la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Schon als kleiner Bub …..

Geschlendert sind wir entlang des Liesingbachs. Grün in allen Schattierungen, Brücken, Gärten, vorbei an Mohnblumenfeldern, Wiesen, Skulpturen, Menschen beim Picknick, beim Plaudern, beim Feiern. Plötzlich bekam der F ganz glänzende Augen und steuerte in eine Richtung über die ich mich wunderte, dort war es eigentlich eher, naja ….. Wir gingen näher hin und als ich seinem begeisterten Blick folgte, sah ich ….. das


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Käse, Käse …..

Die ersten eigenen Erdbeeren geerntet. Die eigenen schmecken schon ganz besonders, saftig, süß, erfrischend. Und der Geruch! Ganz wunderbar. Er triumphiert eindeutig über den Schimmelkäsegeruch. Der F liebt Käse, meine Nase und ich nicht. Eigentlich wären wir also in der Mehrheit, aber es herrscht in diesem Haus bezüglich Käse kein Mehrheitsrecht. Was ich sehr bedaure. Zwar werfe ich nächtens immer wieder die Restbestände weg, die besonders intensiv riechen, aber das reicht bei weitem nicht aus. Im Kühlschrank steht eine Schale Essig, das hilft. Wenn alle Fenster offen sind, ist das alles nicht so tragisch, aber derzeit ist es gerade wieder ziemlich kalt und da zieht der Käsegeruch durch die Wohnung. Der F behauptet, dass ich maßlos übertreibe. Das liegt daran, dass ich eine viel bessere Nase habe als er. Naja, solange man gut riecht, ist man angeblich nicht mit Covid-19 infiziert, weil das Virus die Geruchsnerven vorübergehend außer Funktion setzen soll. Manchmal ist es aber echt nicht einfach einen positiven Aspekt an einem Ärgernis wie dem Käse zu finden. Ich muss eine Recherche starten über die fatalen Wirkungen von großem Käsekonsum. Wer weiß, was sich da finden lässt. Aber ich fürchte, was immer es ist, wird dem F völlig egal sein, seine Käseleidenschaft übersteht alle meine Sabotageakte. Immerhin haben wir uns darauf geeinigt, dass der Käse in gläserne Behälter mit Deckel verpackt wird. Der F nennt sie Sarkophage. Ob das eine passende Bezeichnung ist, kann ich nicht sagen, weil ich glücklicherweise noch nicht erlebt habe, wie eine frisch einbalsamierte zukünftige Mumie riecht. Sehr viel intensiver als manche Käsesorten kann es aber nicht sein.


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Wild geht es bei uns derzeit zu

Bei über 39 Grad Fieber um 9:00 Früh bekomme ich die Panik. Der F hat sich offenbar die Weihnachtsfeiertage zum krank werden ausgesucht und so haben wir die Gelegenheit die Notfalldienste der Stadt Wien zu testen. Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass das ganze Land -inklusive Ärzte – zwei Wochen Urlaub macht und waren schon einmal äußerst positiv überrascht, dass die telephonische Beratung leicht zu erreichen war. Obendrein waren von den fünf praktischen Ärzten, die sich in Gehentfernung befinden nur zwei auf Urlaub und drei im Dienst, einer davon Fs Hausarzt, bei dem auch noch nur wenige Patienten waren. Also eigentlich hat an diesem 23. Dezember alles so funktioniert als wäre ein ganz normaler Montag. Was nichts daran ändert, dass die Ursache für das hohe Fieber ungeklärt ist. Ich will nicht ins Detail gehen aber jedenfalls hat der Hausarzt empfohlen, am Mittwoch ein Ambulatorium aufzusuchen. Wäre morgen nicht Weihnachten hätte er vielleicht empfohlen dort sofort hinzufahren, das lässt sich schwer sagen. Jedenfalls schläft der F jetzt, was sicher das Vernünftigste ist, was er tun kann und ich treffe mich mit meiner Nichte, die ich schon ewig nicht gesehen habe.

Es stürmt und regnet seit gestern in Strömen, wir werden also möglicherweise den Weihnachtsmarktbesuch kurz halten und uns lieber in ein Café setzen. Der Regen würde mich weniger stören, aber wenn bei Regen viele Menschen zusammenkommen, haben die auch alle einen Schirm und das enge Zusammenstoßen von Regenschirmen ist meist sehr unangenehm. Ich wollte das Treffen aber nicht absagen, weil ich mich ja vielleicht anstecke und dann sehen wir uns die ganzen Ferien lang nicht. Also auf in den Kampf!


