la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Sweet – Weekly Photo Challenge

Sweet

Schon mal gezeigt, aber soooo passend

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Gestalterisches

In letzter Zeit kreist mein Leben um Krankheiten, Therapien, Tod, Alter, Vergänglichkeit. Alles unleugbare Bestandteile des Lebens. Nur sollte auch für anderes noch Platz und Energie vorhanden sein. Niemand kann Schicksale beeinflussen, aber die Einstellung zum Leben und dessen Gestaltung unterliegt der Eigenverantwortung, auch in finsteren Phasen …….

 


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Neujahrssummen

Patriotismus ist eine Geisteshaltung, mit der ich im Normalfall nicht besonders viel anfangen kann. Eine Ausnahme macht da der 1. Jänner mit dem Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Ich bin gar keine besondere Liebhaberin klassischer Musik, aber das Neujahrskonzert höre bzw schaue ich mir immer an. Allein diese schönen Bilder ! Nicht dass ich irgendwas von den gezeigten Wien-Ansichten oder Donaulandschaften nicht eh schon gesehen hätte, aber natürlich nicht aus der Luft und auch nicht mit dem durchschwebenden Staatsopernballett. Naja, und bei Donauwalzer und Radetzkymarsch muss ich dann mitsummen.

Bei ganz schlimmen Anfällen höre ich mir womöglich anschließend noch Fendrichs „I am from Austria“ an und stelle fest, dass ich nicht nur den Text vom Donauwalzer sondern auch den Fendrich-Text auswendig kann. Damit ist das Thema aber dann für den Rest des Jahres erledigt.


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Keine Muse, kein Stress

Ich bin völlig uninspiriert. Weder mag ich über Weihnachten schreiben, noch Jahresrückblicke, noch Bemerkungen „zwischen den Zeiten“. Meine derzeitigen Aktivitäten des Räumens und Sortierens bieten sich nicht zum Beschreiben an. Das sind einfach Aktivitäten, die mich nicht zu Worten anregen sondern zu Taten. Ich könnte mich rühmen, ganz im Hier und Jetzt zu sein. Das wäre aber auch nur teilweise wahr. Wahrscheinlich erhole ich mich einfach vom Adventstress.

Kleine Spaziergänge passen da gut. Wir waren „am Himmel“ im Wienerwald, bei strahlendem Wetter und dramatischem Himmel. Es gibt dort einen sogenannten Baumkreis. Kleinere Vertreter verschiedener Baumarten findet man dort in einem großen Kreis stehend , die für irgendein keltisches Horoskopsystem stehen. Nach diesem System wäre ich uneigennützig, was wahrhaftig nicht stimmt. Fs Beschreibung finde ich auch sehr schlecht gelungen. Nicht, dass ich davor an Baumhoroskope geglaubt hätte ….

Nicht nur, dass ich Zeit zum Lesen habe und zum Führen von längeren Gersprächen, es gelingt mir sogar, hin und wieder einen Film zu sehen. Zwar ist es kalt, windig und trocken, aber das gehört ja dazu und stört die paradiesischen Zustände nicht wirklich. Ich betreibe verschiedene Duftlampen und eine kleine Räucherschale und die totale Entspannung ist ausgebrochen. Sogar das Kombinieren und Konsumieren der Reste diverser Festessen ist durchaus lustvoll.

Ein dramatisches Bildchen, noch eine Weile vor Sonnenuntergang aufgenommen


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Wiens Eingeweide

Gestern war ich in der Gudrunstraße, mitten in Favoriten. Für nicht ortskundige : „Favoriten ist der 10. Wiener Gemeindebezirk. Er liegt südlich der inneren Bezirke, reicht bis an die südliche Stadtgrenze und ist mit rund 200.000 Einwohnern der bevölkerungsreichste der Stadt. Hier wohnen etwa 10 Prozent aller Einwohner Wiens.“ Das Leben brodelt hier heftig. Döner-Pizza-Schnitzel ,diese faszinierende interkulturelle Dreieinigkeit wird  in jedem dritten Haus im Gassenlokal angeboten. Mehr oder weniger schäbige kleine Lokale sind das. Dazwischen Nagelstudios und Fitness-Center, sehr beliebte Freizeiteinrichtungen.

