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Hüftchroniken #11 – nichts ist selbstverständlich

Triumph! Ich habe Socken an. Banal? Durchaus nicht. Nach fast 5 sockenlosen Wochen im Winter, habe ich es heute versucht und es ist mir gelungen. Zunächst mit diesem blöden Gerät, dass nicht einmal halb so praktisch ist, wie es angeblich sein soll, den Fuß in den Socken hineinstecken und dann mit leichtem, ganz, ganz langsamen Hinunterbeugen aus sitzender Position den Socken hinaufziehen. Und ……. gelungen. Was den Alltag betrifft, ist das Anziehen von Socken die größte Herausforderung. Schuhbänder wären genauso schwierig, aber ich mag ohnehin keine geschnürten Schuhe. Womöglich ändert sich das aber, wenn ich wieder problemlos den Fuß irgendwo hinaufstelle um die Bänder zu binden. Lächerlichkeiten? Ja, ja, das kommt einem so vor, wenn man keinerlei Bewegungseinschränkungen hat. Ich hoffe, dass ich sobald das neue Gelenk zur Normalität geworden ist, nicht vergesse, was alles nicht selbstverständlich ist.

Montag 21.1.19

An und für sich möchte ich ja in nächster Zeit früher aufstehen, aber wenn man mitten in der Nacht Blutmond schaut, geht das schlecht. Beim letzten Blutmond war es stark bewölkt und man konnte in Wien gar nichts sehen, deshalb wollte ich diesen auf keinen Fall versäumen. Diesmal war zwar die Sicht perfekt, ein völlig freier Himmel, aber der Mond war so klein, dass ich eigentlich nicht besonders beeindruckt war. Dafür bin ich nochmal schlafen gegangen und dann spät aufgewacht.

Eine fast normale Einkaufs- und Erledigungstour habe ich heute geschafft, ohne Krücken wohlgemerkt, und kam mir ganz aktiv, mobil, mitten drin vor. In den letzten Wochen und Monaten war die Arbeits-Balance zwischen F und mir doch etwas unausgeglichen. Ich konnte lange gar nichts machen, oder war sehr eingeschränkt, jetzt bin ich froh, dass ich dies und das für ihn übernehmen und dadurch das Gleichgewicht langsam wieder herstellen kann.

Der US-Shut down beschäftigt mich dieser Tage. Die offenbar weit verbreitete Situation, dass viele Staatsbeamte überhaupt keine finanziellen Rücklagen haben und ohne Bezahlung nicht bis zum Ende des Monats kommen. Wie das bei Menschen mit noch prekäreren Beschäftigungsbedingungen ist, darf man sich gar nicht vorstellen. Meine Bewunderung gilt den Leuten, die bei solchen Verhältnissen überhaupt an irgend etwas anderes denken können, als wie sie über die Runden kommen.

Hüftchroniken #10 – Socken oder Halsketten?

Dass das Tragen von Socken völlig überbewertet wird, habe ich in diesem Winter eindeutig bewiesen. Seit dem 17. Dezember bin ich sockenlos unterwegs und mir ist schon gelegentlich kalt, aber nicht an den Füßen. Bis ein Titan- Hüftgelenk einigermaßen eingewachsen ist, sollte man bestimmte Bewegungen vermeiden und das An- und Ausziehen von Socken besteht im Wesentlichen aus dieser Art von Bewegungen. Es gibt ein „Gerät“ bestehend aus einem Stück Plastik und langen Bändern über das man einen Socken stülpen kann um ihn dann ohne Verrenkungen anzuziehen.

Das Ding sieht ganz praktisch aus, aber ich konnte mich damit nicht anfreunden und bin nun mit meinem derzeit nacktfüssigen Zustand sehr zufrieden.

Ebenso zufrieden bin ich mit der Kettensituation. Ich trage sehr gerne auch lange Ketten, was mir aber im letzten Jahr ziemlich verleidet war, weil ich so schief gehen musste, dass die Ketten immer auf eine Seite schwangen, was ganz katastrophal blöd aussah. Inzwischen bin ich noch nicht wieder bei einem normalen Gang angelangt, aber immerhin ist er ausreichend gerade um die Ketten an ihrem Platz zu halten. Es hängt auch vom Gewicht und der allgemeinen Beschaffenheit der Kette ab, aber im wesentlichen funktioniert der Indikator fehlerfrei. Die „Kettenprobe des geraden Ganges“ könnte ich mir vielleicht patentieren lassen.

Das erste Mal nach über sechs Wochen war ich heute in einem Lokal essen. Auch hier war das Thema die Position des Hüftgelenks: die Sitzgelegenheit durfte nicht zu niedrig sein. Ich bin jetzt aber schon so weit, dass ein normal hoher Sessel kein Problem mehr darstellt. Das heißt auch, dass ich wieder ins Kaffeehaus gehen kann ………. Juhuuuu !

