Schlagwort: Pflanzen –

Darf ich vorstellen

Unsere Atelierpflanze. Der D hat sie mitgebracht und auch gleich gemalt. Ob der Pflanze das Bild gefällt, konnte ich nicht herauskriegen. Sie hat aber nicht übermäßig deprimiert ausgesehen, also vermute ich, dass sie zufrieden ist.

Samstag 23. Jänner 2021

Eine Runde durch die Weinberge bei Baden haben wir gedreht und beschlossen, dass wir hier öfters spazieren gehen sollten, vornehmlich im Herbst in zu erwartender Farbenpracht der Weinberge und der Laubwälder auf den Hügeln. Ich muss mich einmal informieren, was die Römer, die hier den Weinbau eingeführt haben in dieser weit von Rom entfernten, peripheren und obendrein saukalten Provinz im Winter getragen haben. Irgendeine Art von Stiefeln? pelzgefütterte Umhänge?

Diese ausgebleichten Farben mit gelegentlichen kleinen leuchtenderen Akzenten habe ihre eigene Schönheit. Allerdings vermute ich, dass die Betrachter*innen die leuchtenden Herbstfarben irgendwo im Hintergrund sehen. Da bin ich schon wieder bei der Wahrnehmung angekommen.

 

 

Foto der Woche, dreizehn

Lockdown hin oder her, spazieren gehen an der frischen Luft muss der Mensch. Zum Glück sieht das die Stadt Wien ein. Beim Lockdown im März waren absurderweise die Bundesgärten geschlossen, weil es die Bundesregierung so haben wollte. Die diesbezügliche Auseinandersetzung zwischen Stadt und Bund dauerte sehr lange. Dann wurden die Bundesgärten, zu denen auch Schönbrunn gehört endlich wieder aufgesperrt.

Bei diesem Lockdown war vom Zusperren der Parks nie die Rede. Im Gegenteil derzeit ist sogar ein Teil des Schönbrunner Parks offen, der üblicherweise geschlossen ist: der Garten hinter der Orangerie. Das war der Blumen- und Obstgarten für den Kaiserhof. Der F ist absolut begeistert darüber, den er ist ein Apfelliebhaber und in diesem Garten gibt es eine große Anzahl von Spalieerapfelbäumen. Den ältesten davon, habe ich abgelichtet um ihn als Foto der Woche zu zeigen. Immer wieder wundere ich mich darüber, dass Äpfel zu den Rosengewächsen gehören. Naja, auch im Bereich der Menschen gibt es verwunderliche Verwandtschaften.

Sonntag 22. November 2020 – Aloe Vera

Zwei hübsche Pflänzchen habe ich geschenkt bekommen (danke schön, liebe E) und nachdem sie im Wasser schon ordentliche Wurzeln gebildet hatten, kamen sie heute in die Erde. Die Erde kam von draußen und musste sich noch etwas aufwärmen, weil es heute Nacht gefroren hat. Die eine Pflanze kommt an ein Westfenster, in einen Raum, in dem es ihr hoffentlich nicht zu warm sein wird, die andere an ein Südfenster in einen kühleren Raum.

Eigentlich wollte ich sie in mein Regenwasser-Gieß-Programm aufnehmen, aber nachdem die Aloe Vera Kalk mag, wird sie Wiener Leitungswasser mögen. Als Sukkulente trinkt sie ohnehin nicht viel. „Immer nur von unten gießen“ schreibt der Net-Gärtner. Das ist nicht weiter schwierig, das kenne ich auch von der Fleischfressenden, die übrigens vor kurzem tatsächlich eine Spinne und eine Fliege erwischt hat, wie auch immer sie das geschafft haben mag. Ich hatte schon den F im Verdacht, ob er ihr Leckerbissen zukommen lassen wollte, aber er beschwört seine Unschuld. Dann muss sie es selbst geschafft haben. Beachtlich!

Es hat in diesem Jahr sehr viel geregnet und alle meine Auffanggefäße für Regenwasser sind voll. Seit heute Nacht sind sie auch schon gefroren, ziemlich tief, nicht nur in einem Film an der Oberfläche.

Ich schätze den Saft der Aloe Vera als Behandlung für kleine Wunden. Zu diesem Zweck verwende ich Stifte, die an sich als Lippenstifte gedacht sind, von einer Firma, die sich großspurig Forever living nennt. Dieses Versprechen wird sie nicht halten, aber manche ihrer Produkte finde ich ganz gut. Abgesehen von Wundheilung soll die Aloe auch die Luft in Innenräumen reinigen. Ich vermute, dass sie dafür noch etwas wachsen muss, aber dann…