la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Genauso hat Picasso es wohl gemeint

Dasselbe Gesicht, gleichzeitig aus verschiedenen Blickwinkeln darstellen. Meine Kamera ist offenbar künstlerisch  hochbegabt, gerade mit leiser Beeinträchtigung durch Wasser und Überlangzeitbelichtung 🙂

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Schlosshotel Mondsee

Das „Schloss“ ist eigentlich ein ehemaliges Kloster mit einem sehr schön gestalteten Innenhof und einer angeschlossenen Kirche, die  vor etlichen Jahren zur Basilika Minor erhoben wurde. Ziemlich unwürdig fand ich, dass man die Kirche nur durch einen Souvenirshop betreten kann. Da gibt es doch so eine bekannte Stelle in der Bibel, in der berichtet wird, wie Jesus Händler aus dem Tempel vertrieb. Da würde er wohl mit Souvenirshops auch kurzen Prozess machen.

Das Hotel selbst ist aber ein sehr angenehmer Aufenthaltsort, einfühlsam renoviert sehen alle Zimmer und Suiten anders aus. Stein, Holz, dezente Farben bei Möbeln, Vorhängen und Teppichen. Keine Spur von protzigem oder kitschigem Ambiente. Fast alle Räume haben eine eingezogene Zwischendecke, so dass man im ersten Stock schläft. Wir hatten eine sehr große Suite um den Preis einer viel kleineren, die uns zu dunkel war. Obwohl das Haus sehr gut besetzt war, war die Rezeption überaus kulant.Das einzige, was mir nicht gefallen hat, waren die in den (sehr breiten) Gängen hängenden Geweihe und Krickel; die sind aber im Salzkammergut nicht wegdenkbar. In der Kaiservilla in Bad Ischl zum Beispiel , der Sommerresidenz von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth ist ja jeder freie Zentimeter an den Wänden mit Jagdtrophäen dekoriert. Nicht nur die Habsburger, der gesamte europäische Adel hatte offenbar keinen anderen Zeitvertreib als die Jagd.

Nachdem es sich um ein ursprünglich gotisches Gebäude handelt, bietet sich den Hotelgästen der ästhetische Luxus sich ständig unter Gewölbebögen aufzuhalten: in den Speisesälen, im Schwimmbad und in der Sauna, in den Fitnessräumen: es gibt sogar einen recht gut  erhaltenen Kreuzgang, in den von den Mönchen schon vor Jahrhunderten eine Zwischendecke eingezogen wurde, weil die Kälte und Feuchtigkeit den Benützern zu schaffen machte. Es gibt jetzt also einem Kreuzgang und einen darunterliegenden Teil, der Meditationsgang genannt wird.

Der weitere nicht zu unterschätzende Vorteil dieses Domizils ist, dass es zwar mitten im Salzkammergut liegt, aber doch etwas abseits des Wolfgangssees, um den herum der Tourismus doch sehr intensiv ist. St. Wolfgang liegt aber nur eine knappe halbe Autostunde entfernt. Mein lieber F. der ein Obsttiger ist, hat es obendrein sehr geschätzt, dass an der Rezeption immer lokale Äpfel zur freien Entnahme zur Verfügung standen. Insgesamt hat es uns beiden so gut gefallen, dass es wohl nicht der letzte Aufenthalt dort gewesen sein wird.

 


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Gondel ersetzt Hüftgelenk

Eine großartige Erfindung, so eine Seilbahn. Damit kann man auch als unfitter oder bergsteigunwilliger Mensch die Freuden der Aussicht genießen. Es gibt ja auch noch unvorbildliche Zeitgenossen wie mich, die auch in fittem Zustand dem Bergsteigen nichts abgewinnen können. Aber das nur am Rande. Diese „Bergtour“ mit der Gondel auf das Zwölferhorn durch den Vormittagsnebel in die Sonne hat sehr schöne Ausblicke geboten, es war auch der Genießen-des-letzten-Sonnentages-Effekt; für die nächsten Tage war Regen und Sturm angesagt und die Wettervorhersage war perfekt. Wir haben allerdings auch den Regen und sogar den Sturm genossen, zumindest optisch. Und so ein Kurzurlaub ist wunderbar geeignet zum Durchatmen und Batterien auftanken.

