la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Vielleicht doch nicht ganz so grauslich ?

Ich versuche gerade mir meinen neuen Stundenplan für das Sommersemester schön zu reden. Leider vorläufig ohne nennenswerten Erfolg. Lässt sich irgendetwas Positives daran finden, am Freitag sowohl am Vormittag als auch am Abend arbeiten zu müssen, mit vier Stunden Pause dazwischen ? Mir ist jedenfalls noch nichts eingefallen. Dass in einer Abendschule mit etwa 35 Klassen auch am Freitag Abend Unterrichtende gebraucht werden, lässt sich nicht wegdiskutieren. Und es ist natürlich gerecht, wenn es nicht immer dieselben trifft. Trotzdem bin ich grantig …..

Jetzt kommt allerdings zuerst eine Woche Atlantik. Ach, ich freue mich schon !

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Gestalterisches

In letzter Zeit kreist mein Leben um Krankheiten, Therapien, Tod, Alter, Vergänglichkeit. Alles unleugbare Bestandteile des Lebens. Nur sollte auch für anderes noch Platz und Energie vorhanden sein. Niemand kann Schicksale beeinflussen, aber die Einstellung zum Leben und dessen Gestaltung unterliegt der Eigenverantwortung, auch in finsteren Phasen …….

 


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8 Stunden (in Worten acht)

Acht Stunden habe ich heute in einem Möbelhaus verbraucht. Von Öffnen bis Schließen. „De sol a sol“ nennen das die Spanier. Meine Schwägerin und ich waren unterwegs um eine kleine Wohnung bis Dienstag benutzungs- und bezugsfähig zu machen. Das heißt die Möbel mussten alle lagernd sein damit sie bis Dienstag innerhalb eines 24-Stunden-Service geliefert werden konnten. Es war nicht einfach und wir kamen ganz schön ins Schwitzen, bildlich gesprochen. Aber wir haben es geschafft, die wichtigsten Dinge in ganz hübscher, zusammenpassender und qualitativ akzeptabler Ausführung zu finden. Ein einziges Stück wird erst in ein paar Wochen geliefert. Ich hätte nicht gedacht, dass wir wirklich alles nötige finden würden, aber doch, wir waren viel besser oder hatten viel mehr Glück als erhofft.

Es war ziemlich grausig, praktisch den ganzen Tag in einem zwar großen, zwar hübsch dekorierten, aber eigentlich kaum belüfteten Gebäude zu verbringen. Ich hatte den Eindruck schon ganz heftig an Sauerstoffmangel zu leiden. Das ist wohl übertrieben, aber als wir endlich wieder draußen an der Luft waren, wurden die Lebensgeister wieder etwas geweckt. Es gab nur einen etwas schwierigen Moment, nämlich als meine Schwägerin auf dem Weg zu den Kassen, eine Ecke entdeckte, in der Weihnachtsschmuck abverkauft wurde und ganz begeistert hinstürmte. Ich ertappte mich bei dem Wunsch das gesamte Glumpert zu Scherben zu machen um endlich aus diesem Gebäude rauszukommen. Zum Glück war daneben die Teppichabteilung, da werde ich wieder unmäßig. Schließlich kamen wir mit Weihnachtsschmuck und ohne Teppich davon. Uff ……

Nun bleibt der Sonntag um die liegengebliebene Arbeit fertig zu machen.


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Ach ja, in regelmäßigen Abständen immer wieder mal ……

Trotz nur geringer oder absolut inexistenter Kenntnisse und Fähigkeiten der Prüflinge positive Prüfungsnoten zu verschenken, weil die Prüflinge sie für das Einreichen einer Aufenthaltsgenehmigung brauchen, kann nicht die Lösung der Situation sein.

Sich zu einer Ausbildung anzumelden obwohl man die nötigen Vorkenntnisse nicht einmal in Ansätzen hat und dann auch keinerlei Anstrengungen zu machen, diese Basiskenntnisse zu erwerben, ist auch keine Lösung für irgendwas .

Ach ja, es sind Prüfungszeiten für den Abschluss des Wintersemesters …


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Ob wohl Kafka dieses Magistrat auch kannte ?

Heute war ich auf dem Magistrat um meinen Pass zu verlängern. Auch eine Welt für sich. Die Gänge auf denen hunderte Leute auf die Erledigung irgendwelcher administrativer Vorgänge warten könnten, waren leer. Ich dachte schon ich wäre die allereinzige, die so etwas noch persönlich erledigt und nicht über die Bürgerkarte oder sonstwie elektronisch. Aber nein, da stand groß und deutlich, dass man für die Passverlängerung persönlich erscheinen muss.

