la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Kraut und Rüben

Meine neueste kulinarische Entdeckung: Algen mit Ingwer. Sicher sind sie auch sehr gesund, aber vor allem schmecken sie mir ganz großartig. Und wie das so ist, wenn einem etwas besonders gut schmeckt: ich finde sie passen zu so gut wie allem.

Einen neuen Anlauf in Gemüsekiste habe ich auch gemacht. Die Kiste, die ich eine Weile hatte, kam aus dem Waldviertel, der Transportweg war also nicht allzu lang, die Produkte in Bio-Qualität, aber ich hatte genug davon, weil es einfach immer nur dasselbe war. Wochenlang nur Kraut, Erdäpfel, Zwiebel, Karotten und Äpfel. Manchmal -aber eher selten- gab es auch anderes. Die Kohlsprossen zum Beispiel waren sehr gut.

Ich bin also reumütig zu meiner früheren Kiste zurückgekehrt. Das Herzstück der Firma, ein Bio-Bauernhof mit Hofverkauf arbeitet mit anderen Produzenten im In- und Ausland. Die dadurch entstehenden längeren Transportwege sind der einzige nicht so positive Punkt. Aber sonst passt alles. Man kann Obst und Gemüse in Kisten  verschiedener Größe und Zusammenstellung mit einer Vorlaufzeit von ein paar Tagen ganz flexibel bestellen, telefonisch oder über den Online-Shop oder einfach im Abo. Es gibt auch Milch und Milchprodukte, Wurst, Fleisch, verschiedenste Brotsorten und sogar frisch Gekochtes. Alles wird pünktlich und verlässlich vor die Wohnungstür gestellt. Rezepte zur Zubereitung der jeweils gelieferten Dinge bekommt man auch, ebenso wie Infos zu Inhaltsstoffen, Lagerung und sonstiges Wissenswerte.

Die kleinste gemischte Kiste passt gerade gut. Ich habe sie für alle zwei Wochen bestellt und in der Woche dazwischen eine reine Obstkiste. Der F. isst ja soviel Obst, dass wir mit dem Kaufen gar nicht nachkommen.

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Ich habe ihn …

…. den OP-Termin. Wunschtermin, Wunschchirurg, alles fixiert. Jetzt muss ich nur noch bis Mitte Dezember durchhalten. Es wird sehr mühsam werden, aber mit einem Ziel vor Augen werde ich das schon einigermaßen gut durchleben können.

Fast freue ich mich auf die OP. Nicht auf die OP selbst, bei der ich ja zum Glück nicht bewußt dabei sein werde, aber auf das hoffentlich gelungene Ergebnis und die Zeit danach mit wiederhergestellter Mobilität. So mies wie die Lage derzeit ist, kommt mir vor, dass ich geradezu neu geboren sein werde.

Das größte Risiko meinte der übrigens äußerst freundliche und herzliche Chirurg, wäre die Infektion. Sein Krankenhaus läge da aber mit einer Rate von 1% ziemlich gut. Ob das viel oder wenig ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich halte ohnehin nichts von dieser Art von Statistiken. Was hilft eine Wahrscheinlichkeit von 1:100.000 wenn man selbst die eine Person ist?

Jede Woche gibt es eine Beratungsveranstaltung für zukünftige Patienten. Dafür werde ich mich gleich anmelden, das klingt nach einer wirklich guten Sache. Maximal zehn Tage Krankenhausaufenthalt, je nachdem wie fit man allgemein ist und wie gut die Sache sich entwickelt, es gäbe auch Leute, die nach 4 Tagen entlassen würden. Dann sollte man allermindestens 4 Wochen mit Krücken gehen und dann 3 Wochen Rehab. Das heißt nach den Semesterferien wäre die 9. oder 10. Woche und ich könnte wieder arbeiten und gerade gehen und vieles mehr.

Möge das Projekt gelingen!


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Geplauder

Ich schreibe nichts über andere Blogger*innen, höchstens einmal eine Empfehlung, wenn mir etwas besonders gut gefällt, aber manchmal bedaure ich das. Viele Seiten lang könnte ich da schreiben über Bosheit, Arroganz, Tunnelblick, Gefangenheit in selbst geschaffenen ideologischen Blasen. Aber was soll´s, alle sind ihres Glückes Schmied ……

Diese Woche war sehr ruhig, im Hitzeschlaf. Stolz bin ich aber darauf, endlich die vordere Terrasse gejätet zu haben, in der Früh als es noch angenehme 28 Grad hatte, die hintere wartet noch.

