la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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#3 das Kappl –

Das Kappl teilt die Interessen seiner …..  äh ……. Partnerin und besucht eine Ausstellung moderner Kunst. Insbesondere gefiel ihm dort:

Doris Libiseller „Pölster“ Keramik gebrannt im Rauchbrand

Ulla Reithmayr „Die Liebe Krawatten zu ziehen“  C-print

Man beachte die gleichzeitig locker entspannte  und konzentrierte Haltung des Kappls. Die sachkundigen Kommentare sind leider nicht überliefert.

Die ProjektbetreuerInnen:

Aequitas und Veritas und Wortman


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Vandalismus gegen Engagement

Wir haben die erwähnte Portraitausstellung „Gegen das Vergessen“ mitten in Wien mit Aufnahmen von Luigi Toscana, einem deutsch-italienischen Fotografen und Filmemacher besucht. Einige der Fotos, die auf Leinwände gedruckt sind, wurden – wahrscheinlich aus anti-semitischen Motiven – zerschnitten. Spontan haben sich dann Menschen versammelt und haben die beschädigten Bilder genäht. Manche haben dadurch an Wirkung noch gewonnen. Durch die Leinwand scheint das Gitter des dahinterliegenden Heldenplatzes durch.

Es wurden vor alle Bilder Blumen und Kerzen gelegt und der Zustrom an Besuchern ist groß. Viele Schaulustige, viele betroffen wirkende Menschen, eine ruhige Stimmung. Es sind Dutzende Bilder mit Lebensläufen der Porträtierten

Die Menschen, die die Mahnwache übernommen haben, sitzen in ihren Zelten und zwischen den Bildern. Berge von Lebensmitteln stehen herum. In der Nacht in der sie ihre Wache begannen, hat es in Strömen geregnet.

 


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Mittwoch 29.5.19 – Aktion und Reaktion

41.000 Vorzugsstimmen hat Strache bei den Europawahlen von den Stammwählern der FPÖ bekommen. 41.000 !! Mit dem alten „Jetzt-erst-recht“-Schmäh mit dem schon Waldheim gewählt wurde. Ob er das Mandat annimmt, weiß man noch nicht.

In der Wiener Innenstadt gibt es derzeit im öffentlichen Raum eine Ausstellung von Portraits von KZ-Überlebenden. Eine Ausstellung, die schon an mehreren Orten zu sehen war, bis jetzt ohne Zwischenfälle. Ausgerechnet in Wien wurden nun einige zerrissen und beschmiert, mit Hakenkreuzen. Es ist ebenso empörend wie beschämend. Aber aus der Empörung heraus hat sich spontan eine  Gruppe von Menschen gefunden, die die Bilder genäht hat und nun werden sie nächtens von Freiwilligen bewacht, hauptsächlich von Jugendgruppen darunter auch die muslimische Jugendorganisation. Verrohung hat immer einen Ursprung, nicht zuletzt das durch die Politik bedingte gesellschaftliche Klima, aber daraus kann auch Positives entstehen. Der Satz von Bundespräsident Van der Bellen „Wir sind nicht so“, bezogen auf die moralischen Abgründe, die im Ibiza-Video zu sehen waren, hat einen Nerv in der Gesellschaft getroffen.

Der Bundespräsident ist in den letzten Tagen äußerst beschäftigt, nicht nur politisch. Er spricht zB auch bei den Begräbnisfeierlichkeiten für Niki Lauda. Van der Bellen hat sich viel Respekt und Vertrauen erworben, eventuell auch bei einigen Hofer-Wählern, oder doch nicht …..


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Das Schweigen zur Kunst

Ich diskutiere gerne. Über Politik, über gesellschaftliche Themen, über Spiritualität, über die Unsterblichkeit der Maikäfer. Es wird mir nicht langweilig ein Thema von allen Seiten zu betrachten, mit verschiedenen Leuten zu besprechen, mehrmals und immer wieder. Ich kann hart sein im Geben und im Nehmen, mehr oder weniger subtiler Zynismus ist mir ebenso  willkommen wie Geschwurbeltes.

Aber es gibt ein Thema bei dem ich still werde, bei dem ich Diskussionen vermeide und abwürge wenn es nicht anders geht, und das ist Kunst. Im Bereich der Kunst gibt es für mich viel zu schauen, zu hören, zu genießen oder zu hassen, aber wenig zu reden. Ich möchte in Farben hineinfallen, Strukturen mittanzen, beim Betrachten mancher Bilder lachen und bei anderen weinen. Ich möchte orange Liebe, grüne Leichtigkeit, graue Verzweiflung erleben und dann alles wieder wegwischen können und eine weiße Wand betrachten.

Ich habe sehr viel übrig für wohlgesetzte Worte und messerscharf logische Argumentationen, kilometerlange Schachtelsätze sind mir ganz und gar nicht zuwider und ich verwende selbst mit Vergnügen veraltete Wörter und Ausdrücke. Aber über Kunst mag ich weder referieren noch debattieren. Ich möchte meine Begeisterung für ein Bild nicht hinterfragen und nicht erklären. Es ist mir auch eher gleichgültig, was der Künstler/die Künstlerin ausdrücken wollte, mir kommt es hauptsächlich darauf an, welche Emotion oder welche Aussage bei mir ankommt. Wenn mir ein hochgerühmtes, bekanntes Werk eines prominenten Künstlers nichts sagt,  habe ich auch nicht das Bedürfnis mich zu erklären oder gar zu rechtfertigen. Und wenn mich drei Striche auf einer Leinwand zu Tränen rühren, so ist die Stärke meines Mitteilungsbedürfnisses umgekehrt proportional zu meiner Emotion.

Andererseits nehme ich immer wieder an kunstgeschichtlichen Führungen teil, ich lese auch in den zahlreichen Ausstellungskatalogen, die in meinen Bücherregalen stehen. Das fällt für mich aber in den Bereich des Wissens und der Bildung und nicht in jenen der Wahrnehmung. Da ich zwar in beiden Bereichen zuhause bin, es mir aber nur sehr schwer gelingt, mich in beiden gleichzeitig aufzuhalten, schweige ich über Kunst meistens.