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Sonntag 25.8.19 – Fliegenpilze

Bis 10 Uhr Vormittag sollen die Zimmer geräumt sein. Das ist sehr früh, weil wir hier noch mittagessen wollen, aber Sonntag ist der stärkste An- und Abreisetag in diesem Kurhotel und die Zimmerfrauen haben so viel Arbeit, dass sie es bis 15 Uhr gerade schaffen, die Zimmer der Abgereisten für die nachfolgenden Gäste fertig zu machen. Auch kein beneidenswerter Beruf. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, ist es ohnehin egal, ob das Gepäck auf einem Zimmer liegt oder im Auto.

Wir haben also noch eine kleine Wanderung gemacht. Durch den Wald an einem Weiher entlang. Leider war es ein Fischteich und kein Badeteich und so gab es jede Menge Angelplätze aber keinen einzigen Badeplatz. So riesig wie die Karpfen in den Fischteichen hier sind, möchte ich mich aber ohnehin nicht von ihnen anknabbern lassen. Der F. ist ein großartiger Wanderbegleiter. Er findet und behirnt die Wege und nimmt Rücksicht auf meine noch mäßige Kondition. Wir haben beide Freude daran, gemeinsam durch den Wald zu gehen, was nicht heißt, dass wir nicht auch immer wieder getrennte Wege gehen, jede/r im eigenen Tempo. Die richtige Dosierung von gemeinsam und getrennt, von mehr oder weniger nahe macht für mich eine gute Beziehung aus.

Auf unserem heutigen Weg standen eine Menge verschiedener Schwammerln darunter eine große Anzahl von prächtigen Fliegenpilzen. Der Weg heißt aber überraschenderweise „Herrenpilzweg“. Warum welche Pilze wo besonders gut gedeihen, ist ja nicht so ohne weiteres feststellbar. Die Einheimischen sagen, es wäre heuer überhaupt kein Schwammerljahr. Wenn das so ist, muss man da wohl in guten Jahren einen Slalom zwischen den Fliegenpilzen hinlegen.

Wir sind wieder zuhause, Berge von Wäsche sind gewaschen und hängen zum trocknen. für den F ist morgen ein normaler Arbeitstag, ich habe noch eine Woche Ferien, wenn auch  mit sehr vielen Terminen gespickt.

 


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Wir standen beim Ikea-Schalter …….

„Was ? 200 € für die Montage von 2 Kästen ?“ sagte der F. „Lächerlich, das machen wir selbst!“

„Äh, wir ?“ sagte ich.

Nach den fünf ersten Stunden höchst schweißtreibender Tätigkeit: „Also eigentlich wären die 200 doch gar nicht so teuer gewesen“

Nach zwei Tagen Arbeit und unendlich vielen Kleinigkeiten, die wahrscheinlich jeder Handwerker im kleinen Finger hat, wir uns aber mühsam erarbeiteten mussten: „Also 200 sind für die Schufterei durchaus angemessen“

Und nach drei Tagen Arbeit, 20 Litern Schweiß, x-maligen Neuanfängen, dem Adjustieren von Türen im Blindflug und und …. „eigentlich preiswert die 200, ich glaube ich hätte sogar das Doppelte bezahlt, wenn ich vorher gewusst hätte, was ich mir da erspart hätte“Zu spät !

Tja, das Wochenende war mäßig erholsam, aber wir haben doch sehr an Stauraum gewonnen und Vielfältiges gelernt über den Möbelbau und über einander. Meine Kenntnisse im Südoberösterreichischen Idiom konnte ich auch ausweiten: ich weiß jetzt, dass „daune“ nach vorne heißt und nicht nach hinten, was ja nicht unwesentlich ist, wenn ein Teil eines schwereren Trumms in eine vorgegebene Öffnung gehoben werden soll.  Zwei von den Türen sind allerdings immer noch nicht gerade, eine Wissenschaft das Adjustieren von Türschanieren, aber das wird noch. Und was für wunderbare neue Werkzeuge wir jetzt besitzen, vom handlichen Akkuschrauber über einen Leichthammer bis zu diversen neuen Bohrern für die Bohrmaschine.

