Dienstag 22. März 2022

Zwei Termine pro Tag, egal welche, schaffe ich gut. Einer am Vormittag, einer am Nachmittag oder am Abend, eindeutige Pause dazwischen. Drei, außer drei ganz kurze sind mir zuviel. Es stresst mich, wenn ich irgendwo bin oder irgendetwas tue und ständig auf die Uhr schauen muss und berechnen, wie lange ich noch allerhöchstens bleiben kann um zum nächsten Termin wenigstens einigermaßen rechtzeitig zu kommen. Muss ja zum Glück meistens nicht sein, manchmal geht es aber nicht anders.

Vor unserer Haustür in Wien stehen zwei Autos mit ukrainischem Kennzeichen. Am vorigen Wochenende haben wir auf der Westautobahn viele UA-Kennzeichen gesehen und auf dem Dach eines Hauses gegenüber weht eine blaugelbe Fahne. Dieses Wochenende im Stadtzentrum wohin man schaut Plakate und Transparente gegen den Krieg. Es ist tragisch allgegenwärtig. Die Bilder aus den Medien kann man ausblenden, bei den selbst erzeugten Bildern ist das nicht so einfach.

12 Gedanken zu “Dienstag 22. März 2022

  1. Unser Nachbar will mit Kindern Ballspiele veranstalten. Er ist da viel näher dran.
    Ein Restaurantbesitzer lud eine ganze Gruppe zum Essen ein. Auch da hören wir ihn darüber nur reden.

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  2. In unserer Baugruppe ist eine alleinerziehende Künstlerin aus der Ukraine. Selbst immer an ihrer Belastungsgrenze lebend, verbringt sie ihre Zeit momentan als Dolmetscherin und hilft wo sie kann. Von der psychischen Belastung wollen wir gar nicht sprechen. Sie kommt aus Kiew. ….. Ja, es ist so extrem nahe. Eigentlich sollte Krieg wo auch immer auf der Welt viel zu nahe sein um ihn zu ertragen, dennoch ist die geographische Nähe tatsächlich eine besondere Belastung.

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  3. Ich finde das eigentlich sehr schön, diese Hilfsbereitschaft mitzubekommen. Nach diesem ganzen Corona-Terror (so habe ich das am Ende empfunden), tut mir die Solidarität gerade wohl. Das belastet mich gar nicht so, im Gegenteil. Es macht mir Hoffnung, dass Menschen doch noch etwas mehr sind als egoistische Eigenbrödler*innen 😉

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    1. Ich meinte, dass man nicht nur darüber reden sondern die Pläne auch in die Tat umsetzen sollte. Solidarität ist natürlich positiv, das ist ja keine Frage. Es ist aber wahrscheinlich auch nicht einfach für alles und jedes dankbar sein zu müssen, weil man gar nichts mehr hat…

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