la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


8 Kommentare

Der Welt, über alle möglichen Medien

Immer wieder am Ostersonntag sitze ich, überzeugte Agnostikerin, vor dem Fernseher und schaue mir den Papst und den Urbi-et-Orbi-Segen an. Der Herr Partner findet das sehr amüsant. Gut, sei ihm gegönnt, es ist ja auch ziemlich absurd. Weder glaube ich an einen Gott noch natürlich daran, dass dieser Gott einen Stellvertreter hat, noch dazu einen, dessen Unfehlbarkeit im 19.Jahrhundert aus politischen Gründen erfunden wurde. Auch dem Konzept des Segens kann ich nicht viel abgewinnen. Aber den Urbi-et-Orbi-Segen, der in diesem Jahr sogar schon expresis verbis auch an die über soziale Medien zusehenden Menschen gerichtet war, den lasse ich in keinem Jahr aus.

In chinesischen Tempeln opfert man immer eine beträchtliche Menge an Weihrauchstäbchen gleichzeitig, damit niemand unter den diversen Göttern beleidigt ist. Eine wirklich lebenskluge Einstellung finde ich.

Ob es da wohl einen Zusammenhang gibt? Vielleicht werde ich irgendwann darüber nachdenken

Advertisements


17 Kommentare

Die vielfältigen Verwendungen des Wörtchens „brav“

Personen der Handlung: eine Frau in den Endziebzigern, Patientin,

ein Mann Anfang Zwanzig, medizinisch-technischer Assistent.

Ort der Handlung: die Umkleidekabine vor einem Computertomographen.

Ich saß im Wartebereich und habe mitgehört.

junger Mann: „bei mir brauchen Sie sich überhaupt nicht auszuziehen“

alte Frau: „brav“

Möge sich jede/r  selbst etwas dazu denken.


20 Kommentare

Sunnys Zeitzeugen

Hier gehts zu Sunny

Ich habe zwei sehr verschiedene Arten von „Zeitzeugen“ anzubieten. Nummer 1 ist ein Heiliger im Eisenstädter Dom. Es wird wohl bei Heiligen ähnlich sein wie bei Märtyrern: man weiß nicht wirklich, ob es die richtigen Knochen sind. Somit ist die Zeitzeugenschaft hier etwas umstritten

Auch im zweiten Fall ist das so eine Sache: Vor etwa 200 Millionen Jahren gab es bereits die Phytosaurier, denen die rezenten Krokodile äußerst ähnlich sind. Man nennt diese netten Tiere ja auch lebende Fossilien. Dieses konkrete Exemplar hier ist aber wohl nicht annähernd 200 Millionen Jahre alt 🙂 Laut seinen Quartiergebern im Aquarium von Bergen ist er oder sie noch keine 3 Jahre alt.


10 Kommentare

Heilige holding ?

Die österreichische Vinzenz-Gruppe ist eine aus sieben Krankenhäusern und zwei Pflegeheimen bestehende Holding, die vom Orden der Barmherzigen Schwestern 1995  gegründet wurde. Offenbar ein sehr tüchtiger Orden, denn die Gruppe ist kaufmännisch wie medizinisch sehr gut aufgestellt. Image illustrative de l'article Vincent de PaulQuelle: Wikipedia

Der heilige Vincent de Paul  geboren in Pouy am 24.April 1581 und verstorben in Paris am 27. September 1660 ist der Namensgeber dieser Holding ebenso wie vieler christlicher Organisationen. Die Historiker bezweifeln zwar den Wahrheitsgehalt der Legende, dass er zwei Jahre lang als christlicher Sklave in Nordafrika gelebt haben soll und dann mit seinem von ihm zum Christentum bekehrten ehemaligen Herrn und dessen drei Frauen nach Rom gereist sei.