Nächste Woche ist wieder Aktivität angesagt. Zum Beispiel habe ich den ersten Termin beim Chirurgen, der mein Hüftgelenk austauschen soll. Ich habe die Bewertungen vieler Patient*innen gelesen. Es gibt nur ganz begeisterte und ganz ablehnende, niemand schreibt sowas wie „war OK“, „passt“, „weder besonders gut noch besonders schlecht“. Kritisiert wird, dass er angeblich nicht zuhört und kurz angebunden ist und manchen Leuten empfohlen hat, zu anderen Orthopäden zu gehen, weil er für ihr Problem nicht Spezialist ist. Aber niemand hat über eine von ihm durchgeführte OP geschimpft. Für mich klingt das so, als wäre er kein liebenswürdiger Plauderer, aber ein guter Chirurg. Was es daran auszusetzen gibt, wenn ein Arzt einen anderen empfiehlt, der auf einem bestimmten Gebiet besser ist, verstehe ich nicht.

Es wird auch gar nicht lobend erwähnt, dass er als einziger unter seinen Kollegen in dem orthopädischen Spital eine Kassenpraxis führt. Alle anderen haben nur Privatpraxen. Warum immer jemand eine Kassenpraxis führt statt einer Privatpraxis, so doch sicher weder aus Menschenhass noch aus Geldgier. Mein Orthopäde, der mir diesen seinen Kollegen empfohlen hat, hat mir allerdings auch empfohlen, mir einen Privattermin bei ihm zu leisten. Tu ich auch. Ich finde die 2-Klassen-Medizin absolut verurteilenswert, aber wenn es um die eigenen Knochen geht …


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Wie der Juli roch

Juligeruch bei Read on

Mein Juli teilt sich geruchsmäßig und auch sonst in zwei deutlich verschiedene Teile. Der erste Teil war wohlriechend, er roch nach grünen, feuchten Wäldern, nach Mohnfeldern, ein bisschen nach Chlor an den Fingerspitzen nach stundenlangem Aufenthalt im Schwimmbad, nach den Künsten des Küchenchefs, sonnengereiften und in der Abenddämmerung gegossenen Kräutern. Dazu welchen Geruch Entspannung hat, gibt es wohl viele Meinungen. Auf jeden Fall gehört aber der Pfirsichgeruch dazu, eigentlich auch der Geruch nach Erdbeeren, die auf Feldern gleich um´s Eck gewachsen sind, aber die gibt´s im Juli nicht mehr, außer in Irland, aber da war es diesen Juli so trocken, dass ich gar nicht dran denken will. Nasses Holz auf dem Balkon nach einem Regenguss mit Blitz und Donner riecht auch anders als nasses Holz nach tagelangem Landregen. Auch das über Nacht auf dem Balkon aufgehängte Badegewand riecht nach Sonne, wenn es ein ostseitiger Balkon ist und dagegen ein bissl muffig, wenn es ein Nordbalkon ist.

Der Übergang vom ersten zum zweiten Teil des Juli erfolgte über die U-Bahn-Gerüche, Schweiß, vor allem Schweiß in Synthetikstoffen, Schweißdämpfe aus den geschlossenen Sportschuhen, Pizza, Döner, alles mit viel Zwiebel und Knoblauch und Hitze. Sogar wenn man die Gerüche der Müllcontainer ausklammert, riecht Stadt im Sommer nicht überall gut

Und schließlich ein seit Monaten leerstehendes Haus, Staub, abgestandene Luft, der Geruch nach Vergänglichkeit, nach ungelüftetem Gewand, nach langem Leben mit plötzlichem Ende. Ob dunkles Holz anders riecht als helles konnte ich noch nicht ergründen. Seidenteppiche riechen besser als Wollteppiche, aber beide verstauben und verfilzen. An den Teppichen möchte ich erst riechen wenn sie gereinigt wurden.

 


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Narben

Plötzlich ist mir aufgefallen, dass meine Narbe nicht mehr weh tut. Ich dachte, das würde langsam gehen, immer ein bissl weniger, aber nein, es war ganz plötzlich; weg als wäre nie etwas gewesen. Schöner ist sie dadurch noch nicht geworden, das wäre aber auch zu viel verlangt. Der charmante junge Apotheker hat mir eine Creme empfohlen, die hervorragend wirken soll, allerdings müsste man sie mindestens drei Monate anwenden. Nun gut.

Außerdem habe ich mir einen orthopädischen Chirurgen empfehlen lassen, zu dem ich gleich nach seinem Urlaub gehen werde um im Idealfall einen Termin für Dezember zu vereinbaren um mir ein neues Hüftgelenk einsetzen zu lassen und dann wieder ein normales Leben führen zu können.