Sehr zufrieden bin ich mit meinem Hüftgelenk, das problemlos alles mitgemacht hat, das Bücken, das Heben, das Strecken, das Drehen und das am Boden Herumkriechen. Ich habe gar nicht daran gedacht ….


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6. Tag der ersten Hitzewelle 2019 – Samstag 15.6.19

Die Prognosen lagen bei 37 Grad, und obendrein war es extrem schwül. Eigentlich wollte ich mir gerne die heute in Wien stattfindende Euro Pride anschauen, konnte mich aber nicht dazu überwinden. Die Hitze, die vielen Leute …. schade.

Die Hitze wirkt sich extrem bestimmend nicht nur auf mein Leben aus. Die ganze Stadt schwitzt und schleicht dahin. Die Architektur einer mitteleuropäischen Stadt ist eben nicht auf tagelange, große Hitze angelegt. Es fehlen die beschattenden Strukturen, die dicken Stein- oder Ziegelwände gibt es nur in alten Gebäuden, die Böden strahlen mit den Wänden um die Wette, es gibt Steinwüsten bei deren Durchquerung  Hitzekoller oder Kreislaufzusammenbruch drohen.

Das gestrige Abschlussfest unseres Maljahres war äußerst kuschelig: wir saßen eng aneinander in dem kleinen Atelier, schwitzten und machten Pläne für den Herbst. Trotzdem war es ein vergnüglicher Abend. Aber schon die Nacht war tropisch und heute zogen die Temperaturen nochmals an. Wir haben gerade nur einen Wocheneinkauf gemacht, alles verstaut und sind dann nochmals in die Hitze aufgebrochen um einen F-schen Schuheinkauf zu machen. War auch nicht besonders gemütlich: die Herrenabteilung des Geschäfts lag unter einem Glasdach, eh klimatisiert, trotzdem schrecklich drückend. Aber die Schuhe für längere Zeit sind unter Dach und Fach.

Bis vor nicht allzu langer Zeit habe ich den F hin und wieder einmal daran erinnert, dass es wohl kein Fehler wäre, Schuhe, Pullover oder sonstwas zu kaufen. Damit übernahm ich dann irgendwie die Verantwortung für diese Käufe und der F hatte die bequeme Position sich ziehen und bitten zu lassen obwohl es doch seine Sachen waren. Dieses Verhalten habe ich völlig eingestellt, ich sage zu diesem Thema gar nichts und siehe da, nun kommt der F und fragt mich, ob ich mitkomme wenn er einkaufen geht. Das ist doch deutlich besser.

Den Rest des Tages haben wir uns beide nicht mehr aus dem Haus bewegt. Man muss ohnehin irgendwann räumen, kochen, Wäsche waschen und das eine oder andere planen.

Das Außenthermometer auf dem Küchenfensterbrett, gegenüber dem Spinnennetz – auf welches am späten Nachmittag die Sonne direkt hinbrennt, zeigt 45 Grad. Morgen soll es etwas besser werden ….


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Alltag #6 – Die Dose

Alltag #6 bei Ulli 

Die Konservendose ist eine von mir ziemlich ungeliebte Mitbewohnerin, aber der F. liebt sie. Wir haben also gewissermaßen ein Dreiecksverhältnis miteinander. Er isst zum Beispiel mit Begeisterung Erbsen aus der Dose. Ich mag Erbsen auch sehr gerne, aber die schleimige Konsistenz von diesen Dosenschönen finde ich geradezu widerwärtig. Dreiecksverhältnisse funktionieren aber nur dann, wenn alle Beteiligten sich einigermaßen mögen. Mit anderen Worten: der F, die Dosen und ich haben ein etwas problematisches Dreiecksverhältnis.

Ich habe ja schon einiges versucht, aber erfolglos. Nicht einmal der Hinweis auf ökologische Bedenklichkeit bei der mit gewaltigem Energieverbrauch durchgeführten Produktion hat genützt. In Island zum Beispiel wird sehr viel Aluminium hergestellt, weil dort nun einmal die Energie geradezu unbegrenzt fließt, wenn dabei auch sehr viel unberührte Landschaft zerstört wird. Auch das konnte den umweltbewegten F nicht von seinen Dosen weglocken. Auch die Studien, die einen Zusammenhang zwischen Aluminium und Alzheimer sehen, waren ihm schlicht und einfach wurscht.

