la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Es lebe der Fisch (zu summen nach der Melodie von „es lebe der Sport“)

Sehr viel Eiweiß, gesunde Fette und absolut kein Zucker. Fisch kann man kalt oder warm in verschiedenster Zubereitung essen. Mein Lieblingsvegetarier isst auch Fisch.Also werde ich mich zur begeisterten Fischesserin entwickeln. Zwar verstehe ich den Unterschied zwischen dem Verspeisen eines Huhns zum Beispiel und dem eines Fischs nicht wirklich, aber ich muss ja nicht alles verstehen.

Von Seiten der Religion geht es ja meines Wissens um die Unterscheidung zwischen Land- und Wassertieren. Wassertiere, also zum Beispiel Fisch, durfte man auch in der Fastenzeit essen. Böse Zungen behaupten ja, dass man in manchen Klöstern Wildschweine im Wasser gehalten hätte um den Speiseplan in der Fastenzeit aufzumotzen ….

Ein kleiner Abstecher in die bizarre Welt von Lieferanten eines Hofs, den es seit 100 Jahren nicht mehr gibt. Na ja, Hauptsache der Fisch ist frisch, die Gedankenwelt in der Firma C.Warhanek kann mir ja egal sein

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Über die Gewohnheiten und die Gesundheit

Es gibt ja nicht nur gute und schlechte Gewohnheiten, es gibt auch gesunde und ungesunde. Und dann gibt es noch die, die an sich neutral oder gut sind, auf mehreren Umwegen aber zu nicht so guten Ergebnissen führen. Eine von diesen habe ich ausfindig gemacht. Wenn ich tagsüber von wo auch immer nachhause komme, habe ich die an sich sehr zielführende Gewohnheit dies und das zu besorgen und zu erledigen; unter vielem anderen kaufe ich auch Lebensmittel ein. Im Rahmen meines Zuckerreduktionsprojekts arbeite ich aber daran, nichts zu kaufen, was ich nicht unbedingt brauche. Ich versuche also so etwas wie einen Speiseplan zu machen und nichts zu kaufen, was darin nicht vorkommt.

Wirklich überrascht hat mich, dass es mich irritiert an Geschäften, in die ich regelmäßig hineingegangen bin einfach vorbeizugehen. Tief eingegraben sind solche Gewohnheitsmuster und entsprechend schwierig sie zu verändern. Das sind wohlbekannte Tatsachen, die mich doch immer wieder beeindrucken.


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Entwöhnung, Orgien und Zähneputzen

Meine Anti-Nougatostereierkampagne war – nun sagen wir mittelfristig nachhaltig. Ein nächster Vorstoß ist wieder dringend nötig. Nicht wegen der Schönheit sondern wegen der Gesundheit. Erfolgsversprechend ist der beträchtliche Leidensdruck, nicht so motivierend die Ungewissheit, ob die Ernährungsveränderung überhaupt den gewünschten Erfolg bringen kann. Ich muss mich also daran halten, dass die Zuckerreduktion auf jeden Fall Positives bringt, wenn vielleicht auch nicht im erwünschten Bereich.

Wirkungsvoll sind bei mir die Selbstüberlistungen. Daher Maßnahme Nummer eins: Zähneputzen am Nachmittag, lange vor dem Schlafengehen. Nachdem ich mir die Zähne geputzt habe, esse ich nichts mehr. Eine absolut haltbare Konditionierung, die ich meiner Mutter zu verdanken habe. Niemals und unter keinen Umständen gehe ich mit ungeputzten Zähnen schlafen.

Wenn ich an meine liederliche Jugend denke, wie ich an den unmöglichsten Orten und Situationen immer Zähne geputzt habe. Im Rückblick lache ich darüber; zum Beispiel beim Interrailfahren in einem Zug zwischen Algeciras und irgendwo, der ganze Zug war eine rollende Orgie und mittendrin habe ich zum Kulturbeutel und der Wasserflasche gegriffen und bin Zähne putzen gegangen, zum Gaudium meiner Umgebung, die mich als hoffnungslose bourgoise bezeichnet hat. Aber gut war´s. Wer weiß, wie es im Munde und im Leben der Möchte-gerne-Revoluzzer und der tatsächlichen Aussteiger heute aussieht.

Jetzt bin ich aber etwas abgeschweift. Maßnahme Nummer zwei: die Schoki-Lade ist nur noch von einer Tafel schwarzer Schokolade bevölkert, für absolute Notfälle. Ich mag keine schwarze Schokolade und esse sie nur eventuell, wenn es denn sein muss und dann nur in winzigen Rationen. Warum es sein muss ? Nun ja, Zuckersucht ist eine Sucht wie alle anderen auch und manchmal muss ein Substitutionsprodukt her, damit nicht die ganze Entwöhnung zusammenbricht.

Abgesehen von viel zuviel Zucker esse ich gar nicht so ungesund und diese beiden verhältnismäßig einfachen Maßnahmen werden mich hoffentlich weit bringen. Vorläufig läuft alles gut.

