Kategorie: FOTOS.

Kristallwelten mit Bäumen

Im April waren wir in den Kristallwelten in Wattens (Tirol). Die Ausstellungsräume sind in einem Hügel, es gibt aber auch einen Park mit verschiedenen Kristall-Installationen.

Die Lage ist auf jeden Fall prächtig, mit Schneebergen im Hintergrund und blauem Himmel. Diese Baum-Installation ist sehr groß und dominant rund um einen Teich.

Die „Bäume“ sehen wahrscheinlich wenn sie in der Nacht glitzern recht eindrucksvoll aus. Ich schwanke trotzdem in der Beurteilung zwischen Kitsch und origineller Installation. Aber muss man immer beurteilen?

Spätestens dann, wenn es Spiegelungen gibt, bin ich versöhnt

Lebenskünstler ?

Was genau ist nun ein Lebenskünstler? Jemand, der/die glücklich in seinem Leben ist, trotz begrenzter materieller, gesundheitlicher oder sonstiger Ressourcen?

Man kann mit mehr als ausreichenden Ressourcen auch sehr unglücklich sein, aber kann man, wenn man mit vielen Ressourcen aller Art ausgestattet ist auch Anspruch auf die Bezeichnung Lebenskünstler/in erheben, vor allem dann, wenn man ein sehr engmaschiges Auffangnetz für viele mögliche Probleme und Katastrophen hat?

Ich weiß es nicht, denke aber gelegentlich darüber nach

Freitag 19.Mai 2023 – grüne Überflutung

Der Regen hat aufgehört und man kann nicht von Hochwasser sprechen. Es gibt keine Warnungen, nirgendwo an der Donau wurden Hochwasserschutzmauern aufgestellt. Aber der Fluss führt deutlich mehr Wasser als vor ein paar Wochen. Dort, wo es Strände gab, steht Wasser, Bäume und Pflanzen sind teilweise untergetaucht. Es ist eine grüne feuchte Landschaft.

Im Donauraum herrscht akute Zeckengefahr, aber ich denke, dass die Überflutungen des hohen Grases die Lage vielleicht etwa gebessert haben.


Es war genau richtig heute zur Nervenberuhigung die Radsaison zu eröffnen. So eine kleine Nebenstraße, auf der alle Viertelstunden, wenn überhaupt, ein Auto vorbeikommt, mit Feldern auf beiden Seiten, hie und da ein paar Häuser und der Fluss ganz in der Nähe. Das ist für mich echte Entspannung und Entschleunigung. So wenig ich den Wind eigentlich mag, so schön finde ich die Windwellen in Getreide und Gräsern, die Schattierungen von Grün in Licht und Schatten und die Qualitäten des Getreides als großer Zuchterfolg der Menschheit.

Donnerstag 18.Mai 2023 -Chaos und Ärger

Ich vermute, dass die Kakteen mit dem vielen Wasser nicht besonders glücklich waren. Ähnlich erging es uns heute in PB: ein total verstopftes Klo an einem Feiertag. Lösungssüchtig wie ich bin, hängte ich mich ans Telefon um einen Installateur aufzutreiben

Was ich heute alles gelernt habe! Auf den ersten Blick sah es aus als wäre der Installateurs-Notdienst bestens organisiert. Naja, das hat sich als schöne Fassade einer Bruchbude erwiesen. Erst nach einer Weile habe ich durchschaut, dass die Zentralen, bei denen man anruft um einen Installateur zu bestellen ihrerseits bei einer großen Anzahl von Firmen anrufen und dadurch ein beachtliches Chaos erzeugen. Das Ärgerlichste war zunächst, dass die „Firmen“ angeben, sich an dem Ort zu befinden, nach dem man gesucht hat, tatsächlich aber ganz woanders sind, in hunderten Kilometern Entfernung.

Was soll man als Kundin machen, wenn die erste Zentrale keine Auskunft über Preise und Dauer der Anfahrt eines Installateurs liefern kann/will? Eine zweite Zentrale anrufen, was sonst. Wenn die zweite Zentrale im Laufe des Gesprächs, den Anfahrtspreis verdoppelt, was man empört ablehnt, kann man dann doch davon ausgehen, dass die „Geschäftsverbindung“ als beendet zu betrachten ist. Die dritte Zentrale war mit einem unglaublich unhöflichen Menschen besetzt, der mir mitteilte, dass ich ihn bei der Arbeit störte und obendrein „eine große Klappe hätte“. Er hätte mich wenigstens mit landesüblichem Vokabular beschimpfen können…

Jedenfalls beendeten wir das Telefonat indem er mir mitteilte, dass er mir nicht sagen könne, was das Entstopfen kosten könnte und wie lange der Installateur brauchen würde. Nachdem ich so unverschämt war, immer wieder anzurufen, behauptete er jedesmal, es wäre bereits jemand unterwegs.

