la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Haus an Haus

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Thema: Haus an Haus

Ich wohne in der Stadt und somit ist „Haus an Haus“ für mich der Normalzustand meiner unmittelbaren Umgebung. Bin ich unterwegs in anderen Städten nehme ich sie aber ganz anders wahr.

Zum Beispiel als ich dieses Foto machte, in einem Außenbezirk von Dublin war ich mir der Linien sehr bewusst, die durch Häuserreihen entstehen: parallele Linien, Linien, die einander kreuzen, georgianische Linien, die Halbkreise bilden, Linien deren kulturelle Codes man als Außenstehende nicht immer versteht. Aber Linien, ein Netzwerk von Linien, die nicht wie auf dem Land unterbrochen werden.

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Bei einer Gewitterstimmung wie hier, bemerkt man auch, dass die Häuserzeilen zwischen Himmel und Erde stehen, Himmel und Erde verbinden oder trennen, wie es sich im Moment gerade darbietet. So eine Häuserzeile, eine Straße, eine Allee, eine Gasse sind mehr als eine Aneinanderreihung von Häusern. Sie legen Zeugnis ab für die menschliche Leistung der Gestaltung. Natürlich gehört eine dubliner Vorortestraße nicht in die gleiche Kategorie wie die chinesische Mauer, das Taj Mahal oder die Kathedrale von Chartres, dennoch ist auch sie eine von Menschen erdachte und erbaute Gliederung des Raums, die bis zu einem gewissen Grad beispielsweise einem Gewitter, wie es sich hier ankündigt, trotzen kann.

In bewegten Zeiten wie den unseren muss man auf grundlegende menschliche Leistungen zurückgreifen um so richtig stolz auf die Menschheit sein zu können. Ich weiß, ich weiß, auch ein Insektenbau, ein Maulwurfslabyrinth …….


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Paleicas magische Mottos – Oktober – Auf den Spuren von Geschichte und Vergangenheit

Die Geschichte der Hungersnot und der daraus folgenden massiven Auswanderung in den 1840er Jahren  ist in Irland in der Kunst und auch im Alltag allgegenwärtig. Damals starb eine Million Menschen von den 8.100.000 Einwohnern der Insel und zwei Millionen gelang die Auswanderung.

Mitten in Dublin, mitten auf dem Kai entlang des Liffey steht das Famine-monument.

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Und wie war es im Sommer ?

Auch unendlich scheinende Sommerurlaube haben ein Ende. Morgen ist es soweit. Es wäre gelogen zu behaupten, dass ich ungeduldig in den Startlöchern scharre, aber ich bin auch nicht unglücklich darüber wieder an den Start zu gehen. Zu den vielen schönen Seiten des Lehrberufs zählt es, dass man in jedem Schuljahr neu anfängt. Zwar ist die Tätigkeit als solche immer wieder die gleiche, aber die Schüler sind immer andere und wer möchte kann ja auch in jedem Schuljahr oder auch jede Woche irgend etwas Neues ausprobieren, neue didaktische Ansätze, neue psychologische Ansätze, neue Lehrmaterialien, neue Organisationsstrukturen, was immer neu und interessant daherkommt.

Vielleicht gibt es sie auch noch, die Lehrpersonen, die aus ihren eigenen vergilbten Schulheften vorlesen und/oder alle Jahre wieder genau das gleiche machen. Aus der ersten Kategorie kenne ich gar niemanden, aus der zweiten einige wenige. Das sind die frustrierten, gelangweilten, die nicht nur ihre Schüler sondern auch sich selbst anöden.

Lang und inspirierend war der Sommer: in Irland habe ich die perfekte Kombination aus Grün, Stein und Wasser genossen. Die Steinbauten mitten in diesen fruchtbaren, ständig feuchten, hunderten Grünvariationen. Im Burgenland und in der Steiermark die Kombination von Sommer, verschiedenartigen Landschaften und Kultur. In Norwegen hat mich die karge Landschaft im Kontrast zu den vor Leben wimmelnden Meeren fasziniert, die Nordroutenromantik und das skandinavische Gesellschaftsmodell. Im Kurhotel schließlich habe ich die tausenden Eindrücke im Kopf etwas sortiert und den Reisesommer ausklingen lassen.

Es war ein in jeder Hinsicht wunderbarer Sommer, in dem ich viel gesehen, viel gefühlt und einiges verstanden habe. Die Ernte daraus werde ich in den nächsten Wochen und Monaten einfahren …

Jetzt ist es einmal Zeit zu arbeiten und den Alltag um den neuen Stundenplan herum zu organisieren, den doppelt so langen Weg zur Arbeit in einem Ausweichgebäude zu schlucken, die neuen Schüler und Studenten kennenzulernen und die schon bekannten wiederzusehen ebenso wie die Kollegenschaft, sich im noch unbekannten Gebäude einzurichten und neue Strukturen zu bauen. Also Langeweile wird in absehbarer Zeit nicht ausbrechen