Alltag #11 – unsichtbarer Alltag

Heute spüre ich die Fäden und Netze, die mich mit meinen Vorfahren verbinden und die Schultern auf denen ich stehe und gut stehe. Als verborgenen Alltag bezeichne ich diese immer gegenwärtige, aber nicht immer bewusste Situation. Die Fäden laufen in viele Richtungen durch die Jahrhunderte, überkreuzen und verdichten sich manchmal, an anderen Stellen bleiben es einzelne Fäden, doch sind sie alle wichtig. Manche scheinen nicht gut zusammenzupassen, doch sind sie in mir verbunden.

Diese Kette wurde zusammengestellt aus Ketten meiner beiden Großmütter, die einander überhaupt nicht leiden konnten. Ich finde es schön, eine Erinnerung an beide gemeinsam um den Hals zu tragen.

Ein Beitrag zu Ullis Alltagsprojekt. Dieser Beitrag passt übrigens gut zu ihrem vorletzten Beitrag zum Thema „Netze“

 

 

29 Gedanken zu “Alltag #11 – unsichtbarer Alltag

          1. Für mich trotzdem ein grausamer Gedanke.
            Da strampelt man sich zu Lebzeiten von jemanden frei und landet letztendlich auf Ewig doch wieder zusammen.
            Auch wenn es realistisch betrachtet völlig schwachsinnig ist, da es so ist wie du es schreibst.

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  1. Liebe Myriade, da nimmst du ja gleich zwei Themen auf, die mich in diesem Jahr auch immer mal wieder beschäftigt haben und beschäftigen: die roten Fäden und die Netze, zu denen die Ahnen auf alle Fälle auch gehören und verwebst sie zudem im Alltagprojekt! Das gefällt mir sehr.
    Zwei Grossmütter zu „verknüpfen“, die sich nicht wirklich leiden konnten, stiftet vielleicht im Nachhinein einen schönen Frieden von dir zu ihnen hin.
    Herzlichen Dank für deinen Beitrag und liebe Sonntagfrühabendrüsse an dich,
    Ulli

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  2. Mich spricht dieser Gedanke an die Ahnen sehr an. Wieviel verdanken wir ihnen doch!
    Sogar wenn sie noch Schatten werfen, können wir daraus noch lernen.
    Das Thema passt wunderbar zum Alltagsleben! Die beiden Ketten drücken für mich vor allem aus, dass dir deine Großmütter trotz ihrer Unterschiede und Differenzen gleichermaßen wichtig waren und sind. Das rührt mich. Mit einem herzlichen Gruß, Petra

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  3. Diese Korallenkette ist fantastisch und wunderschön.
    Ein kleines Kunstwerk der Natur.
    Schon mein ganzes Leben lang hätte ich gern eine solche Kette. Als Kind bekam ich einmal von meinen Eltern Korallenohrringe geschenkt und später von einem Verehrer eine Kette aus kleinen Korallenkugeln. ( Damals war es noch erlaubt, Korallen beim Juwelier zu kaufen )..
    Aber diese Kette ist einfach so traumhaft schön.
    Ich bin sicher, dass du sehr glücklich darüber bist und sie gerne trägst.

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    1. Oh ja, sie ist schön, ich habe auch Ohrringe und Ringe dazu, aber natürlich habe ich immer wieder das Bedürfnis darauf hinzuweisen, dass das alte Korallen sind, die „gepflückt“ wurden bevor das große Sterben der Korallenriffe begonnen hat …..

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  4. Pingback: Alltag 12 2019 |

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