 


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Und noch eine Erkenntnis

Wenn ich schon die courage habe bei meinen derzeitigen Mobilitätsbedingungen herumzureisen wäre es sehr klug die Unterkünfte nicht nur nach der Lage zu wählen sondern auch nach der Aussicht aus dem Hotelzimmer. An Tagen an denen ich so gar nicht gehen kann, wäre ein schöner Ausblick ein gewisser Trost


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Nervenleitgeschwindigkeitsmessung

Ich hatte überhaupt keine Ahnung, wie so etwas gemacht werden könnte. Meine Schwägerin hat mir gestern gesagt, dass sie mir gar nicht sagen will, wie die Untersuchung läuft damit ich keine Angst habe. Seither habe ich mich natürlich gefürchtet. Aber der wahrhaft köstliche Kuchen, den sie gebacken hatte, von dem ich noch ein großes Stück mit nachhause genommen habe, hat mich mit ihrer Strategie versöhnt.

Ich war heute zu spät dran, weil ich unterschätzt hatte, wie lange die Straße ist, in deren Nummer 76 sich das neurologische Diagnosezentrum befindet. Einerseits war mir das unangenehm, andererseits war ich sehr zufrieden damit, dass ich problemlos mit schnellem Schritt unterwegs war. Die Eile hätte ich mir allerdings ersparen können, denn das Wartezimmer war bummvoll und an den Wänden hingen zwei Zettel mit dem gleichen Text . Über Wartezeiten könne keine Auskunft erteilt werden, weil Patienten nicht in der Reihenfolge ihres Erscheinens sondern je nach Untersuchungen drankämen. Das hieß natürlich im Klartext, dass die Wartezeiten lange sein würden.

Tatsächlich habe ich über eine Stunde gewartet. Allerdings gab es in diesem vollgestopften Wartezimmer eine sehr große Spielzeugkiste für Kinder und ein ungefähr dreijähriges Zwergerl war eifrigst damit beschäftigt, ein äußerst komplexes Gebäude zu errichten. Sie kommentierte auch jedes neue Teil, das in die Anlage eingebaut wurde und hat so alle Anwesenden bestens unterhalten. Vielleicht war das die jüngste Angestellte der Praxis ?

Die Untersuchung selbst war nicht die reine Freude. Auf meine Frage, was sie denn mit mir machen würde, sagte die Assistentin es würde zwar nicht weh tun, wäre aber unangenehm. Es war reichlich unangenehm, weil man Stromstöße versetzt bekommt, die ich ziemlich heftig gefunden habe, aber immerhin hat es nicht lange gedauert. Langsam habe ich dann schon eine beträchtliche Anzahl von Untersuchungstechniken durch.

 


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Wir waren nicht einer Meinung, aber ich habe Recht !

„Du“ sagte ich gerade zu mir „eigentlich sollten wir einkaufen gehen. Ziemlich dringend sogar“

„Wieso ?“ sagte ich „Das haben wir doch am Mittwoch erledigt“

„Ja ist dir überhaupt bewusst, dass die Schoki-Lade gähnend leer ist ???“

„Allerdings, und das soll sie auch bleiben. Wir leben jetzt eine Weile gesund“

„Ja, haST DU sie noch aLLE ???“ kreischte ich in meine Richtung „reicht dir das blöde regionale Gemüse nicht ?? Das ewige Kraut, die tausend Karotten und Zwiebel im Überschuss. Sind wir womöglich religiös geworden und fasten jetzt ?? “ flötete ich listig.

„Ach, verschon mich mit so primitiven Manipulationsversuchen, wir essen jetzt eine Weile keine Süßigkeiten und basta !“ sagte ich entschlossen, obwohl mich die leere Schoki-Lade auch in leise Panik versetzte.

„Muss das ausgerechnet jetzt sein, wo es so viele verschiedene köstliche Nougat-Schoki-Eier gibt ?? Kompromissvorschlag: wir beginnen nach Ostern ….. “

„NEIN“

„Na gut, aber Bewegung ist doch auch gesund, wir könnten doch das Altglas zum Container bringen … “

„Na klar, zum Container gegenüber dem Supermarkt !! NEIN, wir gehen gar nirgends hin. Wir bewundern das blühende Pfirsichbäumchen vor dem Fenster zum Arbeitszimmer und dann schneiden wir die Reste der Pfefferminze vom Vorjahr zusammen, weil die kommt schon neu heraus “

„Oh Gott, wir sind auch noch auf dem Öko-Garten-Trip. Wär ich doch beim Winterschlaf geblieben …“

„Jetzt stell dich nicht so an, da ist die Gartenschere und hopp, hopp ….. “

Wie man sieht, habe ich den verbalen Abtausch gewonnen und die Schoki-Lade ist leer geblieben. Ist gibt doch keinen größeren Triumph als den über sich selbst ……

 


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Oh Schreck, ich habe gedichtet …

Zwei Stunden saß ich auf dem zahnchirurgischen Behandlungsstuhl mit den blutigen Chirurgenhandschuhen vor den Augen und bemühte mich um Entspannung der Rückenmuskeln  und Gelassenheit des Geistes. Hier ist das Produkt meiner Bemühungen 🙂

Man beachte: gereimt und in Jamben (wenn ich mich recht erinnere). Die Operation ist übrigens besser gelungen als das Gedicht

 

Na, mindestens ein Implantat

muss dringend in den Kiefer

Knochenaufbau mit Granulat

und Bohren noch viel tiefer

Der Knochen knirscht, es fließt das Blut

Die Messer schneiden heftig

braucht die Patientin doch viel Mut

Die Rechnung wird auch deftig

 

Alles wurde anästhesiert,

gefühllos auch die Zunge

Der Mund, er wird nicht innerviert

doch funktioniert die Lunge

Nun gut, das Werk es ist vollbracht

Zugenäht alle Wunden

Sehr freundlich und empathisch lacht

der Arzt, dem ich verbunden