Hüftchroniken #9 – langsame Normalisierung

Sehr viele Dinge habe ich liegen lassen, verschoben, weitergereicht, vorläufig für unwichtig erklärt. Daraus ergibt sich jetzt eine ziemlich lange To-do-Liste. Ich habe begonnen, sie langsam und gemütlich abzuarbeiten, an jedem Tag nur ein anzusteuerndes Ziel, meistens ergibt sich dann unterwegs ohnehin noch dieses und jenes.

Ich bin immer noch mit zwei Krücken unterwegs, zwar wäre es nicht mehr wirklich notwendig, aber wenn ich ohne Krücken gehe, hinke ich ähnlich wie vorher, obwohl dafür gar keine Veranlassung mehr besteht. Besonders schwierig ist es, meinem Hirn begreiflich zu machen, dass es kein Problem mehr ist und auch nicht weh tut mit beiden Beinen Stufen zu steigen. Wenn ich aber mit den Krücken unterwegs bin, auch wenn ich den Boden damit eigentlich nur mehr antippe, dann gehe ich gerade. Nun gut, das braucht eben seine Zeit. Ich stelle mir das plastisch so vor, dass ich die eingegrabenen Gewohnheiten im Hirn langsam planiere und neue Wege eröffne.

Die Leute auf der Straße sind im allgemeinen sehr nett. Ständig hält mir jemand die Tür auf, oder überlässt mir einen Sitzplatz oder möchte meine Krücken aufheben, die gar nicht umfallen können, weil ich sie um den Hals trage. Eigentlich alles sehr angenehm, aber ich muss gestehen, dass es mich schon leise nervt, mich ständig bei allen zu bedanken. Natürlich ist es so viel angenehmer als wenn alle über mich drübertrampeln wollten, trotzdem tue ich mir schwer mit der Rolle der Schwachen, auf die andere Rücksicht nehmen (sollen/müssen).

Schon seit zwei Wochen hänge ich ständig am Telefon um zu versuchen, meinen viel zu späten Reha-Termin im März vorzuschieben. März wäre ohnehin schon kulant, hieß es, weil eigentlich bis Ende April alles voll sei. Ich setzte auf lästig, und habe jeden Tag angerufen, ob nicht jemand zurückgetreten ist. Und ja, tatsächlich, ich habe einen Termin im Februar bekommen, der gut passt. Eine Woche früher wäre noch besser gewesen, aber so ist es auch sehr gut und ich freu mich schon auf die Mischung zwischen trainieren und verwöhnt werden.

Samstag 12.1.19

Es war ein guter Tag, Tag 25 nach der OP. Die Zeit ist so schnell vergangen. Ein längerer Spaziergang, noch mit zwei Krücken, aber ich stütze mich kaum mehr darauf. Es ist ein sehr gutes Gefühl wieder draußen zu sein, unter vielen Menschen, bei geöffneten Geschäften und Lokalen, ein Teil des Ganzen. Ein Fuß vor den anderen, in einen Rhythmus kommen, nichts tut weh.

Mein Staubsauger ist eingegangen. Ich stand vor dem Geschäft und habe überlegt, ob ich hineingehen und einen neuen kaufen sollte. Es hätte ihn ja jemand anderer abholen können. Aber ich habe es mir anders überlegt, es ist da drinnen immer überheizt und dann hätte ich die Krücken und die Jacke und den Schal und die Mütze alles irgendwie halten müssen und das kam mir nicht sehr verlockend vor. So dringend ist es ja nicht, die neue Putzfrau, die ums Eck wohnt und eine ganz liebe Person ist, bringt ihren mit und dann ist noch etwas Zeit zum Kaufen eines neuen.

Das sind derzeit so die bedeutenden Ereignisse in meinem Leben, zumindest die, die sich dazu eignen hier aufgeschrieben zu werden. Ich lese sehr gerne, was andere über ihr Innenleben schreiben, wollte und könnte  es ihnen aber nicht gleichtun, schon aus Rücksicht auf andere. Ich finde es oft schrecklich wie die Autor*innen von Autobiografien über ihre Familien, Freunde, Kollegen und sonstige Menschen schreiben, ohne dass diese irgendein Mitspracherecht hätten. Auf einem blog ist das ja nicht anders.

Hüftchroniken #8 – Die Mühen der Ebene

Die großen Schneeflocken fallen rund um mich herum und auf mich drauf und auch auf die Krücken und auf den Boden, aber es bleibt nichts liegen und so kommt mir mein Spaziergang ganz ungefährlich vor. Sogar falls eine Krücke auf dem nassen Boden wegrutschen sollte, wäre das kein Unglück weil ich mich kaum mehr darauf stütze.

Eigentlich sollten die Krücken nun dabei helfen wieder zu einem normalen Gang zurückzufinden. Das ist gar nicht einfach, weil ich lange gehinkt bin und sich dieses Gehmuster ins Hirn eingeprägt hat. Und wie tief!

