la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Immer noch

geht es bei mir handwerklich zu. F. hat ein Regal gebaut, was ein wirklich schwieriges Unterfangen war, weil die Wände nicht nur schief sondern auch unterschiedlich dick sind und jedes Loch eine Herausforderung für den Bastler und den Schlagbohrer. F  mangelt es ja an jeglicher Begeisterung für handwerkliche Tätigkeiten, umso mehr schätze ich, dass er sich diese Arbeit angetan hat. Es war unmöglich ein fertiges Regal für die Maße dieser Nische zu finden. Und für ein reines Stauregal einen Tischler zu beauftragen .. Nun steht in einer ziemlich großen Nische ein großes Regal und bietet viel Platz. Außerdem hat das Bad endlich einen entsprechend großen Spiegelschrank bekommen und es hängen diverse neue Lampen herum. Jetzt wird es eindeutig Zeit zum gründlichen Putzen und einräumen. Die Küche und ein Zimmer werden noch ausgemalt, aber erst Ende Juli und ohne größere Räumarbeiten.

Ziemlich abenteuerlich, meine neuen Lampen 🙂

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Ein unglücklicher Olivenbaum weniger

Jö, Olivenbäume ! Das Gartencenter hatte sehr viel zu bieten. Eine Legion von jungen Olivenbäumen in verschiedenen Größen, staubiges Grün, Olivengrün eben, zukünftig knorrige Stämme. F. meinte lakonisch, dass so ein Bäumchen im Container wohl nicht 2000 Jahre alt werden würde und wenn doch, würden wir es ja kaum erleben (War das etwa ein Seitenhieb auf meine Gesundheitsoffensive ?) Jedenfalls gelang es mir, mich zu beherrschen und die Olivenbäume zu lassen, wo sie waren.

Bei anderen Pflanzen war ich weniger zurückhaltend. Der Blümchenkaufrausch hat mich trotzdem nur teilweise überwältigt, was man daran sah, dass alles ganz bequem im Kofferraum und auf dem Rücksitz Platz hatte. Ich musste gar nichts auf den Knien balancieren und sogar mein Rucksack fand noch bequem Platz. F. hat sogar ganz von sich aus gemeint, dass ein paar Säcke Erde kein Fehler wären. Also ein Erfolg auf der ganzen Linie.

Die Sonne ist anscheinend der natürliche Feind jedes Ununterbrochen-auf-sein-handy-Starrers. Es ist sehr lustig zu beobachten, wie die Leute in den wildesten Verrenkungen versuchen einen Streifen Schatten zu finden in dem sie auf den Displays irgendwas erkennen können. Ich hätte ein paar wunderbare Fotos machen können ….


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Unveränderte (oder unveränderliche) Beziehungskisten

Bei Archivierungsarbeiten in meinem blog bin ich auf einen Beitrag gestoßen, der über zwei Jahre alt ist. Er beschreibt die damalige Situation und ich stelle fest, dass sich daran im Wesentlichen nichts verändert hat. Was ich mich frage, ist, ob das gut oder schlecht ist. Wie auch immer, jedenfalls ist es so……

 Noch nie hatte ich eine Beziehung, die ähnlich war wie jene, die ich mit F. führe. Sie ist in mehreren Aspekten völlig anders als alles, was ich bisher kennengelernt habe. Sie passt in keine meiner Schubladen und bietet daher einerseits viel Freiraum und Gestaltungsmöglichkeit andererseits erzeugt dieser Mangel an Referenzpunkten auch viel Unsicherheit. Ein Weltraumspaziergang bei dem man nur an einem Seil hängt, ist sicher absolut faszinierend und bietet völlig ungewohnte Ein- und Ausblicke und neue Erkenntnisse, aber die Sicherungsmechanismen des Seils vergisst man wahrscheinlich nicht einen Augenblick.

Mir kommt das vor wie ein Schaltpult mit ziemlich vielen Knöpfen. Bei meinen früheren Beziehungen wusste ich ziemlich genau, was passiert, wenn ich auf den großen blauen Knopf links oben drücke, oder den grünen Hebel in der Mitte neben dem Display betätige. Obwohl das auch keine konventionellen Männer  waren ….. Ich habe mich aber immer als prinzipiell kompetent empfunden für die Handhabung dieser Schaltpulte …

Aber auf dem F-Schaltpult gibt es einige Hebel und Knöpfe an die ich mich gar nicht herantraue. Ich weiß nicht einmal, wie sie zu betätigen wären und schon gar nicht mit welchem Ergebnis. Für meinen neugierigen Anteil ist das faszinierend, für meinen unabhängigen Anteil bietet es große Expansionsmöglichkeiten, für meinen intellektuellen Anteil ist es eine bereichernde Herausforderung, für viele andere Anteile hat es positive Seiten, für einige negative. Für meinen unsicheren Anteil schrammt es an der Katastrophe vorbei.