Viktor-Adler-Markt, früher Ort vieler Heimspiele der Sozialdemokraten, heute fest in FPÖ-Hand. Sollen womöglich hier die Asylantenlager gebaut werden, die der neue FPÖ-Klubchef Gudenus vorgeschlagen hat ? Nicht einmal seine eigene Partei hat sich dazu zustimmend geäußert. Gudenus ist übrigens einer von zwei FPÖ-Politikern, die der Bundespräsident nicht angelobt hätte, wären sie für einen Ministerposten vorgeschlagen worden. Van der Bellen kann einem überhaupt leid tun. Hatte er doch schon im Wahlkampf verkündet, dass er niemals eine FPÖ-Regierung angeloben würde. Es ist ihm nun nichts anderes übrig geblieben.

Reumannplatz in der Nacht. Alle haben es eilig. Unterirdisch fährt die U-Bahn in Richtung Oberlaa. Ich denke mir, ich schaue mir ein bissl die Leute an und fahre mit dem Bus in Richtung nachhause. Eine Weile stehe ich an der Bus-Station und warte gemeinsam mit etwa fünfzehn Leuten. Kein Bus in Sicht. Plötzlich kommt eine Frau vorbei und sagt „Bus nicht da, dort. War gestern so“. Niemand zweifelt an der Auskunft und die Karawane setzt sich in Bewegung. Ein junges Paar, sie im Rollstuhl. Einige verfallen in Laufschritt, es wird doch nicht der letzte Bus für heute sein. An der angekündigten Stelle steht tatsächlich ein Bus und ich bekomme sogar einen Sitzplatz. Der Weg ist weit und das gibt mir Gelegenheit, mir viele Leute anzusehen. Interessant sehen viele aus, nicht so einheitsgeschleckt und normiert wie in den innerstädtischen Bezirken, auch weniger maskenhaft, Geschichten könnten einem da einfallen ….

Schade, dass ich keine Kamera mithatte, ein paar Motive wären sehr ausdrucksstark gewesen, aber wer weiß, ob ich mich getraut hätte.

Wenn ich mir das so durchlese, klingt es recht düster. Ist es auch, aber auch wiederum nicht so dramatisch, dass es in Wien nicht mehr möglich wäre in der Nacht allein durch Favoriten oder sonstwo zu gehen.


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Eröffnung der Saison in Waldorfseligkeit

Ich habe die Weihnachtsmarktsaison eröffnet. Unser erstes Ziel war eine Premiere: der Adventmarkt einer Waldorfschule. Ein sehr schönes Gebäude, ein kleines Schloss mit allgegenwärtigen Holzarbeiten aus eigener Werkstatt, Stuckatur, Schmiedeeisen  mit vielen, vielen Ständen an denen ausschließlich Selbsterzeugtes feilgeboten wurde.

Die zahlreichen Werkstätten und die beiden Cafés wurden jeweils von einer Klasse der Schule betreut. Es war ein bisschen voll, weil offenbar sämtliche Schüler und Lehrer anwesend waren und sehr viele Gäste mit sehr vielen Kindern. Die Stimmung war großartig. Zusätzlich zu den vielen Ständen und den kulinarischen Stationen gab es Aktivitäten für Kinder, einen Kunstmarkt, ein Buchantiquariat und sogar Live-Musik von der Schul-Band.

Wir erstanden einen bildschönen Adventkranz und zwei Lampen. Eine für den eigenen Gebrauch und eine zum Verschenken. Ein sehr gelungener Nachmittag. Die kleinen Einblicke in das Schulgeschehen haben mich auch ziemlich beeindruckt. Diese vielen Möglichkeiten zur Kreativität, die die Kinder und Jugendlichen dort haben ! Wie es mit der Ausbildung insgesamt aussieht, kann ich natürlich nicht beurteilen.