Schlagwort: Waldviertel

So schön ist das Waldviertel, ABER …

Eigentlich erst zum dritten Mal bin ich öffentlich nach PB gefahren, das ja administrativ auch zum Waldviertel gehört. Während der Schulferien ist das noch ein wenig schwieriger als sonst, weil zwar nicht die Züge, aber die Busse, die hauptsächlich Schulkinder befördern, in extrem großen Intervallen fahren. Mit anderen Worten, die öffentlichen Verkehrsverbindungen im Waldviertel sind sehr verbesserungswürdig.

Ich stand also am Donnerstag am Bahnhof eines Nachbarorts von PB auf der anderen Seite der Donau und wusste, dass ein Bus, der mich zumindest in die Nähe meiner Wohnung bringen würde erst in einer Stunde geplant war. Auf einem Lampenmast am Ausgang des Bahnhofs fand ich die Nummer eines Taxis und rief dort an, aber der Fahrer hatte gerade an diesem Tag keine Zeit. Fix beförderte ich ihn in die Schublade mit der Aufschrift „Unverlässliches“ und überlegte, was ich nun in einer Stunde anfangen könnte.

Vor dem Bahnhofslokal saß eine Runde Männer in Bier und Gespräch vertieft. Einheimische, die sich als sehr nett und hilfreich erwiesen und mir ein Taxi aus dem Nebenort besorgten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätte ich das selbst nicht gefunden auch nicht mit Hilfe von google. Jedenfalls erwies sich dieses Taxi als eine ideale Lösung. Der Besitzer hat zwei Kleinbusse und auch einen zweiten Fahrer, ist jederzeit erreichbar und holt mich zu einem moderaten Preis von wo auch immer ab. Sehr zufrieden bin ich mit dieser Lösung. Es ist ja nicht so, dass ich ständig nur mehr mit dem Taxi fahren möchte, aber es besteht die Möglichkeit, wenn die Busse gar nicht fahren oder nur zur falschen Zeit oder ich den einzig passenden versäume. Also ein Sicherheitsnetz im Hintergrund.

Nach PB gefahren bin ich um die Lieferung von Matratzen und Lattenrosten in Empfang zu nehmen. Die Betten kommen ja voraussichtlich erst im Oktober. Hat fast perfekt geklappt. Ein Trumm haben sie vergessen, aber das brauchen wir nicht dringend und so kommt es eben mit der nächsten Lieferung. Die Alternative wäre gewesen zu warten, dass die Lieferanten nochmals zurück zum Lager fahren und es abholen. Nachdem das Lager aber in gut 100 km Entfernung liegt, wäre es sehr spät geworden und ich wollte nicht warten.

Wir können also ab sofort in PB übernachten. Entweder liegen die Matratzen eben am Boden, oder wir benützen die Lattenroste auch gleich mit, dann ist eigentlich kaum ein Unterschied zu einem Bett. Zur Schonung des Bodens kann man eine Decke unter die Lattenroste legen und geht schon. Das Herumliegen eigener Matratzen schließt irgendwie die Besitznahme dieser Wohnung ab. Es fühlt sich schon fast zuhause an.

Was Gewässer betrifft, so liebe ich am meisten das Meer, allerdings muss es Gezeiten haben, sonst ist es für meine Begriffe kein Meer sondern ein großer Salzwassersee. Wobei ein See sich wie ein Ersatz für das Meer, den Ozean anfühlt. Ein Fluss aber steht für sich selbst. Nicht als Metadon für den Ozeanjunkie sondern als lebendiges, fließendes Gewässer. Diese etwas wirren Betrachtungen stellte ich an, als ich noch einen Spaziergang an der Donau machte. Die Donau steht hoch und fließt lebendig. Von der Donaulände ließ ich mich abholen und erreichte einen der ganz seltenen Züge, die mich direkt nach Wien bringen. Ein durch und durch guter Tag war das !

Angst und Schrecken

Besonders erschreckend fand ich die Vogelscheuche im Gemüsefeld nicht, aber die Bäuerin erzählte, dass seit dem Einzug dieser freundlichen Scheuche das Gemüse nicht mehr von den Rehen gefressen würde.

Mittwoch 25. August 2021

In letzter Zeit dachte ich schon öfter, dass ich bald alle irgendwie möglichen Varianten an Spiegelungen schon fotografiert hätte und langsam einmal auf etwas anderes umsteigen sollte. Dann habe ich eine Reihe von Himmelsspiegelungen abgelichtet, die mich fasziniert haben, weil sie von einem abstrakten Gemälde nicht zu unterscheiden sind. Hier ist eines davon.

Nein, ich werde mich von den Wasserspiegelungen nicht abwenden. Bei Betrachtung der Waldviertel-Bilder habe ich gerade noch ein paar gefunden, die mir sehr gefallen. Solange es mir Freude macht, werde ich Spiegelungen fotografieren

Eine gute Freundin meinte einmal, dass sie eine Zeit lang praktisch nur Spiegelungen fotografiert hätte und ihr das etwas unheimlich geworden wäre, weil es ihr wie ein Hinweis darauf vorkäme, dass sie nicht mit beiden Beinen in der realen Welt stünde. Diese Theorie kann ich nicht bestätigen. Weder für diese leider viel zu früh verstorbene Freundin noch für mich selbst. Ich halte sie auch für ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Aber gut, angesichts der grindigen Theorien, die derzeit so herum flattern, kann ich mit dieser sehr gut leben.

Samstag 21. August – Kürzesttext

Morgen Nachmittag geht´s wieder nachhause. Meine Bilanz der zwei Wochen ist sehr positiv. Gesundheit, Bewegung, Baden, Entspannung, ein bissl Besichtigung, Lesezeit. Interessant war für mich der Unterschied zwischen einer Woche mit F und einer Woche ohne ihn. Beides hat Vor- und Nachteile und halb-halb war deshalb ideal.

Mitten im Wald liegen manchmal mehr oder weniger hübsch bemalte Steine, aber dieser Werbe-Stein ist schon heftig