Andererseits möchte ich mich von diesem Anteil ohnehin gerne verabschieden. An so drastisches Rütteln daran hätte ich nicht gedacht, aber vielleicht ist das ja die richtige Methode.

Ich bin ja auch weder unglücklich noch unzufrieden. Ganz im Gegenteil, ich schätze die Herausforderung und fühle mich sehr lebendig. Mir fehlt nur die beruhigende Gewissheit lang gepflegter Verhaltensmuster. Wobei ich mit vielen dieser Verhaltensmuster gar nicht glücklich war und deren einziger Vorzug die Vertrautheit ist. Man kann sich ja an sehr unangenehme Dinge gewöhnen und sie als beruhigend vertraut empfinden.

Und in diesem Sinne schwimme ich derzeit ziemlich frei herum, was mir sehr gut gefällt, andererseits vermisse ich absurderweise die Gewichte an den Beinen, die mich hinunterziehen wollen. Blöde G´schicht !

Trotzdem habe ich den Eindruck, dass das genau der richtige Weg für mich ist …

 


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Ei, ei, der F.

So ganz nebenbei hat mein Partner, der F, heute Nachmittag gefragt, ob ich die Fotos von seinem Heimatbesuch Ende Dezember sehen möchte. Er hat zwar eine Kamera, doch ich dachte, er würde gar nicht fotografieren. Und dann, siehe da, habe ich ein paar Schätze gehoben. Der Berg, der auf dem letzten Foto zwischen den Nebeln auftaucht, ist der Traunstein …img_1048img_1094img_1107

 


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Sonnige Abschnitte

In der Fachsprache der Meteorologen nennt man es „sonnige Abschnitte“ wenn  man kurz einmal hinausgehen kann um ein paar Blümchen zu pflanzen kurz bevor der Regenbogen wieder erscheint. Ich mag Regen sehr gerne, aber F. nicht so wirklich. Allerdings schätze ich es sehr, dass er mir zuliebe durchaus einmal einen Spaziergang im Regen macht, allerdings in einer Adjustierung, die ich eher passend für eine Herbstexpedition auf die Äußeren Hebriden finde.

Das lange Pfingstwochenende war sehr angenehm, sehr entspannt. Zeit zum Nichtstun, zum Reden, zum Kochen, zum Spielen, zum Nasswerden und sogar ein bissl Sonnen. Sogar fürs notwendige Shoppen war Zeit. Stress ist keiner aufgekommen, der ist erst für morgen geplant, wenn ich dann feststelle, dass ich dies und das hätte machen sollen. Aber ein stressiger Mittwoch als Ergebnis eines ganz langen entspannten Wochenendes ist ein angemessener Preis.


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Blau war sie heute wirklich die Donau

Die Mäander der Perschling waren heute unser Ausflugsziel. Ich wußte bis heute nichts von der Existenz der Perschling und ihrer Mäander, aber F. , der gerne Karten studiert, findet immer wieder solche Orte.

Strahlender Sonnenschein, für meine Begriffe fast schon zu warm. Die Perschling mäandert wirklich eindrucksvoll. So sehen völlig unregulierte Flüsse aus. Die ganze Gegend ist voller labyrinthischer, kleiner Flussarme und zahlreicher Brücken aus diversen Materialien. Wenn man davon ausgeht, dass ein Fluss mehr oder weniger geradeaus fliesst, ist man hier sehr verwirrt.  Da wir nicht in einem Hubschrauber unterwegs waren, gibt es leider keine Luftaufnahmen von dem Phänomen.

Dann fuhren wir ein Stück weiter zur Donau, die tatsächlich blau war, wie ich sie selten gesehen habe.

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Auch grün war sie an manchen Stellen.

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Ich bin immer glücklich am Wasser zu sein, egal welche Art von Gewässer es ist, aber je bewegter das Wasser desto mehr mag ich es.