Schlagwort: Miksang –

Völlig konsequenzlose Entscheidungen

Ich kann mich nicht entscheiden, welches von beiden mir besser gefällt. Ich muss mich auch nicht entscheiden. Mir können auch beide gefallen. Ich habe aber einen Favoriten und es interessiert mich, welches den Blogbesucher*innen besser gefällt. Schön wären zahlreiche aufschlussreiche Antworten.

 

Seit Juli kein gemeinsames Miksang mehr

Ein Jammer ! Das Fotografieren wäre ja nicht so das Problem. Lockdown hin oder her könnten wir ja in einen Park oder sonst wohin in die Natur oder in die Stadt gehen. Aber wo sollten wir uns die Bilder gemeinsam ansehen? Es gibt keine offenen Lokale und im Freien ist es zu kalt. Weitere zwei oder drei Monate werden wir schon noch aushalten. Wenn nicht, wäre das eine ziemliche Bankrotterklärung für eine Gruppe von kontemplativ Fotografierenden, die sich um Gelassenheit bemühen.

Sonntag, 27.Dezember 2020 – Körper und Geist

Sinn und Zweck der Meditation ist es, Körper und Geist im Jetzt zu synchronisieren. Der Körper ist logischerweise immer in der Gegenwart. Mit Hilfe der Konzentration auf den Atem übt man, auch den Geist in der Gegenwart zu halten. Also nicht über Vergangenes nachzudenken und auch nicht über Zukünftiges. Man macht keine Pläne und keine Bewertungen von Vergangenem. Einfach ist das nicht. Wenn es aber auch nur für Sekundenbruchteile gelingt, ist es ein so gutes Gefühl, dass es den Aufwand lohnt. Regelmäßige Übung bringt auch mehr Gelassenheit und Ruhe.

Auch das kontemplative Fotografieren, Miksang, funktioniert so. Wenn einen das Motiv anspringt, dann kann es einen kurzen Moment der direkten Wahrnehmung geben, einen Moment der direkten Verbindung zwischen Fotografierenden und Motiven. Es braucht dann keine Erklärungen, was denn das ist, ob es jemandem gefällt und warum und wieso.  Das Fotografieren ist eigentlich nur nebensächlich und dient nur dazu, den Eindruck mit anderen zu teilen. Das Wesentliche ist die direkte Wahrnehmung, diese Verbindung mit der Welt jenseits von Erklärungen und Bewertungen. Das ist das gleiche Glücksgefühl, das man zB bei Naturbetrachtungen hat, wenn man in die Bilder eintaucht ohne sie zu beschreiben und zu bewerten, einfach nur erlebt.

Ich nehme gerade an einer online-Veranstaltung teil: 5 Tage Meditation und Vorträge unter dem Titel „Insel des Jetzt im Strom der Zeit“. Allerdings nehme ich zu meinen Bedingungen teil: nur maximal eine Stunde Meditation pro Tag, mehr schaffe ich derzeit nicht. Die Stunde aber schaffe ich gut, schließlich habe ich jahrelange Erfahrung, nur in den letzten Jahren hatte ich damit aufgehört. In den Vorträgen geht es auch um Inhalte, die ich kenne, trotzdem sind sie inspirierend.

Begeistert bin ich nicht von dem online-setting. Prinzipiell, es hat natürlich auch seine Vorzüge. Wenn man ein Hintergrundbild installiert, kann man in jedem Outfit vor der Kamera sitzen, was vor allem Früh am Morgen deutliche Vorzüge hat.

Donnerstag 17.Dezember 2020 – Schönheit und Komplexität

Heute beim Frühstück haben wir über das Funktionieren Künstlicher Intelligenz diskutiert. Also „diskutieren“ trifft die Sache nicht so ganz, ich habe mangels Kenntnissen zu dem Thema mehr zugehört als geredet. Erschreckend und faszinierend zugleich. Erschreckend, dass wir Menschen, die wir auch „nur“ ein Produkte der Evolution auf diesem Planeten sind, unser eigenes Denken nachbauen können. Das „Denken“ so einer Künstlichen Intelligenz ist jenem des Menschen noch nicht ebenbürtig, kann es aber prinzipiell werden.

Ich glaube nicht, dass es klug ist, manche Grenzen zu überschreiten, kann aber die Faszination verstehen, die in der Forschung liegt, in dem immer tieferen Eindringen in das System „Leben“. Die einzige Grenze, die es realistischerweise gibt, ist wohl das Machbare. Es wird immer Menschen geben, die sich aus Forschungsdrang oder aus Gier über Grenzen der Ethik hinwegsetzen werden. Ich bin mir nicht sicher, ob ich im Bereich meiner alten Liebe, der Genetik, der Versuchung widerstehen könnte. Da gibt es so vieles, was man tun könnte, aber sicher nicht sollte…

Der Zusammenhang zwischen Text und Bild? Sehr einfach: keiner. Das war mein erster Gedanke, der aber nur sehr oberflächlich richtig ist. Dies ist die Abbildung eines komplexen biologischen Systems, wobei hier der Schwerpunkt auf der Optik liegt, darauf wie sehr die Fantasie und der Sinn für Schönheit durch so einen Anblick genährt wird. Genauso gut könnte man aber auf die Faszination der Komplexität des Sytems „Baum“ fokussieren. Nein, es besteht doch ein Zusammenhang: meine Leidenschaft für komplexe Systeme und deren Schönheit.

Perfekte Gehsteige

Am schönsten sind solche alten vermoosten, aufgeplatzen und mit winzigen Einsprengseln versehenen Asphaltwege wenn sie nass sind, aber auch in trockenem Zustand kann ich ihnen viel abgewinnen.

Und noch ein paar…

Das sind jetzt die letzten Tot-Blätter-Fotos dieses Jahres. Sie sind überall, auch in der Stadt und noch viel vielfältiger als Blüten und lebendige Blätter deswegen kann ich oft nicht widerstehen, aber es wird Zeit sich anderen Motiven zuzuwenden.