Tatsache ist aber, dass er 1619 Beichtvater des für die französischen Galeeren zuständigen Generals, Philippe-Emmanuel de Gondi wurde . 1625 gründete er die Kongregation der Lazaristen ( In Deutschland Vinzentiner genannt). Vinzent de Paul verstand es offenbar ausgezeichnet die Damen der französischen Gesellschaft zum Spenden für die Armen und Bedürftigen zu motivieren und war Gründer mehrerer wohltätiger Organisationen.

So wurde auch diese österreichische Holding nach Vinzent de Paul benannt. Wie ich auf das Thema komme ? Nun, das Spital, in dem meine Rehab stattfindet, gehört auch zur Vinzenz-Gruppe und ich bin äußerst beeindruckt von der freundlichen Atmosphäre, die dort herrscht. Zuerst dachte ich, es müsste ein ganz fantastisch effizientes Qualitätsmanagement sein, das solche Ergebnisse erzielt, aber wenn man genau hinsieht, so stellt man fest, dass nicht eine professionelle Freundlichkeit herrscht, sondern eine sehr überzeugende Herzlichkeit.

An und für sich würde es mich irritieren, wenn in einem Rehabzentrum überall Kreuze hängen, sogar im Schwimmbad, wenn es eine angeschlossene Kapelle gibt ….. aber in diesem Fall, in einem so großartig organisierten und funktionierenden Spital mit einem derart außergewöhnlichem Personal habe ich mich schon nach einer Woche daran gewöhnt und genieße das Ambiente geradezu.

 


8 Kommentare

Die Verzweiflung der Tradition – abc-etüde

2017_37.17_zwei_lz | 365tageasatzaday

„Knutschkugerl“ sagten die älteren Schüler im Schlafsaal des Stifsgymnasiums zu ihm, „Knutschkugerl“ weil sie es natürlich alle wussten. Alle wussten, dass er in diesem Schuljahr regelmäßig zu Pater Pius gehen musste und wahrscheinlich wussten sie auch, was er dort tat. Trotzdem konnte er mit niemandem darüber reden, auch im Beichtstuhl erwartete ihn Pater Pius. Einmal hatte er versucht in vorsichtigen Andeutungen mit seiner Mutter zu reden. Sie weinte, „Bub“ sagte sie „das sind doch heilige Männer, und das Gymnasium, denk an das Gymnasium und die Matura, ich kann´s dir nicht zahlen“.

Heute schaute er von seinem Balkon auf das Stift hinüber, zu den  Schlafsälen der Kinder. Die Konzerte in Japan waren wie immer erfolgreich gewesen. Die Sängerknaben füllten dort jeden Konzertsaal. Der Valentin hatte sich als Solist ganz passabel gemacht, eine erstaunliche Verwandlung, wenn auch von der Stimme her eigentlich der Florian oder der Max besser wären. Aber den Valentin hatte er für heute Abend bestellt, wie so oft in diesem Jahr.


17 Kommentare

Es lebe der Fisch (zu summen nach der Melodie von „es lebe der Sport“)

Sehr viel Eiweiß, gesunde Fette und absolut kein Zucker. Fisch kann man kalt oder warm in verschiedenster Zubereitung essen. Mein Lieblingsvegetarier isst auch Fisch.Also werde ich mich zur begeisterten Fischesserin entwickeln. Zwar verstehe ich den Unterschied zwischen dem Verspeisen eines Huhns zum Beispiel und dem eines Fischs nicht wirklich, aber ich muss ja nicht alles verstehen.

Von Seiten der Religion geht es ja meines Wissens um die Unterscheidung zwischen Land- und Wassertieren. Wassertiere, also zum Beispiel Fisch, durfte man auch in der Fastenzeit essen. Böse Zungen behaupten ja, dass man in manchen Klöstern Wildschweine im Wasser gehalten hätte um den Speiseplan in der Fastenzeit aufzumotzen ….

Ein kleiner Abstecher in die bizarre Welt von Lieferanten eines Hofs, den es seit 100 Jahren nicht mehr gibt. Na ja, Hauptsache der Fisch ist frisch, die Gedankenwelt in der Firma C.Warhanek kann mir ja egal sein