Charmante Urgesteine

Höhenmäßig im Bereich des heutigen Himalaya soll es gewesen sein, das uralte Gebirge von dem die letzten Reste in Form von Granitfindlingen im Waldviertel überall herumliegen. Nebeneinander, übereinander geschichtet liegen die riesigen Blöcke, im Wald oder einfach irgendwo in der Landschaft.

Interessante Lebensgemeinschaften mit Bäumen haben sich gebildet.

Die europäische Hauptwasserscheide geht durch das Plateau, was heißt, dass zwar der größte Teil zur Donau also ins Schwarze Meer entwässert, aber auch ein kleiner Bereich über die Lainsitz und die Moldau zur Elbe und damit in die Nordsee fließt. Ich habe eine Flasche Wasser ausgegossen und mich gefreut, dass es irgendwann in der Nordsee ankommen wird.

Und ganz besonders attraktiv sind die Wackelsteine, bei denen man den Eindruck hat, sie müssten sofort umkrachen, wenn man sie nur mit einem Finger antippt. Aber nein, sie bleiben genau dort wo sie sind, seit Jahrmillionen.

Das ist der „Franzosenstein“. Angeblich sollen die Einheimischen mit der Armee Napoleons gewettet haben, dass die Soldaten, wenn es ihnen nicht gelingen sollte den Stein umzuwerfen, abziehen würden. Es ist ihnen wie man sieht nicht gelungen, aber ob sie deswegen abgezogen sind, wage ich zu bezweifeln. Es ist jedenfalls eine nette Legende um eine sehr attraktive Steinformation.

 

6 Gedanken zu “Charmante Urgesteine

  1. Schön, gell! Ich mag diese Granitsteine ja sehr. Beeindruckend, wenn man sich überlegt, wie sehr der Zahn der Zeit an dem Gebirge genagt haben muss, wenn es um die 8000m hoch gewesen sein soll und jetzt sind die höchsten Berge im Waldviertel gerade mal so um die 1000m hoch. Wo ist das eigentlich alles hin? Aber es gab ja auch noch ein Meer hier Richtung Horn, wahrscheinlich haben die Gletscher das abgeschliffene Material da hingetragen. (aus der Rubrik: wie sich die kleine Veronika die Welt vorstellt) *lach*

    Liebe Grüße von einer Vollblutwaldviertlerin,
    Veronika

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    1. Immerhin waren ja hunderte Millionen Jahre Zeit zum Abschleifen. Ich denk mir immer, wie schnell das eigentlich geht, wenn ich die Steinstufen in alten Schlössern und Burgen sehe. Die sind auch eindeutig abgeschliffen nur vom Drübergehen und maximal ein paar hundert Jahre lang …
      Ich habe nur einen Waldviertler Großvater vorzuweisen, der war aus Vitis und ist wegen des harten Klimas nach Wien gezogen

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  2. Ich liebe solche Findlinge. Hier gibt es sie auch an vielen Stellen und es wirkt sehr geheimnisvoll auf mich, wenn ich an solchen Steinansammlungen vorübergehe oder extra zu ihnen hochgekraxelt bin. Auf dem letzten Bild sind zwei Riesen in Stein und der eine scheint den anderen sehr zu lieben *schmunzel*. Er wollte sich partout nicht daneben legen, obwohl da sooooviel Platz war 🙂

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