 


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Sunnys „nass“ im Salzkammergut

Hier gehts zu Sunny

Einen Kurzurlaub haben wir gemacht, im Salzkammergut, das zu jeder Jahreszeit schön ist. Ein paar strahlende Tage, ein paar bewölkte und verregnete. Für die Rückfahrt war Sturm angesagt, Sturm orkanartiger Stärke. Es hat tatsächlich sehr heftig geblasen, schon die Nacht davor und während der Rückfahrt. Das Blätterluftballett war sehr schwer zu treffen. Hier ein Versuch:IMG_2976

Wir waren höchst unvernünftig und wollten unbedingt den Wolfgangssee im Sturm aus der Nähe bewundern. Ein eindrucksvolles Schauspiel: Wellen wie an einem Meer, die das Schilf überrollten und die Ufer überschwemmten. Wir standen nur am Ufer, völlig durchnässt, aber wenigstens nicht unter Bäumen.Andere Leute waren noch unvernünftiger und mit Booten und Surfbrettern unterwegs. Ich hoffe sehr, dass meine Kamera das eh nur kurze Herausholen bei Regen und Sturm gut überstanden hat


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Heimfahrt in Sturm und Wellen

Einen Kurzurlaub haben wir gemacht, im Salzkammergut, das zu jeder Jahreszeit schön ist. Ein paar strahlende Tage, ein paar bewölkte und verregnete. Für die Rückfahrt war Sturm angesagt, Sturm orkanartiger Stärke. Es hat tatsächlich sehr heftig geblasen, schon die Nacht davor und während der Rückfahrt. Das Blätterluftballett war sehr schwer zu treffen. Hier ein Versuch:

IMG_2976

Wir waren höchst unvernünftig und wollten unbedingt den Wolfgangssee im Sturm aus der Nähe bewundern. Ein eindrucksvolles Schauspiel: Wellen wie an einem Meer, die das Schilf überrollten und die Ufer überschwemmten. Wir standen nur am Ufer, völlig durchnässt, aber wenigstens nicht unter Bäumen.Andere Leute waren noch unvernünftiger und mit Booten und Surfbrettern unterwegs. Ich hoffe sehr, dass meine Kamera das eh nur kurze Herausholen bei Regen und Sturm gut überstanden hat


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Innenminister ?! Oh, du mein Österreich!

Innenminister will H-C Strache werden, Innenminister ?! Was sind denn da die wesentlichen Qualifikationen ? Hetzerische Stammtischreden halten ? Die Beherrschung rechtsradikaler Symbole und Codes ? Dichterische Begabung auf dem Niveau „Vollholler, die Boller“ ? Ständiger Wechsel der offiziellen Positionen zur EU ? Das fällt in den Bereich des Außenministeriums, ach ja, wollte das die FPÖ aber nicht auch haben ?

Mit wem diese Partei der hochqualifizierten, kompetenten, gebildeten und erfahrenen Menschen Ministerposten besetzen möchte ? Leider kann ich diese Frage nicht beantworten. Sonst auch niemand, vermute ich. Ich erinnere mich nur an einige Episoden der blauen Regierungsbeteiligung unter der Regierung Schüssel I, die knapp drei Jahre dauerte. (Oh ja, es gab auch eine Regierung Schüssel II. Wir Österreicher sind praktizierende Polit-Masochisten) Da gab es einen Justizminister, der zwei Wochen im Amt war, weil er  Probleme damit hatte, nicht wie gewünscht einen Jaguar als Dienstwagen zu bekommen. Ja doch, allen Ernstes. Ihm folgte Dieter Böhmdorfer. Zu diesem Herrn gibt es auch einiges zu sagen. Zum Beispiel hat er die Anfechtung des ersten Durchgangs der Bundespräsidentenwahl 2016 für die FPÖ aufgesetzt. So ein Pech auch, dass Norbert Hofer dann trotzdem nicht gewann.

Finanzminister dieser Regierung war für die FPÖ Karl-Heinz Grasser zu dessen liebstem Hobby in den letzten Jahren der Aufenthalt in Gerichtssälen wurde. Nicht etwa um dort als Staatsanwalt oder Verteidiger zu fungieren, nein, seine Funktion bei den Verhandlungen war die des Angeklagten. Er agierte also auch hier staatstragend, was wäre die Justiz schließlich ohne Angeklagte. Eben. Nebenbei erwähnt sei, dass sein Schwiegervater, Herr Swarowski sich weigerte Karl-Heinz Grasser in irgendeiner Funktion in sein Imperium einzugliedern. Um wirtschaftlich so erfolgreich zu sein wie Swarowsi braucht man eben Menschenkenntnis.

Die insgesamt drei Verkehrsminister dieser Legislaturperiode stellte ebenfalls die FPÖ. Auch dazu gibt es viele Schnurren zu berichten. Die Tatsache, dass in einer Legislaturperiode von knapp drei Jahren, drei verschiedene Minister in einem Ressort gebraucht wurden, spricht ohnehin schon Bände.

Nicht vergessen wollen wir den Innenminister Ernst Strasser, von der ÖVP nominiert, der über seine Amtszeit hinaus so pflichtbewusst war,  Monate in Gefängnissen zu verbringen und anschließend die Fussfessel einem langfristigen Selbsttest zu unterziehen.

Dazu kommt noch die finstere Figur des Jörg Haider im Hintergrund, der das Bundesland Kärnten in den finanziellen Ruin trieb, das Desaster der Hypo Alpe-Adria und der Eurofighterskandal.

Vor diesem Hintergrund kann man sich wohl auch einen Strache als Innenminister schon fast vorstellen, oder eben gerade deswegen nicht ?