la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Mittwoch 18.März 2020 – Gruß aus dem Sonnenbunker

Das Wetter st strahlend schön und es ist nicht besonders herausfordernd, mit dem F, ein paar blühenden Bäumen, sonstigen Pflanzen, insgesamt vier Computern, vielen, vielen Büchern und ausreichenden Vorräten aller Art eingebunkert zu sein. Ich gehöre auch nicht zu jenen, die unbedingt mindestens jeden zweiten Tag ausgehen müssen. Obendrein können wir auch jederzeit spazieren gehen und natürlich einkaufen. Von letzterem sind wir gerade zurückgekommen. Es fühlt sich leise so an, wie ein Durchqueren von Feindesland, obwohl mir klar ist, dass es sehr viele viel gefährlichere Dinge als das Virus gibt, die mir unterwegs begegnen könnten. Vom Verkehrsunfall bis zu meiner geschwätzigen Unternachbarin.

Die Straßen sind nicht leer, wir treffen sehr viele Hundebesitzer und Menschen, die offenbar vom Einkaufen kommen, auch ein paar Jugendliche, die einen ein bisschen verlorenen Eindruck machen. Der Verkehr ist sehr ruhig, aber im Grunde ist er das in der Gegend immer.  Eine Woche kann ich mir so problemlos vorstellen, das wird sogar irgendwie erholsam. Zumindest für mich, weil meine Homeoffice-Tätigkeiten  sich in Grenzen halten, der F arbeitet wie immer, sprich zehn Stunden und mehr. Zwei Wochen kann ich mir auch vorstellen. Bei drei Wochen wird es dann wahrscheinlich herausfordernd. Nach einer Woche müssten sich die Auswirkungen dieser drakonischen Maßnahmen aber doch bemerkbar machen und das wird die Situation wieder erleichtern.

Die ansonsten so sozial denkende Frau Merkel hat sich endlich dazu bereit gefunden sich auch dafür einzusetzen, dass die LKWs voll medizinischen Materials, die im Nachbarland dringend gebraucht werden und schon lange bezahlt wurden, endlich über die deutsch-österreichische Grenze gelassen werden. In den österreichischen Spitälern ist die Schutzkleidung für das medizinische Personal knapp geworden.

Tulpenzeit ist trotz allem.


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Wenn das nicht lieb ist !

Das hängt in unserem Aufzug. Sehr nette junge Leute sind das und ich denke das passt gut zu Renés gute-Nachrichten-Initiative obwohl es keine Nachricht im engen Sinn ist. Es ist aber doch ein Zeichen von Solidarität im Alltag und in Ausnahmesituationen und das ist dann doch wiederum eine gute Nachricht, dass es diese Art von Solidarität gibt.


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Sonntag 8.März 2020 – Kefir und Blasen

Neues von der Kefir-Front. Zuerst habe ich ihn nur etwa 20 Stunden werken lassen. Dabei ist ein Getränk herausgekommen, das ziemlich neutral geschmeckt hat. Ich ließ ihn dann insgesamt 36 Stunden arbeiten und bekam ein immer noch flüssiges Produkt, das mir wider Erwarten wirklich gut geschmeckt hat, mit Himbeeren und Birnen, so eine Art gesünderes Fruchtjoghurt. Nach etwa 50 Stunden hatte er eine sehr dickflüssige Konsistenz bekommen. Man konnte ihn noch gut abseihen und – welch angenehme Überraschung – er hat mir gut geschmeckt, ohne irgendwas dazu. Ein voller Erfolg also. Ich hatte aus Kinderzeiten den Kefir als ganz grauslich schmeckend in Erinnerung. Immer erfreulich, wenn sich negative Erinnerungen ins Positive umkehren.

Der F steht dem Kefir skeptisch gegenüber und hält sich lieber an industrielle Yoghurts. Er meinte, er hätte noch nie eine Langzeitbeziehung mit einem Pilz gehabt. Nun ja, tatsächlich ist die Frage, die ich noch nicht geklärt habe, was mit dem Kefir passiert, wenn er wochenlang allein bleibt. Lässt man ihn dann vor sich hin arbeiten und Alko-Yoghurt erzeugen? Lässt man ihn ohne Milch stehen? Kann man ihn vielleicht einfrieren? Braucht man einen Kefir-Sitter?? Derzeit bin ich nicht besonders reisefreudig. Die Vorstellung irgendwo in der Welt in einem Hotel unter Quarantäne gestellt zu werden, finde ich nicht besonders verlockend. Ob nun krank oder nicht. Eine Freundin, die ich am Samstag getroffen habe, ist gestern nach Madeira geflogen. Hoffentlich kann sie zur geplanten Zeit zurückkommen.