Jedesmal wenn ich vor einem Randstein oder gar einer Stufe stehe, stehe ich so, dass die logische Fortsetzung wäre mit dem rechten Bein hinaufzusteigen, wie ich es monatelang gemacht habe, weil es mit dem linken einfach nicht mehr ging. Das Hirn hat die Schritte so gelenkt, dass die Position vor jeder Stufe die gleiche ist. Und das hat auch auch viele Wochen lang gut gepasst. Jetzt passt es aber ganz und gar nicht mehr. „Wir steigen jetzt aber mit dem linken zuerst“ sage ich zu meinem Hirn. Dieses aber zeigt sich stur und leistet Widerstand. Dabei habe ich es ausprobiert: ich kann ebenso problemlos wie schmerzfrei mit dem linken voraus steigen.

Mit.dem.linken!! Ich schaffe es, stelle mich dabei aber so ungeschickt an, dass ich mich beinahe in den Umhängegurt der Krücken verheddert hätte. Es ist deutlich zu sehen, dass ich mit meinen eigenen Verhaltensmustern kämpfe. Ich hoffe sehr auf den Sieg, aber es wird wohl noch eine Weile dauern.

Ich habe sogar überlegt, die Kamera mitzunehmen und ein paar ästhetische Alltagsbilder einzufangen, nasses, schneebedecktes, gefrorenes, habe es mir aber wieder anders überlegt. Derzeit bin ich so zentriert auf die Basics des Lebens, dass jede kreative Inspiration brach liegt. Ein wandelndes Beispiel für die Maslow´sche Bedürfnispyramide: wenn die Grundbedürfnisse nicht erfüllt sind, funktioniert „Höheres“ gar nicht. Andererseits ist auch Maslow nicht unumstritten. Und überhaupt, ich glaube ich mache morgen eine Fototour auf den Markt vielleicht, je nach Wetter.

#januart2019 – Nr.6 – dankbar

Vielen Menschen bin ich für vieles dankbar. Derzeit richtet sich meine Dankbarkeit in Richtung Wissenschaft, an jene orthopädischen Chirurgen, die die minimalinvasive AMIS-Methode entwickelt haben und praktizieren und mir so ein Ding aus Titan und Keramik eingesetzt haben. Es wiegt gerade ein halbes Kilo und soll eine Lebensdauer von allermindestesn 20 Jahren haben, eher mehr. Wenn ich es mir so ansehe, finde ich es sehr elegant.

 

#januart2019 – Nr.5 – Zuhause

Zuhause ist immer anders. Derzeit ist für mich zuhause warm und trocken, aber es hat auch einen Anflug von Gefängnis. Zuhause muss ja kein Ort sein, es können auch Menschen sein oder Sprachen oder Kultur. Als ich noch mit der Austrian Airlines flog, begann zuhause mit dem Donauwalzer, der bei der Landung in Wien gespielt wurde. Dann kam das Wiener Hochquellwasser aus der Leitung und die Vielfalt an Brot, vor allem an dunklem.

Alltag #3 – eine Hass-Liebe

Alltag #3, Dezember bei Ulli 

Es geht hier um Gegenstände, die für ein Paar Wochen zu meinem Alltag gehören

Ihr seid mir überaus nützlich, ja sogar notwendig, um von A nach B zu kommen, nicht für jeden einzelnen Schritt aber für etwas längere Strecken von etwa 20 Schritten aufwärts;  „größere Entfernung“ kann sich ungemein relativieren. Ihr seid für vieles nützlich: zum Anziehen ohne sich vorzubeugen, zum Aufheben von kleineren Dingen. Warum, wenn man sich nicht bücken soll, ständig alles auf den Boden fällt, gehört wohl zu den ewigen Rätseln.

Ich habe euch mit einem nilgrünen Bademantelgürtel aneinander gebunden. Der Nil ist sicher im Normalfall genauso grün wie die Donau blau ist, aber ich mag „nilgrün“. Es ist sehr praktisch euch um den Hals zu tragen, weil ihr dann keine Chance habt umzufallen und ihr – wenn ich freie Hände brauche – „bei Fuß“ neben mir steht. Man muss die Angestellten nur richtig einschulen und darf sie nicht aus den Augen lassen, dann geht das wunderbar. Aber trotz allem, ich mag euch nicht.

Ihr schlaft neben meinem Bett, samt nilgrünem Gürtel, ich schleppe euch ständig herum, stelle euch an den unmöglichsten Orten ab damit ihr nicht umfallt, sitze ich auf einem Sessel binde ich euch an der Lehne an und fotografiert habe ich euch auch schon. Auf diesem Foto sieht man auch meinen praktischen Servierwagen mit dem ich alles transportiere, was sich nicht unter den Arm klemmen oder in Taschen verstauen lässt.