Mir bleibt also aus derzeitiger Sicht, nichts anderes übrig als mich mit den Dosen abzufinden, wenn sie auch herumstehen, leer und geschlossen, beim Öffnen immer wieder kleine Unfälle verursachen und aus meiner Sicht wenig Appetitliches enthalten. Obendrein muss man sie sammeln und zum Recyclen bringen und die papierenen Etiketten ablösen. Eventuell könnte man damit in Kindheitserinnerungen schwelgen und Türme bauen. Wenn aber andererseits so viele davon da wären um daraus Türme bauen zu können, bekäme ich wahrscheinlich eine Dosenkrise.

Zusammenleben hat eben seine Tücken und fairerweise überlege ich, welche von meinen herumliegenden Besitztümern den F nerven könnten. Was Bücherstöße betrifft, haben wir uns gegenseitig nichts vorzuwerfen, von denen haben wir beide welche. Ansonsten?  Wen können schon mehrere Strickzeuge, Berge von zu korrigierenden Prüfungsarbeiten, allgegenwärtige Schmuckschachteln und einzusetzende Pflanzen stören ? Eben.

 


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Montag 21.1.19

An und für sich möchte ich ja in nächster Zeit früher aufstehen, aber wenn man mitten in der Nacht Blutmond schaut, geht das schlecht. Beim letzten Blutmond war es stark bewölkt und man konnte in Wien gar nichts sehen, deshalb wollte ich diesen auf keinen Fall versäumen. Diesmal war zwar die Sicht perfekt, ein völlig freier Himmel, aber der Mond war so klein, dass ich eigentlich nicht besonders beeindruckt war. Dafür bin ich nochmal schlafen gegangen und dann spät aufgewacht.

Eine fast normale Einkaufs- und Erledigungstour habe ich heute geschafft, ohne Krücken wohlgemerkt, und kam mir ganz aktiv, mobil, mitten drin vor. In den letzten Wochen und Monaten war die Arbeits-Balance zwischen F und mir doch etwas unausgeglichen. Ich konnte lange gar nichts machen, oder war sehr eingeschränkt, jetzt bin ich froh, dass ich dies und das für ihn übernehmen und dadurch das Gleichgewicht langsam wieder herstellen kann.

Der US-Shut down beschäftigt mich dieser Tage. Die offenbar weit verbreitete Situation, dass viele Staatsbeamte überhaupt keine finanziellen Rücklagen haben und ohne Bezahlung nicht bis zum Ende des Monats kommen. Wie das bei Menschen mit noch prekäreren Beschäftigungsbedingungen ist, darf man sich gar nicht vorstellen. Meine Bewunderung gilt den Leuten, die bei solchen Verhältnissen überhaupt an irgend etwas anderes denken können, als wie sie über die Runden kommen.


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Freitag 16.11.18 – Nix Bruegel

Die Bruegel-Ausstellung im Kunsthistorischen Museum wollten wir besuchen. Für mich ist das ja schon ein größeres Unternehmen: in die Innenstadt mit dem Auto zu fahren garantiert Stress, mit den Öffis zu fahren, verbraucht meine ohnehin schon sehr geringen Mobilitätsreserven, so ein  Museumsbesuch  ist ja anstrengend. Es blieb das Taxi, teuer aber bequem und effizient. Wir fuhren also vor dem Museum vor, winkten der Kaiserin Maria Theresia, die ausladend auf ihrem Denkmal zwischen den beiden großen Museen sitzt und in Richtung des Kunsthistorischen zeigt. F. philosophierte darüber, wie die Welt wohl aussehen würde, wenn es mehr Denkmäler von solchen Matriarchinnen auf Sesseln gäbe statt in Bronze verewigte Kriegsherren auf Pferden. Pferde spielen ja derzeit auch in der österreichischen Innenpolitik eine Rolle. Aber ich schweife ab.

