la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

O wie „ordentlich fertigmachen und dann fotografieren“

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Erinnerungen an Erinnerungen, die nicht mehr abrufbar sind

Das menschliche Gehirn ist nicht annähernd so dauerhaft wie die Steine. Die Steine aber sind auch tot, immer schon gewesen. Und so bleiben die Erinnerungen eingeschlossen in die Steine und können nicht wiederbelebt werden und nicht verstanden.


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Zusätzliche Kollateral-Rentabilität

Als ich zu bloggen begann, war mir gar nicht klar, dass mich abgesehen vom Lesen über das Leben anderer Menschen und deren Meinungen auch noch anderer Gewinn erwartete.

Tatsächlich habe ich unerwarteterweise schon eine ganz beachtliche Menge von Lektüre-Anregungen bekommen. Es gab da so ein nettes Projekt von Flumsi und Zeilenende bei dem sich die Teilnehmenden gegenseitig Bücher empfahlen. Da waren ein paar Fundstücke für mich dabei. Yvonne hat die Literaturweltreise angeregt, die ich seit langem betreibe und bei ihr habe ich auch noch das eine und andere interessante Buch gefunden. Meine Reiselektüre für Ostern habe ich bei der Wildgans (Julian Barnes) und bei Flumsi (Louise Erdrich) gefunden.


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ABC-Etüden – zurück zu den Wurzeln

Die ABC-Etüden bei Christiane

Die drei Wörter in einem Text von 300 Wörtern unterzubringen

„Ich bin an der ganzen Sache völlig unschuldig“ rief er pathetisch aus und schlug sich an die Brust. „In dieser staubtrockenen Provinz voll von religiösen Fanatikern …….. “

„… und obendrein mit dir als Präfekten kann Tiberius sich wahrhaftig beglückwünschen, sagte Claudia mit der schneidenden Stimme, die sie immer nur hervorholte wenn sie mit ihrem Mann allein war.

„Ich hätte mir die Ehre einer Ehe mit einer Kaiserstochter auch anders vorgestellt“ murmelte Pontius ziemlich laut.

Zu diesem Zeitpunkt begannen die Bediensteten sich aus der Schusslinie zurückzuziehen. Sie hatten dabei eine gewisse Routine entwickelt: der Koch verschwand in Richtung Markt, der Gärtner, ein visionärer Mensch, träumte von Tulpenzwiebeln und Claudias persönliche Sklavinnen hatten dringend am anderen Ende des Hauses zu tun. Nur der Lieblingsarchitekt des Hausherrn war unersetzbar und konnte es sich  daher erlauben vom Nebenraum aus die Streitereien mit anzuhören. Manchmal fand er sie durchaus kurzweilig, manchmal hörte er nur mit um seinen sonstigen Auftraggebern zu berichten, welche Themen im Hause des Präfekten gerade aktuell waren.

„Einen verurteilten Mörder freizulassen, quasi als Vorbild für die Jugend und dafür einen unbedeutenden, friedlichen Wanderprediger hinzurichten und dadurch zum Helden zu machen. Zwei derartige politische Glanzleistungen gleichzeitig hat noch keiner zuwege gebracht.“ Er hasste diese glasklare Stimme und nachdem ihm keine irgendwie passende Erwiderung zum ersten Vorwurf einfiel, konzentrierte er sich auf den zweiten und versuchte seine übliche Strategie des Leugnens und Vernebelns anzuwenden „Du hast die Zusammenhänge einfach nicht begriffen“ Er bemühte sich, wenn auch erfolglos, eine gehörige Dosis männlicher, geistiger Überlegenheit in seine Stimme zu legen. „Das Problem ist gelöst, der Prediger ist tot und wie lästig seine Anhänger auch noch eine Weile sein mögen, es wird wohl keiner auf die Idee kommen zu behaupten, dass ihr Anführer von den Toten auferstanden ist.“

Doch hier wie in anderen Fragen irrte Pontius Pilatus.


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Freitag 8.2.19

Es ist ja wahrhaftig eine banale, allgemein bekannte Tatsache, dass „nahe“ und „weit weg“ je nach Verkehrsmittel und körperlicher Kondition sehr relative Begriffe sind. Aber das Erleben, dass eine Strecke, die zu fuß mit einem kaputten Hüftgelenk trotz Anstrengung kaum zu bewältigen war, plötzlich nicht mehr der Rede wert ist, dieses Erleben ist schon eine große Sache. Wie man ja überhaupt nur wirklich begreifen kann, was man selbst erlebt hat.

U-Bahnfahrten ohne Handynutzung können auch zum Erlebnis werden. Vor allem auf U-Bahnlinien, die nicht unterirdisch geführt sind. Wenn man den Blick abwendet von den heftig wischenden aufs Display starrenden Mitreisenden, tauchen Dinge auf wie orange Baukräne vor dem Hintergrund des blitzblauen Himmels, eine Orgie der Gegenfarben. Oder Teile der alten, sehr gut renovierten Stadtbahnstationen von Otto Wagner vor dem blauen Himmel.

Zwei Buben, der eine vielleicht acht der andere so um die zwölf Jahre herum, sitzen mir schräg gegenüber. Sie haben beide die gleiche Modefrisur und üben eifrig wie man mit gespreizten Fingern den ins Gesicht hängenden Teil der Frisur am coolsten nach hinten oder zur Seite legen kann. Ihre Selbstbilder sehen ihnen dabei zufrieden zu.

Unfassbares aus der Welt der Pflanzen: bei einer Studie mit Nachtkerzen konnte nachgewiesen werden, dass die Pflanzen in irgendeiner Weise hören können. Spielt man ihnen das Summen von Bienen vor, so reichern sie innerhalb von 3 Minuten ihren Nektar mit um 20% mehr Zucker an. Ein unendlich wiederholbares Experiment. Interessant fand ich auch den Kommentar einer der Wissenschafterinnen, die meinte womöglich wären die Geräusche der Menschenwelt sehr störend für die Pflanzenwelt. Das erinnert mich an einen Film, den ich irgendwann gesehen habe, vom Genre Genetikhorror, da hatten die Pflanzen beschlossen die Menschheit loszuwerden und gaben Giftstoffe in die Luft ab sobald ein Mensch vorbeikam. Man muss da immer sehr aufpassen eine ganz exakte Grenze zwischen wissenschaftlich Nachweisbarem und Fabuliertem zu ziehen, denn in der Grauzone zwischen beidem bereichern sich die Scharlatane.