la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Beschwörungen

Weitere Beschwörungsinstrumente für Regen sind Regenschirme. Bekanntlich muss man sie nur zuhause aufstellen und sich selbst irgendwo aufhalten, wo es keine Möglichkeit des Unterstellens gibt. Dann regnet es ergiebig und lang.

Ob diese Schirme auch funktionieren ist zumindest fraglich, denn ich habe sie in einem Museums-Shop fotografiert. Die Armen sind  bedruckt mit massenwirksamen Gemälden wie „der Kuss“ oder das Bild mit der Kaiserin Elisabeth und den „Sternen“ in der Frisur. Ich könnte mir vorstellen, dass man sich als Schirm dafür so schämt, dass man gar keine Energie für Regenbeschwörungen mehr hat.


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Sonntag 19. Juli 2020 – nass und doch nicht

In den letzten Tagen war ich sehr viel unterwegs und wenig zuhause, daher macht es mir heute Freude, wieder einmal den Kochlöffel zu schwingen. Gerade habe ich mich beim Reis kochen daran erinnert, dass meine Großmütter, die einander überhaupt nicht leiden konnten, beide den Reis im Bett unter der Tuchent fertig garen ließen. Vielleicht aus Gründen der Sparsamkeit, vielleicht war es auch einfach so üblich und wurde für die beste Methode gehalten. Vielleicht ist es sogar die beste Methode …

Die heutige Erdbeer-Ernte aus meinen Miniplantagen ist auch schon eingebracht und dann kann ich mich nach dem Essen der Suche nach dem Text widmen, den ich für ein Seminar am nächsten Wochenende brauche. Eine Aktivität, die gut in die Ausmistkampagne hineinpasst. Derzeit sind die Bücher über Geschäftsfranzösisch dran, die ich zur allgemeinen Entnahme beim Hauseingang deponiere. Erstaunlicherweise haben bis jetzt praktisch alle Bücher Abnehmer gefunden. Umso besser, dann muss ich nicht so viel wegwerfen, es sind ohnehin Tonnen von Papier.

Mit dem Wetter hatte ich die ganze Woche großes Glück: es hat geregnet, sogar stark, aber nicht in den ganz falschen Momenten. Im Theater im Park hat es wohl gut eine halbe Stunde lang geregnet, aber meine Begleiterin und ich saßen unter einer uralten, weitausladenden und dicht beblätterten Platane, die nur Getröpfel durchließ. An anderen Stellen des „Zuschauerraums“ dagegen hat es ganz ordentlich geplätschert.

Am Samstag war ich Miksang-Fotografieren und da hat es am Vormittag auch sehr stark geregnet. Das hätte mir nicht viel ausgemacht, weil ich die Regenschirm-auf-der-Schulter-Balanciertechnik zum Hände-frei-Haben für die Kamera mittlerweile recht gut beherrsche; obendrein kann man im Regen ausgesprochen schöne Fotos machen, von nassem Asphalt bis zu den tollsten Spiegelungen. Aber ich habe befürchtet, dass das Treffen abgeblasen wird. Das war aber gar nicht notwendig, den kurz nach Mittag hat es zu regnen aufgehört und wir hatten letztlich sehr schönes Wetter.