la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Durch das Polarmeer. Teil 1 – ABC Etüden

Die ABC-Etüden bei  Christiane

Es soll ein Text entstehen mit einer Länge von  maximal 300 Wörtern, in dem die 3 vorgegebenen Wörter vorkommen.

Die Art des Textes kann frei gewählt werden

Ich habe mich diesmal für eine Geschichte entschieden, die ich in 300 Wörtern nicht unterbringe und die daher zur Fortsetzungsgeschichte wird. Dies ist der erste Teil

Auf der Brücke standen der Kapitän und seine Offiziere. In voller Pracht zeigten sie sich der restlichen Mannschaft. Weiße Uniformen mit Gold, purpurrot und königsblau geschmückt. Der Inbegriff mühsam aber erfolgreich bezähmter männlicher Kraft dachte der Kapitän und überlegte sich seine Route über die Passagierdecks. Schließlich musste er das weibliche Material für diese Fahrt in Augenschein nehmen. Schade natürlich, dass es in den Norden ging und die Mädels daher an Deck einigermaßen angezogen sein würden. Aber noch war man in wärmeren Gewässern und er stelzte zunächst über das Deck mit dem Swimmingpool.

Gemeingefährlich der alte Knacker, murmelte der zweite dem ersten Offizier zu, der seinerseits nur die Augen verdrehte und sich kopfschüttelnd von der Panoramafront der Brücke abwendete. Wenn ich gewusst hätte, dass wir diesen Gockel für die Nordlandfahrt bekommen, wäre ich zuhause geblieben, oder hätte einen Job als Reiseleiter auf einem Ausflugsschiff übernommen, alles wäre besser gewesen, absolut alles. Allein schon die Gespräche beim Abendessen! Beide schauderten.

Die Kreuzfahrt nahm ihren Lauf durch die Nordostpassage, die wegen des Schmelzens des Polareises immer weiter aufging und nun schon als so sicher betrachtet wurde, dass man Kreuzfahrtschiffe mit 15 Stockwerken bedenkenlos hindurchschickte.

Das gigantische Kreuzfahrtschiff hatte die wärmeren Gewässer verlassen und fuhr nun entschlossen in Richtung Polarmeer. Die Farben des Meeres veränderten sich und wurden immer kälter, die Reste der Gletscher an den Ufern leuchteten und schimmerten in allen Blautönen des Nordens, in ganz zarten und auch kräftigen Farben, je nach Sonneneinstrahlung und Spiegelungen. Fasziniert sahen die Fahrgäste von den fünfzehn Stockwerken aus auf die Landschaft und die Tierwelt dieser scheinbar lebensfeindlichen Region, eingepackt in mehrere Schichten wärmeisolierender, wasserdichter und windabweisender Kleidung genossen sie die Wildnis.

An der Küste von Sewernaja Semlja hatte sich eine große Gruppe sibirischer Schamanen versammelt und erwartete ruhig und konzentriert die Vorbeifahrt des Schiffes.

Teil 1 – 300 Wörter

 

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So schöne Hühner

Gestern waren wir in Mödling, einer Kleinstadt im Speckgürtel von Wien mit wunderschöner mittelalterlicher Bausubstanz. Mödling ist eine sehr reiche Gemeinde, die es sich leisten kann, die Häuser aus dem 14. und 15. Jahrhundert einfühlsam zu renovieren und es ist ein Vergnügen durch die Stadt zu schlendern

An diesem Wochenende hatten sie dort den „Tag des offenen Gartens“. Eine Gelegenheit die Gärten in und um die alten Häuser zu sehen. Abgesehen von schönen Gärten, konnte man auch diverse Nebengebäude begehen. Ich bin zum Beispiel bei einer faszinierenden Sammlung von alten Bügeleisen vorbeigekommen. Abgesehen von den sehenswerten Objekten habe ich bewundert, dass die Leute gar keine Scheu hatten, allen Interessierten in ihre privaten Bereiche Eintritt zu gewähren.

Den Garten eines Künstlers habe ich auch besucht. Er war mit Skulpturen aus diversen Materialien na ja „geschmückt“ würde ich nicht gerade sagen, weil mir die Dinge gar nicht gefallen haben. Der Garten selbst grenzt an den Bach, der durch Mödling fließt und ist ziemlich groß, so dass die hübschen Hühner, die hier gehalten werden viel Platz haben. Tatsächlich haben sich die Besucher, die wohl hauptsächlich aus der Großstadt kamen, für die Hühner viel mehr interessiert als für die Skulpturen.