Als ich mich von meiner Lieblingsklasse verabschiedet habe und ihnen erzählte, dass ich keine Ahnung hätte, wie lange ich mit Krücken unterwegs sein müsste, meinte ein Schüler „Krücken sind ja ein ganz trendiges Accessoire“ Es sei ihm verziehen, weil er selbst sich einen Kreuzbandriß zugezogen hatte und lange mit Krücken unterwegs war. Für einen jungen sportlichen Mann ist das aber nicht dasselbe wie ….. äh … für mich.

Es schneit seit Mittwoch. Ich liebe dieses Wetter. Seit Jahren hat es nicht mehr mehrere Tage hintereinander so richtig geschneit. Und ausgerechnet jetzt kann ich nicht hinaus oder vielmehr traue ich mich nicht hinaus. Es schneit nicht nur, es ist auch kalt und vielleicht liegt unter dem Schnee die eine oder andere Eisplatte zu der ich mich nicht dazulegen möchte. Hätte ich euch doch Spikes kaufen sollen? Na, jetzt ist es zu spät.

So sieht das dann aus, wenn ich abends in eurer werten Begleitung sehnsüchtig in den Schnee hinausschaue.

Hoffentlich kann ich euch in zwei Wochen im Keller verstauen. vielleicht nicht ganz hinten, man weiß nicht. Ich werde euch auch nicht von mir werfen so dass ihr womöglich irgendwie kaputt geht; schließlich habe ich auch eine zweite Hüfte, die schon etwas angenagt aussieht. Also insgesamt bin ich froh, dass es euch gibt, aber mögen, nein mögen tue ich euch nicht.

 

Hüftchroniken #7 – alles raus und runter

Heute ist der 15. Tag nach der OP und ich bin ziemlich matsch. Vielleicht waren die 1800 Schritte auf der Straße gestern doch etwas zu viel, aber es ist so gut und leicht und schmerzfrei gegangen, dass ich gar nicht genug kriegen konnte. Außerdem hat mich der F. begleitet, weil ich ausprobieren wollte, ob ich auch schon in einen Bus ein- und aussteigen konnte und dadurch habe ich auch einen gewissen Ehrgeiz entwickelt. Das Ambiente am 1. Jänner auf den Straßen war zwar so desolat wie jedes Jahr zu diesem Datum: kaum jemand zu sehen, dafür Berge von Hülsen von diversen Feuerwerkskörpern, aber ich konnte meine üblichen Wege, die in letzter Zeit schon extrem mühsam waren eigentlich ganz leicht gehen. Mit zwei Krücken, an diese Vorgabe halte ich mich eisern, außer zuhause wo ich immer wieder ein paar Schritte auch ohne Krücken gehe.

Die Medikamente habe ich alle abgesetzt mit Ausnahme des Anti-Thrombosemittels. Wer wie ich eine Freundin hatte, die mit knapp 43 Jahren an einer Embolie gestorben ist, nimmt Anti-Thrombosemittel sehr ernst. 5 Wochen soll ich sie schlucken, mache ich auch. Ich habe ohnehin den Eindruck, dass mein Körper noch daran arbeitet, die Narkosemittel und die vielen Schmerzmittel und auch die Lokalanästhesie so wirklich völlig rauszuschwemmen. So fantastisch die moderne Chirurgie auch ist, für die Heilung braucht der Körper einfach seine Zeit. Das letzte Pflaster, das für alle Fälle nach der Klammerentfernung noch über die Wunde kam, habe ich heute ebenfalls entfernt. Auch so ein Wunderwerk, wasserfest und atmungsaktiv und was weiß ich was noch. Jetzt liegt die Wunde frei, sie „schön“ zu nennen, wäre wohl übertrieben, aber sie ist gut verheilt und erstaunlich kurz.

Die Lichterketten vor den Fenstern leuchten, es schneit in Form von Hagel, mittelgroße Körner und ich bin mit dem Beginn des Neuen Jahres sehr, sehr zufrieden.

Hüftchroniken #5 – der Konvent-Konzern

Das erste, was mir auffiel war die große Freundlichkeit, sie wirkte nicht aufgesetzt, nicht professionell, ich empfand sie als echte Herzlichkeit. Alle waren herzlich und aufmerksam, die Ärzte, Therapeuten, Verwaltungsangestellten, die Putztruppe, die Träger. Gleich nach der Freundlichkeit bemerkte ich die hervorragende Organisation. Ich hatte den Eindruck, dass man in diesem Spital niemanden in einem finsteren Eck vergisst, was ja anderswo schon vorgekommen sein soll. Auch das Verhältnis zwischen fachlicher Autorität und persönlichem Respekt fand ich gelungen. Wenn mir der orthopädische Chirurg sagt, es ist in den nächsten Wochen nicht gut, den Fuß des operierten Beins nach innen zu drehen, so halte ich mich daran, wollte mir jemand Ratschläge darüber geben, wie oft oder selten das Fenster aufgemacht werden  soll und welche Raumtemperatur zu empfehlen ist, würde ich mich nicht daran halten. Aber alle sind ohne mit der Wimper zu zucken in meinem sehr kühlen Zimmer ein und aus gegangen.

