la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


13 Kommentare

Klare Linien, die Schönheit hervorbringen

Am Wochenende findet in meinem Meditationszentrum ein Kunstfestival statt. Heute waren die letzten Vorbereitungen im Gange. Bilder gehängt, Ikebana gemacht, beides miteinander kombiniert. Sehr Schönes ist dabei herausgekommen.

Advertisements


13 Kommentare

Nachteulen auf Katzenkopfpflaster

Für mich riecht es nach Jasmin, aber es müssen Linden sein. Linden sehe ich aber auch weit und breit keine. Sollte eine mit Wohlgerüchen großzügig umgehende Göttin den Duft über den Spittelberg gesprüht haben?

Der Spittelberg ist ein Wiener Viertel mit niedrigen, alten Häusern aus der Biedermeierzeit, früher Rotlichtviertel heute pippifein renoviert. Hier residiert auch eine Burschenschaft, in einem besonders schönen Haus gegenüber eines sehr bunten, vielfältigen Kulturzentrums, das auf der homepage der Burschen als linksradikal bezeichnet wird. Von den Burschenschaftern habe ich noch nie auch nur einen auf der Straße gesehen, vielleicht fühlen sie sich in der Gegend auch nicht allzu wohl und wollen als stramme Rechte mit den kulturbewegten Linken nichts zu tun haben. Verfeindete Nachbarn sind ja in Wien keine Seltenheit.

Wir sitzen im Schanigarten des Amerlinghauses und überlegen wie wir die ausgesuchten Fotos für die Wochenend-Ausstellung in zwei Wochen am besten hängen.

Ausgiebiges Geplauder, heftige Diskussionen, eine verspätete Teilnehmerin findet an dem ohnehin zu kleinen Tisch auch noch Platz. Dort wo im Winter weihnachtliche Lichterketten hängen, baumeln jetzt bunte Glühbirnen. Wo wir sitzen, steht zu Weihnachten ein Stand mit herausragend gutem Lebkuchen.

Wenn das Katzenkopfpflaster vereist ist, schlittert man öfter ein Stück oder fällt nieder, aber auch im Sommer geht es sich nicht besonders gut darauf; schön ist es halt, obwohl sicher nicht original  sonst könnte es nicht mehr so viele Kanten und Ecken haben.

Die Gegend rund um den Spittelberg und das Museumsquartier ist heute sehr belebt. Die meisten Leute sitzen im Freien, aber auch im Inneren sind die Lokale gut besucht. Es ist nicht viel Verkehr und Grüppchen von Menschen wechseln von einem Lokal zum nächsten. Mir gefällt das Gewusel von Jungen und Alten, gut und gleichgültig gekleideten Menschen; manche spazieren geruhsam, andere haben es eilig. Über jeden einzelnen könnte man Geschichten erzählen. Wir sind hier 5 Minuten zu Fuß vom Ring entfernt, dennoch haben manche Gassen einen fast ländlichen Charakter.

Mir war gar nicht klar, wie sehr mir ein bissl Nachtleben gefehlt hat. Eine Stadt ist einfach untertags völlig anders als abends und ich bin nun mal eine Nachteule. Es war nicht sehr spät als ich nachhause kam, F. schlief aber schon. Er ist eine Lerche. Zum Glück können sich auch verschiedene Vogelarten ohne allzu große Schwierigkeiten untereinander verständigen.


3 Kommentare

Ausbeute

unseres heutigen Fotospaziergangs durch die Wiener Innenstadt. Lange hatten wir uns nicht mehr zu diesem Zweck getroffen und es gab abgesehen vom Fotografieren viel zu beplaudern.

Es ist erst Anfang April, aber es wuseln  schon so viele Touristen herum, dass man sich durch die Menge durchschieben muss wie ein Schiff durchs Meer, jeder fotografiert jeden, manchmal gibt es da auch höchst seltsame Objekte ……


Hinterlasse einen Kommentar

Keine Hasen am See

Intensiv melancholische Stimmung, heute am Neusiedleersee. Wunderschöne hohe Himmel, die weite Steppenlandschaft des Seewinkels, aber kühl und windig.Viel Nähe und Entspannung. F. hat in letzter Zeit so viel gearbeitet, dass ich schon das burn-out am Horizont sehe, aber es ist ein gutes Zeichen, dass er sich noch so gut entspannen und loslassen kann. Unseren geplanten, gemeinsamen Frühlingsurlaub mussten wir stornieren. Wildenten und -gänse fliegen in streng geometrischen Formationen und die Ornithologen laufen mit überdimensionierten Objektiven herum.Insgesamt sind aber nur wenige Menschen unterwegs, zu Fuß, auf dem Rad, auf Pferden.

