la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


14 Kommentare

Wir waren nicht einer Meinung, aber ich habe Recht !

„Du“ sagte ich gerade zu mir „eigentlich sollten wir einkaufen gehen. Ziemlich dringend sogar“

„Wieso ?“ sagte ich „Das haben wir doch am Mittwoch erledigt“

„Ja ist dir überhaupt bewusst, dass die Schoki-Lade gähnend leer ist ???“

„Allerdings, und das soll sie auch bleiben. Wir leben jetzt eine Weile gesund“

„Ja, haST DU sie noch aLLE ???“ kreischte ich in meine Richtung „reicht dir das blöde regionale Gemüse nicht ?? Das ewige Kraut, die tausend Karotten und Zwiebel im Überschuss. Sind wir womöglich religiös geworden und fasten jetzt ?? “ flötete ich listig.

„Ach, verschon mich mit so primitiven Manipulationsversuchen, wir essen jetzt eine Weile keine Süßigkeiten und basta !“ sagte ich entschlossen, obwohl mich die leere Schoki-Lade auch in leise Panik versetzte.

„Muss das ausgerechnet jetzt sein, wo es so viele verschiedene köstliche Nougat-Schoki-Eier gibt ?? Kompromissvorschlag: wir beginnen nach Ostern ….. “

„NEIN“

„Na gut, aber Bewegung ist doch auch gesund, wir könnten doch das Altglas zum Container bringen … “

„Na klar, zum Container gegenüber dem Supermarkt !! NEIN, wir gehen gar nirgends hin. Wir bewundern das blühende Pfirsichbäumchen vor dem Fenster zum Arbeitszimmer und dann schneiden wir die Reste der Pfefferminze vom Vorjahr zusammen, weil die kommt schon neu heraus “

„Oh Gott, wir sind auch noch auf dem Öko-Garten-Trip. Wär ich doch beim Winterschlaf geblieben …“

„Jetzt stell dich nicht so an, da ist die Gartenschere und hopp, hopp ….. “

Wie man sieht, habe ich den verbalen Abtausch gewonnen und die Schoki-Lade ist leer geblieben. Ist gibt doch keinen größeren Triumph als den über sich selbst ……

 


24 Kommentare

Oh Schreck, ich habe gedichtet …

Zwei Stunden saß ich auf dem zahnchirurgischen Behandlungsstuhl mit den blutigen Chirurgenhandschuhen vor den Augen und bemühte mich um Entspannung der Rückenmuskeln  und Gelassenheit des Geistes. Hier ist das Produkt meiner Bemühungen 🙂

Man beachte: gereimt und in Jamben (wenn ich mich recht erinnere). Die Operation ist übrigens besser gelungen als das Gedicht

 

Na, mindestens ein Implantat

muss dringend in den Kiefer

Knochenaufbau mit Granulat

und Bohren noch viel tiefer

Der Knochen knirscht, es fließt das Blut

Die Messer schneiden heftig

braucht die Patientin doch viel Mut

Die Rechnung wird auch deftig

 

Alles wurde anästhesiert,

gefühllos auch die Zunge

Der Mund, er wird nicht innerviert

doch funktioniert die Lunge

Nun gut, das Werk es ist vollbracht

Zugenäht alle Wunden

Sehr freundlich und empathisch lacht

der Arzt, dem ich verbunden

 

 


37 Kommentare

Kraut und Rüben im Winter

punkt-punkt-punkt2-2-300x300

Ein Projekt von Sunny 

Thema: Lieblingssendung

Hm, das Thema muss ich ein bissl umbiegen, weil ich so wenig fernsehe, dass es für Lieblingssendungen nicht reicht. Eine Sendung ist ja auch ein Synonym für Lieferung und bei Lieferung denke ich an meine Gemüsekiste, die alle zwei Wochen frühmorgens am Samstag vor der Tür steht.

Ich weiß, die gab es hier schon zu sehen. Dieses Kistenexemplar ist  vom September und da gab es eine Menge frischer Obst- und Gemüsesorten. Inzwischen gibt es nur noch Äpfel, Kartoffel, Karotten, Zwiebel, Kraut, Kürbisse, rote Rüben und Pastinaken. Die Vielfalt hält sich in Grenzen, aber das ist eben alles an Obst und Gemüse, was die heimischen Felder, Scheunen, Keller um diese Jahreszeit hergeben.

Ich bin keine Verfechterin der Makrobiotik auch keine fanatische Nur-Regionale-Produkte-Esserin, ich bin noch nicht einmal Vegetarierin, aber es macht mir aus irgendwelchen Gründen Freude zu sehen, was es zu essen gäbe, wenn wir auf jahreszeitliche, regionale Produkte angewiesen wären. Natürlich kaufe ich auch anderes Obst- und Gemüse, aber manchmal koche ich nur mit den Waldviertler Produkten aus der Biokiste und finde immer öfter, dass es eine Menge einfacher und wohlschmeckender Gerichte gibt, die man aus dem derzeitigen dürftigen Angebot basteln kann.

img_0256


19 Kommentare

Dialog zwischen mir und meinem hypochondrischen Anteil

Ich:

MHA: mein hypochondrischer Anteil

Meine Lendenwirbelsäule war wieder einmal im Aufruhr und ich war am Donnerstag beim Arzt. Mittlerweile geht es mir , wahrscheinlich dank Medikamenten, sehr viel besser. Der Orthopäde ruft an um sich zu erkundigen, wie es mir geht. Das ist nett von ihm, sehr nett sogar. Er ist überhaupt ein freundlicher Mensch

MHA: Hat er denn vermutet, dass es mir ganz schlecht geht ?? Schließlich hat er am Donnerstag gemeint, er hofft, dass das Medikament schnell wirkt, aber wirklich sagen, wie es mir am nächsten Tag gehen wird, kann er  nicht

Ich: Er ist ja auch Arzt und nicht Prophet

MHA: Aber dieser gewisse Unterton. Er hat sich gefreut, dass es mir besser geht. Womöglich ist es ganz unwahrscheinlich, dass dieses oder irgendein Medikament in meinem Fall irgendetwas nützen könnten.