In letzter Zeit fällt mir immer wieder auf, wie sehr auch die Blogs in Blasen organisiert sind. Vielleicht nicht ganz so extrem wie andere Social Media und Meinungsblasen in der wahren Welt. Aber auch hier gibt es zu vielen Themen feststehende Meinungen über die sich die üblichen Kommentator*innen eines Blogs einig sind, die überhaupt nie in Frage gestellt werden. Blasenhoppen ist also angesagt.


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Wer schützt wen?

Petra Pawlofsky

hat sich einen interessanten Gesichtspunkt zum Thema Umweltschutz überlegt und daraus ein Blogprojekt gemacht mit dem Titel

Natur und Erde schützen- ein Gewinn

gerne beteilige ich mich dabei mit einer Monotypie und einem kleinen Text

Der Druck hat sich zu einem eindeutig landschaftlichen Motiv entwickelt, das gut zu meinem Gedanken zu dem Thema passt.

Wer schützt wen? frage ich mich. Ja, wir können versuchen den CO2 -Ausstoß zu bremsen, den Plastikmüll einzudämmen, Gifte verschiedenster Art zu vergraben oder sonstwie zu beseitigen und vieles andere mehr. Wir können dieses Handeln „Naturschutz“ nennen, aber wem nützt das kurz- mittel- und langfristig? Doch  den Menschen und allen anderen Tieren auf diesem Planeten. Für die Erde sind unsere Aktivitäten nur ein vorübergehendes Phänomen. Es ist eine ziemliche Hybris zu meinen, wir könnten einen Planeten vernichten. Nicht der Planet wird vernichtet, aber die Biosphäre, in der die Menschheit lebt. Sollten wir das Gleichgewicht allzusehr stören, dann entstehen Stürme und Überflutungen, Tsunamis, Erdbeben, Vulkanausbrüche. Manche Regionen versinken im Wasser, andere sterben vor Trockenheit. Bei allzu großer Überhitzung wird der gesamte Planet für uns unbewohnbar werden, wir rotten uns selbst aus. Andere Arten werden uns folgen, vielleicht auch nicht.

Der Gewinn des sorgsameren Behandelns der Natur und der Erde ist unser Überleben. Die Natur sitzt am längeren Ast.


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Berg – ABC-Etüden

Die ABC-Etüden

Wie immer bei  Christiane

Diesmal kommen die Wörter von Corlys Lesewelt

Die 3 Begriffe sollen in einen höchstens 300 Wörter langen Text eingebaut werden

 

Es ist eine wahre Begebenheit von vor sicher schon über zehn Jahren. „Sonnenuntergang“ hat mich daran erinnert. 

„Sie waren erfahrene Tourengeher“ erzählte Petra. Ein Paar und eine gemeinsame Freundin brachen zu dritt auf um Sylvester im Freien, in den Bergen zu feiern. Das Wetter war freundlich, sie waren gut ausgerüstet, sie kannten sich in der Gegend aus. Aber es lag hoher Schnee, der viele topographische Merkmale veränderte. Es kam zu einem Unfall, die drei stürzten in eine unter dem Schnee verborgene Senke. Der Mann verletzte sich schwer, die beiden Frauen blieben unverletzt. Sie beschlossen das Zelt aufzustellen, in dem es wärmer wäre als im Freien und die Freundin des Paares wollte eine Stelle suchen an der es Handyempfang geben würde. Es gelang ihr aus der Senke hinauszuklettern und ein Stück zu gehen, dann wurde es dunkel, sie fiel schwer gegen einen Felsen und brach sich das Becken. Es vergingen die Nacht, der Neujahrstag und noch eine Nacht bevor die Bergrettung zu suchen begann. Die drei waren niemandem abgegangen, weil es ja geplant war, dass sie die Nacht im Freien verbringen würden. Nachts konnten die Hubschrauber der Bergrettung nicht fliegen und so dauerte es an die 48 Stunden bis alle gefunden wurden. 

„Sie hatten noch einen Sonnenaufgang miteinander, aber er hat nach dem Unfall nur ein paar Stunden überlebt“ erzählte Petra. Die Freundin war schwer unterkühlt, überlebte aber. Die beiden Kinder des Paars warteten im Krankenhaus, das vom Rettungshubschrauber angeflogen wurde.