Und dann hoffe ich, dass ich in absehbarer Zeit, wenn ich mich mit mir selbst beschäftige nicht ständig auf irgendwelche medizinischen Themen stoße.

Spannend, was diese Özil-Geschichte für eine Polemik losgetreten hat, auch in Österreich. Und wie viele Themen anhand dieses Beispiels abgehandelt werden können und abgehandelt werden.


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Entspannender Mangel an Aufregung

Der Kurbetrieb geht weiter. Die Physiotherapeutin hat immer noch ein paar interessante Übungen im Ärmel, die sie kompetent herausbeutelt. Aha, der gluteus medius soll gekräftigt und gedehnt werden. Der gluteus maximus war mir ein Begriff, das ist der Po-Muskel. Es geht aber um den medius.

Beim Mittagessen habe ich erfahren, dass Soldaten nicht im Gleichschritt über eine Brücke marschieren sollen/dürfen. Ob das wohl stimmt …  Erzählt hat das mein neuer Tischnachbar, der für Andreas Gabalier und Helene Fischer schwärmt und diese Begeisterung beim Mittagessen ausgebreitet hat. Ich habe heute sehr schnell gegessen. Aber seine musikalischen Vorlieben machen ihn natürlich nicht automatisch inkompetent für Brücken- und Vibrationsthemen.

Wetter kühl und angenehm. Es donnert dezent im Hintergrund. Wie es aussieht- aber ganz sicher bin ich noch nicht – schafft es der F doch von Donnerstag bis Sonntag ins Kurhotel einzuziehen. Das würde ihm sehr gut tun, das Waldviertel entstresst und entschleunigt. Ob das wohl auch für Menschen zutrifft, die hier leben und arbeiten? Die Veronika wird das wissen.

Wenn sich noch eine weitere interessierte Person findet, besuche ich morgen ein Mohnmuseum, natürlich wird man dort auch Tonnen von Mohnprodukten zum Verkauf anbieten.


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Samstägliches

Heute Vormittag eine kleine Tour durch die Gegend nach Zwettl. Es war zu kurz oder zu lang, wie man´s betrachtet. Eineinhalb Stunden sind zu wenig um sich eine Stadt anzuschauen und zu viel um nur den Brunnen am Hauptplatz zu bewundern. Für meine Geschwindigkeitsverhältnisse war gerade Zeit für eine kleine Runde und ein paar Fotos. Für die Kirche von innen war schon keine Zeit mehr. Dafür war ich in einem Sonnentor-Geschäft und habe ein paar General-Mitbringsel gekauft, die immer passen, wenn man unerwartet ein kleines Geschenkt braucht. Die anderen Mitfahrenden haben sich geärgert, weil sie das Stift nicht sehen konnten, ich nicht, schließlich habe ich Montag eine Verabredung mit Veronika. Aus dem gleichen Grund war ich ganz gelassen beim Vorbeifahren an wunderschönen Mohnfeldern, die ich nicht aus der Nähe sehen konnte. Die sind am Montag auch noch da …

Nachmittag habe ich gekurt. Ich bin ganz fleißig, weil ich merke, dass ich nach einer Woche merkbar besser gehen kann. Abends habe ich einen Spaziergang gemacht, den ich am vergangenen Sonntag unmöglich geschafft hätte. Es geht aufwärts. Natürlich nur bis zu einem bestimmten Punkt, weil sich das Gelenk nicht regenerieren kann, aber stärkere Muskel halten es besser und sicherer und steigern meine Lebensqualität

Das Wetter ist hier irlandartig: Sonne, dann ganz plötzlich Wolken, es wird dunkel und beginnt zu regnen, kurz danach scheint wieder die Sonne. In der ganzen Woche gab es keinen Tag, an dem es nicht wenigstens kurz geregnet hätte. Mir gefällt das sehr gut, die Sonnenanbeter unter den Kurgästen sind weniger glücklich. Zum sonnenbaden  ist aber das Waldviertel auch nicht der geeignete Ort.

Wenn man einen Beruf hat, sagte der Fahrer, findet man schon Arbeit in der Gegend, aber mit einer höheren Ausbildung ist das schwer .Offenbar ist man mit einer höheren Ausbildung nicht fähig einen Beruf auszuüben. Wie schön, dass die verschiedenen Bevölkerungsgruppen so vorurteilsfrei miteinander umgehen.

Ich lese einige Bücher unendlich langsam, weil ich immer wieder belanglose aber entspannende Lektüre dazwischen schiebe.

Mir fällt gar nichts ein, was ich an dem Hotel, der Kur, dem Essen oder der Gegend bekritteln könnte …..