Autor: Myriade

Zwischenstand Impulswerkstatt Mai

Herzliche Grüße aus der Impulswerkstatt an alle, die sich schon beteiligt haben oder sich noch beteiligen wollen und natürlich auch an alle, die mitlesen

Für diejenigen, die nicht wissen, worum es hier geht und sich womöglich auch beteiligen möchten: KLICK

Es sind noch fünfzehn Tage Zeit bis Ende des Monats und da kann noch sehr viel entstehen. Ich habe noch eine Menge Pläne, aber manchmal sind die Impulse langsam und die Inspiration löchrig. Andererseits kann auch das Gegenteil eintreten und die Inspiration uns geradezu umwerfen vor lauter Ideen. Ich hoffe natürlich auf Letzteres.

Die Beiträge sind wie immer nach Bildern geordnet und es gibt auch eine chronologische Liste.

Es tut mir leid, dass es diesmal eine Kollision mit den ABC-Etüden gibt, aber das kommt dann etliche Monate lang nicht vor. Die Zusammenfassung für Mai gibt es am Montag, dem 31. und die neuen Impulse für Juni am 1. oder 2. Juni.

Ich wünsche allen noch inspirierte Maitage und eine schöne Zeit, was immer ihr vorhabt

Bild 1:

Bild 2:

Bild 3:

Bild 4:

Verbindung mehrerer Bilder:

Chronologische Liste

Hochschießende Aktivitäten

Alles ist in Bewegung. Die Party läuft. Die gesamte Mannschaft ist geladen.

Die Leukozyten haben sich besonders herausgeputzt und üben Kreistänze und Quadrillen. Besonders tänzerisch begabt sind sie nicht, daher bleiben sie bei den von ihren Vorfahren gewählten Tänzen, die sich in Jahrmillionen bewährt haben. Bevor sie zur Arbeit in die Gewebe wandern müssen, wollen sie sich noch amüsieren. Ihre Tanzkostüme sind altertümlich, prächtig, ein bissl steif, aber das verbessert die Haltung bei den Tänzen. Gold, Rot, Blau schreitet majestätisch, verbeugt sich voreinander, trennt sich wieder. Die Basophilen mischen die genau choreografierten Tänze immer wieder auf. Sie flutschen zwischen den Paaren durch und niemand ist sich über ihre Funktion wirklich im klaren. Das ist nicht schlimm, das Ganze greift ineinander und handelt zielgerichtet.

Die natürlichen Killerzellen sind leicht verunsichert und erwarten Anweisungen. Noch stehen sie mit Cocktailgläsern herum und unterhalten sich. Sie spüren ein Kribbeln, das sie zur Arbeit ruft. Es wurden noch keine eingedrungenen Feinde gesichtet, aber sie könnten vorbeugend patrouillieren. Die Kellnerinnen und Kellner, alle aus der Familie der T-Zellen, die überall gleichzeitig sind, servieren Beruhigendes, hauptsächlich Flüssiges. Es gilt ja zu vermeiden, dass alle übereinander herfallen, statt über die von außen kommenden Bedrohungen, wie es ihre Aufgabe ist,

Eine Abteilung von T-Zellen marschiert vorbei. Im Gehen memorieren sie Basen-Paare: GC, GC, AT, AU, AU, GC, AT, AT. Ein gutes Gedächtnis muss man bekanntlich diszipliniert trainieren, auch wenn man eine schwimmende Gedächtniszelle ist oder gerade dann.

Der Strom von B-Zellen aus dem Knochenmark fließt beständig. Wer von ihnen welche Bestimmung finden wird, ist noch unklar. Die Helferzellen sind jedenfalls in ständiger Bereitschaft.

Und da sind plötzlich die Baupläne für die nötige Abwehrtechnologie. Woher sie kommen, bleibt unklar, aber darauf kommt es nicht an. Das System springt an und bereitet sich vor. Es springt in aller Ruhe an, denn die Chefin des Systems ist keine zwanzig mehr und hat daher auch etliche gemütlich agierende Mitarbeiter. Dafür merkt sie auch nichts von den laufenden Aktivitäten.

Zur Sicherheit wird sie in drei Wochen eine Kontrolle der Ergebnisse der diversen Mitarbeiter durchführen lassen. In manchen Fällen ist Kontrolle kein Fehler, auch bei Vertrauen in die hauseigenen Mitarbeiter.

Ja, ich habe gestern die zweite Impfung bekommen und merke nach annähernd 24 Stunden gar nichts davon. Wie gut oder schlecht das ist, weiß ich nicht, aber man kann in jedem Labor einen Anti-Körper-Test machen lassen. Dann stellt sich heraus, wie fit das Immun-System ist und wie gut es arbeitet.

Riesenrad 2/3

Es ist auch ein Paradebeispiel für perspektivische Verzerrungen: entweder ist die Lampe gerade und das Rad verzerrt oder das Rad gerade und die Lampe schief

Wobei mir das Detail mit schiefer Lampe ziemlich gut gefällt

Donnerstag 13.Mai 2021

Ausgiebig und ausdauernd regnet es auf die gestern gepflanzten Blumen. Das nenne ich hilfreiche Wettergestaltung.