Sehr genervt war ich schon, als es um 21h30 das erste Mal klingelte und ein Installateur vor der Tür stand. Auf meine Frage, ob er von der Zentrale X komme, war er sehr erstaunt. Nein, er komme von der Firma Soundso. Mir war schon alles egal, Hauptsache ein Installateur.

Ich rief den unhöflichen Typen von der Zentrale X an und teilte ihm mit, er brauche jetzt niemanden mehr zu schicken. Daraufhin wurde er richtig ausfallend, zum Glück habe ich von seinen Ausführungen nicht viel verstanden. Er war völlig außer sich und drohte mich zu verklagen. Lächerlich, trotzdem hat es mich nicht gefreut. Der anwesende Installateur hat ihn dann beruhigt. Wahrscheinlich kennen die sich ohnehin alle untereinander.

Das Problem wurde behoben, die Rechnung war enorm. Der Installateur hinterließ seine Privatnummer, fürs nächste Mal, er würde natürlich alles viel billiger machen. Die Schattenwirtschaft blüht.

Epilog: um 23h läutete das Telefon. Ein weiterer Installateur kündigte sein baldiges Eintreffen an. Ich entschuldigte mich und erklärte ihm, dass schon jemand dagewesen wäre und schon alles repariert. Dieser Mann war tiefenentspannt und meinte nur, da wäre ihm sein Kollege wohl zuvorgekommen, denn sie wären zu zweit gefahren. Näheres hat mich dann nicht mehr interessiert.

Mir bleibt der Eindruck von großem Chaos, viel Stress und einer etwas mafiösen Grundstruktur des Systems und die Hoffnung, dass das weitere lange Wochenende besser verlaufen wird.

Das Herz der Glyzinie – Impulswerkstatt

Hier geht es zur Einladung zur Impulswerkstatt Mai-Juni

Nachdem ich kürzlich eine Glyzinienhecke im Regen intensiv von allen Seiten und mit großer Begeisterung fotografiert habe, möchte ich einige der Fotos auch in der Impulswerkstatt ausstellen. Durch den tödlichen Trichter der carnivoren Pflanze sind sie ja nicht gefährdet.

Durch die verschiedenen Violetttöne entsteht hier ein Eindruck von Herbst und Verwesung, der völlig falsch ist. denn die Blüten sind ganz frisch aufgeblüht.


Jahreszeitenprojekt von Royusch – Mai – Schönbrunn durchs Jahr

Das Projekt von Royusch soll dieselben Plätze durchs Jahr zeigen.

Ich habe mich zu zwei Motiven pro Monat entschlossen, die Blumenbeete an der hinteren Seite von Schloss Schönbrunn und die Glyzinienhecke ganz in der Nähe.

So sah es in den Blumenbeeten hinter dem Schloss Schönbrunn in Wien im April aus:

Im Mai hat sich einiges verändert. Bei der Aussiedlung der Palmen aus der Orangerie ist auch in der Mitte der vier Blumenbeete je eine Palme gelandet. Erstaunlich ist, dass in diesem Jahr in den Barockbeeten Löwenzahn und Gänseblümchen stehen bleiben durften, auch das Gras wurde noch nicht gemäht. Obendrein wird auch bei strömendem Regen gegossen. Ich finde Wiesen mit Löwenzahn, Gänseblümchen etc schön und ökologisch sinnvoll. Aber in streng geometrisch angelegten Barockbeeten passt Wiese eigentlich nicht. Es scheint als wäre die Schönbrunner Gärtnerei im Chaos. Vielleicht haben sie dieselben Probleme wie überall: nicht genügend Personal.


Beim Blick in die andere Richtung sieht man die nicht besonders spektakuläre Bepflanzung besser. Dafür ist der Blick auf den Neptunbrunnen und die Gloriette eigentlich schöner als der Blick auf das Schloss.

Die Glyzinienhecke habe ich ganz bewusst im Regen besucht und bin bei den Fotos voll auf meine Regenfankosten gekommen.

So sah die Hecke im April aus:

Jetzt ist sie voll aufgeblüht und eine wahre Pracht. Die Blätter wachsen noch weiter


Ich konnte nicht widerstehen und habe auch ein paar Nahaufnahmen gemacht. Man beachte die Regentropfen


Ich finde es immer so schade, wenn ich in manchen Blogs Fotos sehe, die mir gefallen würden, die aber ohne Abstände so aneinandergeklebt sind und ineinanderfließen, dass man die einzelnen Fotos gar nicht bewundern kann. Deswegen lege ich großen Wert auf Abstände zwischen den Bildern.

So sah es hier im Jänner aus und so im Februar. Im März begann die Bepflanzung der Beete. Hier der April.

