlosspark und beschlossen nicht nur auf die Lebkuchen und den Punsch sondern auch auf die sonstigen kulinarischen Genüsse zu verzichten und machten uns auf in Richtung des Lieblingsjapaners auf der anderen Seite des Parks auf. Dort isst man immer gut, so auch heute.

Keramikstücke, Kerzen, Kugeln, Düfte und was es sonst noch auf diesem schönen Handwerksweihnachtsmarkt zu sehen und zu kaufen gibt, habe ich auf einen Wochentag um die Mittagszeit verschoben. Das ist erfahrungsgemäß der beste Zeitpunkt, zu dem die wenigsten Leute unterwegs sind. Und der F ist sicher froh wenn er nicht mitgehen muss um mir beim Kugelnbewundern und Keramikbegrapschen zuzusehen.

Ab Mitternacht bis Montag Mitternacht streiken die Eisenbahner. In Österreich haben wir wenig Erfahrungen mit Streiks. Der letzte Eisenahnerstreik war vor annähernd zwanzig Jahren und nun herrscht so eine kribbelige Stimmung. Wie kommt man am besten zur Arbeit? Die Schüler*innen sind bei schwierigen Anfahrtswegen entschuldigt. Nun ja, die Eltern aber nicht. Kinderbetreuung muss eventuell spontan aus dem Ärmel geschüttelt werden. Die Medien warnen vor zu erwartenden großen Staus und empfehlen früher wegzufahren als sonst. Für Pendler, die schon im Normalfall sehr früh unterwegs sind, eine wahre Freude.

Auch bei den Handelsangestellten stocken die Gehaltsverhandlungen und sie erwägen Freitag und Samstag auch einen Streik zu veranstalten. Das würde die Einkaufssamstag-Leute hart treffen.

Im Hintergrund leuchtet das Elefantengras.

Samstag 26. November 2022

Das neueste im Weihnachtsbuchgeschäft sind – so habe ich gerade gehört – die Weihnachtskrimis. Mit lustigen, geschmackvollen Titeln wie „tödlicher die Glocken nie klingen“ oder „stille Nacht, mörderische Nacht“ . Zum Kotzen.

Stricknadeln aus Bambus wollte man mir kürzlich verkaufen, weil sie sich angeblich viel besser anfühlen als metallene. Naja, klingt ja ganz gut. Allerdings kosten die Werke aus Bambus sieben Euro mehr als die Metallenen.

Preismäßig gute Nachrichten gibt es vom Benzin. An billigen Tankstellen kostet er mittlerweile 1,547, was doch im Vergleich zu 2,2 eine deutliche Verbesserung ist.

Die meisten Insekten fliegen ans Licht, Pflanzen wachsen normalerweise zum Licht. Wie ist das eigentlich mit den Menschen?

Planet B – Impulswerkstatt

In den Hügeln lebten die Ameisen. In diesem Land der Vulkane und Lavafelder, der geschmolzenen Gletscher, der überschwemmten Küstenlandschaften und der sich ausweitenden Spalte zwischen den Kontinentalplatten. Die Ameisen hatten in den Hügeln riesige, ausgeklügelte Wohnstätten für ihre Völker errichtet. Sie waren auch um vieles größer als ihre Vorfahrerinnen. Wäre jemand da gewesen um diese Entwicklung zu beobachten und zu analysieren, hätte er sich wohl gewundert, dass die Ameisen bei so geringem Nahrungsangebot so groß geworden waren. Bis dieser fiktive Beobachter von den Würmern erfahren hätte.

Sie krochen durch die neu entstandenen Landschaften sobald die Lava einigermaßen verfestigt war. Ihre Haut war so hitzebeständig, wie es bei einem Lebewesen nur möglich war, hornig, undurchlässig, mit einem grünen Schimmer. Die Würmer gab es hier schon länger als die großen Ameisen. Der fiktive Beobachter hätte vielleicht eine gewisse Ähnlichkeit mit manchen Reptilien aus dem Anthropozän festgestellt oder auch zu den mythischen, feuerspeienden Drachen.

Nachdem die Intelligenz von Einzelwesen in eine evolutionäre Sackgasse und zur extremen Erhitzung des Planeten geführt hatte, war es lange sehr still gewesen auf dieser vulkanischen Insel im Nordatlantik, bis zum Auftauchen der beinahe feuerfesten Würmer, die sich – wie unser Beobachter mit Staunen feststellen würde – großteils von erkalteter Lava ernährten. Noch mehr staunen würde er bei der Erkenntnis, dass die Würmer auch Photosynthese betrieben und somit ein Zwischenglied zwischen Tieren und Pflanzen darstellten.

Wie die Ameisen nicht nur überlebt sondern sogar groß geworden waren, hing auch mit den Würmern zusammen. In den Kellerräumen der Ameisenpaläste unter den Hügeln wurden die gefangenen Würmer zerlegt. Die sehr großen und starken Mandibeln der Ameisen konnten die feuerfeste Haut der Würmer ebenso wie den Rest ihrer Körper in kleine Teile zerlegen mit denen sie Königinnen und Brut fütterten. Unter den jungen Ameisen waren jene mit besonders starken Mandibeln im Vorteil.

Auf älteren Lavafeldern erschienen da und dort wieder Pflanzen, die die immer noch große Hitze ertrugen und das üppige Angebot an Kohlendioxid in der Luft nutzen konnten.