Wir freuten uns darüber, dass bei den Kassen kaum jemand stand. Einige meiner Kolleginnen, die schon in der Ausstellung waren, hatten gewarnt, dass sie ungeheuer überlaufen sei und die Tickets nur für Zeitfenster verkauft werden. Wir waren aber natürlich klüger, und vor den Kassen stand ja auch kaum jemand, also alles bestens. Ich machte eine kleine Foto-Runde, F. ging Tickets kaufen, kam kurz darauf zurück und ……. tja, für heute alles ausverkauft. Vor den Kassen standen nur diejenigen, die noch keine Tickets hatten und auch keine mehr bekamen. Wir konnten es gar nicht fassen. Es ist eine große, international beworbene Ausstellung, aber ausverkauft! F. war enttäuschter als ich. Bruegel ist nicht so unbedingt meines, aber schließlich war er mit mir bei einer Schiele-Ausstellung, die wiederum nicht unbedingt seines war. Nur auf den Bruegel hatte er sich gefreut, wegen der Szenen aus dem damaligen Alltagsleben, wegen der Bilder aus dem bäuerlichen Leben.

Da standen wir nun bei strahlendem Sonnenschein vor dem Museum und durften nicht in die gewünschte Ausstellung. Ins Gebäude selbst konnten wir wohl hinein und so landeten wir im Museums-Shop. Der Ausstellungskatalog ist im Kunsthistorischen immer um 10 € teurer als in allen anderen Museen, warum auch immer das so sein möge. Aber es gab abgesehen vom Katalog sehr viel Interessantes, neben heftigem Kitsch wie Klimt-Regenschirmen und Monet-Kochschürzen und vielem anderen in dieser Kategorie. So kamen wir beide recht zufrieden mit mehreren Büchern und einem Katalog wieder heraus.

Gibt es eigentlich ein Wort für die Mischung aus Mittag- und Abendessen? Wie immer es heißen möge, haben wir uns sowas einverleibt, beim Syrer, und über Monsterausstellungen nachgedacht.

Die Vermurksung des Fotos ist auf den Frust zurückzuführen. Aber immerhin sieht man den strahlenden Himmel hinter den imperialen Säulen.


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ideologisch verbrämte Milchpakete

Ich greife immer zu der Heumilch mit der grünen Kuh auf der Packung. Bio-Heumilch steht drauf und wenn diese Milch in meinem Stamm-Supermarkt angeboten wird, ist das Ablaufdatum üblicherweise fast erreicht.Um zu frischerer Milch zu kommen, muss ich einen Angestellten überreden, nachzusehen ob irgendwo im Hintergrund, im Kühlraum vielleicht auch noch frischere Milch zu finden ist. Es handelt sich dabei um eine rein sportliche Übung, denn ich mag gar keine Milch und verwende sie auch nur selten zum Kochen.

Wenn ich mir die grüne Kuh so ansehe, steigt ein Bild in mir auf von grünen Wiesen und friedlich grasenden Kühen, die lockig bimmelnd da ein Gänseblümchen und dort ein Kräutl abweiden. Kunstdünger ist in diesem Paradies noch nicht einmal angedacht, das Wasser ist lupenrein sauber und zur Freude der Kühe gibt es auch ein paar Stiere. Die sind allerdings alle von der Kategorie des Stiers Fernando, der an Blumen riechen und nicht in die Stierkampfarena wollte.

Der Partner dagegen, der Milch sogar trinkt, greift immer nach der Bergbauernmilch. Er sieht wahrscheinlich glückliche Bauern, die für ihre Milch ausreichend bezahlt werden und sich daher nicht in vielen Nebenerwerbsbeschäftigungen krumm arbeiten müssen. Außerdem halten sich diese Bauern in den Bergen auf und das ist seine lieblingsheimatliche Landschaft. Grün sind die Kühe dort auch nicht, aber das ist ein Nebenaspekt.

Nachdem wir unsere Milchvisionen irgendwie zusammenbringen müssen, werden im Kühlschrank gleichzeitig oder abwechselnd glückliche Kühe und glückliche Bauern frisch gehalten.


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Turbo-Baustellen führen gelegentlich zu Regenschirmen

Am verlängerten Wochenende wurden in Wien die Straßenbahnschienen rund um den Ring erneuert und auch an einigen U-Bahn-Strecken gearbeitet. Dadurch wurde für uns der Weg in die Innenstadt zu einem Slalom zwischen drei verschiedenen U-Bahn-Linien und 2 Bussen. Ich war mir ganz sicher, dass die Arbeiten unmöglich am Dienstag fertig sein konnten und überlegte mir mehrere Alternativstrecken zu meinem Malkurs, der am anderen Ende der Stadt stattfindet und den ich nie ausfallen lassen würde, Verkehrslage hin oder her. Aber siehe da, oh Wunder, die Streckenplanungen waren völlig unnötig, es war tatsächlich alles fertig und in Betrieb.

