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Übergeben – 31.Mai 2021

Gerade habe ich noch darüber gejammert, dass ich die Wohnung eh nicht bekommen werde und nun habe ich sie schon gekauft. Es fehlt nur noch der Eintrag im Grundbuch, das wird noch 2, 3 Monate dauern.

Erstaunlich schnell ist alles gegangen. Die Ummeldungen von Strom, Wasser und Heizung, die Schlüsselübergabe. Wir haben Wohnung, Keller und Garage in Besitz genommen. Ein komisches Gefühl muss das sein, anderen Leuten die Wohnung zu überlassen, in der man fünfzehn Jahre gelebt hat.

Die Wohnung ist halb möbliert, hat alle nötigen Geräte, die sogar noch recht neu sind. Natürlich ist nicht alles genauso, wie ich es gerne haben möchte, aber es muss ja nicht alles auf einmal sein. wenn ich mir allerdings dieses Prachtstück ansehe, freue ich mich schon auf den Winter. Es gibt auch eine Zentralheizung, aber das ist ja kein Vergleich !

Donau von allen Seiten

Wir nähern uns der Donau von verschiedenen Seiten. Kürzlich haben wir die Fischwanderhilfe beim Kraftwerk Freudenau besucht, letzten Sonntag waren wir am Beginn der Donauinsel, beim Einlaufbauwerk Langenzersdorf, dort wo die Neue Donau, die eigentlich mehr ein See mit Zu- und Abfluss ist, von der Donau abgezweigt wird.

Das Einlaufbauwerk Langenzersdorf ist die erste der drei Wehranlagen in der Neuen Donau, die 1975 im Zuge der Wiener Donauregulierung gemeinsam mit der Neuen Donau und der Donauinsel gebaut wurde. Die Donauinsel ist zum äußerst beliebten Naherholungsgebiet geworden. Sie ist mit mehreren U-Bahnen zu erreichen und bietet einerseits Partybetrieb an der sogenannten „Copa Kagrana“ (Kagran heißt der Stadtteil daneben), andererseits Bademöglichkeiten und Natur mit kilometerlangen Wander- und Radwegen.

Bei Hochwasser auf der Donau werden die Wehre des Einlaufbauwerks geöffnet und das Wasser in die Neue Donau geleitet, um Überschwemmungen zu verhindern. Die Kapazität der Donau und der Neuen Donau betragen hier zusammen 14.000 m³/Sekunde. 8.000 m³/Sekunde entsprechen hier einem Pegelstand von 7 Metern, beim „Jahrhunderthochwasser“ 2002 waren es „nur“ 10.000 m³/Sekunde und es gab in Wien keinerlei Hochwasserschäden.

Soviel zur technischen Seite. Die Donauinsel ist Teil des Hochwasserschutzes aber auch ein sehr idyllisches Gebiet, wo man abgesehen von Wandern, Radfahren und Schwimmen auch noch diverse andere Sportarten betreiben kann.

Für mich als begeisterte Wasserschauerin ist die äußerste Spitze der Insel sehr interessant, da wo das fließende Wasser mit dem aufgestauten zusammen trifft.

Krankheiten und Parasiten

Wieder so ein Beispiel, wie schwierig es ist, ein Bild richtig zu schneiden. Entweder es fällt etwas weg, was dringend drauf sein sollte oder es ist etwas zu viel . Das ist eben einfach das Schicksal meiner Fotos.

Donnerstag 20.Mai – Kerzen und Soziopathen

Bis vor kurzem war die ganze Stadt ein Fliederduftmeer, jetzt haben die Kastanien übernommen, in weiß und rosa aber ohne Duft. „Kerzen“ als übliches Bild für Kastanienblüten mag ich sehr gerne. Jeder Baum ein strahlender Kerzenleuchter. Derzeit obendrein glänzend vor Nässe.

Franz Kafka und Milena Jesenská begegneten einander zum ersten Mal in Gmünd, das Kafka in ihrer Korrespondenz als „Grenze zwischen Ost und West“ bezeichnete. Aus irgendwelchen Gründen ist mir diese Aussage im Gedächtnis geblieben. Nun, das Waldviertel wird mir ja bald näher rücken, auch Gmünd und die Blockheide und Tschechien.
Interessant finde ich, dass Tschechien ganz im Gegensatz zum Nachbarn Polen eine solide laizistische Tradition hat. Es gibt eine Menge zu erkunden „dort oben“.

Aus mehr oder weniger gegebenem Anlass habe ich über Soziopathen nachgelesen und finde meine Einschätzung des Umgangs mit solchen Personen bestätigt: Finger weg, wenn irgend möglich !