Was mir persönlich auch sehr gut gefallen hat, war die Buntheit. Sowohl unter dem  medizinische Personal als auch unter allen anderen Angestellten gab es Menschen in allen Größen, Farben und Formen, unterschiedlicher Nationalität und Religion, auch solche, die man als Behinderte bezeichnen würde, es gab Nonnen im Habit neben Frauen mit islamischem Kopftuch, einen interreligiösen Gebetsraum und sehr geschmackvolle Weihnachtsdeko.  Sogar das Essen hat mir geschmeckt. Spitalskost hat ja nicht den allerbesten Ruf, aber ich fand es gar nicht so übel. Außerdem gehört ja das Essen zu den Attraktionen des eher langweiligen Betriebs. Vielleicht habe ich aber auch wegen der gelungenen OP alles etwas rosarot gesehen.

Mein großer persönlicher Gewinn bei diesem Spitalsaufenthalt war  – abgesehen von dem implantierten Hüftgelenk – die für mich überraschende Erkenntnis, dass ich kein Problem dabei hatte bei alltäglichsten und intimen Verrichtungen um Hilfe zu bitten und sie auch anzunehmen. Nie hätte ich gedacht, dass ich ganz spontan einen jungen Pfleger bitten könnte, mir die Reste der Desinfektionsmittel von den Beinen zu waschen, weil ich mich noch nicht so tief bücken dürfe. Das verbuche ich unter großem Gewinn, weiß ich unter welchen Bedingungen ich im Alter leben werde. …..

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern besitzt sieben Spitäler und zwei Pflegehäuser und falls alle so gut geführt werden wie die Orthopädische Klinik Speising in Wien sind Gratulationen durchaus angebracht.

Hüftchroniken #3 – Vor dem Show-down

Montag 17.12.18

Warum auch immer bin ich beim zweiten Anlauf noch etwas nervöser als beim ersten, zumindest am Tag vor dem Einchecken ins Spital. Gestern Nachmittag beim Kofferpacken bin ich hin und her geschusselt wie ein Tiger im zu kleinen Käfig, nur wesentlich weniger elegant. Dem F. war sichtlich unbehaglich zumute, aber da muss er jetzt eben durch, ich muss ja schließlich auch.

Ich bin jetzt schon den ganzen Tag im Krankenhaus und die Nerven haben sich etwas geglättet. Nach einigem Warten kam der Chirurg vorbei um die Überreste des Wimmerls des Grauens in Augenschein zu nehmen. Er war zufrieden und hat mir angekündigt, dass ich morgen als vierte drankomme.  „Hüfte, Hüfte, Knie und dann kommen Sie dran“ hat er gesagt. Ich bin ja sehr dankbar, dass er kein dichtender Chirurg ist, dann wäre womöglich „Hüfte, Hüfte und ein Knie und die Nächste sind dann Sie“ herausgekommen.

Das Zimmer sieht genauso aus wie das von voriger Woche, hat aber den Vorzug, dass der Arm, an dem man den Fernseher schwenken kann, nicht knirscht. Was heißt hier Fernseher, es ist auch ein Radio und eine Spielekonsole und auch Internet könnte ich damit umsonst benützen. Außerdem habe ich 11 Bücher und einige Zeitschriften mit. Langeweile werde ich hier keine haben. Höchstens Lagerkoller, aber vielleicht auch nicht, es gibt ja viele lange Gänge zum Gehen üben und viele Fenster auf den Park hinaus. Wie ich inzwischen erfahren habe, handelt es sich weder um den Park dieses Spitals noch um den Lainzer Tiergarten sondern um den riesigen Park eines neurologischen Krankenhauses. Ich wünsche den dortigen Patienten, dass sie diesen  Park auch nutzen und genießen können.

Eine reizende junge Schwester hat mich mit ganz gutem Essen versorgt, den vom Zimmervorgänger verschlossen gelassenen Safe geöffnet und versucht meinem Laptop das hauseigene W-lan schmackhaft zu machen. Letzteres ist weder ihr noch sonst jemandem gelungen. Ich vermute, Kaspersky lässt die unsichere Verbindung nicht durch. Mache ich eben eine ungeplante aber umso gesündere Blog-pause. Zum Tippseln längerer Texte auf der smart-phone-Tastatur kann ich mich bestimmt nicht aufraffen.

