Schlagwort: Projekt 2020

Doch ein Projekt 2020

Eigentlich denke ich nicht in Jahren, auch nicht in Monaten, bestenfalls in Tagen. Dennoch ist 2020 eine sehr hübsche Zahl, die irgendein neues Projekt verdient. In meinem Fall ist es eines, das ich ohnehin schon lange wälze. Somit eröffne ich das Schreibprojekt 2020. Es wird nicht nach einem bestimmten Rhythmus stattfinden, also jeden Montag, Dienstag, Mittwoch oder am 25. Tag des Monats oder in welcher Struktur auch immer. Seine einzige Gesetzmäßigkeit wird meine Motivation sein und die gestaltet sich üblicherweise sehr unregelmäßig. Warum aber sollte ich mein Privatvergnügen strukturieren, mich in irgendein selbsterzeugtes Korsett zwingen, der Alltag strukturiert mein Leben ohnehin schon mehr als mir Freude macht.

Ich möchte mich mit Wörtern beschäftigen, mit den Bildern, die man aus ihnen machen kann, mit den Rhythmen, die entstehen können. Ich beginne mit einfachen, kurzen Geschichten und bin gespannt wohin es mich führen wird. Vielleicht ist auch schon der zweite Text anders als der erste. Ich weiß es selbst nicht und lasse einmal die Ideen fließen. Vielleicht habe ich nach dem dritten Text keine Lust mehr, das kann auch sein, oder die Texte werden nicht so, wie ich mir das vorstelle, alles ist offen.

Selbstverständlich bleibe ich den ABC-Etüden treu. Diese kurzen Texte mit vorgegebenen drei Wörtern sind ein feines Übungsfeld, aber ich möchte außerdem das Feld etwas vergrößern und die Zäune rundherum abtragen. Vorgegebene Wörter zu verwenden sind eine ziemliche Herausforderung für die Phantasie, sie schränken aber auch sehr ein.

Der erste Text, der mir eingefallen ist, hat nicht viel Neues. Es ist einmal der Versuch, die üblichen Geschichtchen etwas auszuweiten, auszuloten ob eine Idee in einen beliebig langen Text münden kann. Bei diesem Text SP1 (SP für Schreibprojekt) bin ich kurz geblieben, weil ich gesehen habe, dass sich die Idee gut auf ein paar tausend Wörter ausdehnen ließe. Der nächste soll dann ganz anders werden, aber so weit bin ich noch nicht und der Zweck der Übung ist es ja nicht, mich selbst unter Druck zu setzen.

Was die Technik betrifft, so werde ich beginnen auf Word zu schreiben und nicht direkt in den blog hinein wie bisher, vielleicht entstehen Dinge, von denen ich finde, dass ich sie aufheben möchte …