Singing in the rain – Schnecken tun das sicher

Für den Freitag Nachmittag war ein Miksang-Foto-Spaziergang geplant und niemand aus der Gruppe wollte ihn verschieben, obwohl es ziemlich klar war, dass es regnen würde. Wir trafen uns in Regenmänteln und unter Schirmen, die Kameras eingewickelt und gingen in den botanischen Garten der Uni. Wir waren nicht allein unterwegs:

Der klassische Seerosenteich im Regen. Vom Lotus, der dort auch üppig wächst, war aber noch nichts zu sehen.

Dieser botanische Garten liegt im Park von Schloss Belvedere, ist aber durch Mauern abgetrennt, weil er zur Uni gehört. Es war ein großartiger Fotospaziergang: ursprünglich wollten wir „Farben“ und „Muster“ fotografieren, aber das Wasser war als Eindruck doch ziemlich dominant auch nachdem es aufgehört hatte zu regnen. Weitere Fotos gibt es demnächst zu sehen.

Nach dem Fotografieren sehen wir uns ja immer gemeinsam ausgewählte Fotos an. Wir hatten diesmal in keinem Lokal reserviert und irrten eine Weile durch die Gegend, weil alles bummvoll und/oder reserviert war. Dann fanden wir in der Schwarzenbergstraße ein middle-east-Lokal, in das wir eigentlich nur hineingingen, weil wir schon reichlich hungrig waren. Es erwies sich aber als gute Wahl. Das Essen war sehr gut, dass es auch halal war, wäre für uns nicht nötig gewesen, beeinflusste den Geschmack aber auch nicht. Vor dem Lokal im Schani-Garten dampfte es aus Shishas und wir freuten uns über unsere Fotos.

Mit einem guten räumlichen Konzept und guter Küche kann man offensichtlich Restaurant und Shisha-Lokal durchaus unter einen Hut bringen.

Gewaltlosigkeit und Anna Eulenschwinge

Viele der Fotos von Anna Eulenschwinge gefallen mir sehr gut und sie hat mir das japanische Wabi-sabi-Konzept näher gebracht. An einem von ihr angeregten Fotoprojekt beteilige ich mich somit sehr gerne. Das April-Mai-Wort „Gefühl“ ist allerdings schon sehr schwierig.

Zur Präsentation meines Fotos muss ich etwas ausholen. Auf dem Weg nach Meran haben wir in Wattens Station gemacht und zufällig war unser Hotel in zehn Minuten Entfernung von den Swarowski-Kristallwelten. Eigentlich hatte ich mir dort nur Dinge erwartet, die mich nicht interessieren, bunte Glastiere, eine Art Schmuck, die mir nicht gefällt und wäre gar nicht auf die Idee gekommen hineinzugehen

Nachdem wir aber nun schon einmal in Wattens waren und dort sobald nicht wieder hinkommen würden und weil der F und ich beide prinzipiell neugierig sind, haben wir die Swarowsi-Kristallwelten besucht und sie waren im positiven Sinn ziemlich anders, als ich sie mir vorgestellt hatte.

Zum Thema „Gefühl“ möchte ich das folgende Foto zeigen. In den Kristallwelten gibt es eine „Frieden“ genannte Installation. Man sieht Hologramme von mehreren Persönlichkeiten, die sich für Frieden und Versöhnung eingesetzt haben: Martin Luther King, Rigoberta Menchu, Yitzhak Rabin, Nelson Mandela, Gandhi und einige andere, von denen man kurze Ausschnitte aus bekannten Reden hört. Sehr gute Hologramme, die Personen sehen absolut echt aus und machen die Installation äußerst wirkungsvoll.

Ich war so beeindruckt, dass ich die Kamera erst zückte als „Gandhi“ schon gesprochen hatte und sich sein Hologramm langsam auflöste. So ist dieses Foto entstanden.

Es stellt für mich das Gefühl dar, dass die großen Ideale der Menschheit quer durch alle Kulturen, Gewaltlosigkeit, Frieden, Versöhnung, sich wie Hologramme auflösen können.

Nachdem es sich um ein Gefühl handelt, möchte ich es nicht zerreden.

Ein bisschen Werbung

Nicht dass eine so wunderschöne Anlage wie die Trautmansdorffer Gärten in Meran noch irgendwelche Werbung benötigen würde.

Auch die Tulpen haben mir in diesem Garten besser gefallen als im Keukenhof in Holland. Sie haben als blumige Einzelcharaktere viel mehr Ausdrucksmöglichkeiten als die Tulpenmeere im Keukenhof.


Auch der Keukenhof ist eine Pracht für Tulpenfans, hat aber teilweise jahrmarktsartigen Charakter. Trautmansdorff liegt schon einmal in einer attraktiveren Landschaft, ist insgesamt viel schöner und vielfältiger angelegt und bietet obendrein noch einiges an Information zu diversen Planzengruppen

Hallo, Hübscher, sagte ich zu ihm

Nein, nein, nein, antwortete er, ich bin kein Prinz. Und verschwand. Auch gut.