Gerade war eine andere Schwester da und hat einen Rasierer geschwungen. Ich fürchte mein „OOOH NEIN, auf gar keinen Fall“ war etwas ruppig. So ganz geglaubt hat sie meine Geschichte mit der wimmerl-generierenden Rasur von voriger Woche vielleicht nicht, aber sie wird den Chirurgen anrufen.

Es ist sehr spannend, wie beinhart die Hierarchien in so einem Krankenhaus sind. Wir sind ja in Österreich generell sehr titelverliebt, sogar jemand wie ich, die ich normalerweise nicht mit akademischem Titel herumwerfe, tue das in einem medizinischen Umfeld immer, weil man dadurch aufgrund seltsamer, wahrscheinlich unbewusster Querverbindungen von den Mitarbeitern des Pflegebetriebs ernster genommen und besser behandelt wird. Vollkommen absurd, aber es ist nun mal so, wie jede/r gelernte Österreicher/in weiß, zumeist aus eigener Erfahrung.

Ich bin einerseits sehr froh darüber, dass ich mir dieses Einbett-Zimmer leiste, muss aber auch sagen, dass es ein bissl einsam ist, den ganzen Tag hier herumzusitzen und ich höre auch keine hochinteressanten Geschichten von anderen Patientinnen. Vielleicht gibt es ja irgendwo einen Allgemeinen Aufenthaltsraum oder ich mache eine Runde in die benachbarte Kinderstation

Hüftchroniken #4 – Das Herzstück der Aktivitäten

Dienstag 18.12.18

Stress, es wird 12:00, es wird 14:00, nix. Es wird immer noch am vorigen Fall gesägt, gehämmert, gefräst oder was immer die Chirurgie sonst noch so alles kann. Inzwischen weiß ich, dass es in diesem Spital 12 OP-Säle gibt und von 7:00 bis 18:00 operiert wird. Als ich schon gar nicht mehr dran glaube, dass ich heute noch drankomme, erscheint eine Schwester: es ist so weit. Das grauenhafte OP-Hemd anziehen, ein echtes Büßergewand, das auch völlig sinnlos ist, weil es einem gleich wieder ausgezogen wird, die Kompressionsstrümpfe angezogen und ab ins Bett damit der Träger mich in den OP bringen kann. Ich überlege, warum immer noch von Trägern gesprochen wird, wo doch  Betten und Rollstühle durch die Gegend geschoben werden und niemand getragen wird. Solche Gedanken sind so die letzten Barrieren des Hirns gegen ganz großen Stress.

Sehr spartanisch und hart ist die OP-Liege, ich denke lieber nicht daran, dass mein Lumbago eigentlich noch nicht auskuriert ist und nachdem ich das deprimierend brav gemusterte hinten offene Büßerhemd gleich wieder ausziehen musste und in eine vorgewärmte Decke gewickelt wurde, geht es in einen OP-Saal. Riesig kommt er mir vor, eiskalt ohnehin, wer weiß, wie viele Leute an so einem Werk teilnehmen. Eine Schwester namens Maria beginnt Venenzugänge zu stechen. Leider macht sie das so schlecht, dass ich bis heute, 5 Tage später, ein riesiges Hämatom über die ganze Hand inklusive Finger habe. Der zweite Versuch gelingt besser. Der Anästhesist stellt sich vor, er hat einen bezaubernden ungarischen Akzent, sonst finde ich ihn nicht besonders sympathisch. Schade, immerhin liegt in den nächsten zwei Stunden mein Leben in seinen Händen und Schläuchen und der ganzen Maschinerie. Dann bekomme ich noch kurz die Panik, weil mir vorkommt, dass er mir das Atemgerät noch übers Gesicht legen will während ich wach bin, was ich überhaupt nicht aushalte, aber nein, zum Glück ist die Schwester Maria oder sonstwer aktiv geworden und hat mir Narkosemittel gespritzt und ich spüre schon die Erlösung des Einschlafens ……..

……. viele Pünktchen später gegen 20:00 wache ich auf. Die Uhrzeit weiß ich nur, weil mir gegenüber eine Uhr hängt, Modell Bahnhofshalle. Ganz so groß wie eine Bahnhofshalle ist der Aufwachraum nicht, aber er hat Platz für mindestens zehn Betten. Ich bemerke, dass ich meinen Fuss samt Zehen heftig bewege. Einer der Gründe warum ich Angst hatte, war der Fall einer Verwandten, der ein wichtiger Nerv so stark verletzt wurde, dass sie ihren Fuss nicht mehr selbstständig anheben kann. Das kann ich ganz eindeutig, aber das Bein insgesamt kann ich nicht bewegen und es hängt an mir wie ein Holzklotz, oder eher ein Beton-Boller, Metaphern sollte man ja an die Jahreszeit anpassen. Ohne Sauerstoff geht es bei ihr nicht, sagt irgendjemand. Meint sie mich? Ohne Sauerstoff wird es wohl bei niemandem besonders gut gehen. Na, wenn mir schon wieder nach blöden Scherzen zumute ist, bin ich ja zumindest wach und somit am Leben. Das Spital hat zwei bis drei Todesfälle pro Jahr habe ich gehört, aber das sind meist sehr alte Menschen, die an ganz anderen Dingen sterben als an den Folgen einer OP. Jemand kommt von hinten und sagt mir, dass sie während der Geschehnisse zusätzlich zu der allgemeinen Anästhesie auch noch im Bereich der Hüfte eine lokale Anästhesie gemacht haben. Ich bin noch so benommen, dass mir erst nach einer Weile klar wird, dass das der Grund ist, warum ich mein Bein kaum spüre.