Gespenstisch waren die Landschaften schon den Menschen erschienen. In der Nacht wurden die bizarren Formationen der Lavafelder zu allem möglichen, je nach Phantasie der Betrachter. Aber menschliche Betrachter gab es schon sehr lange keine mehr.

Auf der obersten Etage eines Ameisenpalastes, knapp über dem Bodenniveau des Hügels standen mehrere junge Königinnen mit aufgerichtetem Oberkörper, ihre Fühler berührten einander. Sie schauten in die gleiche Richtung und bewegten sich koordiniert. Das Gehirn jeder einzelnen Ameise war immer noch klein und begrenzt, doch wenn sich Gruppen zusammenschlossen, so wurden die Sinneseindrücke jeder einzelnen stärker.

Die Gruppe der Königinnen schaute in Richtung des aktiven Vulkans Eyjafjallajökull, der am Horizont dominierte, um den immer ein schwacher roter Schimmer zu sehen war. Die Emotion, die noch verschwommen und schwach durch ihre sich entwickelnden Gehirne strömte, hätten Menschen als Ehrfurcht oder gar Anbetung bezeichnet. Sie begannen zu summen, die Königin in der Brutkammer summte auch und mit ihr die gerade geschlüpften Ameisen.

Mittwoch 23. November – Elefantengras im Regen

Zugig ist es auf den Bahnsteigen, über die ich kürzlich gereist bin, zugig, dunkel und kalt. Ich wollte aber nun mal unbedingt zur Hausversammlung in PB, Thema: Energieversorgung. Am frühen Nachmittag dort angekommen, wollte ich eine Runde drehen. Zum Radfahren war es mir zu feucht und so bin ich ausgiebig im Regen spaziert. Laut Statistiken regnet es in PB etwa doppelt so viel wie in Wien. Eine gute Wahl für mich. Die Landschaft zeigte sich zwar eindeutig spätherbstlich, aber die Wiesen noch erstaunlich grün.

Es geht darum die derzeitige Öl-Heizung durch etwas Nachhaltigeres zu ersetzen. Der Kriegstreiber wird noch zum Heiligen der Energiewende werden. Ein sehr gelungener Treppenwitz der Geschichte.

Bei der letzten Versammlung waren wir bei Photovoltaik plus Wärmepumpe stehen geblieben. Diese Version ist Geschichte, weil dabei nicht genügend Energie für alle produziert werden könnte. Die Hausverwaltung hat nun den Gründer eines Projekts für regional-autonome Energieerzeugung geladen. Seine Präsentation klingt sehr überzeugend. Drastische Senkung der derzeit horrenden Kosten für Warmwasser und Heizung und regionale Autonomie durch Verwertung erneuerbarer Rohstoffe.

Das Elefantengras (Miscanthus), das von einem Bauern in der Nähe angebaut wird, soll 50% der Energiepflanzen ausmachen. Eine unkomplizierte Pflanze, die eine enorme Trockenmasse erzeugt und auch noch hübsch aussieht. Jetzt müssen noch 51% der Nachbarn zustimmen und es kann losgehen.

Burundi – 72.Station meiner Literatur- und Kunstweltreise

Hier geht es zu meiner Literatur- und Kunstweltreise

Ich wollte ein Buch über Burundi lesen. In diesem Buch geht es am Rande auch um Burundi, aber eigentlich auch wieder nicht, denn das Land wird nur als Ausgangspunkt für Betrachtungen über Diverses benützt.

Es könnte ein interessantes Buch sein, hätte es einen roten Faden und wäre es so geschrieben, dass man diesen roten Faden als Leser*in auch entdecken kann. Der Aufbau des Textes ist kaum durchschaubar, die Handlung zerhackt und die Sprache mühsam zu lesen. Ich fand es schwierig, mich zu motivieren immer wieder noch ein Stück weiter zu lesen.

Einige Stellen fand ich durchaus eindrucksvoll, etwa die Bilder von afrikanischen Flüchtlingscamps. Insgesamt war aber der Aufbau des Texts verwirrend und die Erzählung streckenweise langweilig. Ich habe nur bis etwa zur Hälfte und dann die letzten Seiten gelesen. Es könnte also sein, dass mir einiges entgangen ist. Ich habe die Gewohnheit ein Buch, das ich begonnen habe auch dann fertig zu lesen, wenn es mir nicht besonders gefällt. Bei diesem Buch hatte ich dazu einfach keine Motivation.

Die Protagonistin ist eine UNO-Angestellte, die abwechselnd in zeitlich schwer sortierbaren kurzen Abschnitten von ihrem Leben berichtet und über philosophische Fragen sinniert ohne zu klaren Aussagen zu kommen. Das zweite große Thema ist die UNO. Es hat mich sehr gestört, dass die Leserschaft nirgends darüber informiert wird, ob die Autorin die Kenntnisse und Erfahrungen über die sie verfügen muss um aus einer Insiderposition über die UNO zu schreiben überhaupt hat.

In die ohnehin schon beträchtliche Verwirrung ist auch noch eine Liebesgeschichte eingebaut, die ich recht verzichtbar finde, weil sie weder die Handlung voranbringt, noch inhaltlich etwas beiträgt. Die beteiligten drei Personen sind auch – zumindest in dem Teil des Buchs, den ich gelesen habe – kaum herausgearbeitet.

Über Burundi wollte ich lesen, aber leider weiß ich nach teilweiser Lektüre dieses Buchs nicht viel mehr als vorher.