la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Donnerstag 7.2.19 –

So, die Krücken sind im Keller! Allerdings sind in dem kleinen Kellerabteil noch so viele andere Sachen, dass ich sehr schnell wieder die Tür zumache. Einer Kellerausmistung fühle ich mich derzeit nicht gewachsen. Zwar habe ich als Reaktion auf das schreckliche Ausmisten des Hauses meiner Eltern in meiner Wohnung auch viel weggeworfen, Tonnen von Papier und Sonstigem, aber das reicht jetzt für eine Weile. Dabei weiß ich ja mittlerweile, wie gut das mit der Sperrmüllabfuhr  funktioniert. Nur liegen in meinem Keller praktisch ausschließlich Dinge, die ich weder brauche noch wegwerfen möchte. Der nächste Motivationsschwung wird schon kommen.

Ich bin gerade so schön in Aufbruchstimmung, habe begonnen eine kleine Osterreise zu planen und fühle mich rundherum aktiv und kompetent und effizient und was nicht noch alles. Ja, ja, ich weiß schon, es bleibt nicht so, es bleibt nie lange so, irgendetwas schwieriges, trauriges, unlösbares kommt schon wieder, aber man muss die Zwischenhochs einfach genießen. In diesem Sinne werde ich mich jetzt gleich mit der Produktion eines Karottenpuddings befassen.

Ich kaufe Flugtickets bzw die Zettel, die man nur mehr bekommt im Reisebüro. Hoffnungslos altmodisch sagt der F. aber ich finde, dass das Reisebüro eine Menge Vorteile bietet. Zum Beispiel ermöglicht es dem F. noch ein paar Tage darüber nachzudenken, ob er auch sicher mitkommen kann oder will. Auf den diversen Flugcheck-Plattformen wird nichts reserviert, schon gar nicht ein paar Tage lang. Außerdem kenne ich alle Leute, die in diesem Reisebüro arbeiten seit gefühlt hundert Jahren, freue mich immer wieder sie zu sehen und bekomme auch immer eine Menge Informationen und Tipps. Unterkünfte sind ein anderes Kapitel, da schätze ich Buchung über diverse Plattformen sehr, vor allem wegen der Möglichkeiten des Stornos bis fast zum letzten Moment.

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Alte und doch aktuelle Geschichte

Zu den Dingen, die ich am Bloggen schätze, gehört die gegenseitige Inspiration für dieses und jenes. Heute inspiriert mich Ulli zum Erzählen einer alten Geschichte aus meinem Leben.

Ich war achtzehn, hatte Matura gemacht, es war Sommer und ich war gerade in Indien angekommen. Tja, ein kleines Missgeschick war mir passiert in der Aufregung über den Abschied von meinem damaligen Freund, der eindeutig nicht die Größe hatte sich für mich über die Reise zu freuen obwohl er nicht mitfahren konnte. Also kurz gesagt, ich hatte das im letzten Moment eingewechselte Geld zuhause vergessen. In den achtzehn Jahren meines Lebens war mir eingehämmert worden, dass ich bei Problemen im Ausland, welcher Art auch immer, sofort zu der jeweils verfügbaren österreichischen Vertretungsbehörde eilen sollte, die dann zunächst meinen Vater, einen hohen Beamten, anrufen und dann alles weitere erledigen würde. Man kann seinen Kindern schlechtere Ratschläge geben und so beschloss ich also die österreichische Botschaft in Delhi anzuvisieren.

Nur wie. Im Rückblick betrachtet war ich ziemlich mutig, aber auch reichlich naiv und bin auf das nächste Taxi zugestartet. Der Fahrer war ein älterer Sikh in einem prächtigen Turban, der sogar auf Anhieb wusste, wo die österreichische Botschaft zu finden war. Er kurvte gekonnt durch den auch damals schon höllischen Verkehr. Als wir vor der Tür der Botschaft standen, wurde mir aber so richtig bewusst, was für ein Problem sich da vor mir auftat. Ich musste schließlich dem Taxifahrer sagen, dass ich ihn leider, leider nicht bezahlen konnte.

