la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Menschlicher Stempel auf der Natur

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Wohin des Wegs ? – das Mondgrasprojekt – 1 – Jänner 16

Wohin des Wegs ?

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Ich versuche beim Gehen eine Balance zu halten zwischen zwei Überzeugungen: dass der Weg beim Gehen entsteht und dass alles irgendwie zusammenhängt.

Es gibt in dem alten Film „Lawrence von Arabien“ eine Szene, die mich sehr beeindruckt hat. Lawrence ist mit einer Gruppe von Leuten unterwegs durch die Wüste, wenn ich mich recht erinnere in der Absicht Aquaba auf dem Landweg zu erreichen. Der Weg ist aufgrund der Entfernung, der Hitze und des Wassermangels kaum zu bewältigen. Einer seiner Diener, ein Jugendlicher, den er aus der Gosse geholt hat, ist unterwegs zurückgeblieben und alle gehen davon aus, dass er nicht mehr zu retten, wahrscheinlich schon tot ist. Um Lawrence zu trösten, sagen die anderen, dass das eben das Schicksal sei, das alles, was jemandem widerfährt geschrieben steht. Und dann kommt die Szene, die mich so beeindruckt hat, dass ich sie mir gemerkt habe: Lawrence dreht um, reitet zurück in die Wüste um den Burschen zu suchen und ruft den anderen zu: „Nichts steht geschrieben“.

So sehe ich das auch. Jeder Mensch schreibt an seinem Schicksal mit und kann sich immer entscheiden, in die eine oder andere Richtung zu gehen, schnell oder langsam, den Blick auf den Boden oder zum Himmel gerichtet; Man kann unterwegs vieles bemerken oder übersehen, manches mitnehmen oder zurücklassen.

Wohin des Wegs ? Keine Ahnung, aber der Weg wird meiner sein.