la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Das letzte Eis

Ich bin noch nicht wirklich im Frühling angekommen. Zumindest fotografisch. Vor ein paar Tagen war es hier noch eiseskalt und Teiche und Bäche gefroren. Und weil ich doch  bei Wasserfotos nie widerstehen kann, bin ich mit eiskalten Fingern herumgelaufen und habe Eis fotografiert.

Es wird nun aber wohl doch wirklich Zeit den blog auf Frühling umzustellen und umzudekorieren. Das ist aber am Laptop etwas mühsam und …. naja spätestens in einer Woche.

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Freitag 21.2.19 bis Sonntag 24.2.19

Freitag war ein sehr intensiver Reha-Tag. Ich wurde durch so ziemlich alle Arten von Turnen und Training gejagt. Die Frage, ob man in der Rückenmuskulatur einen Muskelkater haben kann, hat sich auch geklärt: ja, kann man und ja, habe ich. Leider hat sich für meine Lieblingsrehagenossin von voriger Woche kein Ersatz gefunden. Es gibt eine Menge netter Leute, aber so richtig auf der gleichen Wellenlänge bin ich mit niemandem. Macht ja auch nichts, ich bin ja nicht hier um Freundschaften zu schließen.

Dafür war mein Samstagstreffen schön und interessant. Nach Lelia, Esmeralda und Antonio in Portugal und Ingrid und Veronika im Waldviertel habe ich mich mit einer Teilzeit-Badenerin getroffen und einen inspirierenden, entspannten Nachmittag und Abend verbracht. Dafür, dass ich eigentlich nie die Absicht hatte die Blogerei  mit dem Leben zu verbinden, sind sechs gelungene Treffen ein echter Gewinn.

Ich habe auch ein bisschen ganz junge Kunst gesehen, was in Baden nicht unbedingt der Mainstream ist und eine Anregung für eine Abendveranstaltung bekommen. Die Wiederaktivierung von kulturellem Leben gehört eigentlich auch zu meinem Reha-Programm, schließlich bin ich monatelang immer nur zwischen Arbeit und zuhause hin- und hergefahren und mehr war mit der kaputten Hüfte nicht möglich, dann vier Wochen Krücken. Aber zur völligen Gesundung gehört ganz eindeutig auch eine Wiederaufnahme von sozialem und kulturellem Leben.

Am Sonntag kam der F vorbei, der noch nicht oft in Baden war und es bot sich mir die seltene Gelegenheit mich besser auszukennen als meine Begleitung. Eine äußerst seltene Gelegenheit, weil mein Orientierungssinn unterirdisch ist und mit einem dreidimensionalen Universum eigentlich überfordert.


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Donnerstag 21.2.19 – Panflöte und Mitmenschen

Die Klänge der Panflöte gehören für mich zu einer ganz bestimmten Landschaft, dem Hochland der Anden, wie etwa auch die Musik von Dudelsäcken im schottischen Hochland bei Regen und Sturm am besten klingt und der canto hondo, der Flamencogesang nach warmen Nächten im Süden verlangt. Sehr erstaunt hat mich daher wie beschwingt und weit tragend die Panflöte in der Fußgängerzone einer österreichischen Kleinstadt klingen kann. Vielleicht kam das Gefühl der beschwingten Weite auch von mir und nicht von der Panflöte.

Mit meiner Lieblingsrehagefährtin wollte ich ins Kino gehen um die Kultur nicht ganz links liegen zu lassen, aber leider lässt sich ein Kinobesuch nicht mit den Essenszeiten der Anstalt vereinbaren, vom Theater ganz zu schweigen. Das Casino öffnet schon um 11Uhr Vormittag, sodass der Gewinn den ganzen Tag lang fließen kann. Vielleicht gehe ich einmal hin vielleicht auch nicht. Die Langeweile wird mich sicher nicht treiben, ich habe ein ganz dichtes Programm, was ich sehr schätze.

Es herrscht in der Reha-Anstalt ein reges Kommen und Gehen. Dreimal in der Woche gibt es Anreisetage bzw Abreisetage. Ich kenne mittlerweile das halbe Haus, die Lieblingsrehagefährtin ist leider schon abgereist, andere sind nachgekommen, aber diese eine war mir auf den ersten Satz sympathisch und wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Es sind eine Menge netter oder zumindest neutraler Menschen hier, aber auch einige andere.

Höchst nervig finde ich Leute, die in den Genuss einer solch teuren und wirklich guten, auf den einzelnen Patienten zugeschnittenen Reha kommen und deren einziges Thema ist, wie ungern sie doch hier sind. Die Matratzen sind zu hart, die Polster zu weich, das Essen zu gesund, geregnet hat es auch schon einmal und was für eine Zumutung, sie sollen turnen. Warum denn, wenn doch ohnehin erwiesen ist, dass „die Ärzte“ an allen ihren Leiden schuld sind. Selbstverantwortung? Niemals, dafür hat man doch die prinzipiell unfähigen Ärzte und Therapeuten. Solchen Anstaltsgenossen gehe ich tunlichst aus dem Weg oder ich tue meine von ihrer abweichenden Meinung deutlich kund. Immerhin einer der Vorteile des Alters, dass man niemandem mehr nach dem Mund reden muss. Nicht dass ich das früher besonders oft getan hätte.