Schlagwort: Bäume –

Bäume am Anfang und am Ende

So schnell wären sämtliche Spuren menschlicher Ansiedlung und Existenz verschwunden, wenn man die Natur machen ließe, wie sie will

Adieu Verkehrsschilde
Noch ein Knubbel und weg ist der Zaun. Wie das Metall dann wohl in den Jahresringen aussehen wird?
Da sind die Verhältnisse nicht ganz klar, aber jedenfalls hat auch hier der Baum den Zaun überwunden

Montag 20. Dezember 21 – Der Finger, der zum Mond zeigt

Ein schönes Projekt bei der Graugans „Mutmaßungen über meine Mutter“. Mehrere der Texte haben mir sehr gefallen und ich habe auch etliches gelernt. Zum Beispiel, dass im Polnischen „Beruf“ und „Enttäuschung“ dasselbe Wort ist. Darüber lässt es sich trefflich philosophieren! Es ist auch immer wieder spannend, in eine für mich neue Blogblase hinein zu sehen.

Die Krähen haben jahreszeitgemäß die Oberherrschaft über kahle Zweige, graue Himmel und zum Frieren oder Kuscheln aufrufende Parkbänke übernommen. Wären diese schwarzen Vögel nicht, könnte man vermuten, dass es bald Frühling wird.

„Der Finger, der zum Mond zeigt, ist nicht der Mond“ und ebenso wenig ist eine Spiegelung dasselbe wie das Objekt, das gespiegelt wird. Dennoch liebe ich Spiegelungen und Betrachtungen darüber, was überhaupt Realität ist.

Granit

Man möchte den Bäumen sagen „passt gut auf, wo ihr euch einwurzelt, die Granitblöcke könnten euer Wachstum beträchtlich behindern oder der Förster lässt euch fällen“

„Unscharf“ würde die Ingrid sagen, „unglücklich abgeschnitten“ die Traude. Und recht hätten sie beide. Deswegen habe ich das Foto beim Miksang-Treffen auch gar nicht hergezeigt. Eigentlich gefällt mir das Motiv aber doch und so steht es nun hier.

Dienstag 27. April 2121 – Obstplantagen und Silikon

Drei Obstbäumchen stehen auf meiner Terrasse im sechsten Stock: ein Pfirsichbaum, ein Birnbaum und ein Apfelbaum. Im Vorjahr haben alle drei wunderschön geblüht, die Ernte aber bestand aus Null Pfirsichen, Null Birnen und zwei Äpfeln. Nicht gerade üppig. Die potentiellen Birnen und Pfirsiche sind entweder noch als Blüten erfroren, vom Sturm abgerissen oder in einem späteren Stadium von Ameisen gefressen worden. Die beiden Äpfel haben wir entsprechend feierlich verspeist.
Derzeit sieht es bei den Obstbäumen sehr gut aus. Es müssten etliche Pfirsiche und Birnen wachsen, sofern es nicht nochmal friert. Leider habe ich auch schon drei Ameisen gesehen. Wahrscheinlich war das die Vorhut, die den Standort für die Blattlauszuchtanstalten ausgekundschaftet hat. Verflixte Viecher!
Das Apfelbäumchen ist langsamer und beginnt gerade erst zu blühen, es sieht nach vielen Blüten aus, man kann aber noch nicht wirklich viel sagen.
Die beiden Weinstöcke, die wir im Vorjahr gepflanzt haben und die im Herbst so aussahen als würden sie keinen Winter überleben, treiben auch fleißig Blätter. Ob sie außer Blättern sonst noch etwas produzieren werden, ist noch nicht feststellbar. Viele winzige Blättchen glitzern auf dem Gingko, der ohnehin nicht umzubringen ist. Und der burgenländische Feigenbaum, der aus den von Freund K gespendeten Zweigen stammt, wird heuer sicher so groß wie ich und hat Knospen, die jeden Tag aufspringen können. Auch die Waldreben, die voriges Jahr eine wahre Pracht waren, tragen schon Blüten. Dafür dass alles nur in Töpfen und Kübeln wächst, ist es erstaunlich schön und resistent.

Der D war übers Wochenende im Atelier wieder fleißig, hat sämtliche Verpackungsreste von der gräßlichen Sitzgruppe weggeräumt und den Kühlschrank aufgestellt. Drinnen stehen die zwei Flaschen Prosecco, mit denen ich mich fürs Ausmalen bedankt habe und eine Flasche Schlagobers wahrscheinlich für den Kaffee. Auf dem Kühlschrank thront die riesige Kaffeemaschine und größere Vorräte Kaffeebohnen sind über den Raum verstreut. Immerhin gibt es auch den hübschen Wasserkocher für NichtKaffeetrinkerinnen wie mich.

Dieses Stillleben hat mir gefallen: essen, trinken und Silikon in trauter Eintracht und für Ds Verhältnisse in geradezu chaotischem Zustand.