Kalter Wind, auf den ersten Blick keine Spur von Grün, aber der Frühling bricht doch durch, auch wenn man es kaum mehr glauben würde. Wahrscheinlich wird jetzt alles sehr schnell aufbrechen und ausschlagen und innerhalb von ein paar Tagen wird es hier ganz anders aussehen.

Auch alte Bretter haben Frühlingsgefühle und können die unwahrscheinlichsten Farben annehmen.


8 Kommentare

Durch die Jahrmillionen – Momentaufnahme im Mitmachblog

Zuerst lebten sie – manche kürzer manche länger, dann starben sie – die einen völlig unspektakulär, andere als Folge von großen erdgeschichtlichen Katastrophen. Und dann kam es auf die Umweltbedingungen an, was aus ihren Knochen wurde. Sie sind die Momentaufnahmen der Erdgeschichte, die Möglichkeit in die Vergangenheit zu sehen, die Studienobjekte der Wissenschaft, ein Hinweis auf die Vielfalt des Lebens

Diese Fossilien und viele ihrer Artgenossen sind – durch  je nach Betrachtungsweise günstige oder widrige Umstände –  zu Bodenplatten einer Strandpromenade verarbeitet worden und bieten so wiederum eine Momentaufnahme ….


5 Kommentare

Blick auf die Welt 12 – Kautchuk

Kautschuk (indian. cao = Baum und ochu = Träne) ist ein Sammelbegriff für elastische Polymere, aus denen Gummi hergestellt wird. Kautschuk kann vulkanisiert, unvulkanisiert oder vorvulkanisiert sein.

Einige von Pflanzen erzeugte Kautschukarten sind: Naturkautschuk, Balata, Chicle-Gummi, Guttapercha und Guayule-Kautschuk (Parthenium argentatum). Naturkautschuk, aus Latex (dem Milchsaft des Kautschukbaums (Hevea brasiliensis)), ist davon die ökonomisch wichtigste. Synthetische Kautschuke, die heute etwa 60 % des weltweiten Bedarfs abdecken, gibt es in vielen Varianten. Darüberhinaus werden als Kautschuk auch Faktis und Kautschukregenerate verstanden.

Präkolumbische Zeit

Die Völker Mesoamerikas und die indigenen Völker Amazoniens nutzten Naturkautschuk in vielfältiger Weise. Am bekanntesten ist das Mesoamerikanische Ballspiel mit einem Vollgummi-Ball. Auch seine wasserabweisende Eigenschaft war bekannt, sodass Stoff damit beschichtet wurde; die Mayas sollen ihre Füße so mit einem begrenzt haltbaren Gummiüberzug versehen haben.

Die ältesten bekannten Gegenstände aus Kautschuk stammen aus der Zeit von 1600 v. Chr.


16 Kommentare

Achtsamkeit in der Fotografie

Der Begriff „Achtsamkeit“ bedeutet in diesem Zusammenhang „achtsame Wahrnehmung“ oder auch „direkte Wahrnehmung“. Damit ist gemeint, dass man das, was man wahrnimmt nicht interpretiert, oder so wenig wie möglich. Es ist der Versuch, die Welt direkt auf uns wirken zu lassen, ohne Filter. Mögliche Filter sind die persönlichen und allgemeinen Vorstellungen und Vorurteile, ideologische Ausrichtungen, Moralvorstellungen und, und, und …….. Eine Wahrnehmung wäre dann nicht schön, häßlich, gut, böse oder was auch immer, sondern einfach ein nicht näher definierter, starker Eindruck.

Momente der direkten Wahrnehmung sind sehr intensiv. Ein Eindruck ploppt auf und Sekundenbruchteile lang, ist alles andere verschwunden. Diesen Eindruck dann möglichst authentisch in einem Foto festzuhalten, macht viel Freude. Daraus werden Fotos, an die man sich erinnert. Von meinen Fotos, die aus einer solchen Wahrnehmung entstanden sind, weiß ich auch noch Jahre später, wie und wo ich sie gemacht habe.