Mißtrauisch gegenüber Termineinhaltung von Bauarbeiten jeder Art, machte ich mich eine halbe Stunde früher auf den Weg und hatte dadurch die Gelegenheit endlich einmal das Geschäft mit dem seit langem ins Auge gefassten Regenbogenschirm geöffnet vorzufinden. Ich kam also nicht nur überpünktlich ins Atelier sondern bin nun auch endlich stolze Besitzerin eines Riesenschirms aus sechzehn Teilen in verschiedenen Farben. Dem Teil bin ich ziemlich lange nachgejagt! So hatte ich nun auch die Gelegenheit ein Schirmgeschäft kennenzulernen. Dass es so was überhaupt noch gibt! Das Sortiment ist riesig, verkauft wurde dort von einer alten Dame, die ich auf gute achtzig schätzte und deren Fachvokabular zum Thema Schirme mich ziemlich beeindruckte. Noch nie habe ich darüber nachgedacht, welche Qualitätsunterschiede es beim Gestänge und der Bespannung eines Schirms so gibt. Teuer war der bunte „Partnerschirm“ auch, aber immerhin werden ich und meine Handtaschen- oder Rucksackpartner bei Regenspaziergängen völlig trocken bleiben. Der Herr Partner macht mir zuliebe gelegentlich maximal zehnminütige Regenspaziergänge und dafür hat er mehrere eigene Schirme. Für das Problem mit einer niederschlagsbegeisterten Frau liiert zu sein, ist er eh gut gerüstet. Für meine sonstigen Schrulligkeiten im großen und ganzen auch. Bussi an F.


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Intimitäten ….

Ostersonntag, 1. April.Was mir dazu nicht alles einfallen würde! Aber manchmal ist es doch klüger und höflicher und respektvoller den Mund zu halten. Was haben wir heute gelacht über etwas, was ich niemals öffentlich sagen oder gar ins Netz stellen würde. Bei näherer Betrachtung gehört es zur Intimität gemeinsam über Dinge lachen zu können über die man aus Gründen der Korrektheit und des Respekts und der Fairness etc. niemals öffentlich witzeln würde


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Schnarchen oder Jericho?

Das regelmäßige Blasen von Didgeridoo – so lese ich – dämmt Schnarchen ein. Anscheinend wird dadurch entweder das Gaumenzäpfchen besonders geschmeidig oder die Zunge verkleinert sich, oder sonstige Hindernisse des freien Luftflusses bei schlafenden Menschen werden beseitigt – was weiß ich. So genau wurden die Gründe in diesem Artikel nicht ausgeführt. Ob derselbe Effekt auch mit einem Alphorn zu erzielen ist, oder vielleicht einem Dudelsack oder einem sonstigen grauenerregende Töne erzeugenden Instrument ? Die Posaunen von Jericho …. ob deren Bläser wohl geschnarcht haben ? Das werden leider weder die Theologen noch die Historiker beantworten können. Dabei ist doch die Alltagsgeschichte, die Forschung über das alltägliche Leben des Volkes ein äußerst interessanter Zweig der Geschichtsforschung.

Aber zurück zum Didgeridoo. Wo man so ein Trumm wohl unterbringt ? Alphörner und Dudelsäcke sind auch nur unwesentlich kleiner. Im Schrankraum unter Verzicht auf Kleidung zum Wechseln? Im dann nicht mehr benutzbaren Auto? Allerdings stellt sich die Frage wahrscheinlich gar nicht, weil jemand, der regelmäßig Didgeridoo übt ohnehin – je nach Besitzverhältnissen seiner Behausung – von den Nachbarn gelyncht  oder allermindestens fristlos gekündigt wird.

Eine sehr schwierige Entscheidung. Da ist es doch deutlich besser in getrennten Betten zu schlafen und das Schnarchen in gemäßigter Lautstärke wenn überhaupt aus dem Nebenraum zu hören.