Der Pfleger vom Nachtdienst ist ein ganz lieber, er ist auch sehr verantwortungsbewusst und kommt oft nachschauen wie es mir geht, nicht nur um die Infusionsflaschen zu wechseln. Es ist sehr schwer zu schlafen mit den Stöpseln in der Nase und dem Zischen des Sauerstoffs und dem Pfleger, der ständig hereinkommt, aber irgendwann wird es ja Morgen. Ich hänge an diversen Schläuchen, habe mehrere Hämatome, und zwei Venenzugänge und es naht schon der Physiotherapeut, der mich ein paar harmlose Bewegungen machen lässt und mir dann zeigt, wie ich aus dem Bett komme. er trägt das Säckchen vom Katheter hinter mir her und ich gehe ein paar Schritte. Jaaaaa, ich bin mobilisiert, fühle mich wieder wie ein Mensch und innerhalb der nächsten paar Stunden bin ich auch alle Schläuche los, ein wunderbares Gefühl!

Samstag 15.12.18

Da fällt mir noch ein, dass mir im Laufe des gestrigen Tages in der Ambulanz auch noch ein Polizeieinsatz geboten wurde. Rund um ein Bett mit einem Verletzen kamen fünf Polizisten in voller Montur herein. Wen oder was sie genau beschützten, verfolgten, beobachteten wurde nicht klar. Außerdem war ich da schon so gedämpft, dass es mich nur mehr schwach interessiert hat.

Heute Vormittag habe ich versucht meinen Chirurgen zu erreichen, was mir leider nicht gelungen ist, aber ich habe mit einem anderen im Spital diensthabenden orthopädischen Chirurgen gesprochen, der meinte, dass er nicht für seinen Kollegen sprechen könne, aber er würde auf jeden Fall operieren. Während der OP bekäme ich ohnehin starke Schmerzmittel und muskelentspannende Präparate. Wenn ich aufstehen könnte, was ich nach der Hüft-OP sofort tun muss, dann sähe er kein Problem. Das war heute Vormittag, da war ich noch etwas skeptisch.

Jetzt am Abend aber, geht es mir wesentlich besser. Die Schmerzen sind praktisch weg, ich gehe wieder, sogar ohne Krücken und somit sehe ich für die Dienstag-OP auch kein Problem. Außer es käme noch irgendein Wimmerl des Schreckens oder was-weiß-ich dazwischen. Langsam wären es ja der Hindernisse genug …..

Hüftchroniken #1

Hüftchroniken

 

Teil 1 – im Krankenhaus (1)

 

Montag 10.12.18

In welchem Zustand meine Nerven wären, wenn ich am selben Tag, an dem ich operiert werden sollte, ins Krankenhaus gekommen wäre, möchte ich mir nicht vorstellen. Es ist so schon aufregend genug.

Impressionen

Der Taxifahrer erzählt mir, dass er schon so viele Patienten von diesem Spital abgeholt hat und alle zufrieden,und alle haben sie von den tollen OPs geschwärmt.

Der Stationssekretär meint, dass man „Schwester“ nicht mehr sagen darf, die korrekte Berufsbezeichnung wäre „Pfleger“. Alle vier auf der Station anwesenden Pflegerinnen stellen sich als „Schwester Soundso“ vor. Der Pfleger für den Nachtdienst stellt sich mit seinem Namen vor.

Das Kontrastprogramm zu meinem Spitalsaufenthalt im Mai, im Sechsbettzimmer ist absolut gelungen. In diesem Zimmer hier steht nur ein Bett, nämlich meins. Das allerdings genauso aussieht, wie das Bett im anderen Krankenhaus. Die Knöpfe für Licht und Rauf- und Runterstellen des Betts sind an derselben Stelle. Das Nachtkastl ist sogar kleiner, aber ich habe einen zweitürigen Kasten, mit Safe und Minibar. Natürlich ist da kein Schnaps drin sondern Mineralwasser und Joghurt. Der Raum ist ausreichend groß, hat ein Fenster auf den Park. Das Öffnen und Schließen von Fenster und Heizung unterliegt nur meiner Befehlsgewalt.