QI-GONGStehen wie ein Baum. Das ist die absolut grundlegende Über-Anfänger Position. Sie ist nicht nur einfach sondern auch sehr angenehm. Unten schwer, oben leicht, standfest und doch flexibel.
Überraschend finde ich, dass die Gelenke nicht durchgestreckt sein sollen. Nicht die großen und auch nicht die kleinen, wie etwa die Fingergelenke.

Ich habe vier Bücher und diverse Videos gefunden. Eines davon, in dem ich die Übungen einfach und schnell zu lernen finde, hat leider einen Nachteil: der Vorzeigende erinnert mich an Hannibal Lecter. Keine ideale Assoziation.
Außerdem ist das Erlernen von Bewegungen, vor allem von kleinen, mit einem Video ziemlich schwierig mit einem Buch nicht besser. Ein Kurs muss her. Gibt es derzeit immer noch nur online. Aber im Herbst. Inzwischen imitiere ich Hannibal Lecter.

Entspannend

Nach dem sehr anspruchsvollen und nicht gerade aufmunternden Äthiopienbuch habe ich dieses gelesen.

David Safier ist – zumindest in seinen Büchern – ein fast bedingungsloser Menschenfreund. Er hat einen ausgesprochen liebevollen Blick auf alle seine Figuren, auch auf die unsympathischen und ich finde ihn witzig. Staubtrockener Humor, der manchmal knapp am Slapstick vorbeischrammt, aber nicht oft. Anspruchslose, lustige Lektüre. Manchmal vergisst er auch kurzfristig, dass er anspruchslos ist. In diesem Buch vergisst er es nicht, es hat mir trotzdem gefallen.

Das Paar Merkel-Sauer wird als herzerfrischendes ewig verheiratetes Paar dargestellt, der Personenschützer Mike, ein Zwei-Meter-Mann, der immer im richtigen Moment auftaucht um seine Chefin zu retten in seinem Privatleben aber eher schüchtern ist, der Mops namens Putin und alle Verdächtigen, alles Frauen rund um das Opfer, einen skurrilen Adeligen, der gerne in der Rüstung eines Vorfahren herumläuft.

Ich mache keine Inhaltsangabe, es ist ja ein Krimi; was ich übrigens seltsam finde. Bisher ist Safier soviel ich weiß ohne Ermordete gut ausgekommen.

Impulswerkstatt

Nicht Aikido hat es mir angetan, aber Qi Gong. Schon vor vielen Jahren habe ich damit begonnen, aber aus irgendwelchen schlechten Gründen wieder aufgehört. An vieles erinnere ich mich, an anderes nicht, daher beginne ich nochmals von vorne.

QI steht also für die Vitalkraft, die Lebensenergie, die alles durchdringt. Bei den Qi Gong Übungen geht es darum diese Lebensenergie durch körperliche und geistige Übungen so zu bewegen, dass Gleichgewicht und Harmonie entsteht.

Wichtig zu bedenken ist, dass die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) im Gegensatz zur westlichen Medizin ihren Schwerpunkt auf die Vorbeugung legt und es daher im Qi Gong nicht nur eine weiche und eine harte Variante gibt sondern auch eine medizinische.

Jing ist die von den Eltern ererbte Lebenskraft, Qi die alles durchdringende universelle Lebenskraft und Shen ist die psychische und spirituelle Kraft. Shen ist letztlich die wichtigste der drei, denn durch die Stärkung des Shen kann man zur Leere gelangen, die das Ziel ist. Unter Leere ist hier Klarheit zu verstehen, die Befreiung von Vorstellungen und Begrifflichkeiten. Das, was man im Buddhismus „Erleuchtung“ nennt.

Man kann versuchen, verschiedene Vorstellungen zu vergleichen oder unter einen Hut zu bringen. Man könnte zum Beispiel sagen, dass Jing für die von den Eltern ererbte DNA steht, dass Shen der Geist oder die Seele ist. Ich halte von solchen Vergleichen nicht viel. Jedes System ist in sich kohärent.

Ich möchte mich auch gar nicht in weltanschauliche oder gar mystische Dimensionen versenken, sondern mich auf die Übungen konzentrieren. Mit der Theorie kann ich mich ja irgendwann beschäftigen oder auch nicht.