Nun gut, obwohl ich ganz allein war, zog ich also eine Nummer und studierte den Bildschirm über den man aufgerufen wird. Da standen 8 Nummern; meine nicht. Ich dachte also, dass offenbar die Leute mit den anderen Nummern in irgendeinem Büro drin sind und ihre Anliegen bearbeitet werden. Ich wartete. 10 Minuten vergingen. Das Ambiente war leicht gespenstisch, niemand zu sehen, niemand kam aus einer Bürotür heraus, niemand ging hinein. Dann wurde es mir zu blöd und ich ging in das Büro hinein, in dem die Bearbeitung von Passanträgen stattfinden sollte. Ja, und was soll ich sagen: ein Riesenbüro mit drei Schaltern und hinter jedem Schalter sass ein unbeschäftigter Mensch. Auf meine Frage, ob ich hier richtig sei um meinen Pass zu verlängern sagte der erste gar nichts, der zweite „äh….“ und die dritte machte den strategischen Fehler „ja“ zu sagen. Daraufhin setzte ich mich zu ihr und meinte, dass ich offensichtlich an der Reihe sei, weil ja außer mir niemand warte. Sie nahm das unwillig aber doch zur Kenntnis.

Kann man den bienenfleißigen Magistratsbeamten unterstellen, dass sie irgendwelche Nummern auf den Bildschirmen stehen lassen, damit niemand reinkommt ? Als ich fertig war, sah ich meine Nummer als vorletzte auf dem Bildschirm, die sechs anderen Nummern gehörten zu nach wie vor nicht anwesenden Personen …… Was soll´s, letztlich hat die Sache knappe 15 Minuten gedauert. Das muss man auch schätzen.

Ein äußerst unangenehmes Gefühl war es Fingerabdrücke zu liefern, von beiden Zeigefingern. Wenigstens kann/darf/muss man die Fotos selbst mitbringen und wird nicht mit einer Nummerntafel von vorne und im Profil abfotografiert.


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Mehr Drama ?! oder Mehr Drama !?

Mein privates wie berufliches Leben ist angenehm geregelt, in vieler Hinsicht abgesichert, es bietet mir Möglichkeiten mich in verschiedene Richtungen zu entwickeln. Ich bin ausgeglichen, lebe in guter Gesellschaft, in Reichweite von vielfältigen Angeboten jeder Art. Alles bestens, oder ?

Was mir abgeht, ist ein bissl Drama, ein kleiner Einbruch der Irrationalität. Klingt verrückt; ist es auch ….. Es gab Zeiten als ich von ruhig dahinfließenden Verhältnissen nur träumen konnte und das Drama hinter jeder Ecke wartete und oft mehrmals täglich über mich hereonbrach. Damals wünschte ich mir natürlich ein ruhigeres, überschaubares, rational untermauertes Leben. Noch vor nicht allzu langer Zeit dachte ich, dass ich für den Rest dieses Lebens ausreichend genug an Drama gehabt hätte. Wie man sich täuschen kann !

In letzter Zeit ertappe ich mich öfters dabei, wie ich mit einem Gefühl, das der Sehnsucht sehr nahe kommt über so manch dramatische Episode nachdenke. Dieser winzige Bahnhof im staubigen, schafgefluteten Extremadura, wo mich der einzige Mann, der der Mühe wert war im Morgengrauen sitzengelassen hatte. Darauf geht es zurück, dass ich die Filmmelodie von „Doktor Schiwago“ mit Sonnenblumen statt mit Narzissen in Verbindung bringe; dies nur am Rande. Jene hocherotische Episode in einem Palasthotel in Indien während der Reise, die mir immer in Erinnerung bleiben wird, weil ich fast mein ganzes Geld zuhause in Wien liegen gelassen hatte. Auch das passierte mir  wegen eines kleinen Dramas vor meiner Abreise.  Viele Stunden auf der Straße vor dem Fenster eines anderen einzig der Mühe werten Mannes um zu sehen, wer da aus und ein ging. Große Emotionen, Liebe, Wut, Verzweiflung und vieles mehr, das ich nicht öffentlich ausbreiten werde, keine Spur von Ausgeglichenheit oder Rationalität ….

Obwohl, nie habe ich mein Studium aufgegeben, nie einen gut bezahlten Job wirklich weggeschmissen, nie einen der einzig wahren, dramatriefenden Männer geheiratet. Letztlich hatte mich die Vernunft nie ganz aufgegeben. Trotzdem wäre ich so einem kleinen Drama nicht abgeneigt. Es besteht allerdings die Gefahr, dass eine Tragödie daraus wird und das möchte ich denn doch nicht.

Ach ja ………