la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Montag 10. Februar 2020

Es war der Tag der Regenbogen, nicht der Tag des Sturms wie prophezeit. Mein erster Blick aus dem Fenster zeigte einen Regenbogen, keinen gestückelten sondern einen kompletten Bogen mit kräftigen Farben und langer Lebensdauer. Am Nachmittag bot sich der Anblick eines weiteren perfekten Regenbogens über der Stadt. Dazwischen Schauer, Regen, Graupel …


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Sonntag 5.5.19

Wunderbar war der Regenspaziergang. Wenn ich mit meinem großen Schirm unterwegs bin, passiert es immer wieder, dass mich Unbekannte anlächeln, die offenbar auch zu ihrem blanken Vergnügen unterwegs sind. So ein Spaziergang ist ja eine ganz intime Sache zwischen dem Regen und mir, manchmal weht er mir ein paar kalte Tropfen ins Gesicht, so als kleine Streicheleinheit, die ich richtig gerne mag. Besonders vorwitzige Tropfen spritzen mir manchmal auf die Nase oder fließen über meine Hand in den Ärmel. Letzteres ist dann doch eine gewisse Grenzüberschreitung.

Das Sammeln von Regenwasser für die kommenden Gießtage funktioniert prächtig. Schon als Kind hat es mir immer große Freude gemacht, Wasser von einem Gefäß in ein anderes zu schütten. Genau das tue ich heute schon den ganzen Tag. Es regnet und regnet und ich fülle eine Flasche nach der anderen.

Es ist schon eine wahrhaft grausige Welt, wenn die Normalität darin besteht, dass männliche Kücken sofort nach dem Schlüpfen geschreddert werden und der Hinweis darauf, dass das in einem bestimmten Betrieb nicht passiert als Werbung dienen kann.

 


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Tod – ABC-Etüden

Ein plötzlicher Ruck, die Seile spannen sich, der Sarg steht an seinem Platz. Reden, Gesänge, Blumen, harte, schwarze Schatten. Gepresstes Atmen hinter Sonnenbrillen. Das Aufprallen der Erde auf dem Holz, endgültig. Fassungslosigkeit, Panik, immer präsente Angst um das eigene Leben. Die Rituale bleiben leer und stützen und halten nicht mehr.

Irren durch den Friedhof, zwischen den Steinen mit den bekannten Namen mit den unerbittlichen Daten und den verblassten Bildern, zwischen den machtlosen Inschriften und Lichtern. Groß und prächtig die Mausoleen, armselig die verwitterten Holzkreuze und namenlosen Steine auf den Soldatengräbern.

Hochaufragende Mauern menschlicher Hybris zerfallen vor unseren Augen.

Doch dann: der zärtliche, weiche Nieselregen durchdringt die Erde, durchdringt das Holz und vereint, was zusammengehört.

 

Die ABC-Etüden bei Christiane

Es soll ein Text entstehen mit einer Länge von  maximal 300 Wörtern, in dem die 3 vorgegebenen Wörter vorkommen.

Diesmal sind das „weich“ – „Nieselregen“ – „irren“

Die Art des Textes kann frei gewählt werden.