Dienstag 11.Mai 2021

Es gibt kreative Tage und andere. Ich habe heute einen anderen. Es fing schon damit an, dass ich keine Lust hatte, ins Atelier zu gehen, was ja kaum jemals vorkommt. Zu den Texten, die mir so vorschweben, fiel mir rein gar nichts ein und obendrein ist es viel zu heiß.
Also ein idealer Tag um wieder einmal dem Lavendel auf meiner Terrasse zu Leibe zu rücken. Ich weiß nicht warum, aber er wächst und wächst praktisch überall und ist sehr schwer auszureißen, weil er tief und fest wurzelt. Aber heute war ich diesbezüglich schon sehr erfolgreich und habe statt des Lavendels etliche Pflänzchen gesetzt. Zum Beispiel drei Mais-Pflanzen und eine sehr hübsche Pflanze mit lila Blüten, die man mir auf dem Markt als „Vanille-Blume“ verkauft hat. Allerdings stammt die Bezeichnung von der Verkäuferin, die, als ich sie fragte ob „diese Blumen dort“ stark riechen über den halben Markt rief „Chefin, stinken die a ?“. Also keine Pflanzenliebhaberin.
Mehrere Feuerblumen in verschiedenen rot-orange Schattierungen habe ich auch eingesetzt. Die sind bildschön und überleben alles. Glockenblumen und verschiedene Blümchen, von denen ich auch nicht weiß, wie sie heißen. Die Blumenverkäuferin hat mir Fingerhutpflanzen für demnächst versprochen. Die vom Vorjahr, die eine wahre Pracht war, lebt und hat drei kleine Blütenstände ausgefahren, aber sie wird es schon aushalten, wenn ich ein zweites Exemplar einsetze. Vielleicht wird sie sogar angespornt.
Pflanzen sind doch immer eine Quelle der Freude. Naja, der Lavendel nicht unbedingt immer …

Fischwanderhilfe

Wir gingen über das Kraftwerk, das den hübschen Namen der Umgebung „Freudenau“ führt zur anderen Seite der Donau. Es wurde 1992 eröffnet und ist daher für ein Kraftwerk noch verhältnismäßig neu.

An diesem Tag wehte ein Sturm und beim Überqueren der „Brücke“ hatte ich das dringende Bedürfnis nach irgendeiner Kopfbedeckung, sogar ein Radhelm wäre mir willkommen gewesen. Der F als studierter Wasserbauingenieur zeigte aber einige Motivation um mir an Ort und Stelle zu erklären, wie das Ding funktioniert. wir wurden nicht wirklich umgeblasen, aber beinahe.

Es ist ein Laufkraftwerk mit 6 Turbinen und es leuchtet ein, dass es nötig ist, etwas zu unternehmen um zu vermeiden, dass die Fische in die Turbinen gezogen werden.
Meine Motivation bei Sturm über das Kraftwerk zu gehen, war, zu sehen wie diese sogenannte „Fischwanderhilfe“ aussieht. Fischtreppen bei kleinen Kraftwerken habe ich schon gesehen, aber das ist hier kein Vergleich.
Die „Umleitung“ für Fische und sonstige Wasserbewohner ist eindrucksvoll weitläufig.

Die renaturierten Strecken der „Umleitung“ sehen geradezu idyllisch aus. Fische habe ich zwar keine gesehen, aber das hing vielleicht mit der Tageszeit zusammen. Ganz in der Nähe des Kraftwerks, in der Lobau, liegt Wiens FKK-Bereich. Die FKK-Leute haben angeblich mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen und so finden sich dort in der Mehrheit ältere Leute im Adams- oder Evakostüm.

Wahrheiten?

Wenn es so etwas wie universelle Wahrheiten geben sollte, so müsste es auch möglich sein, auf verschiedenen Wegen dorthin zu gelangen. Wenn es eine gute Zukunft für die Menschheit auf diesem Planeten geben soll, müssen viele verschiedene Richtungen einen Grundkonsens finden. Leider sieht es danach derzeit nicht aus. Möglicherweise fehlt mir aber auch nur die Sicht von einem höher gelegenen Standpunkt aus.

Vielleicht gibt es aber diese universellen Wahrheiten gar nicht, oder auf einer Ebene, die uns Menschen nicht zugänglich ist und wir hauen einander wegen Banalitäten die Schädel ein.

Manchmal versuche ich Fs Faszination für Baumaschinen, Brücken, Dämme, Züge nachzuvollziehen. Es gelingt mir eh nicht

„Ahhh, ein Zug“
„Ja und?“
“ —-„
„Ah ja, toll, ein Zug“

Freitag 7.Mai 2021

In letzter Zeit sehe ich auf Blogs, die ich regelmäßig besuche immer häufiger Serien von Bildern. Wobei die Bilder entweder thematisch, von der Technik oder von der Farbe her zusammenhängen. Ich sehe mir diese Serien sehr gerne an und denke über die Zusammenhänge nach. Es beschäftigt mich auch die Frage, was der Unterschied zwischen einer Serie von mehreren Bildern und einem Diptychon oder Triptychon ist.

Im Grunde sind meine drei Bilder mit planlos aufgetragener Strukturpaste auch so etwas wie eine Serie, obwohl das nicht sichtbar ist, wenn man nichts über ihre Entstehung weiß. KLICK 1 KLICK 2 KLICK 3

In Wüsten können die Temperaturen zwischen Tag und Nacht um fünfzig Grad schwanken. Ganz so extrem ist es in Wien nicht, aber man braucht derzeit schon einen soliden Kreislauf um gut durch die Schwankungen zu kommen