Die Dusche im Bad ist geräumig mit Sitzgelegenheit, die Höhe des Klos zeigt seine Verwandtschaft mit einem Thron und es gibt auch einen Haartrockner und jede Menge Steckdosen. Was es abends nicht mehr gibt, ist ein Passwort fürs W-lan. Solange der Sekretär da war, hatte ich leider nicht daran gedacht. Naja, etwas Blogentgiftung wird mir sehr gut tun.

Das Bändchen mit Namen, Geburtsdatum, Fallzahl und Code sagt der Sekretär bleibt bis zur Entlassung an meinem Handgelenk. Neugeborene Babys bekommen auch solche Armbänder damit man sie nicht verwechselt, dennoch werden Babys gelegentlich verwechselt. Was heißt das jetzt umgelegt auf meine Situation? Immer wieder gibt es Denkschleifen wie diese, die ein leichtes Knistern und Kriseln in meinem Nervensystem auslösen.

Im Wesentlichen passt vorläufig einmal alles

Fast alles, denn es gibt ein Problem. Die Stationsärztin ist sich nicht sicher, ob ich morgen operiert werden kann, weil es da etwas gibt auf meinem Oberschenkel, was sie fast entsetzt ansieht und was sie veranlasst sofort zu versuchen, den Operateur ans Telefon zu bekommen. Es ist ein aus meiner Sicht völlig harmloses Wimmerl, ein winziger Eiterpunkt mit einer Spur Rot rundherum. Der Operateur ist anscheinend nicht zu erreichen oder er hat vernünftigerweise gesagt, dass er sich die Sache morgen erst ansehen muss

Ich telefoniere mit einer Freundin, die Internistin ist. Sie meint, dass man eben in allen Spitälern panische Angst hätte, irgendwelche Keime in den OP-Bereich einzuschleppen. Es wird spannend morgen früh. Wenn das Wimmerl in die Kategorie harmlos eingestuft wird, bin ich die zweite auf der Liste und komme ungefähr um 9:30 dran, wenn nicht ….

 

Dienstag 11.12.18

Erwartungsgemäß war die Nacht nicht besonders erholsam.                Morgens um 7:00 stehe ich unter der Dusche und wasche mich mit dem vom Spital zur Verfügung gestellten Desinfektionsmittel. Das OP-Hemd – hinten offen- erinnert mich heftig an die Bekleidung der zum Tode Verurteilten, die in früheren Zeiten auf einem Karren zum Galgen befördert wurden.

Kaum bin ich fertig, ist der Chirurg schon da, sieht sich das Wimmerl an und schüttelt bedenklich den Kopf. Dann sieht er sich auch die Außenseite des Oberschenkels an, dort wo die Schwester gestern rasiert hat und dort sieht man ein weiteres aufblühendes Wimmerl, dieses ist eindeutig eine Follikel-Infektion. Warum haben sie denn nur rasiert, fragt er mich vorwurfsvoll. Ich erkläre ihm – auch wenig erfreut – dass nicht ich rasiert habe sondern die Schwester, die auch noch besonders darauf hingewiesen hätte, dass die Chirurgen Wert darauf legen, kein einziges Haar an den aufzuschneidenden Stellen vorzufinden.

Er murmelt etwas vor sich hin. Doch, doch, ich habe es genau verstanden. Das Spital wird auch immer depperter, hat er gesagt. Nein, sagt er, nein, ich hoffe, sie verstehen, dass es in ihrem Interesse ist, so können wir nicht operieren, das ist zu riskant. Und er wäre gerade auf einem Kongress gewesen, bei dem genauso ein Fall vorgestellt worden wäre, es wären Keime aus der Winz-Infektion in die Prothese gekommen, man hätte alles nochmal herausholen müssen und der Patient wäre wochenlang ohne Gelenk gelegen. Ich schaue die beiden Winzlinge gleich mit ganz anderen Augen an.

Morgen? Frage ich. Aber nein, nächste Woche, sagt er, wir schieben Sie schon ein und für die beiden Tage verrechnen wir Ihnen gar nichts. Wenn das nicht durchgeht, wäre das ein Fall für den Patientenanwalt. Ich freue mich über den streitbaren Chirurgen.

Er stürmt in die Verwaltung und kommt mit einem Berg Zettel zurück. Verkürzt: ich zahle nichts, außer 24 € und der Ersatztermin ist auch schon fixiert und bestätigt. Nächste Woche. Und ein Frühstück bekomme ich auch? Aber sicher, Sie können auch noch bis zum Mittagessen bleiben. Darauf habe ich denn dankend verzichtet.

Es gibt nun also ein Intermezzo zuhause. Allerdings muss ich dem praktischen Arzt erklären, dass ich diese Woche nicht arbeiten gehen kann, weil mich unsere Administratorin ganz sicher erwürgen würde, wenn sie den mühsam umgebauten Stundenplan für drei Tage wieder rückbauen müsste.