la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


4 Kommentare

Kraut und Rüben

Meine neueste kulinarische Entdeckung: Algen mit Ingwer. Sicher sind sie auch sehr gesund, aber vor allem schmecken sie mir ganz großartig. Und wie das so ist, wenn einem etwas besonders gut schmeckt: ich finde sie passen zu so gut wie allem.

Einen neuen Anlauf in Gemüsekiste habe ich auch gemacht. Die Kiste, die ich eine Weile hatte, kam aus dem Waldviertel, der Transportweg war also nicht allzu lang, die Produkte in Bio-Qualität, aber ich hatte genug davon, weil es einfach immer nur dasselbe war. Wochenlang nur Kraut, Erdäpfel, Zwiebel, Karotten und Äpfel. Manchmal -aber eher selten- gab es auch anderes. Die Kohlsprossen zum Beispiel waren sehr gut.

Ich bin also reumütig zu meiner früheren Kiste zurückgekehrt. Das Herzstück der Firma, ein Bio-Bauernhof mit Hofverkauf arbeitet mit anderen Produzenten im In- und Ausland. Die dadurch entstehenden längeren Transportwege sind der einzige nicht so positive Punkt. Aber sonst passt alles. Man kann Obst und Gemüse in Kisten  verschiedener Größe und Zusammenstellung mit einer Vorlaufzeit von ein paar Tagen ganz flexibel bestellen, telefonisch oder über den Online-Shop oder einfach im Abo. Es gibt auch Milch und Milchprodukte, Wurst, Fleisch, verschiedenste Brotsorten und sogar frisch Gekochtes. Alles wird pünktlich und verlässlich vor die Wohnungstür gestellt. Rezepte zur Zubereitung der jeweils gelieferten Dinge bekommt man auch, ebenso wie Infos zu Inhaltsstoffen, Lagerung und sonstiges Wissenswerte.

Die kleinste gemischte Kiste passt gerade gut. Ich habe sie für alle zwei Wochen bestellt und in der Woche dazwischen eine reine Obstkiste. Der F. isst ja soviel Obst, dass wir mit dem Kaufen gar nicht nachkommen.

Advertisements


18 Kommentare

Lehrerinnenlebensrhythmus

In meinem Leben endet vieles im August und anderes beginnt im September. Nicht nur die Lieben und die Reisen und die Schulferien. In diesem Jahr ist alles etwas anders. Abgesehen von 2 Wochen im Waldviertel bin ich den ganzen Sommer zuhause. Extreme Hitze und Bewegungseinschränkung lassen Motivation für eine kleine Reise erst gar nicht aufkommen und eine große traue ich mir nicht zu. Obendrein mangelt es mir nicht an Beschäftigung. Nächstes Jahr um die Zeit aber ……

Dieser „Im-September-beginnt-alles-neu-Rhythmus“ zieht sich überall durch: die Kreditkarte und die Bankomatkarte und die Jahreskarte für die Öffis alles beginnt im September neu. Und es gehört auch zu den positiven Aspekten des Lehrberufs, dass alles immer wieder neu beginnt, neues Schuljahr, neue Schüler und wenn man will, kann man ein völlig neues Konzept ausprobieren, völlig neue Methoden einführen. Man kann sich selbst neu erfinden, zumindest didaktisch.

Nun haben wir schon eine Weile einen schweigenden Kanzler, einen Vizekanzler, der die intellektuell und kompetenzmäßig wenig belasteten Recken seiner Partei für die gröbsten Ausrutscher immer wieder in Schutz nimmt, einen Innenminister, der den eigenen Verfassungsschutz sabotiert damit nichts weiteres über besagte Recken bekannt wird. Eine Sozialministerin, die allen Ernstes verkündet, dass man von 150 Euro im Monat leben kann. Nun haben wir noch eine Außenministerin, die Putin zu ihrer Hochzeit einlädt. So ein richtig großes, leeres Sommerloch wäre fantastisch!


5 Kommentare

Guter Tag 15.8.18

Ein besonderer Tag: weder ist der Milchreis übergekocht noch die Quiche verkohlt. Nur die Wespenbelagerung wurde noch verschärft. Ein geruhsamer Tag: der Wind weht in die richtige Richtung, die Einflugroute zum Flughafen Schwechat ist heute anderswo. Ein besonders sauberer, aufgeräumter Tag: die Putzfrau war gestern besonders motiviert. Und insgesamt ist es wolkig und kühler, da erwachen meine Lebensgeister sofort …

Äußerst spannende Reportage darüber, dass Sprache die Art des Denkens formt. Man spricht seine Muttersprache nicht nur, man denkt auch in ihren Strukturen. Wen es interessiert, klicken  , es ist bis nächsten Dienstag zu hören.


35 Kommentare

Ich habe ihn …

…. den OP-Termin. Wunschtermin, Wunschchirurg, alles fixiert. Jetzt muss ich nur noch bis Mitte Dezember durchhalten. Es wird sehr mühsam werden, aber mit einem Ziel vor Augen werde ich das schon einigermaßen gut durchleben können.

Fast freue ich mich auf die OP. Nicht auf die OP selbst, bei der ich ja zum Glück nicht bewußt dabei sein werde, aber auf das hoffentlich gelungene Ergebnis und die Zeit danach mit wiederhergestellter Mobilität. So mies wie die Lage derzeit ist, kommt mir vor, dass ich geradezu neu geboren sein werde.

Das größte Risiko meinte der übrigens äußerst freundliche und herzliche Chirurg, wäre die Infektion. Sein Krankenhaus läge da aber mit einer Rate von 1% ziemlich gut. Ob das viel oder wenig ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich halte ohnehin nichts von dieser Art von Statistiken. Was hilft eine Wahrscheinlichkeit von 1:100.000 wenn man selbst die eine Person ist?

Jede Woche gibt es eine Beratungsveranstaltung für zukünftige Patienten. Dafür werde ich mich gleich anmelden, das klingt nach einer wirklich guten Sache. Maximal zehn Tage Krankenhausaufenthalt, je nachdem wie fit man allgemein ist und wie gut die Sache sich entwickelt, es gäbe auch Leute, die nach 4 Tagen entlassen würden. Dann sollte man allermindestens 4 Wochen mit Krücken gehen und dann 3 Wochen Rehab. Das heißt nach den Semesterferien wäre die 9. oder 10. Woche und ich könnte wieder arbeiten und gerade gehen und vieles mehr.

Möge das Projekt gelingen!


8 Kommentare

Ein Sonntag

Im Gegensatz zu gestern ist heute ein seltsamer Tag. Das Leben drinnen irgendwie zähflüssig, schneckenschleimig, belanglos und das Draußen heiß, wie ein feindliches Medium. Der F. flucht vor sich hin während er seinen neuen Drucker installiert, er ist auch nicht gerade in fröhlicher Stimmung. Es gibt ja Menschen, die Sonntag Nachmittage prinzipiell furchtbar finden. Ich gehöre da zwar nicht dazu, aber heute erwische ich so einen Zipfel von dieser Stimmung. Ich komme mir ganz eingesperrt vor, obwohl ich doch jederzeit überall hin gehen könnte, in den Grenzen meiner eingeschränkten Mobilität aber trotzdem. Zum Weggehen fehlt mir aber die Energie, eigentlich fehlt mir die Energie für überhaupt alles. Solche Momente lässt man wohl am besten vorbeischleichen, vorbeihumpeln, es wird schon Besseres nachkommen.

Ein kapverdischer Gitarrist spielt aus dem Radio. Gefällt mir sehr, leicht und doch melancholisch ……