la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Die fabelhafte Welt der Ameisen

 

Man lernt immer wieder neue Berufe kennen: Christina Grätz zum Beispiel ist Ameisenumsiedlerin. Wenn größere Bauprojekte anstehen, werden die Hügel von geschützten Ameisenarten an einen neuen Standort verlegt. Das ist eine körperlich sehr anstrengende Tätigkeit, weil ja die oft riesigen Bauten – der oberirdische und der unterirdische Teil – abgetragen, wegtransportiert und am neuen Standort – der den Ameisen hoffentlich gefällt – wieder aufgeschüttet werden.

Eine Fülle von hochinteressanten Details über Leben und Fähigkeiten der Ameisen im allgemeinen erfährt man in diesem Buch. Von den effizienten baulichen Lösungen. Besonders beeindruckt hat mich in diesem Zusammenhang, dass es eine Ameisenart gibt, deren Kopf so geformt ist, dass damit die Eingänge des Baus gegen Wassereintritt verschlossen werden können und dass die Ameisen eine Art der Schwarmintelligenz haben, die es ihnen ermöglicht zum Beispiel einen passenden Standort für ihren Bau zu finden. Ameisenbauten sehen ja nicht alle gleich aus, sie werden vielmehr an den jeweiligen Standort angepasst bzw an die Baumaterialien, die zur Verfügung stehen.

Bemerkenswert ist auch, dass es seit 150 Millionen Jahren Ameisen gibt und sie sowohl Landwirtschaft (Pilze, die auf einer Basis von zerkleinerten Blättern gezogen werden) als auch Viehzucht (Läuse, die gemolken werden) entwickelt haben. Auch die hochentwickelte Organisation in so einem Ameisenbau ist bewundernswert. Und nützlich können sich die kleinen Viecher machen!  Wenn sie etwa einen Baum als Symbiosepartner ausgewählt haben, so sollen sie ihn auch vor großen Pflanzenfressern schützen können, vor Giraffen etwa oder Elefanten. Wenn große Mengen kleiner Ameisen zB in den Rüssel eines Elefanten krabbeln und Säure sprühen, so bringt das den Elefanten nicht um, aber es kann ihm lästig genug sein um am nächsten Baum weiterzufressen.

Viele solcher bemerkenswerter Informationen über Ameisen und ihre Lebensweise erfährt man in diesem empfehlenswerten Buch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Samstag 14.9.2019 –

Genau wie im Vorjahr gibt es jedes Wochenende das letzte schöne Wochenende. Voraussichtlich wird das wieder bis spät in den Herbst hinein dauern. Soll mir recht sein. Heute waren wir auf den Steinhofgründen mit Blick auf Wien hinunter, strahlender Sonnenschein, grüne Wiesen, viele fröhliche Menschen. Aber in den Schattenecken hängen die Spinnennetze.

Heute war in Wien „Open House“. Ein Projekt bei dem man sich Gebäude und Orte ansehen kann, die normalerweise nicht zugänglich sind. Wir haben uns das „Konrad-Lorenz-Institut“ auf dem Wilhelminenberg angesehen. Ich hätte mir erwartet, dass aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt würden. Leider ging es aber nur um die Architektur und die fand ich nicht besonders interessant. Außer dass der Architekt keine Größe seines Berufsstandes gewesen sein dürfte, den er hat eine Menge Geld verbraten und Gebäude geschaffen, die für ihren Zweck nicht wirklich geeignet waren und nach nur ein paar Jahrzehnten kaum mehr zu gebrauchen sind.

Die Erkenntnis des Tages: hätten die Habsburger nicht diese schon krankhafte Leidenschaft für die Jagd gehabt und dafür riesige Waldgebiete in und um Wien benützt, gäbe es heute nicht die großen, naturbelassenen Naherholungsgebiete.

 


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Sonntag 25.8.19 – Fliegenpilze

Bis 10 Uhr Vormittag sollen die Zimmer geräumt sein. Das ist sehr früh, weil wir hier noch mittagessen wollen, aber Sonntag ist der stärkste An- und Abreisetag in diesem Kurhotel und die Zimmerfrauen haben so viel Arbeit, dass sie es bis 15 Uhr gerade schaffen, die Zimmer der Abgereisten für die nachfolgenden Gäste fertig zu machen. Auch kein beneidenswerter Beruf. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, ist es ohnehin egal, ob das Gepäck auf einem Zimmer liegt oder im Auto.

Wir haben also noch eine kleine Wanderung gemacht. Durch den Wald an einem Weiher entlang. Leider war es ein Fischteich und kein Badeteich und so gab es jede Menge Angelplätze aber keinen einzigen Badeplatz. So riesig wie die Karpfen in den Fischteichen hier sind, möchte ich mich aber ohnehin nicht von ihnen anknabbern lassen. Der F. ist ein großartiger Wanderbegleiter. Er findet und behirnt die Wege und nimmt Rücksicht auf meine noch mäßige Kondition. Wir haben beide Freude daran, gemeinsam durch den Wald zu gehen, was nicht heißt, dass wir nicht auch immer wieder getrennte Wege gehen, jede/r im eigenen Tempo. Die richtige Dosierung von gemeinsam und getrennt, von mehr oder weniger nahe macht für mich eine gute Beziehung aus.

Auf unserem heutigen Weg standen eine Menge verschiedener Schwammerln darunter eine große Anzahl von prächtigen Fliegenpilzen. Der Weg heißt aber überraschenderweise „Herrenpilzweg“. Warum welche Pilze wo besonders gut gedeihen, ist ja nicht so ohne weiteres feststellbar. Die Einheimischen sagen, es wäre heuer überhaupt kein Schwammerljahr. Wenn das so ist, muss man da wohl in guten Jahren einen Slalom zwischen den Fliegenpilzen hinlegen.

Wir sind wieder zuhause, Berge von Wäsche sind gewaschen und hängen zum trocknen. für den F ist morgen ein normaler Arbeitstag, ich habe noch eine Woche Ferien, wenn auch  mit sehr vielen Terminen gespickt.