Schlagwort: Momente –

Blau

Sensationell gefärbt war der Himmel am Weihnachtstag, zuerst blau, dann orange. Aufgrund einer ungewöhnlichen Wetterlage zerflossen die Spuren der Flugzeuge von harten Linien zu Spitzengirlanden. Faszinierende Himmelsschauspiele wurden geboten.

 

Wiens Eingeweide

Gestern war ich in der Gudrunstraße, mitten in Favoriten. Für nicht ortskundige : „Favoriten ist der 10. Wiener Gemeindebezirk. Er liegt südlich der inneren Bezirke, reicht bis an die südliche Stadtgrenze und ist mit rund 200.000 Einwohnern der bevölkerungsreichste der Stadt. Hier wohnen etwa 10 Prozent aller Einwohner Wiens.“ Das Leben brodelt hier heftig. Döner-Pizza-Schnitzel ,diese faszinierende interkulturelle Dreieinigkeit wird  in jedem dritten Haus im Gassenlokal angeboten. Mehr oder weniger schäbige kleine Lokale sind das. Dazwischen Nagelstudios und Fitness-Center, sehr beliebte Freizeiteinrichtungen.

Viktor-Adler-Markt, früher Ort vieler Heimspiele der Sozialdemokraten, heute fest in FPÖ-Hand. Sollen womöglich hier die Asylantenlager gebaut werden, die der neue FPÖ-Klubchef Gudenus vorgeschlagen hat ? Nicht einmal seine eigene Partei hat sich dazu zustimmend geäußert. Gudenus ist übrigens einer von zwei FPÖ-Politikern, die der Bundespräsident nicht angelobt hätte, wären sie für einen Ministerposten vorgeschlagen worden. Van der Bellen kann einem überhaupt leid tun. Hatte er doch schon im Wahlkampf verkündet, dass er niemals eine FPÖ-Regierung angeloben würde. Es ist ihm nun nichts anderes übrig geblieben.

Reumannplatz in der Nacht. Alle haben es eilig. Unterirdisch fährt die U-Bahn in Richtung Oberlaa. Ich denke mir, ich schaue mir ein bissl die Leute an und fahre mit dem Bus in Richtung nachhause. Eine Weile stehe ich an der Bus-Station und warte gemeinsam mit etwa fünfzehn Leuten. Kein Bus in Sicht. Plötzlich kommt eine Frau vorbei und sagt „Bus nicht da, dort. War gestern so“. Niemand zweifelt an der Auskunft und die Karawane setzt sich in Bewegung. Ein junges Paar, sie im Rollstuhl. Einige verfallen in Laufschritt, es wird doch nicht der letzte Bus für heute sein. An der angekündigten Stelle steht tatsächlich ein Bus und ich bekomme sogar einen Sitzplatz. Der Weg ist weit und das gibt mir Gelegenheit, mir viele Leute anzusehen. Interessant sehen viele aus, nicht so einheitsgeschleckt und normiert wie in den innerstädtischen Bezirken, auch weniger maskenhaft, Geschichten könnten einem da einfallen ….

Schade, dass ich keine Kamera mithatte, ein paar Motive wären sehr ausdrucksstark gewesen, aber wer weiß, ob ich mich getraut hätte.

Wenn ich mir das so durchlese, klingt es recht düster. Ist es auch, aber auch wiederum nicht so dramatisch, dass es in Wien nicht mehr möglich wäre in der Nacht allein durch Favoriten oder sonstwo zu gehen.

Eröffnung der Saison in Waldorfseligkeit

Ich habe die Weihnachtsmarktsaison eröffnet. Unser erstes Ziel war eine Premiere: der Adventmarkt einer Waldorfschule. Ein sehr schönes Gebäude, ein kleines Schloss mit allgegenwärtigen Holzarbeiten aus eigener Werkstatt, Stuckatur, Schmiedeeisen  mit vielen, vielen Ständen an denen ausschließlich Selbsterzeugtes feilgeboten wurde.

Die zahlreichen Werkstätten und die beiden Cafés wurden jeweils von einer Klasse der Schule betreut. Es war ein bisschen voll, weil offenbar sämtliche Schüler und Lehrer anwesend waren und sehr viele Gäste mit sehr vielen Kindern. Die Stimmung war großartig. Zusätzlich zu den vielen Ständen und den kulinarischen Stationen gab es Aktivitäten für Kinder, einen Kunstmarkt, ein Buchantiquariat und sogar Live-Musik von der Schul-Band.

