Das Foto der Woche – Betrachtungen zum Einstieg

Ich möchte bei diesem Projekt von Aequitas et veritas gerne mitmachen, muss aber noch ein bissl darüber nachdenken. Es soll ein Foto gepostet werden von etwas, worüber man stolpert und dann ein Text dazu geschrieben. Gefällt mir, nur mache ich das ohnehin und frage mich, ob sich diese Fotos der Woche, die von der ersten Septemberwoche bis Ende des Jahres geplant sind  irgendwie von meinen sonstigen Fotos unterscheiden sollen. Stress mache ich mir damit keinen, aber ich bin nun mal ein strukturierter Mensch und wenn ich eine ziemlich große Serie von „Fotos der Woche“ mache, dann habe ich das Bedürfnis, dass diese Fotos irgendeine Gemeinsamkeit haben.

Soll die Gemeinsamkeit sein, dass sie keine Gemeinsamkeit haben ? Das ist denn doch an den Haaren herbeigezogen. Ich werde also über meinen Schatten springen und auf das vorherige Überlegen der Struktur verzichten. Einfach irgendein Foto der Woche. Es geht mir sehr gegen den Strich, aber ich bin gespannt, was herauskommt.

Überlegen muss ich mir auch noch, ob ich nicht ein eigenes Logo verwenden möchte, denn dieses ist eine Canon-Werbung. Nicht dass ich etwas gegen Canon hätte, ganz im Gegenteil, aber trotzdem. Vielleicht dieses, mit „ph“ zu meiner Freude.

24 Gedanken zu “Das Foto der Woche – Betrachtungen zum Einstieg

  1. Das klingt interessant, liebe Myriade.
    Wenn du „unstrukturiert“, also ohne bewusste Struktur, fotigrafierst, kannst du das auf eine ganz spezielle Weise zum Programm machen: Du kannst nach dem Ende des Projektzeitraums deine Bilder in irgendeine Form von Synopse bringen und dann im Rückblick schauen, ob du Gemeinsamkeiten entdeckst, die dir gar nicht bewusst waren, die du spontan generierst. Dadurch kannst du dein Fotografinnen-Ich auf zusätzliche Weise entdecken.
    Das kann man natürlich auch mit einer Forschungsreise durch das vorhandene Archiv tun.
    Aber in deinen Projektüberlegungen wäre es eine Eselsbrücke für dein strukturbedürftiges Ego.

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    1. deinen vorschlag finde ich sehr interessant, ule!

      auch ich habe sehr strukturbedürftige anteile.
      wenn ich an einem text arbeite, clustert sich in bestimmten anfangsphasen des schreibprozesses das wortmaterial wie von selbst so, dass ich beginne, rote fäden zu sehen: der text zeigt mir quasi, wo er hin will. das ist eine schöne erfahrung. vielleicht gibt es so etwas beim fotografieren?
      LG: pega

      Gefällt 4 Personen

      1. Das Phänomen erfahre ich vor allem, wenn ich Gedichte schreibe: aus umfangreichen und chaotischen Begriffs- und Formulierungssammlungen leuchten mich irgendwann einzelne Inseln an, die zusammengenommen meiner gewünschten Aussage entsprechen oder auch diese auf überraschende Weise erweitern. Wenn ich mit diesem Material dann weiterarbeite, komme ich meistens ans Ziel.
        Im Fotoarchiv zu stöbern kann auch so funktionieren, man muss nur eine Möglichkeit zur Synopse ausreichend vieler Bilder finden. In der Vergangenheit nutzten Fotografen auch dazu ihre Kontaktabzüge. Im Moment des Fotografierens konzentriere ich mich auf das aktuelle Bild, das entstehen soll oder will – da denke ich einen Zusammenhang mit weiteren Aufnahmen nicht mit.

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        1. danke für deine ausführungen, ule, zum schreiben und fotografieren!

          ganz ähnlich erlebe ich schreibarbeit (haufen, ballungen, inseln, fäden). manche gedichte „ruckeln“ oft lange nach (auch wenn sie schon veröffentlicht sind), wollen sich noch- und nochmal verändern, schärfen, ballast abstreifen … haben eine art eigenwillen, eigenleben …

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  2. Ich bin gespannt auf dein Unstrukturiertes und doch glaube ich nicht wirklich daran. Es zeigt sich das Dahinterliegende immer gleich mit – die Serie wird es zeigen, vielleicht täusche ich mich ja auch.
    Und nein, ich werde nicht mitmachen. Ich bin gerade aller Projekte etwas müde – das waren jetzt doch einige in diesem Jahr und nun folge ich mal wieder einfach nur mir und meinem. Es ist spannend, was sich da gerade formt.
    Viel Freude wünsche ich dir.

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