Bis heute erinnere ich mich gerne an diesen freundlichen Mann und das, was er zu mir sagte. Bis heute versuche ich auch immer wieder diese Lebensweisheit umzusetzen. Seine Antwort auf die Information, dass ich leider kein Geld hätte um ihn zu bezahlen, war, dass er einen Sohn habe, der in Europa lebt und dass er glücklich und dankbar wäre, wenn auch diesem Sohn in einer Notlage jemand helfen würde. Deswegen wäre es ihm eine Freude mich hierher gefahren zu haben.

Die kurze Begegnung mit diesem Menschen gehört zu den prägendsten Erfahrungen in meinem Leben.


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„Maman“

So heißt die gigantische Spinne von Luise Bourgeois, die vor dem Guggenheim-Museum in Bilbao steht. Luise Bourgeois hatte wohl eine recht problematische Beziehung zu ihrer Mutter. Ein Vergleich dieses Fotos mit meinen aktuellen zeigt erfreulicherweise, dass sie besser geworden sind. Die Kamera ist natürlich auch eine andere.

Sehr vielseitig und interessant habe ich Bilbao gefunden, nicht nur das Guggenheim-Museum


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Lehrerinnenlebensrhythmus

In meinem Leben endet vieles im August und anderes beginnt im September. Nicht nur die Lieben und die Reisen und die Schulferien. In diesem Jahr ist alles etwas anders. Abgesehen von 2 Wochen im Waldviertel bin ich den ganzen Sommer zuhause. Extreme Hitze und Bewegungseinschränkung lassen Motivation für eine kleine Reise erst gar nicht aufkommen und eine große traue ich mir nicht zu. Obendrein mangelt es mir nicht an Beschäftigung. Nächstes Jahr um die Zeit aber ……

Dieser „Im-September-beginnt-alles-neu-Rhythmus“ zieht sich überall durch: die Kreditkarte und die Bankomatkarte und die Jahreskarte für die Öffis alles beginnt im September neu. Und es gehört auch zu den positiven Aspekten des Lehrberufs, dass alles immer wieder neu beginnt, neues Schuljahr, neue Schüler und wenn man will, kann man ein völlig neues Konzept ausprobieren, völlig neue Methoden einführen. Man kann sich selbst neu erfinden, zumindest didaktisch.

Nun haben wir schon eine Weile einen schweigenden Kanzler, einen Vizekanzler, der die intellektuell und kompetenzmäßig wenig belasteten Recken seiner Partei für die gröbsten Ausrutscher immer wieder in Schutz nimmt, einen Innenminister, der den eigenen Verfassungsschutz sabotiert damit nichts weiteres über besagte Recken bekannt wird. Eine Sozialministerin, die allen Ernstes verkündet, dass man von 150 Euro im Monat leben kann. Nun haben wir noch eine Außenministerin, die Putin zu ihrer Hochzeit einlädt. So ein richtig großes, leeres Sommerloch wäre fantastisch!


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Vielleicht doch nicht ganz so grauslich ?

Ich versuche gerade mir meinen neuen Stundenplan für das Sommersemester schön zu reden. Leider vorläufig ohne nennenswerten Erfolg. Lässt sich irgendetwas Positives daran finden, am Freitag sowohl am Vormittag als auch am Abend arbeiten zu müssen, mit vier Stunden Pause dazwischen ? Mir ist jedenfalls noch nichts eingefallen. Dass in einer Abendschule mit etwa 35 Klassen auch am Freitag Abend Unterrichtende gebraucht werden, lässt sich nicht wegdiskutieren. Und es ist natürlich gerecht, wenn es nicht immer dieselben trifft. Trotzdem bin ich grantig …..

Jetzt kommt allerdings zuerst eine Woche Atlantik. Ach, ich freue mich schon !