Eine kleine Führung durch das Stadttheater habe ich auch noch mitgemacht bevor ich mich in einem Café niedergelassen  und in das Buch hineingelesen habe, dem ich beim Vorbeigehen an der Buchhandlung nicht widerstehen konnte. Ich habe kürzlich bei Yvonne darüber gelesen und dachte mir, eine ideale Nebenlektüre zu der Speer-Biographie an der ich noch immer nage. Meistens kaufe ich diese Art Bücher nur als paperback, aber dieses ist ganz neu und die Taschenbuchausgabe erst in einem Jahr zu erwarten.

Es war noch ganz angenehm im Freien zu sitzen, ein bissl zu lesen, Leute zu beobachten und einen großen Kakao mit allem Drum und Dran zu konsumieren. Dann kam F. von seinem Spaziergang auf dem Hausberg zurück und wir beschlossen doch noch eine Kleinigkeit beim hochgeschätzten „Zen“ in der Fußgängerzone zu essen. Kann ich sehr empfehlen. Nicht nur isst man dort hervorragend, man bekommt auch immer eine Vor- und eine Nachspeise auf Kosten des Hauses. Und wenn man sich – wie der F gestern – von der Kellnerin mit Sauce übergießen lässt, sind dann die Getränke auch umsonst.


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„Maman“

So heißt die gigantische Spinne von Luise Bourgeois, die vor dem Guggenheim-Museum in Bilbao steht. Luise Bourgeois hatte wohl eine recht problematische Beziehung zu ihrer Mutter. Ein Vergleich dieses Fotos mit meinen aktuellen zeigt erfreulicherweise, dass sie besser geworden sind. Die Kamera ist natürlich auch eine andere.

Sehr vielseitig und interessant habe ich Bilbao gefunden, nicht nur das Guggenheim-Museum


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21. September 2018 – internationaler Alzheimertag

Vor 112 Jahren wurde die Krankheit von Dr. Alois Alzheimer (* 14. Juni 1864 in Marktbreit; † 19. Dezember 1915 in Breslau) , einem Psychiater und Neuropathologen  erstmals beschrieben. Bis heute gibt es keine Behandlungsmöglichkeiten für diese langsame Blockierung der Funktion eines menschlichen Gehirns, für die Auslöschung des Gedächtnisses, die Veränderung und schließlich das Verschwinden der Persönlichkeit. Nichts, was den Prozess aufhalten könnte, gerade ein bisschen verlangsamt kann er werden.

Der Pharmariese Pfizer hat zu Beginn des Jahres die Alzheimerforschung eingestellt, die investierten Gelder standen in keinem Verhältnis zu den eigentlich nicht vorhandenen Ergebnissen. Man sollte meinen, dass die Aussicht auf unendliche Gewinne für diejenigen, die als erste ein wirksames Medikament herausbringen die Motivation und die Finanzierung der Forschung unendlich pushen müssten. Offenbar sind die Ergebnisse aber so entmutigend, dass nicht einmal die Aussicht auf astronomische Gewinne die Pharmariesen motiviert, die Forschung intensiver voranzutreiben.

Wie schnell doch ein Impfstoff gegen Ebola gefunden wurde, als Amerika und Europa die Bedrohung dieser Krankheit so nahe wie noch nie kommen sahen. Sicher ist es einfacher einen Impfstoff zu finden als ein Mittel gegen eine degenerative Gehirnerkrankung, über deren Ursachen, Entstehung und Fortschreiten es nach wie vor wenig Wissen gibt. Das verstehe ich, dennoch ist der Frust groß. Die conditio humana winkt mit boshaftem Lächeln.


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Immer noch Wasser, aber nicht mehr lang

Das ist jetzt für eine Weile das letzte Wasserfoto. Nehme ich mir zumindest einmal vor. Außer in nächster Zeit käme mir Wässriges vor die Linse, was natürlich nicht völlig auszuschließen ist.

Ich überlege, ob ich die Steine links unten wegschneiden soll. Eher doch nicht, weil dann die Spiegelung des Schiffsrumpfs auch abgeschnitten wäre bzw ganz an der Kante des Bilds anstoßen würde.