Ich: Jetzt mach aber einen Punkt ! Da hast du einen freundlichen, interessierten ja geradezu liebevollen Orthopäden erwischt. Wo doch die meisten Vertreter dieser Zunft vielleicht wunderbare Operateure sind, aber im menschlichen Umgang eine eher rüde Einstellung haben. Und dann bist du unzufrieden !

MHA: Wer ist hier unzufrieden ? Es hat mich doch nur irritiert, dass das so geklungen hat, als wäre es ein Wunder, dass es mir besser geht.

Ich: Absurd, was du in diesen erfreuten Tonfall hineindichtest. Aber sogar wenn. Dann ist es halt ein Wunder, und ? Hauptsache es wirkt.

MHA: An Wunder glaub ich nicht !

usw (zum Glück ist das nicht wirklich ganz so )


62 Kommentare

Wirbel gleiten …..

… leider nicht nur in Gewässern oder an sonstigen angenehmen Orten, sondern in meiner Wirbelsäule. Nach über 2 Jahren Pause war es heute früh wieder einmal so weit: meinen Lendenwirbeln war es nach Gleiten zumute. Nicht dass ich irgendetwas besonderes getan hätte wie Baum ausreissen, Felsblöcke tragen oder ähnliches, nein, ich bin nur aus der Dusche gestiegen.

Routine läuft an, Krankmeldung am Arbeitsplatz, Schmerzmittel schlucken, Orthopäden anrufen. Leider bekomme ich erst für morgen einen Termin und da habe ich Glück, weil die Wartezeiten bei Orthopäden sehr lang sind. Das wird eine nette Nacht werden ! Ich könnte natürlich in eine Notfallambulanz fahren und mir eine Spritze abholen, aber es ist kalt und windig und wenn ich mir vorstelle, wieviele Leute dort sitzen werden und womit allem ich mich da noch zusätzlich anstecken könnte, warte ich doch lieber bis morgen. Bei meinem Nobelorthopäden gibt es überhaupt nur vier oder fünf Sitzgelegenheiten im Warteraum, auf denen kaum jemals jemand sitzt, da hält sich die Auswahl an Bakterien und Viren, die gerne mit mir mitkommen möchten in Grenzen. Morgen werde ich also zum Orthopäden stürmen, wobei „stürmen“ die innere Einstellung beschreibt und nicht die Bewegungsart und -geschwindigkeit.

Nachdem ich ja gerne davon rede, dass man das Leben nehmen muss, wie es kommt, versuche ich auch immer diese theoretische Einstellung in die Praxis umzusetzen. Was also ist positiv an dieser Situation ? Ich grüble …… Nun, zum Beispiel habe ich dadurch Zeit administrativen Krempel aufzuarbeiten. Stöße 12 und 13 am Schreibtisch. Die Stöße sind natürlich nur symbolisch, auch administrativer Krempel muss elektronisch erledigt werden. Ich könnte so richtig ausschlafen, aber nur falls die Schmerzmittel gut wirken und die Nerven nicht zu stark eingeklemmt sind. Die im Keller gelagerten Krücken amortisieren sich ein bisschen mehr. Die haben mich zwar gar nichts gekostet, ganz im Gegensatz zum Orthopäden…..

Vieles kann man in Bildern darstellen. Die passen erstaunlich gut

img_9290 img_9291


9 Kommentare

Ich hab wieder eine ! Juhuu !

Vorsichtiges Lob der neuen Obst- und Gemüsekiste

img_0256

Zufällig habe ich den Lieferanten samt gerade zugestellter Gemüselieferung bei einer Freundin getroffen und habe mir gedacht, ich versuche es wieder einmal. Meine Beziehungsgeschichte zu Obst- und Gemüsekisten vom Biobauern ist lang. Eine Firma ging in Konkurs, die nächste war unverschämt teuer, nicht nur teuer wie alle anderen auch und dann gab es noch eine bei der die Qualität des Gemüses immer schlechter wurde.

Nun habe ich also diesen Waldviertler Lieferanten gefunden. Er liefert alle zwei Wochen und nur Regionales. Was wohl heißt, dass es im Winter nur Kohl, Kraut und Erdäpfel geben wird. An Obst gab es heute Äpfel und Birnen. Die sind beide für F. Er liebt „alternative“ Apfelsorten, die können ausschauen wie sie wollen.

Insgesamt liegt der Nutzen der Gemüsekisten darin , dass sie mich zum kochen motivieren und außerdem mag ich Überraschungen. Dieser Lieferant hat keine homepage auf der man nachsehen könnte, was nächstes mal geliefert werden wird, bezahlt wird in bar und es werden auch keine Kochrezepte mitgeliefert. Die positiven Aspekte werden im Lauf der Zeit schon noch auftauchen …..