Wir erstanden einen bildschönen Adventkranz und zwei Lampen. Eine für den eigenen Gebrauch und eine zum Verschenken. Ein sehr gelungener Nachmittag. Die kleinen Einblicke in das Schulgeschehen haben mich auch ziemlich beeindruckt. Diese vielen Möglichkeiten zur Kreativität, die die Kinder und Jugendlichen dort haben ! Wie es mit der Ausbildung insgesamt aussieht, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Immer näher

Manchmal ist es auch schön, wenn der schweifende Blick mehr als einen Ruhepunkt findet. Für die Bildkomposition ist es auf jeden Fall besser

 

Sunnys „nass“ im Salzkammergut

Hier gehts zu Sunny

Einen Kurzurlaub haben wir gemacht, im Salzkammergut, das zu jeder Jahreszeit schön ist. Ein paar strahlende Tage, ein paar bewölkte und verregnete. Für die Rückfahrt war Sturm angesagt, Sturm orkanartiger Stärke. Es hat tatsächlich sehr heftig geblasen, schon die Nacht davor und während der Rückfahrt. Das Blätterluftballett war sehr schwer zu treffen. Hier ein Versuch:IMG_2976

Wir waren höchst unvernünftig und wollten unbedingt den Wolfgangssee im Sturm aus der Nähe bewundern. Ein eindrucksvolles Schauspiel: Wellen wie an einem Meer, die das Schilf überrollten und die Ufer überschwemmten. Wir standen nur am Ufer, völlig durchnässt, aber wenigstens nicht unter Bäumen.Andere Leute waren noch unvernünftiger und mit Booten und Surfbrettern unterwegs. Ich hoffe sehr, dass meine Kamera das eh nur kurze Herausholen bei Regen und Sturm gut überstanden hat

Heimfahrt in Sturm und Wellen

Einen Kurzurlaub haben wir gemacht, im Salzkammergut, das zu jeder Jahreszeit schön ist. Ein paar strahlende Tage, ein paar bewölkte und verregnete. Für die Rückfahrt war Sturm angesagt, Sturm orkanartiger Stärke. Es hat tatsächlich sehr heftig geblasen, schon die Nacht davor und während der Rückfahrt. Das Blätterluftballett war sehr schwer zu treffen. Hier ein Versuch:

IMG_2976

Wir waren höchst unvernünftig und wollten unbedingt den Wolfgangssee im Sturm aus der Nähe bewundern. Ein eindrucksvolles Schauspiel: Wellen wie an einem Meer, die das Schilf überrollten und die Ufer überschwemmten. Wir standen nur am Ufer, völlig durchnässt, aber wenigstens nicht unter Bäumen.Andere Leute waren noch unvernünftiger und mit Booten und Surfbrettern unterwegs. Ich hoffe sehr, dass meine Kamera das eh nur kurze Herausholen bei Regen und Sturm gut überstanden hat

ABC-Etüden – Liebe auf zwänglerisch

„Heute oder nie“ dachte Anna und verwurschtelte die rosa-grüne Decke auf ihrem Bett. Leichte Panik stieg in ihr auf als sie das Ergebnis betrachtete: Unordnung, keine einzige gerade Linie mehr, die Farben nicht mehr in geometrischen Mustern. Sie schloss die Augen um es nicht sehen zu müssen und warf die beiden ebenfalls rosa-grünen Kissen auf den Boden. Nur durch extreme Konzentration und Achtsamkeit schaffte sie es durch das Zimmer zu gehen und die Tür zu öffnen. Draußen stand Maxi. Er begrüßte sie wie immer herzlich aber mit dieser gewissen Zurückhaltung, die die intuitive Anna immer hart traf. Sie schlenderten in ihr Zimmer, Maxi sah die zerknutschte Überdecke und meinte erfreut „Da ist es ja heute richtig gemütlich“ Er warf sich aufs Bett und zog sie mit sich und es kam wie es schon lange hätte kommen sollen. Nachdem sie nun endlich wusste, was es mit dem körperlichen Teil der Liebe auf sich hatte, überlegte Anna ziemlich entspannt, wie sie die auf den Boden geworfenen Kleidungsstücke ordentlich falten könnte um gerade Linien und Symetrien zu erzeugen. Es war ja ganz nett gewesen, nur war es diese Unordnung wert ??

Sunnys Feuer

Das Logo passt zu den Fotos so gar nicht dazu, daher ist es so winzig. Es ist mir trotzdem noch etwas zu groß 🙂

Diesmal wird es ein hauptsächlich fotografischer Beitrag. Zum Thema Feuer kann ich mich nicht kurz fassen und zum lange Schreiben bin ich zu müde. Bei mir läuft der countdown zum Beginn der Badrenovierung und das ist mit ziemlich viel Arbeit verbunden.

Feuriges sieht man auf den Fotos. Feurige Farben und Strukturen. In keinem von beiden brennt es tatsächlich.