Kategorie: FOTOS.

Nur keine Bewegung zuviel !

Als ich hinkam, saß das obere Faultier schon an seinem Platz und rührte sich nicht. Das untere schwang sich im Zeitlupentempo auf die mittlere Plattform.

Es ist mir gerade erst aufgefallen, dass ich gerade drei sehr wenig aktive Tiere fotografiert habe: Panda, Koala und Faultier. Soll mir das etwas sagen? Eigentlich bin ich nicht besonders inaktiv. Obwohl, die Frage ist natürlich verglichen womit bzw. mit wem.

Samstag 11. September 2021

Nein, kein Rückblick auf vor 20 Jahren, obwohl ich mich gut erinnern kann an das Bild wie das Flugzeug in das eine Hochhaus hinein geflogen ist und zunächst niemand wusste, ob das nun echt war oder nicht. Solche Bilder graben sich ein ins Hirn, die vergisst man nicht. Mir ist auch nicht nach Betrachtungen über Terrorismus im Allgemeinen und im Besonderen, über Afghanistan, den Terroranschlag in Wien, im November.

Nein, mein Interesse gilt derzeit dem Forellensülzchen und den Kichererbsen-Sesam-Laibchen, die wir Samstag bei prächtigem Blick über die Donau gegessen haben.

Würde die Welt denn besser oder sicherer wenn ich über 9/11 schreiben würde oder über die Freundschaft der Familie Bush zum Saudi-arabischen Königshaus, über Guantanamo oder die wieder voll verschleierten Frauen unter den Talibans, diese kleinen, schwarzen Säulen, die notgedrungen wahrscheinlich ähnlich stark sind wie steinerne Säulen?

Hat das Forellensülzchen als Symbol für eine sehr dichte Woche weniger Daseinsberechtigung, wenn es in der Welt besonders grauslich zugeht und die Gedenktage an Attentate sich gegenseitig die Türen einrennen? Ist man als Hedonist*in automatisch ein schlechter Mensch?

Schreibwetter?

Ich würde gerne einen ganz düsteren, morbiden Text zu dem Praterfoto in der Impulswerkstatt schreiben, aber das Wetter ist so sonnig und strahlend, das das einfach nicht geht. Und so gibt es hier noch Strahlen zu sehen. Strahlendes Grün

Diese Distel habe ich – neben vielen anderen Disteln, die ich wegen der drauf sitzenden Schmetterlinge fotografiert habe – wegen ihrer interessanten, ein wenig an technische Strukturen erinnernden Form fotografiert.

Donnerstag 9.September 2021 – Züge und Rauch

Auch Donnerstag war ich den ganzen Tag mit dem Zug unterwegs, allerdings eine kürzere Strecke, nur bis Linz. Die beiden Tage haben mir aber vollauf gereicht für die Erkenntnis, dass ich nicht über drei Stunden mit Maske im Flugzeug sitzen will und somit Atlantik im Oktober ziemlich abgemeldet ist.

Es ist nicht schlimm, der Atlantik wird in absehbarer Zeit nicht austrocknen und es gibt viele schöne Orte, die mit dem Zug oder dem Auto zu erreichen sind. Es tut nicht gut, sich auf etwas zu versteifen, was man vernünftigerweise bleiben lassen sollte. Vor allem wenn es doch eine Menge Alternativen gibt.

Der F bemüht sich ja schon lange, mir die Faszination von Zügen und Zugnetzen näher zu bringen. So ganz kann ich die Begeisterung für eine bestimmte Lok nicht nachvollziehen, oder für irgendeine Schmalspurbahn, aber den Zug aus Hamburg und den Zug nach Venedig im Abstand von fünf Minuten ankommen bzw. abfahren zu sehen, hat mich auch nicht kalt gelassen. Venedig mit immer noch sehr wenigen Touristen. Verlockend. Dorthin kann man mit einem Tageszug fahren, der zwischen sieben und acht Stunden unterwegs ist oder mit einem Nachtzug.

Wie gesagt, war ich heute praktisch den ganzen Tag in Linz unterwegs, habe aber nur ein einziges Foto gemacht, sehr ungewöhnlich. Das Foto stammt aus einem arabischen Lokal mit recht gutem Essen, wo als Abschluss auf Kosten des Hauses Tee serviert wird. Vertrieben hat mich von dort, dass sich der Gastgarten immer mehr mit Shisha-Rauchern gefüllt hat und der Rauch auch im Freien alles und alle umzingelt und durchdrungen hat. Ich mag nun einmal keinen Rauch egal welchen Ursprungs.

Die nächsten Tage wäre mir ruhige Zeit zum Lesen ganz recht…