la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Klare Linien, die Schönheit hervorbringen

Am Wochenende findet in meinem Meditationszentrum ein Kunstfestival statt. Heute waren die letzten Vorbereitungen im Gange. Bilder gehängt, Ikebana gemacht, beides miteinander kombiniert. Sehr Schönes ist dabei herausgekommen.


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Eine Klangschale für den Mitmachblog

Eine Klangschale wird mit einem hölzernen Klöppel zum Klingen gebracht. Ein lange nachhallender Ton, den man mit einer ganz leichten Berührung durch den Klöppel beenden kann.Beim Meditieren leitet ein Schlag die Sitzung ein. Man kann sich über den langen Ton hineingleiten lassen in die durch den Atemrhythmus gehaltene Innensicht. Absicht  klassischer Meditation, nicht der diversen esoterischen Seltsamkeiten, ist es, sich selbst beim Denken zuzusehen, das Denken vorbeiziehen zu lassen ohne irgendwelche Handlungen zu setzen, ohne die Gedanken weiter zu verfolgen, zu erleben, dass Gedanken und Emotionen kein Gefängnis sein müssen, sondern vorüberziehen.

Nach einer Weile wird der umgebende Raum spürbar, die Verankerung in der Erde, die Verbindung zum Himmel, der eigene Platz in der Welt. Durch die – wenn auch nur Sekundenbruchteile andauernde – Unterbrechung von festgefahrenen Denk- und Verhaltensstrukturen entsteht langsam mehr Freiheit im Denken und im Handeln. Wenn es gelingt, eine noch so kleine Lücke zu öffnen zwischen dem Impuls von außen und dem Abspulen der eigenen Verhaltensmechanismen wird die Wahlfreiheit in den Verhaltensweisen langsam größer.

Sehr intensiv ist es, in einer Gruppe zu meditieren. Nicht zu eng nebeneinander, aber doch in Gesellschaft. Zwei Klöppelschläge bedeuten eine Pause in der Meditationssitzung, drei Klöppelschläge beenden sie. Auch am Ende ist es schön, den Ton der Klangschale nachklingen zu lassen.